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"ZION"

"ZION"

27.03.2018 18:28

"…Der Westen ist durch eine zersetzende und korrupte moralisierende Ideologie verkrüppelt worden, die unsere politischen und geistigen Eliten dazu bewegt, ihre Sympathie und Unterstützung für eben jene Elemente zu bekunden, welche die Zerstörung des Westens ganz offen zu ihrem Ziel erklären…“ Richard Clark, Technological Terrorism
Die jüdische Rolle im Westen ist für die meisten Leute ebenso «ein in ein Rätsel gehülltes Mysterium innerhalb eines Geheimnisses» (so Winston Churchill über Russland) wie die Sowjetunion nach der Oktoberrevolution. Die Klärung dieses Geheimnisses wird durch ein raffiniertes System des intellektuellen Terrorismus verhindert, welches jede öffentliche Debatte über dieses Thema in Acht und Bann tut. Doch lassen sich die Folgen allenthalben erkennen, und ab und zu werden sie auch beim Namen genannt, beispielsweise von Wilmot Robertson in seinem Buch The Dispossessed Majority («Die enteignete Mehrheit»). Gemeint sind mit der «Mehrheit» selbstverständlich die «White Anglo-Saxon Protestants», die Amerika erschlossen und aufgebaut haben. Zwei Fakten von weitreichender Bedeutung sind hieb- und stichfest dokumentiert:
1. Das «Ideal» einer «Neuen Weltordnung», wie es in der Sowjetunion seit dem Sturz des Zaren im Jahre 1917 emsig gefördert wird, hat im Westen einen Zwillingsbruder, der sich zu ihm verhält wie das rechte Rad an der Wagenachse zum linken.
2. Überall im Westen setzen sich die Juden mit bewundernswerter Geschlossenheit und Beharrlichkeit für die Förderung eines jüdisch-nationalen bzw. zionistischen Ideals ein, dessen Symbol und geographisches Zentrum der Staat Israel ist.
Folgende Frage heisst es nun zu beantworten:
Welche Rolle spielt gegebenenfalls der Zionismus beim Antrieb des westlichen Rads jenes Wagens, der uns in die Eine Welt führen soll?
Eine Antwort auf diese Frage ist nur im Rahmen einer globalen Deutung der Geschichte unseres Jahrhunderts möglich, denn wie könnte die jüdische Rolle korrekt untersucht und diskutiert werden, wenn nicht im Kontext jenes «stürmischen Zentrums der Geschichte», von dem Hannah Arendt spricht? Zitieren wir hier noch einen Ausschnitt aus ihrem Buch The Origins of Totalitarianism:
Kenntnis kann zweierlei Art sein: Kenntnis der Welt ausserhalb unser selbst,
des Makrokosmos, und Kenntnis der inneren Welt, des Mikrokosmos. Beide
sind grenzenlos.
Je besser wir uns selbst kennen, desto leichter werden wir die Welt begreifen
können. Doch gilt auch das Umgekehrte: Je besser wir die Welt begreifen,
desto leichter wird es uns fallen, uns selbst und unsere tiefsten und
dauerhaftesten Bedürfnisse zu kennen.
Um unsere Stellung als Individuen zu stärken, benötigen wir nicht immer
mehr Kenntnisse, sondern lediglich solche Kenntnisse, die einen Zusammenhang
und einen Sinn besitzen. Wir brauchen eine kohärente Deutung
der Geschichte des Zeitalters, in dem wir leben, sowie Einsicht in
das, was für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden unabdingbar ist. (p.b. Maria Lourdes)
"Ein marxistisches System erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. (Alexander Solschenizyn)
(rjhCD6149)


Der Zionistische Faktor – Der jüdische Einfluss auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts

