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"Joschka"

"Joschka"

12.04.2018 17:20

Es war einmal ein aggressiver Chaotenhaufen, der sich „PUTZgruppe“ nannte, abgeleitet von „Proletarische Union für Terror und Zerstörung“. „Putz“ ist ein hessischer Ausdruck für Randale. Vor knapp fünfzig Jahren wurde die Stadt Frankfurt am Main von dieser Gruppe „beputzt“, d.h. an den Rand bürgerkriegsähnlicher Zustände gebracht. Als Platzhirsch bzw. Oberputzer betätigte sich ein gewisser Joseph Martin Fischer, von seinen Bewunderern im Hinblick auf seine deutsch-ungarische Herkunft liebevoll „Joschka“ genannt. Eine Jugend zwischen Bolzenschuß und Beichtstuhl. Der Sohn eines Metzgers schlug zunächst die Laufbahn eines Ministranten ein, schmiss dann in Stuttgart die Schule, und warf 1966 auch in seiner Lehre als Fotograf das Handtuch. Was Fischer dann 1969 bei einem Kongreß der antisemitischen und antizionistischen PLO in Algier so genau suchte, weiß niemand so genau. Auch nicht während seiner militanten Zeit in den blutigsten Jahren der RAF, als man auf dem Rücksitz eines Taxis eine noch heisse Schußwaffe fand. Jedenfalls fiel in Zusammenhang damit auch Fischers Name. Bei ihren Recherchen zu diesem Lebensabschnitt von Joschka wurden der Tochter von Ulrike Meinhof, Bettina Röhl, auch seiten des Verlages Steine in den Weg gelegt. Nach der Hinrichtung (1977) von Hanns Martin Schleyer durch die RAF, der durch die GSG 9 erfolgreich beendeten Flugzeugentführung in Mogadischu und den Selbstmorden der RAF-Führer zog sich Joschka quasi als desillusioniert-traumatisiertes Wolfskind in das Frankfurter Nachtleben als Taxifahrer zurück. Zwischen den Taxifahrten belegte er Vulgärmarxismus, den er anschließend „beim Opel“ in Rüsselsheim praktisch umzusetzen gedachte: seine Versuche, die dort tätigen Arbeiter gegen den kapitalistischen Schweinestaat aufzuwiegeln scheiterten jedoch kläglich an der pragmatischen Ausrichtung dieser wackeren Proletarier, denen Lohnerhöhung und Urlaub wichtiger waren als Revolution und Marx‘sche Lehre. (Notan Dickerle)
„Unsere Kinder gehen zumeist nicht in Kitas und Schulen mit mehr als 80 Prozent Migrantenanteil, wir gehen nicht nachts über unbewachte Plätze oder sind auf überfüllte öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, leben nicht in der Rigaer Straße in Berlin und wenn wir zum Arzt gehen, bekommen wir schnell Termine und Chefarztbehandlung“ (Sigmar Gabriel)
(rjhCD6149)


Der politische Pate – „Erinnerungskultur“ zum 70. Geburtstag von Joseph „Joschka“ Fischer

Als Unruhestifter entlassen war Fischers Karriere als Arbeiter rasch vorbei. Bei einem besonders intensiven „Putz“ mit „Mollis“ (Molotow-Cocktails) im Mai 1976 entging der Polizist Jürgen Weber nur knapp dem Verbrennungstod und der Haupttatverdächtige Fischer nur knapp dem Gefängnis. Irgendwann verschwand seine Strafakte (die auch seine Verstrickungen in die linksradikale Szene betraf) wie von Geisterhand und tauchte erst im Sommer 2015 überraschend in einem Schließfach am Frankfurter Flughafen wieder auf, allerdings unvollständig und nach Beendigung von Fischers offizieller politischer Karriere. Der durch Brandwunden dauerhaft entstellte und inzwischen verstorbene Jürgen Weber, für den der Politiker niemals ein persönliches Wort des Bedauerns fand, blieb bis an sein Lebensende von dessen Schuld überzeugt.

