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"Datenklau"

"Datenklau"

10.04.2018 14:38

Die Hoffnung war groß. Nach den NSA-Enthüllungen von Edward Snowden ab Sommer 2013 gab es mehr als genug Reformempfehlungen, wie Behörden ab sofort mit den Daten der Bürger umgehen sollten. Die Kunst sollte von nun an darin bestehen, die Erfassung und Verarbeitung der Daten zu verbessern, ohne das System mißbrauchen zu können.
Sicherheit durch den Staat, aber auch Sicherheit vor dem Staat, waren die Ziele. Es war eine Zeit der fokussierten Behörden- und fundamentalen Staatskritik. Eine kurze Zeit.
Kaum jemand hätte sich damals vorstellen können, was nun Gerd Landsberg, seines Zeichens Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes in einem Interview mit der Rheinischen Post vorschlug.
Er zeichnete ein „Konzessionsmodell“, wonach Kommunen privaten Unternehmen ihre Datensätze, wie beispielsweise ÖPNV-Mobilitätsdaten der Bürger, in anonymisierter Form kostenpflichtig zur Verfügung stellen sollten. Denn „auch die Städte und Gemeinden müssen sich noch mehr klar machen, daß Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind und sich damit wichtige Einnahmen erzielen lassen“, erklärt Landsberg.
Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt
Sein Einwurf kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, nachdem seit Wochen der vermeintliche Skandal um Cambridge Analytica immer wieder hochkocht.
Dementsprechend regt sich auf allen Seiten rhetorischer Widerstand. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff warnte: „In heutigen Zeiten von Digitalisierung und Big Data existieren Möglichkeiten, auch vermeintlich anonyme und damit harmlose Daten so zu verknüpfen, daß plötzlich doch wieder Rückschlüsse auf einzelne Personen erfolgen können. Die allein ökonomische Betrachtung personenbezogener Daten als ‘Öl des 21. Jahrhunderts’ degradiert den Menschen zur Ware.“
Ähnlich argumentierte Anke Domscheit-Berg, netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag: „Daten von öffentlichen Verkehrsbetrieben können und sollten genutzt werden, um Straßen- und Tiefbau zu optimieren.“
"Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit!" (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
(rjhCD6149)


Das kommunale Spiel mit den Daten: Echter Widerspruch bleibt aus

Auch Konstantin von Notz, stellvertretender Grünen-Fraktionschef, gab mit seinem Beitrag Einblicke in die von staatlichen Behörden verfolgte Big-Data-Strategie. Er empfahl, statt „nun auch vollends in das höchst fragwürdige Geschäft der Kommerzialisierung persönlicher Daten der Bürgerinnen und Bürger einzusteigen, sollten sich die Kommunen auf die Bereitstellung von mit öffentlichen Geldern entstandenen Daten und Informationen konzentrieren, um so wirtschaftliche Impulse zu setzen.“ Echter Widerspruch hört sich anders an.

Und Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags berichtete davon, daß Städte heute schon beispielsweise Geo-Daten immer häufiger kostenfrei zur Verfügung stellen. „Diese Daten können dann von Privatpersonen oder Unternehmen genutzt und aufbereitet werden. So entstehen beispielsweise 3D-Bilder, visualisierte Entwürfe von Architekten oder Simulationen über Verkehrsflüsse, und die Navigation wird verbessert“, verdeutlicht Dedy.
Kommunen sammeln schon seit langer Zeit Daten ihrer Bürger
Tatsache ist: Auch staatliche Stellen fernab jeglicher Geheimdiensttätigkeit sammeln seit langer Zeit Daten der Bürger in vielfältiger Form. Und diese Daten werden genutzt. Einzig die mögliche Kommerzialiserung auf dem freien Markt wird anno 2018 noch kritisiert. Nicht mehr als laue Kritik am Markt. Daß der Staat jedoch Daten sammeln soll, bleibt von den Entscheidern unbestritten.
Das Schlagwort lautet „Smart City“. Die Forschungsarbeiten, an denen auch das Fraunhofer Institut beteiligt ist, zu den vielfältigen kommunalen Einsatzmöglichkeiten von Sensoren, Algorithmen und Massenspeichern, laufen bereits seit einer Dekade.
Deutsche Großstädte wie Hamburg und Berlin kooperieren seit langem schon mit den großen IT-Konzernen, um ihre eigene Big-Data-Infrastruktur auszubauen. Kritisiert wird dies öffentlich nicht. Wenn sich etwas Widerstand regt, dann bleibt es bei lauer Kapitalismuskritik 2.0 – so, wie jetzt im Falle Landsberg.
Wohin die Reise gehen kann