«Zwei Weltkriege sowie all die anderen Kriege, Revolutionen und Krisen werden nun allgemein als Episoden in einem einzigen Zeitalter des Konflikts anerkannt, das 1914 seinen Anfang nahm und noch nicht zu Ende ist. Doch was auch immer seine letztendliche Bedeutung und Konsequenz sein mag, wir können es uns bereits heute als historisches Ganzes denken und als solches beschreiben.»
Ein Zeitalter des Konflikts, das man sich «als Ganzes» denken muss, bedarf auch einer ganzheitlichen Erläuterung und Deutung; aus diesem Grunde brauchen wir eine auf das Wesentlichste konzentrierte und vereinfachte Gesamtdarstellung der Geschichte unseres Jahrhunderts, um die scheinbar endlose Aufeinanderfolge von Konflikten und Tragödien als ein Ganzes betrachten und begreifen zu können.
Ich benutze dazu folgende Methode: Zu Beginn mache ich eine Reihe apodiktischer Aussagen, die sich mit einer umfangreichen Literatur mühelos untermauern lassen:
1. Unser Jahrhundert des Konflikts ist das Produkt einer Allianz von Geld und Intellekt, wobei der Intellekt so gut wie immer dem Geld untertan war und in dessen Diensten stand. Das Geld ist im 20. Jahrhundert die Hauptquelle wirklicher Macht.
2. Wir müssen die Wandlungen ausfindig machen und identifizieren, welche auf dem Gebiet des Geldes und des Intellekts eingetreten sind und unser Jahrhundert so grundverschieden von allen früheren gemacht haben.
3. Die Wandlung, die auf dem Gebiet des Geldes eingetreten ist, lässt sich wie folgt kennzeichnen: Die einst voneinander unabhängigen und nationalen Formen des Finanzkapitalismus schmolzen zu einem grenzübergreifenden finanzkapitalistischen System zusammen, welches ganz anderen, langfristigeren Interessen dient als früher.
4. Die Wandlung, die auf dem Gebiet des Intellekts eingetreten ist, lässt sich wie folgt kennzeichnen: An die Stelle des traditionellen Christentums trat eine sozialistische Ideologie als Grundlage eines einheitlichen intellektuellen Wertesystems. Dieser Sozialismus, den man auch eine säkularisierte Religion nennen könnte, hat, um den Psychologen Carl Gustav Jung zu zitieren, zu einer «psychischen Epidemie» geführt, an der die gebildeten Schichten des Westens heutzutage leiden.
5. Die Wandlungen, die unser konfliktgeladenes Jahrhundert einleiteten, waren zuerst klar in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts in Südafrika zu erkennen. Sie verursachten den Burenkrieg, den ersten dreier brudermörderischer Kriege im Westen, und läuteten das Ende des Britischen Weltreichs sowie den Beginn einer neuen, beispiellosen Art von weltweitem Imperium ein. Letzteres beruhte auf der Geldmacht, orientierte sich an rassischen Massstäben und war national-sozialistisch – im zionistischen Sinne!
6. Diese Wandlungen auf dem Gebiet des Geldes und des Intellekts haben die Völker des Westens in eine dialektische Falle gelockt, in welcher das Geld die These, der Sozialismus die Antithese und das neue Imperium die Synthese darstellt. Das Geld bewirkt eine immer hemmungslosere Konzentrierung der Macht, der Sozialismus verheisst deren Dezentralisierung und Verteilung, und die Auflösung dieses Widerspruchs verleiht dem neuen Imperium seine Dynamik.
7. Der Prozess der Übergabe der Finanzmacht an das neue Imperium wurde erst in den dreissiger Jahren abgeschlossen, als J.P. Morgan und die grossen amerikanischen Pionierfamilien ihre Vorherrschaft an der Wall Street einbüssten.
8. Die unmittelbare Ursache für die Zunahme der Konflikte in aller Welt lag in der Einmischung Aussenstehender in das natürliche hierarchische System oder die «Hackordnung» innerhalb der ethnischen Gruppen und zwischen diesen. Überall wurden Staaten gegründet und Regime errichtet, die kein lokales oder natürliches Existenzrecht besassen. Diese Einmischung seitens Dritter macht die Episoden des Konflikts im 20. Jahrhundert fundamental verschieden von Konflikten früherer Epochen und verleiht ihnen allen einen gemeinsamen Nenner.
9. Alle diese Entwicklungen sind mit dem zusätzlichen Übel eines Systems der Geldschöpfung und Verschuldung verkettet, bei dem die westlichen Nationen Täter und Opfer zugleich sind.
Gewiss können wir unser Zeitalter des Konflikts als geschichtliches Ganzes betrachten, doch was veranlasst uns zur Annahme, es sei das Produkt einer einheitlichen und kontinuierlichen Reihe identifizierbarer Ursachen? Studenten der Geschichte können unzählige Beispiele wichtiger Einflüsse nennen, die zum Zeitpunkt ihres Wirkens unergründlich schienen, sich später aber recht einfach aufdecken und erklären ließen. Nicht nur auf dem Feld der Geschichte haben räumlich und zeitlich weit auseinanderliegende Geschehnisse zuweilen eine gemeinsame Ursache. Als beispielsweise vor ein paar Jahren in allen möglichen Weltengegenden das Wetter monatelang verrückt spielte, teils mit verheerenden Folgen, gelang es den Meteorologen schon bald, diese Phänomene auf eine einzige Ursache oder doch ein einziges Bündel von Ursachen zurückzuführen; es glückte ihnen schließlich der Nachweis, dass die Stürme, Überschwemmungen, Hurricanes, Dürren usw. zusammenhingen und ein verständliches Ganzes bildeten. Freilich wurden die Meteorologen bei ihren Untersuchungen nicht durch «verbotene Zonen» behindert, wie sie den Erforschern weltweiter politischer Schlechtwetterlagen wohlbekannt sind…
Es wäre ungebührlich optimistisch, anzunehmen, dass wir unser Zeitalter des Konflikts so leicht erklären und verstehen können wie die tückischen Launen der Witterung, doch dürfen wir die Hoffnung hegen, dort, wo wir weltweit und jahrzehntelang ein erkennbares Muster übler Folgen vorfinden, auch ein entsprechendes Muster von Ursachen ausfindig machen zu können. Was wir benötigen, ist eine Deutung der Geschichte unseres Jahrhunderts, welche die gewaltigen, beispiellos blutigen und tragischen Umwälzungen erklären und die Zusammenhänge zwischen ihnen aufzeigen kann. Nur wenige historische Werke machen sich anheischig, die Geschichte unseres Jahrhunderts ganzheitlich zu interpretieren.

