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"Vernichtung"

"Vernichtung"

11.05.2018 19:47

Regierung und Altparteien, haben den Deutschen den Vernichtungskrieg erklärt. Deutschland soll islamisiert und zu einem islamischen Gottesstaat umgebaut werden. Alle gegenteiligen Behauptungen des politischen Establishments entsprechen weder dem was sie tun, noch den sichtbaren Entwicklungen. Nun will Katarina Barley ausgemachte Kopfabschneider als Familiennachzug getarnt nach Deutschland hereinholen. Das ist mit einem Mordkomplott vergleichbar.
Dazu sieht ein neuer Gesetzentwurf unter Federführung von Katarina Barley vor, sogenannten „Gefährdern“ entgegen jeder Vernunft, den Familiennachzug zu gestatten, wenn sie sich gegenüber den zuständigen Behörden offenbaren, um glaubhaft von ihren sicherheitsgefährdenden Aktivitäten Abstand zu nehmen. Barley beabsichtigt damit unter anderem, zusätzliche Kontingente für den Volksaustausch zu generieren.
Nun kann niemand mit Sicherheit festlegen, wie viele radikale Moslems, angehörige von Terrormilizen und geübte Kopfabschneider das Land bereits über die Migrationsströme und der offenen Grenzen erreicht haben. Man weiß nur, es müssen zig Tausende sein, die unerkannt im Untergrund leben, oder als schutzsuchende Asylanten getarnt, in der Nachbarschaft wohnen, bis sie landesweit zum Einsatz kommen, um den Islam durchzusetzen.
Was man aber mit Sicherheit sagen kann ist, nachdem der Großteil dieser gigantischen islamischen Eroberungsarmee ihre Einheiten bereits über ganz Deutschland verteilt in Stellung brachte, dürfen in Bälde weitere potenzielle Mörder und islamistische Kriegsverbrecher mit Segen der Bundesregierung, offiziell aus „humanitären Gründen“ als Familiennachzug einreisen, nachdem sie ihre Frauen und Kinder vorher schon als Ankerpersonen eingeschleust. (von SoundOffice)
"Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten". (Gotthold Lessing)
(rjhCD6149)


Mordkomplott gegen Deutschland - Hierbei handelt es sich mit Abstand um den perfidesten Mordplan aller Zeiten, der jemals von einer Macht-Elite erdacht und eingefädelt wurde.

Wurden einst von den Initiatoren der Französischen Revolution Psychopathen sowie abartige Gewalttäter aus Englands Gefängnissen und Irrenanstalten nach Frankreich importiert, um sie mit Polizeikompetenzen ausgestattet, gegen die Bürger einzusetzen, so importiert der Merkel-Staat seit Jahren Kriminelle, Psychopathen, radikale Moslems und potenzielle Kopfabschneider aus arabische Länder und Afrika, um das Deutsche Volk ermorden zu lassen, oder hat jemand eine plausible Erklärung dafür, wie man dazu kommt, sogenannten Gefährdern entgegen jeder Vernunft, hinter dem Deckmantel der Humanität, die Einreise als Familiennachzug erlauben zu wollen, anstatt alles nur erdenkliche zu unternehmen, diese Leute samt ihren Weibern davon abzuhalten, in dieses Land einzudringen?
Seit Jahren stapeln sich die Leichen derer, die von islamischen Invasoren getötet wurden. Die Anzahl derjenigen, die von ihnen beraubt, vergewaltigt oder zum Krüppel geprügelt und getreten wurden, ist längst nicht mehr nachvollziehbar.
Dieses absurde wie perfide Mordkomplott gegen alle Deutschen, nun weitere potenzielle Mörder und islamische Extremisten als Familiennachzug getarnt hereinzuholen, wurde von der scheinbar schwachsinnigen, oder ideologisch verblendeten und überbezahlten SPD-Justizministerin „Katarina Barley“ geschmiedet und am 08. Mai durch das Kabinett gepeitscht. Was man hier verharmlosend als geläuterte „Gefährder“ verkaufen will, sind lupenreine Extremisten, Terroristen und islamische Hardliner, die sicherlich nicht nach Deutschland kommen, um für den islamischen Frieden oder Toleranz zu beten.
Niemand kann glaubhaft erklären, wie überzeugend es ist, wenn vormals als „Gefährder“ eingestufte Personen versichern, sich angeblich deradikalisiert zu haben, um ihre Einreisegenehmigung zu erschleichen. So viel Kreide kann kein Wolf fressen, um über seine wahre Natur hinwegzutäuschen. Somit wird also der sprichwörtliche Wolf hereingeholt, der sich nicht einmal besonders bemühen muss, um Einlass zu finden, bis er eines Tages ein Blutbad von nie gekanntem Ausmaß im Schafstall Deutschland verursacht.
Anstatt im Interesse der öffentlichen Sicherheit dafür zu sorgen, dass Gefährder, Islam-Extremisten und potenzielle Kopfabschneider schnellstmöglich das Land verlassen, oder bestenfalls gar nicht erst hereinkommen, will die Bundesregierung aus „humanitären Gründen“ potenziellen Kopfabschneidern eine dauerhafte Ansiedlung in unserem Land durch den Nachzug ihrer Familien ermöglichen.