Ein Blick nach Fernost zeigt uns, wohin die Reise gehen kann, sollte sich kein ernsthafter Widerstand regen. Nahe der südkoreanischen Millionenstadt Incheon entsteht seit 2003 der Trabant New Songdo City. Bis zum Jahr 2020 sollen hier Wohnflächen von rund 3,2 Millionen Quadratmetern sowie Gewerbeflächen von rund 4,7 Millionen Quadratmetern errichtet worden sein. Ziel der Planer – in dem Projekt kooperieren das koreanische Unternehmen POSCO, der US-amerikanische Bauträger Gale International und die Architektengruppe Kohn Pedersen Fox aus New York mit den Behörden – ist es, „eine neue Stadt aus einem Guß“ zu bauen.
Ihr Derivat des orwellianischen Super-Überwachungsstaats baut auf folgende Zutaten: Per Breitbandverbindung werden alle Haushalte und Büros untereinander und gleichzeitig mit einer städtischen Zentrale verbunden. Meteorologische Meßinstrumente sorgen für Wetterprognosen und regeln die Bereitstellung von Energie in der gesamten Stadt.
In jedem Gebäude gibt es Geräte, die den jeweiligen Energieverbrauch melden und die Menschen dazu auffordern, ihren Verbrauch zu mindern. Straßensensoren leiten Fahrzeuge, berücksichtigen Verkehrsdichte und schalten Ampeln. Cloud Computing macht es möglich.
Gegen eine solche Zukunftsvision von Stadtleben mutet Zuckerbergs Werbemaschinerie, ob mit oder ohne Zutun kommunaler Behördenvertreter, an wie ein Kinderspiel.

Quelle: "Datensammlung"
LÜGEN NACH ZAHLEN (von Akif Pirinçci)
Die „heute show“ ist eine der sonderbarsten Polit-Satire-Sendungen der Welt. Es ist eine Binsenweisheit, daß ein Witz, den man erst erklären muß, kein Witz mehr ist. Moderator Oliver Welke geht jedoch stets einen Schritt weiter und löst nach jedem verarschten Thema den Widerspruch, der den Witz erst ermöglicht und worüber sich das Publikum bereits ausgeschüttet hat vor Lachen, zur Sicherheit und mit einem völlig humorbefreiten Statement noch einmal auf.
Man versteht nicht, was das soll. Befürchtet er, daß das Publikum den Witz doch nicht verstanden und nur wegen der sozialen Erwartungshaltung gelacht hat? Erst beim zweiten Blick merkt man die Absicht. Es dreht sich in dieser Sendung in Wahrheit gar nicht um den präsentierten Witz, sondern was Welke vor oder nach dem jeweiligen Witz von sich gibt. Das Ganze ist im Kerne sowas wie als Nummernrevue von bösen Gags getarnte, astreine Propaganda für die grün-linke und inzwischen staatstragend gewordene Geisteshaltung, bei der im Eifer des Witzgefechts sogar schamlos gelogen werden darf, insbesondere was Zahlen anbetrifft.
Letzten Freitag ist der Opener Horst Seehofers Aussage, daß der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Jeder weiß natürlich, daß es scheißegal ist, was Seehofer sagt oder nicht sagt, denn an der Überrennung und Umgestaltung Deutschlands zu einem quasi Gottesstaat durch Moslems wird sich dadurch im Regierungshandeln trotzdem nix ändern. Da sei die Multikulti-Religion vor. Es handelt sich bloß um das gute alte Guter-Polizist-böser-Polizist-Spielchen, damit die CSU bei der nächsten Landtagswahl in Bayern nicht arg so schlecht abschneidet.