Spenglers hauptsächlicher Beitrag zur Geschichtsschreibung besteht in seiner Theorie der Morphologie der Geschichte, derzufolge unsere heutige westliche Zivilisation zu unwiderruflichem Niedergang verurteilt ist. Paradoxerweise betrachtet Spengler dies nicht als pessimistische Auffassung. Eines geht aus seiner Analyse mit aller Klarheit hervor: Was sich im 20. Jahrhundert zugetragen hat, muss als Allianz von Geld und Intellekt gedeutet und untersucht werden, wobei das Geld und nicht etwa die reine Politik die hauptsächliche Triebkraft der Weltgeschichte darstellt.
Carroll Quigley lässt – vermutlich absichtlich – wichtige Dinge ungesagt, führt aber eine Unmenge solider dokumentarischer Beweise für seine These an, dass vieles von dem, was in unserem Jahrhundert geschehen ist, absichtlich herbeigeführt wurde. Er vertritt gewissermassen eine Verschwörungstheorie, bei der eine Anzahl geheimer oder halbgeheimer Organisationen wie der Scholarship Trust, das Round Table Movement, das Royal Institute of International Affairs und der American Council of Foreign Relations die Hände im Spiel haben. All diese Gruppierungen stehen ihm zufolge unter dem Schirm dessen, was er ein «anglo-amerikanisches Netzwerk» von Geschäftsleuten, Erziehern, Politikern und Journalisten nennt. Quigley, ein früherer Professor für Geschichte und internationale Beziehungen an der Georgetown Foreign Service School in Washington DC, liefert seinen Lesern noch viele andere wohldokumentierte Informationen, die bisher niemand in eine allgemeine Deutung der Geschichte unseres Jahrhunderts einzubetten versucht hat.
Tragedy and Hope wurde von den Herausgebern, der Macmillan Company, jäh vom Markt genommen, vermutlich weil man der Ansicht war, es mache eine in sich geschlossene Interpretation der Geschichte unseres Zeitalters ungebührlich leicht; jenen, die lieber unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit arbeiten, war sein Werk ein Dorn im Auge. Hier ein Auszug daraus:
Ich bin über die Operationen dieses Netzwerks unterrichtet, weil ich es 20 Jahre lang studiert habe und in den frühen sechziger Jahren zwei Jahre Gelegenheit hatte, mich mit seinen Papieren und geheimen Unterlagen vertraut zu machen. Ich hege keinerlei Abneigung gegen das Netzwerk oder die meisten seiner Ziele; während eines grossen Teils meiner Existenz stand ich ihm und vielen seiner Instrumente nahe. Sowohl in ferner als auch in jüngster Vergangenheit ich Bedenken gegen einige Aspekte seiner Politik geäussert (…), doch im allgemeinen besteht der hauptsächliche Meinungsunterschied darin, dass das Netzwerk unbekannt bleiben möchte, während ich die Auffassung vertrete, seine Rolle in der Geschichte sei bedeutend genug, um bekannt zu werden.
Die Theorie, dass vieles von dem, was geschah, bewusst herbeigeführt worden ist, wird auch von einem anderen großen Historiker geteilt, den man gewiss nicht als Gegner der im Westen herrschenden Kräfte bezeichnen kann, nämlich Arnold Toynbee – zwar nicht in seiner monumentalen Studie A Study of History, wohl aber in öffentlichen Erklärungen. Beispielsweise sagte Toynbee in einem Vortrag, den er im Juni 1931 bei der vierten Jahreskonferenz des Instituts für die wissenschaftliche Erforschung der internationalen Beziehungen hielt, folgendes (der Text des Vortrags wurde in International Affairs, Dezember 1931, publiziert):
Wir arbeiten gegenwärtig diskret, doch mit ganzem Einsatz daran, diese mysteriöse Kraft, die man Souveränität nennt, den Klauen der lokalen Nationalstaaten überall auf der Welt zu entreißen. Und mit unseren Lippen leugnen wir ständig, was wir mit unseren Händen tun, denn die Anfechtung der Souveränität lokaler Nationalstaaten ist in der Welt von heute immer noch eine Ketzerei, für die ein Staatsmann oder Publizist zwar nicht gerade auf dem Scheiterhaufen landet, aber doch mit Ächtung und Kaltstellung bestraft wird.
Ganz offensichtlich war der fortschreitende Souveränitätsverlust der Nationalstaaten im 20. Jahrhundert für Quigley und Toynbee Bestandteil der allmählichen Erfüllung ihres Wunschtraums von der sorgsam geplanten «schönen neuen Welt», die auf den rauchenden Trümmern der alten Welt errichtet werden sollte. Wenn Quigley im Titel seines Buchs von «Hoffnung» und «Tragödie» sprach, meinte er damit, dass eine Welt der Hoffnung, des geplanten revolutionären Wandels, eine chaotische Welt der Tragödie, des langsamen evolutionären Wandels, ersetzen sollte.
Wo und wann hat das Zeitalter des Konflikts begonnen? In ihrem zuvor erwähnten Buch setzen Chambers, Harris und Bayley seinen Auftakt mit dem Jahre 1914, also dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, an, doch triftige Gründe sprechen dafür, als Ausgangspunkt den Burenkrieg von 1898-1902 anzunehmen. Heute erkennt man nämlich ganz klar, dass dieser den Startschuss zum Niedergang des Britischen Weltreichs und zum Aufstieg eines neuen, geheimnisvollen Imperiums bildete. Falls diese Annahme richtig ist, lässt sich der schicksalhafte historische Wandel, der eine lange Kettenreaktion weltweiter Umwälzungen auslösen sollte, am besten und am genauesten in Südafrika beobachten. Bis zu jener Zeit war die Geschichte des Britischen Empire durch einen schier unaufhaltsamen Aufstieg gekennzeichnet gewesen, dem lediglich ein Schönheitsfehler in Form der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten anhaftete.
Beim Kampf um Kolonien hatte Großbritannien all seinen Rivalen den Rang abgelaufen, und um die Jahrhundertwende durfte es sich eines Weltreichs rühmen, in dem «die Sonne niemals unterging». Doch durch eine Laune der Geschichte waren die holländisch-stämmigen Buren, die aus der britisch regierten Kapprovinz in das fast menschenleere Hinterland Südafrikas gezogen waren, über Nacht zu Eigentümern der grössten Goldvorkommen des Erdballs geworden. Dass rassenbewusste Nationalisten wie Cecil John Rhodes und Alfred Milner danach gierten, die neue Burenrepublik Transvaal dem britischen Imperium einzuverleiben, ist begreiflich.
In Anbetracht der damals vorherrschenden Mentalität wäre ein Verzicht auf den Versuch, diesen köstlichen Preis zu erwerben, schlechthin undenkbar gewesen. Nach einem unerwartet verlustreichen und teuren Krieg gelang es Grossbritannien, sowohl Transvaal als auch dessen Verbündeten während der Kampfhandlungen, den Oranje-Freistaat, seinem Reich einzugliedern, doch geschah dies unter Umständen, die sich mysteriös von denen aller früheren imperialen Eroberungen unterschieden. Ehe die Buren den ersten Schuss abgaben, war das britische Volk bezüglich dieses Krieges in zwei verfeindete Lager geteilt; einer der treusten Diener der britischen Krone, General Sir William Butler, Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Südafrika, hatte eindringlich vor diesem Krieg gewarnt; es wurden in diesem Konflikt weit mehr Falschmeldungen verbreitet als in jedem anderen
der britischen Kolonialgeschichte 18 .
Ja, an dieser lockenden Gelegenheit zur weiteren imperialen Expansion war manches ganz anders. Während der Burenkrieg noch in vollem Gange war, schrieb der namhafte Schriftsteller J.A. Hobson in seinem Buch The War in South Africa:

Wir führen diesen Krieg, um eine kleine internationale Oligarchie von Bergwerkbesitzern und Spekulanten in Pretoria in den Sattel zu heben. Die Engländer täten gut daran zu erkennen, dass die wirtschaftlichen und politischen Geschicke Südafrikas in den Händen von Männern liegen, grösstenteils fremder Herkunft sind, das Finanzwesen zu ihrem gemacht haben und deren Interessen sich gewiss nicht mit den britischen decken. Daran wird sich auch künftig schwerlich etwas ändern.
Hobson hat zweifellos den Nagel auf den Kopf getroffen. In seinem 1979 erschienenen Buch The Boer War meint Thomas Pakenham zu den Ursachen jenes Konflikts folgendes:
Als erstes haben die «Goldkäfer», die Rand-Millionäre, welche die ergiebigsten Bergwerke der Welt kontrollieren, einen dünnen goldenen Faden gewoben. Bisher haben die Historiker angenommen, keiner dieser Goldkäfer sei direkt an der Anzettelung des Krieges beteiligt gewesen. Doch sie waren es sehr wohl. (…) Ich habe Beweise für ein informelles Bündnis zwischen Sir Alfred Milner, dem Hochkommissar, und dem Hause Wernher- Beit (der führenden Rand-Mining-Firma) entdeckt. Dieses Bündnis hat meiner Überzeugung nach Milner stark genug gemacht, um den Krieg in die Wege zu leiten.
Hobson widmet dem Thema des Bergwerkbesitzes in Transvaal ein ganzes Kapitel. Einige wenige Finanzpioniere waren Engländer; unter diesen nennt er Rhodes, Rudd und J.B. Robinson. Sie alle hatten ihr Vermögen in Südafrika gemacht, doch die anderen, «die kleine Gruppe internationaler Finanziers, grösstenteils aus Deutschland stammend und jüdischer Rasse», waren schon wohlhabend, als sie dort ankamen, und verfügten über schier unbegrenzte Geldmittel in Europa. Zu ihren Hauptfinanziers gehörte die Dresdner Bank, die nach Ansicht Hobsons grossenteils im Besitz von Wernher und Beit war. Auch Rhodes musste sich an eine internationale Bankierdynastie wenden, die Londoner Rothschilds nämlich, um das Geld zu erhalten, das er zur Ausstechung seiner Rivalen und zur Erlangung der vollständigen Kontrolle über die Diamantenindustrie in Kimberley benötigte.
General Sir William Butler nannte die Quellen der Macht und Motivation, die hinter dem Entschluss zur Entfachung des Krieges standen noch deutlicher beim Namen als Hobson. Er bezeichnete sie als «die politischen Zündschnurleger». In einem Telegramm an das Kriegsministerium schrieb er im Juni 1899:
Würden die Juden keine Rolle spielen, so wäre es recht leicht, zu einer Verständigung zu gelangen, doch sind diese offenbar erpicht darauf, das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen… Die Indizien sind allzu deutlich, um noch Zweifel an der Existenz starker unterirdischer Strömungen zu erlauben, deren Urheber zur Förderung ihrer eigenen selbstsüchtigen Ziele um jeden Preis den Krieg wollen.
Nur wenige bemerkten, und noch weniger verstanden, dass die effektive Kontrolle über das Britische Weltreich in einem entscheidenden geschichtlichen Augenblick zumindest zeitweilig britischen Händen entglitten war. In anderen Worten, der Schwerpunkt der reellen Macht in der Welt hatte sich beträchtlich verlagert.
Dies war der mysteriöse Wandel, der eine Kettenreaktion weiterer Veränderungen nach sich zog, von welchen zunächst das Britische Empire und dann die ganze Welt betroffen war. Genauer gesagt, es war das erste unzweideutige Warnzeichen des Beginns eines Wandlungsprozesses auf dem Gebiet des Finanzkapitalismus, der erst in der Mitte der dreißiger Jahre seinen Abschluss finden sollte. Andere Veränderungen lassen sich weniger eindeutig erkennen. Eine der wichtigsten davon betraf die Methoden der Kriegsführung, war doch der menschliche Geist selbst mehr denn je zuvor in der Geschichte zum Schlachtfeld kriegerischer Interessen geworden.
Politische Kriegsführung – das, was Clausewitz als Krieg mit anderen Mitteln bezeichnet hat – gab es zwar schon seit jeher, doch nie im selben Ausmass wie nach der Jahrhundertwende. Schon immer haben die Mächtigen versucht, die Bevölkerung durch Propaganda für Kriege zu gewinnen, doch um die Einwohner Grossbritanniens für den Burenkrieg zu erwärmen, wurde in den späten neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Lügenpropaganda entfacht, die in ihrem Ausmass sowie ihrer Dreistigkeit bisher unbekannte Dimensionen erreichte. Dieses neue Übel – oder die Steigerung eines altbekannten Übels ins Unermessliche – empörte General Butler, der am 18. Dezember 1898 an das Kolonialministerium schrieb:
Alle politischen Fragen in Südafrika sowie fast alle von Kapstadt ausgehenden Informationen werden von dem bearbeitet, was ich bereits als
kolossales Syndikat zur Verbreitung falscher Nachrichten bezeichnet habe.
In The War in South Africa bemerkte Hobson:

Südafrika bietet ein einzigartiges Beispiel einer Presse, die von einer kleinen Gruppe von Männern kontrolliert und gelenkt wird; letztere verfolgen das direkte Ziel, einen Konflikt vom Zaun zu brechen, der ihren Geschäftsinteressen förderlich ist.
Mit prophetischer Einsicht schrieb Hobson ein Buch mit dem Titel The Psychology of Jingoism («Die Psychologie des Hurra-Patriotismus»), das als Analyse verlogener Propaganda den Vergleich mit George Orwells 1984 nicht zu scheuen braucht. Nur die herausragendsten unter den historischen Umwälzungen unseres Zeitalters brauchen hier ausdrücklich erwähnt zu werden:
Der Burenkrieg, die beiden Weltkriege, die bolschewistische Revolution sowie die nachfolgende Entwicklung der Sowjetunion zur industriellen und militärischen Supermacht, die Demontage der Kolonialreiche und die Umwandlung der ehemaligen Kolonien in wirtschaftlich meist nicht lebensfähige Nationalstaaten, die Überantwortung Chinas und anderer großer Gebiete im Fernen Osten an ein totalitäres kommunistisches System, die Gründung der Vereinten Nationen, die mit ihren unzähligen Agenturen als Prototyp der geplanten Weltregierung gelten können, sowie schließlich der schleichende Souveränitätsverlust der westlichen Nationen.
Bezeichnenderweise haben die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts auch ein Phänomen hervorgebracht, das zur ominösen Begleiterscheinung des kommenden Zeitalters des Konflikts werden sollte, nämlich das Konzentrationslager, Symbol einer wachsenden Barbarei, die bei Konflikten immer weniger zwischen Soldaten und Zivilisten unterschied. Es stellt sich uns die Aufgabe, zu ermitteln, welche tiefgreifenden Veränderungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen den Anstoss zu dieser weltweiten Kettenreaktion von Konflikten und Tragödien gaben. Wie wir im folgenden darlegen werden, traten diese Veränderungen auf zwei sehr verschiedenen Gebieten ein, nämlich dem des Geldes sowie dem des Intellekts.
Beginnen wir mit der Geldfrage.
Gegen das Ende des 19. Jahrhunderts begann das Geld eine neue Funktion und Bedeutung in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu erwerben, weil die Wirtschaft den Vorrang gegenüber der Politik gewann. Diese beiden Felder sind als Quellen von Werten, Motivation und Kontrolle auf der Führungsebene scharf zu unterscheiden. Die Politik weist sozialen Charakter auf; sie hat das – kurzfristige wie langfristige – Wohlergehen einer Gemeinschaft als ganzes im Auge. Die Bedürfnisse der Wirtschaft sind dabei zwar wichtig, spielen jedoch nur eine sekundäre oder unterstützende Rolle. Als Bestandteil des politischen Denkens erstreckt sich das wirtschaftliche Denken ausschliesslich auf die Erfordernisse des materiellen Wohlstands und Fortschritts. Es nimmt automatisch an, was gut für’s Geschäft sei, sei auch gut für die Gemeinschaft als Ganzes. Diese Denkweise schliesst jede andere buchstäblich aus.
Was gegen Ende des 19. Jahrhunderts geschah, fiel nicht vom Himmel, sondern muss als entscheidendes Stadium eines Prozesses betrachtet werden, der sich den grössten Teil des ganzen Jahrhunderts hindurch langsam entwickelt hatte. Der Burenkrieg bildete nicht nur den Auftakt zum Niedergang des Britischen Empire, sondern läutete auch den Anfang vom Ende der finanziellen Souveränität der Nationalstaaten in der gesamten westlichen Welt ein. Als die grossen amerikanischen Finanzpionierfamilien, allen voran J.P. Morgan, in den dreißiger Jahren aus ihren Führungspositionen an der Wall Street verdrängt wurden, erreichte dieser Prozess seinen Höhepunkt. Bezüglich der Beziehungen zwischen Politik und Hochfinanz herrschte vor dem Zweiten Weltkrieg ein ungemein komplexer Zustand, der sich vereinfachend wie folgt erklären lässt: Schon seit langem hatte es in den Nationalstaaten der westlichen Welt Bankierfamilien oder – dynastien wie die Rothschilds, die Warburgs und die Montefiores gegeben.
Sie gewährten den Regierungen Anleihen und spezialisierten sich auf Transaktionen über die Landesgrenzen hinaus, doch erreichten diese niemals das Niveau eines internationalen Systems, das internationale Kontrolle über die Politik gewonnen hätte. Mochten diesen Bankiers auch die Möglichkeit verschlossen bleiben, die Politik der Nationalstaaten völlig zu bestimmen, so war ihre innerstaatliche finanzielle Macht doch sehr beträchtlich. Dies reichte ihnen bis zur Jahrhundertwende auch völlig aus. Schon damals waren sie national und international ein erstrangiger Machtfaktor, dominierten aber längst nicht in dem Ausmass wie später.
Trotz des enormen Übergewichts, das die jüdischen Bankierdynastien im internationalen Handel gewonnen hatten, waren es eigentümlicherweise die nichtjüdischen Finanziers mit ihrem Besitz und ihrem Zugang zum Füllhorn des neuen Wohlstands und ihrer Kontrolle der nationalen Politik, welche die Hochfinanz als erste auf voll internationaler Basis zur Geltung kommen liessen.
In Tragedy and Hope legt Carroll Quigley die Fakten dar:

„… An der Spitze des Systems stand die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im schweizerischen Basel, eine Privatbank, die im Besitz und unter der Kontrolle der selbst in Privatbesitz befindlichen Zentralbanken war.
Jede der Zentralbanken, die sich in den Händen von Männern wie Montagu Norman (Bank of England), Benjamin Strong (New York Federal Reserve Bank), Charles Rist (Banque de France) und Hjalmar Schacht (Deutsche Reichsbank) befanden, trachtete danach, die Regierung des betreffenden Landes zu beherrschen, wobei sie sich auf ihre Fähigkeit zur Kontrolle von Staatsanleihen, zur Manipulierung der Wechselkurse und zur Beeinflussung kooperativer Politiker durch die Aussicht auf spätere fette Gewinne in der Geschäftswelt stützte…“
Quigley erläutert weiter, die Rothschild hätten während eines großen Teils des 19. Jahrhunderts die Vorreiterrolle gespielt, seien aber am Ende jenes Jahrhunderts «von J.P. Morgan ersetzt» worden, dessen zentrales Büro in New York war, obgleich es so operierte, als befände es sich in London, «wo es unter dem Namen George Peabody and Company 1838 auch entstanden war».
Der Prozess der Aufsaugung eigenständiger nationaler Finanzmächte durch eine Konzentration globaler Finanzmacht wurde, wie bereits angedeutet, in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhunderts abgeschlossen. In jenes Jahrzehnt fielen so dramatische Ereignisse wie der Aufstieg des Dritten Reichs, der Ausbruch des 2. Weltkriegs, in den später die USA und Japan eintraten und der die Errichtung eines kommunistischen Regimes in China zur Folge haben sollte.
Quigley liefert seinen Lesern zahlreiche Fakten über die Verlagerung des Schwerpunkts der Finanzmacht. Seine diesbezüglichen Ausführungen beginnen mit folgenden ominösen Worten:
„… Das dritte Stadium des Kapitalismus ist in der Geschichte des 20. Jahrhunderts von so überwältigender Bedeutung, seine Verzweigungen und Einflüsse waren dermassen verborgen und geradezu okkult, dass es uns gerechtfertigt erscheint, seiner Organisation sowie seinen Methoden gebührende Aufmerksamkeit zu widmen…“
Die durch eine Unmenge dokumentierter Tatsachen gestützten Ausführungen Quigleys veranschaulichen den Prozess des Wandels, der in den USA vor dem Ersten Weltkrieg einsetzte und den Wilmot Robertson später als die «Enteignung der amerikanischen Mehrheit» bezeichnen sollte. Sein Höhepunkt war, um mit Quigley zu sprechen, «eine Umwälzung auf allen Ebenen, vom Wandel des Geschmacks in den Zeitungscomics (…) bis hin zu profunden Veränderungen in der Machtstruktur des amerikanischen Establishment».
Von 1880 an waren die USA hinter den Kulissen von einer Plutokratie regiert worden, hinter der die Vermögenswerte der grossen amerikanischen Pionierfamilien standen: Rockefeller, Carnegie, Vanderbuilt, Mellon, Duke, Whitney, Ford, Du Pont usw. Oberbankier dieser Machtkonstellation war J.P. Morgan. Dieses «östliche Establishment» beschreibt Quigley als «streng kirchlich, anglophil, internationalistisch, aus den Elite-Universitäten hervorgegangen und in der abendländischen Kultur verwurzelt», und auf der anderen Seite des Atlantik gab es ein ähnlich geartetes Establishment mit Montagu Norman als Oberbankier.
Morgan und Montagu Norman arbeiteten eng zusammen und wurden das «anglo-amerikanische Establishment» genannt. Quigley berichtet vom … Niedergang der Firma J.P. Morgans, die zunächst anonymer Bestandteil einer – 1861 gegründeten – Partnerschaft gewesen war, 1940 in eine inkorporierte öffentliche Gesellschaft umgewandelt und schliesslich 1959 von ihrer wichtigsten Nebenbank, der Guaranty Trust Company, aufgesogen wurde.
Laut Quigley wurde der Machtwechsel an der Wall Street u.a. Durch die Einsicht der Morgan-Gruppe bewirkt, dass sie nicht mehr über die Stimmen des Kuratoriums der Columbia University verfügten, um einen Nachfolger für den zurücktretenden Rektor Dr. Nicholas Murray Butler zu benennen. Kurz gesagt: Die Kontrolle über die amerikanischen Elite-Universitäten war den amerikanischen Pionierfamilien in einem lautlosen Kampf entrungen worden. Wenn Quigley diese Pionierfamilien als «streng kirchlich, anglophil und in der abendländischen Kultur verwurzelt» bezeichnet, so umschreibt er damit wortreich und dezent den Umstand, dass sie nicht jüdisch waren.
Die Wall Street fiel den internationalen Finanziers wie eine reife Frucht in den Schoss. Die wirkliche Schlacht war auf dem Gebiet der parlamentarischen Politik geschlagen und gewonnen worden, und zwar mit Methoden, die in der westlichen Welt bis zum heutigen Tage gang und gäbe sind. Dazu gehören die Finanzierung der Parteipolitik, die Irreführung der öffentlichen Meinung durch Zeitungen, Radio, Fernsehen, Kino und Bücher sowie die Unterwanderung, Finanzierung und Manipulation der Gewerkschaften. Bei ihrer stillen Machtübernahme konnten sich die neuen, geheimen Herren Amerikas auf die im Laufe vieler Jahrhunderte angeeigneten Fähigkeiten und auf ihre eigene Erfahrung als in der Diaspora um ihr Überleben kämpfende Nation stützen.