Doch Innenminister Seehofer beschwichtigt: Der Gesetzentwurf sei „absolut verantwortlich“ und am Ende entscheide ohnehin er selbst über die Anträge. Vor wenigen Tagen fand er es ebenso „verantwortlich“ und angemessen, im Rahmen des Resettlements, den Volksaustausch und die Islamisierung in Deutschland mit 10.200 zusätzlichen Syrern, Afghanen, Irakern und Pakistanern, beschleunigend voranzutreiben.
Na dann kann man ja ungemein beruhigt sein!
Deshalb Deutsche Männer: Bewaffnet euch zum Schutz von Frauen und Kindern mit allem was zur Verteidigung taugt, denn eure bevorstehende Ermordung durch islamische Invasoren die hereingeholt werden ist beabsichtigt! Aber falls jetzt jemand nachdenklich werden sollte: Das sind alles nur Verschwörungstheorien, Fake-News, sowie Hatespeech und Satire.
Gott mit uns.

Quelle: "Völkermord auf Raten"
Der Clausewitz für Handelskrieger (1)

„If You are hungry, eat Your Toyota“, wenn „Du hungrig bist, friss Deinen Toyota.“ Die Delegierten der amerikanischen Stahlarbeitergewerkschaft lassen keinen Zweifel aufkommen, wer Schuld ist an ihrer schwierigen bis trostlosen Situation. In ihren Augen sind es die Importautos, die den US-Markt erobern, darunter vor allem die Japaner und die Deutschen.
Bevor wir den Gewerkschaftskongress besuchten, waren wir in Gary im Bundesstaat Indiana. Dies war einst der größte Stahlstandort der Welt mit fast 10 Hochöfen. Sie wurde gegründet, als hier US-Steel ein Stahlwerk baute. Ein Monument amerikanischer Macht. Hier trafen via Lake Michigan das Eisenerz auf die Kohle aus den nahen Appalachen, zum Beispiel aus dem Kohlestaat West Virginia. Diese Macht garantierte gleichzeitig Millionen gut bezahlter Jobs.
Aber bei unserem Besuch in Gary trafen wir auf eine tote Stadt. Über 170.000 Einwohner hatte sie einst. Jetzt sind es nur noch knapp 80.000. Die Folge: zugenagelte Schaufenster und verödete Gebäude. Ein elendes Bild. Die Hochöfen überragen zwar noch die Stadt, aber sie rosten still vor sich hin. Gary in Indiana als ehemalige Stahlstadt und Flint in Michigan als ehemaliges Automobilzentrum boten die übelsten Ansichten des Niedergangs einer einst fast unschlagbaren US-Wirtschaft.
Es sind zwei Bundesstaaten, die für Donald Trump gestimmt haben, zwei Bundesstaaten, die in der Berichterstattung seit der Wahl des unberechenbaren New Yorker Milliardärs als der „Rostgürtel, der „rostbelt“, auch von deutschen Auslandskorrespondenten besucht und vorgeführt wurden. Seither sind sie auch für halbwegs am politischen Geschehen interessierte deutsche Normalbürger ein Begriff. Zu den problematischen Regionen der USA, die vom Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie betroffen sind, gehören noch Pennsylvania, Ohio, West Virginia und bedingt auch Wisconsin. Darin unterscheiden sie sich nur unwesentlich von dem Ruhrgebiet, Nordfrankreich und dem belgischen Wallonien.
Die Tradition verlogener Wahlversprechen