Das traumatische Erlebnis Polizeigewahrsam brachte Fischer auf alternative Gedanken: er dockte bei den „Grünen“ an. Obwohl Öko-Themen nie so richtig seine Sache waren (und Feminismus schon gar nicht), entwickelte er sich dort bald zum Leitwolf, der den anfangs chaotischen Haufen disziplinierte und allzu fundamentalistisch gesinnte WölfInnen gnadenlos fort biss. 1983 wurde er Abgeordneter im Bundestag, 1985 in Hessen erster grüner Minister. Seine Angelobung in Turnschuhen – ein bewusster Werbegag der „Grünen“ – führte den sog. „prole drift“ in die deutsche Politik ein: kulturelle Codes der Unterschicht lösten diejenigen bürgerlichen Behagens ab: cool wurde schick, gediegen out. Daß Fischer inhaltlich eher für das Gegenteil stand, blieb lange Zeit verdeckt: als sogenannter „Realo“ brachte er seine in Flügelkämpfen zerrissene Partei auf den Kurs des politischen Establishments unter besonderer Berücksichtigung der transatlantischen „liberals“ und ihrer Verbündeten im Nahen Osten: dies bedeutete in erster Linie Marktwirtschaft statt (ökologisch verbrämtem) Klassenkampf sowie „Nie wieder Auschwitz“ anstatt „Nie wieder Krieg“. Über das deutsche Schuldtrauma gelang Fischer das Kunststück, die pazifistischen „Grünen“ auf den altbekannten Kurs festzulegen, Kriege für das Gute seien erlaubt, ja sogar notwendig – so wie es seit Adam und Eva gewesen ist. Aus den „Realos“ wurden „Normalos“.
Es war schließlich Joschka Fischer, in einer pazifistischen Partei zum Leitwolf gewordener Außenminister, der Deutschland 1999 dezidiert und militant in den ersten Krieg seit 1945 führte. Dramatisch-theatralisch aus „humanitären“ Gründen. Das inzwischen zum Narrativ vom humanitären Imperativ kanzerogen gewordene Leitmotiv, mit dem Fischer weiland 1999 als advocatus diaboli für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien eintrat. Bei genauerem Hinhören mit einer an Hitler erinnernden Diktion mit typisch verklärendem Crescendo.


(12. April 1999 zu Joschka Fischers Geburtstag bombardiert die NATO Jugoslawien. Über 15 Tote Zivilisten, darunter Kinder, an dieser Eisenbahnbrücke (c) Stefanovic)
Hatte Helmut Schmidt noch die Ansicht vertreten, die deutsche Außenpolitik dürfe nicht von Auschwitz überschattet werden, erklärte Fischer in seiner Zeit als Außenminister und Vizekanzler (1998 bis 2005) die Verantwortung für die NS-Zeit zur deutschen Staatsräson. Die gelegentlich als „Merkel-Doktrin“ bezeichnete Aussage der Kanzlerin vor der Knesseth vom März 2008, die Sicherheit Israels sei Teil der deutschen Staatsräson, ist also eigentlich die Joschka Fischer-Doktrin. Nicht nur in der Energie-, Umwelt-, Verteidigungs-, Bevölkerungs-, Familien-, Menschenrechts-, Flüchtlings- und Einwanderungspolitik ist sie gelehrige Schülerin der von Fischer domestizierten „Grünen“…

Seit dem Ende der Rot-Grünen Bundesregierung verleiht Fischer über die Beraterfirma „Joschka Fischer Consulting“ den Großen der deutschen Wirtschaft eine bei der Bionade-Bourgeoisie wirksame Aura ökologischer Korrektheit. Trotz fehlendem Schulabschluss wurde die „Grüne Raupe Nimmersatt“ u.a. Ehrendoktor zweier israelischer Universitäten, Berater des World Jewish Congress, Gast der „Bilderberger“, Vorstandsmitglied des (von George Soros finanzierten) „European Council on Foreign Relations”, Lehrbeauftragter an der Eliteuniversität Princeton… Aus dem „off“ informeller europäischer Gremien wie dem „Weisenrat“ und der „Spinelli-Gruppe“ betreibt er bis heute politische Lobbyarbeit gegen die Nationalstaaten bzw. für den europäischen Bundesstaat, die Vereinigten Staaten von Europa.