Der Machtzerfall der grossen amerikanischen Financierfamilien spiegelte sich zuerst in Steuergesetzen wider, angefangen bei der 1913 eingeführten gestaffelten Einkommenssteuer bis hin zur Erbschaftssteuer, welche die schwerreichen Familien samt und sonders dazu zwang, ihren Besitz in steuerfreien Stiftungen anzulegen. Morgan und sein Kreis büssten die Kontrolle über die Zentralregierung zu dem Zeitpunkt ein, als ein Bündnis zwischen Geld und Intellekt unmerklich durch ein anderes ersetzt wurde. Dass sich ein solches Bündnis, gleichgültig wer an seiner Spitze steht, äusserlich recht ähnlich verhält wie ein anderes, lässt den Machtwechsel für Uneingeweihte schwer erkennen.
Die Morgan-Gruppen liebäugelten mit linksradikalem Gedankengut und versuchten gleich nach der Oktoberrevolution, in Russland Fuss zu fassen. Doch bei diesem Spiel zogen sie gegenüber ihren jüdischen Rivalen den kürzeren. Die verfeindeten Wall-Street-Eliten hingen beide dem Ideal einer neuen Weltordnung an und waren vom Ehrgeiz besessen, an ihrem Aufbau mitzuwirken, doch damit waren die Gemeinsamkeiten bereits erschöpft. Das ursprüngliche amerikanische Establishment trat genau wie sein britisches Gegenstück für eine Eindämmung der Sowjetunion und ihrer marxistischen Herrscher ein.
Als Fernziel schwebte ihnen die Eingliederung des russischen Reichs in eine neue Weltordnung ein, die auf der Grundlage des britischen Empire entstehen sollte und die sie selbst kontrollieren sollten, ganz wie Cecil Rhodes es erträumt hatte. Das neue Ostküsten-Establishment arbeitete hingegen auf den Aufbau der Sowjetunion als industrielle und militärische Supermacht hin, welche das Britische Empire als Grundlage einer neuen Weltordnung ersetzen sollte. Diese Entwicklungen auf dem Felde des Finanzkapitalismus und der Machtpolitik erreichten gegen das Ende der dreißiger Jahre hin ihren Höhepunkt und fielen zeitlich mit dem Ausbruch eines Phänomens in vielen Ländern der westlichen Welt zusammen, das man mit einem unzutreffenden Ausdruck «Antisemitismus» nennt. In The Origins of Totalitarianism nimmt Hannah Arendt kein Blatt vor den Mund:
„… Die politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts haben das jüdische Volk ins stürmische Zentrum der Geschehnisse versetzt. (…) Die Judenfrage und der Antisemitismus (…) wurden zum Auslöser für den Aufstieg der Nazibewegung und die Errichtung der organisatorischen Struktur des Dritten Reichs (…) und dann für einen Weltkrieg von beispielloser Grausamkeit…“
Henry Ford, der viele Jahre lang die grossen Bankiers pauschal als die natürlichen Feinde des privaten Unternehmertums verurteilt hatte, zog nun einen klaren Trennstrich zwischen dem Hause Morgan, das er als «konstruktiv» beschrieb, und seinen Rivalen, die er als «Kriegstreiber» an den Pranger stellte. Von Morgan selbst weiss man, dass er – genau wie sein Gegenstück Montagu Norman in London – herzlich wenig für die Juden übrig hatte.
Die Radioansprachen Pater Coughlins und die Schriften Pater Denis Faheys, die verzweifelten Bemühungen Charles Lindberghs, Amerika aus dem Krieg herauszuhalten, sowie die Aktivitäten des Faschistenführers Oswald Mosley und seiner Schwarzhemden in England – all dies stellte Reaktionen auf das Vorrücken der Juden ins stürmische Zentrum der Geschehnisse dar. All diese drastischen Entwicklungen lassen erkennen, dass der Aufstieg der geballten jüdischen Finanzmacht im Westen jäh ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt war.
Eine andere Fazette der herrschenden politischen Realitäten in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, nämlich die damals in der britischen Oberschicht kursierenden Vorstellungen von der Zukunft, verdient eine gesonderte Behandlung. Cecil John Rhodes war einer der spektakulärsten und tatkräftigsten Persönlichkeiten der britischen Geschichte, doch war er zugleich ein Visionär und ein Träumer, von Freund und Feind als Koloss dargestellt, der den afrikanischen Kontinent beschritt. Seine Fähigkeit, bei anderen Aktivität und Loyalität zu erwecken, war sprichwörtlich. In der Sphäre des reinen Gedankens war es freilich nicht Rhodes, sondern John Ruskin, zeitweise Professor der Schönen Künste an der Universität von Oxford, der eine Generation junger Briten mit einer Ideologie ausrüstete, welche den Dienst an der Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte und sich die Erschaffung einer besseren und glücklicheren Welt zum Ziele gesetzt hatte.
Ruskin und seine Jünger wollten die zivilisatorischen und humanistischen Aspekte des Britischen Weltreichs erweitern und eine Gemeinschaft freier und unabhängiger Staaten begründen, die von einem abstrakten Prinzip – man nannte dieses später die «Englische Idee» – zusammengehalten werden sollten. Der diesen Gedanken innewohnende Zauber lässt sich auf eine einzige Quelle zurückführen: Die Ideologie der «schönen neuen Welt», in der es Ordnung und Wohlstand für alle geben sollte, trat an die Stelle einer religiösen Orthodoxie, die unter dem Ansturm der wissenschaftlichen «Aufklärung» schon längst zu bröckeln begonnen hatte. Hier bot sich gebildeten und von Tatendrang erfüllten Menschen ein sinnvolles Betätigungsfeld, eine Weltanschauung, die überdies noch die imperiale Expansion absegnete und ihren Vorkämpfern erst noch eine glänzende Karriere in Aussicht stellte.
So mächtig war diese die Gestalt einer säkularisierten Religion annehmende Ideologie, dass sie in der ganzen westlichen Welt scharenweise Anhänger gewann. Selbst ehemalige Führer der von England in zähem Kampfe niedergerungenen Buren wie General Louis Botha, der später der erste Premierminister Südafrikas werden sollte, und General Jan Christian Smuts, liessen sich von ihren Sirenenklängen betören. Zur praktischen Förderung dieses politischen Idealismus wurden verschiedene Organisationen gegründet.
Dazu gehörten der Rhodes Scholarship Trust, das halbgeheime Round Table movement, das Royal Institute of International Affairs, der American Council on Foreign Relations etc. In all diesen Organisationen spielten eindeutig rassische Gesichtspunkte mit, und auf beiden Seiten des Atlantik erfolgte eine – in zurückhaltendem Ton formulierte – rassische Reaktion. So schrieb Ralph Durand 1909 in einem Buch über die Universität Oxford 19 :
„…Cecil Rhodes, der grosse Visionär (…), war der Ansicht, dass die Sicherung des Weltfriedens in den Händen von Männern germanischen Blutes liegen müsse und sah in seinem Testament die Einrichtung von Oxford- Stipendien vor, die Bürgern des Britischen Weltreichs, des Deutschen Reichs sowie der Vereinigten Staaten von Amerika offenstehen würden…“