Mein Besuch in den Städten Gary und Flint und meine Erlebnisse auf dem Stahlarbeitergewerkschaftstag in Philadelphia fanden allerdings schon 1982 statt. Die Szenen finden sich in einer ZDF-Dokumentation vom September 1982, die unter dem Titel: „Die amerikanische Krankheit“ gesendet wurde. Jetzt vom „Rostbelt“ zu berichten, von den vernachlässigten amerikanischen Arbeitern als Entschuldigung für deren Zustimmung für Donald Trump zu schreiben, ist noch nicht einmal die Hälfte der Wahrheit. Der Höhepunkt des Niedergangs ist schon lange überschritten. Es gibt Städte wie Pittsburgh, die sich zu blühenden Dienstleistungszentren entwickelt haben. Aber diese Transformation wurde von den deutschen Washington Korrespondenten erst während des Wahlkampfes wahrgenommen, weil Trump in den ehemaligen Schwerindustrie- und Kohlerevieren punktete.
Einer der Hauptgründe für die Hinwendung der Region zu den Republikanern ist, dass die US-Gewerkschaften und die demokratische Partei zu lange Wunder versprochen haben und gleichzeitig die notwendigen Umstrukturierungen politisch verhinderten. Ähnliche Entwicklungen im Ruhrgebiet sind kein Zufall. Mit dem offiziellen Ausstieg aus der Kohle, die in diesen Bundesstaaten immer noch das Sinnbild für die amerikanische Industriestärke ist, fühlten sich die Kumpel endgültig abgeschrieben. Niemand stellte sich der Aufgabe, den Bergleuten zu erklären, dass viele Bergwerke nicht mehr rentabel sind, mit und ohne die Umweltbelastung für einen realen oder nur inszenierten Klimawandel. Aber wegen des Kohleausstiegs haben sich auch die Bewohner von West Virginia und Kentucky zu Trump bekannt.
Noch 1982 während meines Besuches des Gewerkschaftskongresses verdiente ein US-Stahlarbeiter 36 Dollar die Stunde. Das waren damals immerhin rund 72,00 DM. Ein mehr als üppiges Gehalt. Die Arbeiter der Hauptkonkurrenten, die Japaner und die Deutschen, verdienten noch nicht einmal die Hälfte. Die Folge: Die amerikanischen Stahlriesen gingen reihenweise Pleite. Doch davon war auf dem Stahlarbeiterkongress keine Rede. Da die USWU, die United Steelworkers Union, eng mit der demokratischen Partei verbandelt war, sprach als Hauptredner der zum „liberalen Flügel“ gehörende – was in den USA mit Links gleich gesetzt wird – Senator Edward Kennedy, der Bruder des legendären Präsidenten John F. Kennedy.
Und Edward Kennedy heizte den wund gescheuerten von Arbeitslosigkeit bedrohten und betroffenen Arbeitern ein. Sinngemäß versprach er: Wir Demokraten werden dafür sorgen, dass ihr 100 Dollar die Stunde verdient, wir werden die ausländischen Falschspieler in ihre Schranken weisen und wir werden dafür sorgen, dass ihr nur noch halb so viel arbeiten müsst wie heute. Edward Kennedys Rede war eine Mischung aus Nationalismus, Protektionismus und Realitätsverweigerung. Aber sie kam gut an.
Zölle schützen keinen Wohlstand