Auch wenn es Deutschen Patrioten nicht gefällt kommt man an der Einsicht nicht herum: Kaum ein anderer Politiker hat die deutsche Nachkriegsgeschichte so massiv beeinflusst wie Joseph „Joschka“ Fischer. Wie kein anderer steht er für den Bruch der 68-er Generation mit den nationalen Traditionen, für die Desolidarisierung mit der geschlagenen Kriegsgeneration, die Fischer gerne als antifaschistische Tugend präsentiert. „Wir Kinder der Kapitulanten“ überschrieb er einen 1985 in der „Zeit“ erschienenen Aufsatz, in dem er mit der Elterngeneration gnadenlos ins Gericht geht. Moralische Überlegungen stehen in dem Text weniger im Vordergrund als vielmehr der Machtaspekt: Mit Kapitulanten wollte ein Macchiavellist wie Fischer nichts zu tun haben, auch nicht mit ihrer Hochkultur und ihrem Goethe-Grundsatz „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb‘ es, um es zu besitzen!“ Denn was war von Nazi-Vätern schon zu erben? Also „Fack ju Göthe“! Fischer musste sein verdaddeltes Erbe anderweitig suchen: bei denjenigen, die die Kapitulanten enterbt hatten, war Andienern angesagt. Hatte Fischer in seinen wilden Anfangsjahren noch an PLO-Kongressen teilgenommen, widmete er sich als Berufspolitiker bevorzugt der Gegenseite. Für seine diesbezüglichen Verdienste als Außenminister erhielt er 2005 den Leo Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Mit Joseph „Joschka“ Fischer wurde erstmals ein Antideutscher deutscher Außenminister. Als Meister der Verhaltensökonomie (böse Menschen sagen dazu Opportunismus) definierte er deutsche Interessen im Sinne der Interessen von Siegern und siegreichen Opfern um. Die Wiedervereinigung bezeichnete er als „ein Unglück für das deutsche Volk“, ein Buch von 1994 trägt den bezeichnenden Titel „Risiko Deutschland“. Schon früh sprach er sich für eine Schuldenvergemeinschaftung im Rahmen der EU aus, denn die Deutschen dürften nicht schon wieder Neid und Missgunst erwecken. Seinem ministeriellen „Schleusererlass“ aus dem Jahr 2000 verdankte Deutschland eine erste Welle unkontrollierter Zuwanderung, vor allem aus Osteuropa. Konsequenterweise gehört Fischer heute zu den vehementesten Verteidigern der Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin.

Fischers antinationale Politik brachte ihm im Ausland Sympathien, persönlichen Erfolg und innerhalb Deutschlands erstaunlich wenig Widerspruch. Seine Karriere vom Schulabbrecher über den linksradikalen Politrocker, Marathonläufer und Hungerhaken zum international angesehenen „elder statesman“ dient einer neuen, wenig profilierten Generation von Berufspolitikern zum Vorbild. Die Karriere des verduckten Heiko Maas, der die deutsche Außenpolitik mehr oder weniger auf „Auschwitz“ reduziert, wäre zum Beispiel ohne Fischer ebenso wenig möglich wie die schneeflöckchenhaften Ministressen der aktuellen GroKo ohne den „nachhaltigen“ Einfluss der „Grünen“ vorstellbar wären. Joseph „Joschka“ Fischer steht für viele und vieles Pate, was in Deutschland derzeit schiefläuft. Er begeht heute (Donnerstag, 12. April) seinen 70. Geburtstag.

Quelle: "Joschka Fischer"
Sigmar Gabriel: Ex-Sozialdemokrat zeigt nun Verständnis für „Pack“ (von PPQ)

Über viele Jahre hinweg war er einer der Pfeiler der deutschen Postdemokratie, ein Opportunist reinsten Wassers, der sich nicht zu schade war, politisch Andersmeinende auszugrenzen oder sie als „Pack“ zu beschimpfen. Sigmar Gabriel scheiterte am Ende einer langen Karriere mit einem komplizierten Plan, der daraus abgezielt hatte, den in Sachen politischer Finesse simpel gestrickten Martin Schulz die Bundestagswahl verlieren zu lassen.
Und anschließend als Minister in einer neuen Koalition abzuwarten, ob sich das System Merkel eines Tages doch selbst zerlegt und das Volk dann endlich nach einem altbekannten Gesicht ruft, das wie einst Egon Krenz eine umfassende Erneuerung ausruft.
Der Sturz ins Nichts eines bloßen Bundestagsabgeordneten, von der eigenen Partei abgeparkt auf der Hinterbank, hat das Selbstbewusstsein des immer noch amtierenden Pop-Beauftragten der deutschen Sozialdemokratie erschüttert. Ja, mehr als das: Sigmar Gabriel sind jahrzehntelang vorgebetete Gewissheiten abhanden gekommen. Der politische Frührentner, von seinen Genossen brutal geschnitten, seit er Interna aus den Machtkämpfen in der SPD öffentlich machte, verwandelte sich in wenigen Wochen von einem Mann, der öffentlich glaubt „dass wir mit einer Größenordnung von einer halben Million für einige Jahre sicherlich klarkämen“, in einen Mann, der weiß, dass es das von ihm beschworene „Wir“ gar nicht gibt.