Der fatale Schwachpunkt dieser Ideologie lag nicht im Bereich der politischen Wissenschaften oder der Hochfinanz, sondern auf einem Wissensgebiet, das weniger leicht zu erforschen und darzulegen ist, nämlich der Metaphysik. Quigley weist uns die Lösung des Rätsels:
Jede Zentralbank in den verschiedenen Nationalstaaten, schreibt er, «versuchte ihre Regierung zu beherrschen» und «kooperative Politiker zu beeinflussen, indem sie ihnen spätere fette Gewinne in der Geschäftswelt in Aussicht stellte». Dies bedeutete, dass in den verschiedenen nationalen Machtstrukturen des Westens etwas schief gelaufen war: Sie alle hatten ein System der Geldschöpfung und Verschuldung übernommen, das sich korrumpierend auswirkte und von ungeahnter Komplexität war.
Das Geld war nach und nach zum Mass aller Dinge geworden, und die herrschende Elite verdankte ihren Wohlstand immer weniger den Früchten ihres Grund und Bodens, sondern der Fabrik und dem Geschäftsbüro. Die Nationen waren unmerklich zu Plutokratien geworden; die Bevölkerung wurde von diesen nicht, wie es früher der Fall gewesen war, um ihre Ansicht ersucht und um Unterstützung gebeten, sondern die öffentliche Meinung wurde von der Presse, durch Korruptionsgrillwürstchen und die Aussicht auf «fette Gewinne in der Geschäftswelt» so geschaffen, wie es die Mächtigen wünschten. Diese Ummünzung des Geldes in öffentliche Meinung und Unterstützung wurde in Grossbritannien von Rhodes und Milner sowie den mit ihnen zusammenarbeitenden «Goldkäfern» zuwege gebracht, wobei sämtliche moralischen Grundsätze über Bord gingen.
Das Geld hatte gezeigt, was es vermochte. Somit war der Ausgang eines Kampfes, den die nichtjüdischen Finanziers noch nicht einmal als solchen erkannten, unabänderlich festgelegt: Eine fremde Hochfinanz, fest geeint durch langfristige politische Ziele, beeinflusste die Politik der verschiedenen Nationalstaaten und verdrängte schliesslich die nichtjüdischen Finanziers als Manager der neuen internationalen Bankenstruktur. Parallel zu dieser Entwicklung vollzogen jene Intellektuellen, die im Geist der von John Ruskin propagierten Ideologie eine auf den Grundlagen des britischen Weltreichs zu gründende «Neue Welt» gefordert hatten, den Übergang zu einer neuen Ideologie – der von Marx und Engels geschaffenen nämlich – ohne jedes Bauchgrimmen.
Anthony Suttons Trilogie Wall Street and the Bolshevik Revolution, Wall Street and the Rise of Hitler sowie Wall Street and FDR, enthält zwar eine Fülle von Informationen, doch noch bemerkenswerter als diese ist das, was sie nicht sagt. Sutton unterlässt es nämlich, Ross und Reiter zu nennen und auf das hinzuweisen, was Hannah Arendt richtig als «Auslöser» im «stürmischen Zentrum der Ereignisse» bezeichnet hatte, nämlich die Rolle des jüdischen Volkes in der Machtpolitik des 20. Jahrhunderts.
Für Sutton gab und gibt es nur ein einziges «Wall-Street-Establishment», dem er den Schwarzen Peter für die Finanzierung der Oktoberrevolution und später für die Finanzierung Hitlers zuschiebt. Dies ist eine ganz unzulässige Vereinfachung. In Wirklichkeit hatte die Wall Street zwei verschiedene Gesichter, von denen das eine durch Morgan und das andere durch Warburg verkörpert wurde. Die Behauptung, wonach «die Wall Street» die bolschewistische Revolution finanziert habe, stimmt schon, doch dabei übernahm die Warburg- Fraktion (insbesondere Jacob Schiff) die Initiative, während die Morgan- Gruppe mit einiger Verspätung auf den fahrenden Zug sprang, abstürzte und dann die ganze Schelte für die Aktion einstecken musste.
Dass «die Wall Street» Hitlers Aufstieg zur Macht finanziell förderte, lässt sich ebenfalls anhand vieler Beweise belegen, doch diesmal ging die Operation eindeutig von den Morgan-Leuten aus. Wer aber, wenn nicht die Internationalisten, hat in den frühen dreißiger Jahren die KPD finanziert, die damals bei den Wahlen in Deutschland spektakuläre Erfolge einheimste?
Die grimmigsten politischen Kämpfe der dreissiger Jahre in fast sämtlichen Teilen der westlichen Welt lassen sich somit ganz klar als Stellvertreterkriege erkennen, bei denen rivalisierende Finanzmächte am Werk waren und die in den Zweiten Weltkrieg mitsamt seinem schlussendlichen Triumph der Internationalisten mündeten. In Grossbritannien kam die Opposition gegen diesen Krieg von den Überresten des ursprünglichen englischen Establishments, die man die «Cliveden- Gruppe» nannte. Cliveden war der Name des Wohnsitzes von Lord Astor. Diese Deutung ermöglicht auch das Verständnis einer der absonderlichsten und geheimnisvollsten Episoden der amerikanischen Geschichte, nämlich des angeblichen Versuchs, mit Hilfe der American Legion und eines Teils der Streitkräfte eine «faschistoide Diktatur» im Weissen Haus zu errichten.
Am 21. November 1934 berichtete die New York Times auf der Titelseite kurz über dieses angebliche Komplott. Ein Kongresskomitee wurde auf die Beine gestellt, das die Behauptungen untersuchen sollte, doch schon bald verschwand die Verschwörung aus den Schlagzeilen. Unter den Beteiligten gab es einige wenige führende Angehörige der American Legion und einer anderen Organisation, die man als Liberty League kannte. Zusammen
sollen diese Gruppierungen geplant haben, eine Streitkraft von 500.000 Mann zu mobilisieren. Die Führung des Unterfangens wurde Generalmajor Smedley D. Butler angeboten, einem vieldekorierten Kriegshelden, doch liegen keine hieb- und stichfesten Beweise dafür vor, dass er mit den Verschwörern wirklich unter einer Decke steckte.
Es spricht Bände, dass ausschliesslich nichtjüdische Persönlichkeiten aus der Hochfinanz und dem grossen Geschäft als Drahtzieher identifiziert wurden. Sie alle waren irgendwie mit J.P. Morgan verknüpft:

Grayson Murphy, ein Direktor der Guaranty Company;
Jackson Martindell, der mit Stone und Webster – Verbündeten der Morgans – assoziiert war;
die Firma Du Pont;
die von Du Pont kontrollierte Remington Arms Company
sowie schliesslich die Finanzgruppe Morgan-Harriman.

Dies alles scheint darauf hinzudeuten, dass die Finanziers und Industriellen des Morgan- Kreises nach ihrer Ausbootung an der Wall Street eine Desperado-Aktion gegen die internationalen Finanziers im Schilde führten, ähnlich jenen, die in Italien und Deutschland mit etlichem Erfolg durchgeführt worden waren. So wie im letzten Jahrhundert die Rivalität zwischen verschiedenen rein national verwurzelten Finanzmächten zum Kampf um Kolonien führte, erforderte die Konsolidierung der globalen Finanzmacht im 20. Jahrhundert die Zerschlagung sämtlicher Kolonialreiche und ihre Ersetzung durch eine Unzahl neuer Staaten, auf welche die einzelnen Nationen des Westens wenig oder gar keinen Einfluss haben würden.
Vor 1939, als das neue Imperium erst im Entstehen begriffen war, und nach dem Zweiten Weltkrieg, aus dem es als der einzige wirkliche Sieger hervorging, verliefen die Umwälzungen unterschiedlich schnell und mit unterschiedlicher Radikalität. Dies muss man sich stets vor Augen halten.
Soviel zum revolutionären Wandel auf dem Gebiet der Hochfinanz.

Quelle: "Zionismus"

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