Bis 2016 blieben die meisten Arbeiter aus dem Industriegürtel des mittleren Westens bei den Demokraten. Statt 100 Dollar die Stunde sank ihr Einkommen auf zirka 25 Dollar, wobei ein Vergleich mit Deutschland schwierig ist, weil Sozialabgaben und Steuern das Bruttogehalt viel weniger belasten, als in Europa. Aber es bleibt die Realität für die Stahlarbeiter, dass ihr Einkommen in den letzten 25 Jahren gesunken ist. Die hehren Versprechungen der Demokraten haben sich nicht erfüllt. So haben sie bei der letzten Wahl den Sprüchen Donald Trumps geglaubt. Und der will jetzt liefern. Wenn er schon die Löhne nicht erhöhen kann, dann will er wenigstens die ausländische Konkurrenz vertreiben.
Da leider immer wieder amerikanische Regierungschefs auf die schräge Idee kommen, so eine ausgeglichene Handelsbilanz zu erreichen, probieren sie es immer mal wieder, durch Zölle Importprodukte zu verteuern. Aber leider lernen sie nichts von den vergeblichen Versuchen ihrer Vorgänger. Nur mit Zöllen ist es unmöglich, heimische Arbeitsplätze zu sichern. So wie früher der Demokrat Edward Kennedy linkspopulistische Versprechungen machte, hat dies jetzt rechtspopulistisch Donald Trump wiederholt. Dass sie wieder mit leeren Worthülsen gefüttert wurden, werden sie noch leidvoll erfahren.
Wer die Handelsbilanz der USA über Jahrzehnte verfolgt, kann sich eigentlich nur wundern, wie lange diese Nation das riesige Defizit hingenommen hat. Donald Trump hat allen Grund, dieses Ungleichgewicht anzugehen. Über Jahrzehnte hatte sich nämlich ein Kreislauf eingespielt, der viele Nationen davor schützte, in ihrem eigenen Land wichtige Reformen durchzusetzen, die nicht geeignet sind, Wahlen zu gewinnen. Dazu zählen weltweite trickreiche, nicht tarifäre Handelshemmnisse und Subventionen, vor allem im Agrarsektor.
Dazu ein Beispiel für wirkungsvolle nicht tarifäre Handelshemmnisse, die Importe bei gleichzeitiger Zollfreiheit verhindern. Südkorea eroberte in großer Geschwindigkeit mit seinen Billigautos auch in Europa beachtliche Marktanteile, belegt aber Importautos mit hohen Zollschranken. Um den Exporterfolg nicht zu gefährden, gab die Regierung schließlich dem Druck nach, senkte den Zoll und erlaubte die Einfuhr europäischer Automobile.
Trotzdem waren zum Beispiel deutsche Mercedes und BMWs kaum zu sehen. Das hatte einen guten Grund. Die vergleichbaren teuren Limousinen wurden von besser Verdienenden gekauft. Aber kaum hatten sie ein Auto erworben, wurden sie einer Steuerprüfung unterzogen. Wie in Japan werden dann die Steuervergehen in den Zeitungen veröffentlicht. Das Wagnis, ein europäisches Auto zu kaufen, war also mit vielen Unannehmlichkeiten und Risiken verbunden.
Trumps sinnlose Handelskriegserklärung