Auf einmal, ganz am Ende einer tragisch gescheiterten Karriere, die eigentlich bis ins Kanzleramt führen sollte, zeigt Sigmar Gabriel Verständnis für Positionen, deren Anhängern er als Amtsträger noch vorgeworfen hatte, sie brächten „unser Land in Verruf“. Das klingt nun anders, denn nun hat sich Gabriels Blickwinkel geändert. „Wenn wir“, sagt er über sich und seinen Stand der Politiker, „zum Arzt gehen, bekommen wir schnell Termine und Chefarztbehandlung selbst dann, wenn wir Kassenpatienten sind.“ Auch seien er und seinesgleichen weder „auf überfüllte öffentliche Verkehrsmittel angewiesen“ noch gehe der normale Amtsträger „nachts über unbewachte Plätze“. Auch sei klar: „Unsere Kinder gehen zumeist nicht in Kitas und Schulen mit mehr als 80 Prozent Migrantenanteil“.
Auf einmal spricht Gabriel, ein Meister der Wirklichkeitsverweigerung, von „Wirklichkeitsverweigerung“, auf einmal macht sich der frühere Vizekanzler Sorgen vor einem „Schließen der Augen vor unbequemen Realitäten aus Sorge, falsch verstanden zu werden“. Gabriel, zwei Jahrzehnte lang ein Ingenieur im Maschinenraum der Macht, gibt Verschwörungstheoretikern Zucker: Schlimm genug sei, beschreibt er, was Hetzer, Hasser und Zweifler seit Jahren als „Postdemokratie“ verleumden, „dass uns die Rechtspopulisten zwingen, über Teile der Wirklichkeit zu reden, von denen wir dachten, wir könnten sie im Stillen bewältigen.“
Ein Umfaller? Ein spät Erweckter, dem klargeworden ist, dass es so nicht weitergehen kann? Ein Klartext-Politiker, der erkannt hat, dass „der größere Teil der politischen, wirtschaftlichen und medialen Eliten dieser Wirklichkeit im eigenen Lebensalltag nicht begegnet“ und diese Bequemlichkeit „immer unbequemer wird für die, die in ihrem Lebensalltag nicht die Chance haben, auszuweichen“?

Aber nein. Gabriel ist einmal mehr der Taktiker, der er immer war. Aus seiner neuen Stellung auf dem politischen Schlachtfeld, von der neuen Parteiführung als Paria in den Keller verbannt, bleibt dem 59-Jährigen nur noch der pure, unverschnittene Populismus als Waffe, sich zu den Fleischtöpfen der Staatsämter zurückzukämpfen. Für den Fall, dass Nahles und ihre Truppe scheitern, will er da sein – eine Alternative für die, die dann bemerken werden, dass man Familiennachzug nicht essen kann und jeden Wohlstand, der gerecht verteilt werden soll, vorher erarbeiten muss.
Gabriel, trotz seiner enormen Körperlichkeit unglaublich gewandt, schlüpft in die Rolle des Verliererverstehers, ins Kostüm des Mutigen, der unangenehme Wahrheiten tapfer ausspricht. Er sehe „längst mindestens zwei Realitäten in unserem Land“, gesteht er, ohne das „längst“ zeitlich einzugrenzen oder zu erwähnen, warum etwas, das er „längst“ gesehen hat, nicht schon längst auch mal erwähnte. Jedenfalls sind da „gut geordnete, sichere und mit allen Vorteilen einer modernen demokratischen Gesellschaften ausgestattete Lebensbereiche – und das genaue Gegenteil“.
Staatsversagen, ruft Gabriel. Staatsversagen!!! Der frühere SPD-Chef und Außenminister hat diesen Begriff übrigens exakt in dem Augenblick in seinen Wortschatz aufgenommen, in der er selbst seine Ämter verlor.

Quelle.: "Eiertanz-Sigmar Gabriel"

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