Folgerichtig sagt Welke gleich am Anfang
„Die Union streitet immer noch über Seehofers `Der Islam gehört nicht zu Deutschland´ plus aktuell zum millionsten Mal über Familiennachzug (…) Und mal ehrlich, was der Seehofer da macht, ich verstehe es ja, Wahl oder hin und her in Bayern, was er macht hilft wirklich keinem und löst kein echtes Problem.“

Da hat er recht, der Welke, das ist alles nur schwachsinniges Politiker-Blabla, „Music for the Masses“. Es werden allerdings noch ein paar Minuten vergehen, bis Welke mit der völlig überraschenden Botschaft aufwarten wird, daß in dieser Sache überhaupt kein Problem besteht.
Danach wird Markus Söder vorgeführt, der zu Ostern irgendwas von christlich-abendländlichen Kultur labert und daß das auch so bleiben soll. Welke kartet nach und meint, die nehme uns doch niemand weg, schon gar nicht die Moslems. Es ist das gleiche scheinheilige Argument, wonach der Kampf gegen die Islamisierung Deutschlands durch mehr Kirchenbesuche und das Hegen und Pflegen christlicher Werte und Traditionen aufgenommen werden soll.
Mach das mal in einer Schule mit 8o Prozent Moslem-Kinder. Mach das mal in den Straßenzügen, wo ausschließlich Moslems wohnen. Mach das mal mit polit-dementen Deutschen, die zum überwiegenden Teil mit Kirche und christlich-abendländischen Werten nix mehr am Hut zu haben glauben, ohne zu wissen, daß ihre Noch-Freiheit genau darauf basiert, und das totalitäre Islam-Ding als Geschmackssache betrachten.
Nach einem mäßigen Gag über den „Traditionshasen“ meint Welke

„Was will Seehofer eigentlich erreichen mit seiner Islamophobie? Sollen am Ende wirklich alle Moscheen abgerissen werden oder was ist der Plan, mal ernsthaft, was ist der Plan?“
Ein unvorstellbarer Gedanke, daß Moscheen abgerissen werden könnten, wo sie doch so viel Nachwuchs für „DSDS“ rekrutieren. Ja, der Islam wäre schon an einigen Stellen Scheiße, fährt er fort, aber da könnten doch mehr Polizisten das Problem lösen, abgesehen davon daß in Seehofers Ministerium keine einzige Frau im Führungsteam sei, also praktisch wie in der Moschee. Ist alles Jacke wie Hose. Daß diejenigen, die sich vor der Islamisierung fürchten, alle doof bis zum Hirnschwund sind, wird anhand eingespielter Statements von alten Leuten, die sich nur schlecht oder falsch artikulieren können, auf Demos belegt. Sicher gäbe es stichhaltigere Gegenargumente von mit der Materie Befaßten im Archiv, aber Welke konstituiert „Ein völliges Zerrbild von Islam“.
Nachdem das Publikum auf solch total witziger Weise auf die Harmlosigkeit der Moslems eingestimmt wurde, läßt Welke die Lügenbombe platzen
(Min 05:36)
„Im Jahr 2017, also im letzten Jahr waren nur 5 Prozent der Muslime in Deutschland arbeitslos. Mehr als die Hälfte engagiert sich in deutschen Vereinen. Darüber hört und liest man nichts.“
Puhh, das habe ich auch nicht gewußt. Ist das wirklich so? Nach allem, was ich gehört und gelesen habe, dachte ich immer, die Arbeitslosigkeit bei Moslems betrüge über 50 Prozent, und diejenigen, die sich in deutschen Vereinen am wenigsten engagieren, wären Moslems. So kann man sich täuschen. Aber es muß so sein, denn Welke weiß genau, daß die Sendung auch von ihm übelgesinnten Medienleuten gesehen wird und diese die von ihm behaupteten Zahlen überprüfen könnten.
Bevor wir jedoch zu der Quelle der Welke-Daten kommen, noch ein paar Zahlen. Die Regierung gibt die Anzahl der in Deutschland lebenden Moslems mit 4,4 bis 4,7 Millionen an (die Flüchtilantenmassen schließen wir in diesem Zusammenhang aus). Andere sprechen von knapp 8 Millionen, gefühlt sind es 20 Millionen.
Doch gehen wir von der offiziellen Statistik aus und weiter gehen wir davon aus, daß die Hälfte dieser Menschen gar nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sei es weil sie Kinder sind oder Kinder aufziehen oder die Schule oder die Uni besuchen oder schon Rentner oder krank sind. Bei 4,7 Millionen geteilt durch 2 stünden demnach 2,35 Millionen Moslems dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Welkesche Zahl von nur 5 Prozent der arbeitslosen Moslems beträge somit konkret 117.500, also fast gar nix im Vergleich zu der aktuellen Gesamtarbeitslosenzahl von 2.458 Millionen bzw. 5,5 Prozent.
Heißt: Die Moslems sind sogar noch fleißiger als die Bio-Deutschen. Das ist wirklich ein Hammer, wenn man sich so in Jobcentern umsieht und welcher Menschenschlag dort mehrheitlich die Flure belagert.
Zudem sagt Welke, daß die Hälfte bzw. jeder zweite Moslem, also insgesamt 2,35 Millionen sich in deutschen Vereinen engagieren würden. Das ist sogar der Oberhammer, tut es doch nur jede 10. Bio-Deutsche. Gibt es überhaupt so viele Vereine im Lande, um solche Massen aufzufangen?
Woher hat Welke diese unglaublichen Zahlen, die nicht nur nicht stimmen können, sondern der wirkliche Gag der Sendung sind? Wir kommen der Sache etwas näher, wenn wir den ersten Teil seiner Aussage vergegenwärtigen: „Im Jahr 2017, also im letzten Jahr …“ Zwar ist da im Vergleich zu heute auch kein signifikanter Unterschied in der Sache festzustellen, aber Ende August 2017 erschien die von der Regierung bestellte Studie „Muslime in Europa. Integriert, aber nicht akzeptiert?“, erstellt von der Bertelsmann-Stiftung. Sie verschwand relativ schnell in der Versenkung, weil einige Presseleute schnell herausbekamen, daß sie ausschließlich aus Phantasiezahlen besteht. Der Trick, wie man ein von vornherein gewünschtes Ergebnis erzielte, war kinderleicht: Man setzte auf die Selbstauskunft der Studienteilnehmer, heißt man ruft irgendwelche Moslems an und fragt, ob sie arbeiten gehen. Da wird natürlich gelogen, daß die Schwarte kracht. Die Bundesagentur für Arbeit hat jedoch im selben Jahr bekanntgegeben, dass 43 Prozent aller Arbeitslosen einen Migrationshintergrund haben.
Auch die Fragen der Bertelsmann-Stiftung zur Religion tragen wenig zur Klärung bei, wie gut Muslime in Deutschland integriert sind. „Wie häufig meditieren Sie?“, wurde da etwa gefragt, oder „Wie oft haben Sie das Gefühl, mit allem eins zu sein?„. Haha, es klingt eher nach einem Einstiegsfragebogen für ein esoterisches Seminar.
Die Universität Münster hat im vergangenen Jahr dagegen eine Studie zur Integration von türkischstämmigen Menschen in Deutschland gemacht. Sie wirft auf die Integration ein etwas anderes Licht.
So stehen 47 Prozent der Befragten hinter der Aussage:

„Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe.“
32 Prozent denken:
„Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben.

23 Prozent sind der Ansicht, Muslime sollten es vermeiden, dem anderen Geschlecht die Hand zu schütteln. 21 Prozent bezeichnen ihre Haltung zu Juden als „sehr negativ“ oder „eher negativ“.
Warum bezieht sich Oliver Welke also auf eine Studie, die von hinten bis vorne manipuliert worden ist und heute keine Sau mehr kennt? Ganz einfach: Weil er den von oben anbefohlenen süßen Traum von der Willkommenskultur-Scheiße auf Biegen und Brechen aufrechterhalten möchte, und wenn man ihn bei seinem dummdreisten Zahlensalat erwischt, auf eine „seriöse“ Quelle verweisen kann.
Das Blöde bei seiner und der Vorgehensweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinsichtlich der I-Religion ist nur, daß ihre Beruhigungspillen angesichts der immer bestialischer und teurer werdenden Realität da draußen immer mehr ihre Wirkung verlieren.
Vielleicht sollte man heftigst die Dosis erhöhen, indem man in der nächsten Sendung verkündet, daß kein einziger Moslem arbeitslos ist und in deutschen Vereinen, insbesondere welche Synchronschwimmen betreiben, nur die Jünger Mohammeds anwesend sind. Dann brauchte man auch die Jubel-Perser im Studio-Publikum nicht mehr, weil Welke & Co gleich das Lachen selbst übernehmen könnten. Denn eine Lachnummer ist die „heute show“ ja jetzt schon.

Quelle: "Streit um Islam"

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