Solche Geschichten lassen sich von jedem Land erzählen. Doch zurück zu den USA. Die Hauptursache der Ungleichgewichte im Welthandel aber sind Versäumnisse von Reformen in den Vereinigten Staaten, und es ist der amerikanische Präsident, der dem Welthandel in der jetzigen Form den Krieg erklärt hat. Die Frage ist also: Sind seine Eingriffe in den Welthandel jetzt verbunden mit Reformen der Haushaltstradition in Washington und damit für sein Land und langfristig auch für die Handelspartner erfolgreich? Oder ist seine Formel „America first“ nur wieder eine nationalistische Dosis, um seine Wähler bei der Stange zu halten? Bis in die 60er des letzten Jahrhunderts war der Lebensstandard aller Amerikaner, vor allem der Industriearbeiter, mindestens doppelt so hoch, wie in anderen Ländern. Die 36 Dollar pro Stunde für die Stahlarbeiter sind dafür ein Zeugnis.
Von diesem hohen Lebensstandard in den USA profitierten dann vor allem zwei Staaten, die den Krieg verloren, aber mit massiver Unterstützung der Regierung in Washington eine extrem wettbewerbsfähige Wirtschaft aufgebaut hatten: Deutschland und Japan. Beide drückten erfolgreich ihre Produkte zu einem völlig schrägen, also unterbewerteten Wechselkurs von DM und Yen in den US-Markt. Der amerikanische Bürger profitierte von preiswerten Importprodukten, Japan und Deutschland mit Vollbeschäftigung.
Seit dieser Zeit haben die Regierungen in Washington eine für sie nachteilige Kreislaufwirtschaft in Kauf genommen. Bei stark steigenden Militärausgaben (Kriege in Korea, Vietnam, Wettrüsten gegen das Sowjetreich, Nahost) senkten sie in regelmäßigen Abständen trotzdem die Steuern, um die Wähler bei Laune zu halten. Die gigantischen Löcher im Staatshaushalt – zur Zeit belaufen sie sich auf unvorstellbare 1,2 Billionen Dollar – finanzierten sie durch Staatsanleihen, die von den Staaten mit den hohen Exportüberschüssen gekauft wurden, allen voran Japan und Deutschland. Vor dem Eintritt Chinas in die Weltwirtschaft war Japan der größte Gläubiger der USA. In jüngster Zeit hat sich zwar an diesem Kreislauf nichts geändert, aber mittlerweile hat China mit Japan gleichgezogen. In beiden Staaten stehen die USA mit rund 1,25 Billionen Dollar in der Kreide. Insgesamt haben die USA 5.547 Milliarden Dollar Auslandsschulden – Zahlen bei denen jedes Vorstellungsvermögen versagt.
China ist mittlerweile auch der größte Exporteur in die USA und hat den größten Handelsbilanzüberschuss mit den Amerikanern. Was immer Trump mit seinen Zöllen erreichen will, wird nicht gelingen, solange er in das alte Muster der US-Präsidenten verfällt, die Steuern zu senken, trotzdem die Haushaltsausgaben zu erhöhen und sich das Haushaltsdefizit über noch mehr Schulden, vor allem von China, aber auch von Japan, Südkorea und den Europäern, bezahlen zu lassen.
Der Clausewitz für Handelskrieger (2)

Trumps Rundumschlag ist zwar verbal ziemlich ruppig, aber wer die amerikanischen Versuche, seine miserable Handelsbilanz zu verbessern, seit Jahren beobachtet, kennt die Rituale. In den 1980er Jahren, als Japan die US-Stahlindustrie, die US-Automobilkonzerne und die elektronische US-Unterhaltungsbranche regelrecht zerlegte, regierte der energische Republikaner Ronald Reagan in Washington. Und ähnlich wie jetzt Trump drohte er den Japanern, sie mit Strafzöllen und Importverboten zu überziehen, wenn sie nicht ihre Märkte öffnen würden. In Japan regierte der nicht minder durchsetzungsstarke Yasuhiro Nakasone.
Was Japan denn in den USA kaufen solle, war seine ironische Antwort: Minderwertige Autos? Überholte Werkzeugmaschinen? Rückständige Elektronik? Für Japaner untragbare Textilien? Gerne wies Nakasone darauf hin, dass der japanische Finanzminister einen BMW fahre, was beweise, dass Japan hochwertige Produkte gerne kaufe. Und dann fiel Nakasone noch ein, dass es sein könnte, dass der japanische Notenbankgouverneur bei der nächsten Versteigerung amerikanischer Staatsanleihen leider unpässlich sein könnte. Damit waren die direkten Beschränkungen japanischer Exporte in die USA erst einmal wieder vom Tisch.
Aber Japan war sich auch bewusst, dass seine Sicherheit von den Amerikanern abhing und das Bündnis die Grundlage seines Wohlstandes war und ist. Führend und unschlagbar auf dem Weltmarkt ist die US-Landwirtschaft. Aber es gibt keinen anderen Markt, der so mit Emotionen und Staatseingriffen durchseucht ist, wie der Agrarmarkt. Um den Druck aus Washington zu senken, gab Japan auf dem Agrarmarkt nach und senkte die Zölle auf Agrarprodukte gegen Null, vor allem für Rindfleisch und Reis.
Das kam schon einer Revolution gleich, denn damals kostete das Kilogramm japanischen Rindfleisches 400 DM (200 €). Durch geschicktes Marketing schafften es die Japaner allerdings, US-Fleisch im Vergleich zu Japans Edelrindern als minderwertig zu verkaufen. So gibt es mittlerweile tausende von Steakhäusern in Japan mit den niedrigen US-Fleischpreisen, aber gleichzeitig kostet japanisches Kobe- oder Wakyu-Rindfleisch in der ganzen Welt immer noch 200 Euro pro Kilogramm und mehr, und es entwickelte sich sogar zu einem Exportschlager.
Das TTIP Paradox

Ausgerechnet auf dem Agrarmarktsektor, in dem nationale Emotionen mit den Interessen wichtiger Wähler zusammenstoßen, sind die US-Amerikaner konkurrenzfähig. Aber erinnern Sie sich noch? Als das TTIP-Abkommen, das eine allumfassende nordatlantische Handelszone schaffen sollte, in die entscheidende Phase eintrat, entdeckten die deutschen Weltverbesserer das Chlor-Hähnchen. Es wurde zum Symbol amerikanischer Rücksichtslosigkeit und Weltbeherrschungsabsichten hochstilisiert. Millionen Deutscher sahen sich schon vergiftet. Dazu sollte auch noch das Fleisch von mit Genmais gefütterten und Hormonen gezüchteten Kühe die hohen Standards der Europäer ersetzen dürfen.
Jetzt ist das Gejaule über den drohenden Handelskrieg, der von Trump ausgelöst wurde, zu hören, und das grenzt schon an massenhafte Schizophrenie. Wir haben zu viel Stahl in der Welt, und alle Staaten mit Überkapazität kippen ihre Produktion mit Vorliebe in den USA ab, weil diese immer noch einen offeneren Welthandel in ihrem Land zulassen als die meisten ihrer Kritiker. Aber wer hat denn mit allen nur erdenklichen Argumenten gegen ein Freihandelsabkommen mit den USA und selbst mit dem unverdächtigen Kanada (CETA) gekämpft, so als ob es um die Rettung der Welt ginge?
500 europäische Organisationen sammelten gegen TTIP Unterschriften. Allein die Liste der TTIP-Gegner in Deutschland ist ellenlang. Da finden sich alle Organisationen und Vereine, die irgendwie die Worte Ökologie, Bio, Landwirtschaft, genfrei, frackingfrei oder Ernährungsumerziehung – bis hin zur Slowfood-Vereinigung – in ihrer Zielsetzung führen. Welch eine lächerliche Arroganz verbirgt sich hinter der Vorstellung, die US-Regierung würde ihre Bevölkerung mit minderwertigen lebensgefährlichen Nahrungsmitteln abspeisen?
Seltsame Anti-TTIP Verbündete haben sich da zusammengefunden, deren Kompetenz eher fraglich ist. Auch die katholische Jugendorganisation BdkJ und die katholische Arbeiterbewegung KAB entdeckten den sündhaften Freihandel, aus welch auch immer fehlgesteuerten Gründen. Wenn dazu dann auch das „lebenswerte Korbach“ sich als Gegner von TTIP outete, wird die Lächerlichkeit dieser gefühlsgesteuerten und wirtschaftlich ahnungslosen Kampagne sichtbar. Korbach könnte schneller als gedacht erfahren, was die Handelskonflikte für die Stadt in Nordhessen bedeuten. Das größte Werk Korbachs ist eine Reifenfabrik, die zum Automobilzulieferer Schaeffler gehört. Sollte es zu Exportbeschränkungen von deutschen Autos kommen, dann können sich ja die Initiatoren des „lebenswerten Korbach“ für ihren Erfolg bei der Bekämpfung von TTIP feiern lassen. In Korbach werden dann höchstwahrscheinlich Arbeitsplätze wegfallen. Welch ein Sieg!
Das Verstörende an Donald Trump ist ja nicht sein Ziel, eine bessere, ausgeglichene Handelsbilanz für sein Land zu erreichen, sondern seine ungezielten Rundumschläge ohne Rücksicht auf Freund und Feind. China produziert zu viel Stahl in Anlagen, die mit staatlicher Unterstützung und undurchschaubaren Finanzen am Leben erhalten werden. Das ist ein Fall für die Welthandelsorganisation. Deutschland exportiert keinen Massenstahl in die USA, sondern Spezialqualitäten, die die US-Industrie braucht.
Für einen ARD-Film über die Bezahlung von Facharbeitern im Vergleich zwischen den USA, Japan und Deutschland drehten wir auch bei einem Schraubenfabrikanten in der Nähe von Chicago. Das Unternehmen war qualifizierter Zulieferer von Ford. Der Besitzer, ein ehemaliger Manager, erzählte, dass er selbstverständlich nur US-Stahl für seine Schrauben verwenden wollte. Dies musste er aber aufgeben. Die Qualität, die er ablieferte, wurde von Ford nicht akzeptiert. „Nur die Japaner und Deutschen können den Stahl liefern, den wir brauchen“, stellte er mit Bedauern fest. Und so geht es vielen US-Unternehmen. Es gibt Länder, die in gewissen Bereichen einfach Spitze sind, und deren Produkte werden durch Zölle nur teurer. Das wird Trump wohl bei seinem Ausflug in die Stahl- und Aluminiumbranche noch lernen.

Der Agrarwahnsinn
Will er wirklich die Handelsbilanz verändern, dann sollte er der amerikanischen Stärke in der Landwirtschaft zum Durchbruch verhelfen. Die Verleumdungskampagne mit den Chlorhähnchen, die Hysterie vor genveränderten Lebensmitteln und die hohen Zölle auf Rindfleisch sind ein Skandal, der den deutschen und europäischen Verbrauchern viel Geld kostet. Was soll ökologisch sein, wenn wir Getreide (Soja) einführen, was hier das Gleichgewicht des natürlichen Düngerkreislaufs aus der Balance bringt? Mit diesem Soja füttern wir dann Kühe, die zu viel Milch geben, ziehen Rinder auf, die nur mit hohen Subventionen verkäuflich sind, und diese Überproduktion verkaufen wir mit noch höheren Subventionen ins Ausland. Die weltweiten Agrarsubventionen ziehen eine verheerende Spur der Verwüstung durch sämtliche Länder der Welt (Ausnahme Neuseeland). Wir Europäer sind da besonders aktiv und deswegen auch besonders verwundbar, denn wir treffen mit unserer widersprüchlichen Agrarpolitik besonders die unterentwickelten Staaten, für die dieser national begründete Schwachsinn oft lebensgefährlich ist.
Zur Erinnerung – etwa 40 Prozdent der bäuerlichen oder landwirtschaftlichen Konzerneinkommen in Deutschland sind Subventionen, also bezahlt von unseren Steuern. Wenn die Chinesen als Antwort auf Trumps Strafzölle die US-Landwirtschaft treffen wollen, dann wird es nicht lange dauern, und der Handelskrieg wird sich auf den Agrarmarkt verlagern. Für diese Auseinandersetzung hat Europa dann ganz schlechte Karten. Auf der anderen Seite des Atlantiks ist Trump nämlich auf die ländlich geprägten Bundesstaaten angewiesen. Das sind seine Wähler.
Es gibt noch einen zweiten Aspekt für Trumps Anklage wegen der unfairen Handelsbedingungen, so, wie er sie sieht. Immerhin verzeichnen die US-Amerikaner ein Defizit im Handel mit Gütern von 810 Milliarden Dollar und ein Plus bei Dienstleistungen von 244 Milliarden Dollar. Immerhin bleibt somit noch die gigantische Lücke von 566 Milliarden Dollar. Zwar sind darin allein im Handel mit China 375 Milliarden Dollar vorhanden, aber auch Deutschland hat ein Plus von 50,5 Milliarden Dollar (alle Zahlen von 2017). Auf der einen Seite haben wir Deutsche einen weltweiten Handelsbilanzüberschuss von 248,9 Milliarden Dollar, auf der anderen Seite geben wir nur 1,24 Prozent (37 Milliarden Euro 2018) unseres Bruttosozialproduktes für die Verteidigung aus. Die USA dagegen 3,57 Prozent, das sind rund 600 Milliarden Dollar, also mehr als unser gesamter Bundeshaushalt 2018 mit 341 Milliarden Euro.
Deutschlands Lebenslügen

Bei diesem Ungleichgewicht zwischen den beiden Staaten muss der amerikanische Präsident nicht unbedingt Donald Trump heißen, um den Deutschen ein paar unfreundliche Worte zu sagen. Die Erhöhung auf 2 Prozent unseres Bruttosozialproduktes für die Verteidigung ist auch keine Erfindung eines kriegslüsternen Amerikaners. Diese 2 Prozent hat unsere Kanzlerin auf einem Treffen der NATO-Mitglieder in Wales selbst zugesagt. Nun können vor allem linke und grüne Politiker der Auffassung sein, dass Deutschland keine funktionierende Bundeswehr braucht, wir die Auslandseinsätze alle beenden und die Militärausgaben nicht oder nur gering erhöhen. Dann gehört es sich, dass wir, also Deutschland, offiziell erklärt, dass es die Selbstverpflichtung der 2 Prozent kündigt und dass unser Gottvertrauen stark genug ist, dass wir auch keine anderen Schutzmächte brauchen.
Mit solch klaren Aussagen wüssten die Amerikaner dann wenigstens, wo sie dran sind mit ihrem ehemaligen Schützling. Sie könnten dann entscheiden, ob sie ihre Sicherheitsgarantie für Deutschland aufgeben, ihre Truppen samt der Atomwaffen zurück holen und damit viele Milliarden sparen. Sie könnten aber auch sagen: Egal, was die deutsche Regierung macht, wir bleiben aus Gründen der eigenen Sicherheit in Deutschland und bezahlen diese Sicherheit mit unseren Militärausgaben. In allen anderen Fragen, zum Beispiel des Handels, der Finanzen und des kulturellen Austauschs verliert Deutschland alle Privilegien. Vor allem über die Handelsbeziehungen werden wir uns dann schadlos halten.
Trump verknüpft den deutschen Handelsbilanzüberschuss mit der deutschen Zurückhaltung bei den Militärausgaben. Das haben zwar auch andere Washingtoner Regierungen gemacht, zum Beispiel, wenn es um die Stationierungskosten ging, oder noch brutaler, als Deutschland für den ersten Irakkrieg zahlen musste, weil es sich nicht am Militäreinsatz beteiligt hatte. Auch wenn das nicht offiziell zugegeben wird: Diese Summe war dafür verantwortlich, dass der Mehrwertsteuersatz um 3 Prozent angehoben wurde und nicht, was fälschlicherweise behauptet wird, die deutsche Einheit.
Deutschland sucht die Opferrolle

In der Berichterstattung, vor allem in den öffentlich-rechtlichen Taktgebern, klingt so eine weinerliche Tendenz durch, dass wir Deutschen doch zu Unrecht von Trump wegen unserer Überschüsse beschimpft werden. Und es klingt auch so eine Art Hochmut durch: Diese Erfolgsbilanz sei halt auch das Ergebnis deutscher Tüchtigkeit. Nein wir Deutsche sind nicht ein Opfer von Trump. Der bleibt für mich zwar ein Kotzbrocken, aber er spricht, wenn auch erratisch vorgetragen, an, was andere in Hinterzimmern aushandeln oder verdrängen wollen.
Wie heißt es so schön: Man muss sich ehrlich machen, um ehrliche Ergebnisse zu erzielen. Zur deutschen Ehrlichkeit gehört: Unser Handelsbilanzüberschuss ist auch möglich, weil wie es schon in den 1960er Jahren mit einem völlig falschen Wechselkurs leicht hatten, Konkurrenten auszustechen und dass wir schon wieder Erfolge mit einem unterbewerteten Währung feiern. Zu Ehrlichkeit gehört, dass die EU, die in diesem Fall federführend ist, höhere Zölle verlangt als die US-Amerikaner. Es gehört zur Ehrlichkeit, dass wir die absoluten Maurer sind, wenn es um den Agrarmarkt geht und es gehört dazu, dass die Interessen der europäischen Staaten untereinander es fast unmöglich machen, noch gemeinsame Handelsverträge mit Substanz zu beschließen.
Jenseits des Handels müssen wir Deutsche uns auch zugestehen, dass wir international zwar Maulhelden sind, eine hohe moralische Aura verstrahlen, aber keinerlei Kompetenz haben, ernsthaft die militärischen Auseinandersetzungen zu beeinflussen – weder mit Waffen, noch mit anderen Mitteln. Wir müssen akzeptieren, dass die Kämpfe gegen TTIP und CETA von einer tief neurotischen Gesellschaft geführt werden.
Oder wie soll einem logisch denkenden Erdenbürger erklärt werden, dass das Land mit dem höchsten Handelsüberschuss pro Kopf in der Welt, dessen Wohlstand auf diesen Handelsmöglichkeiten beruht, dass sich in diesem Land von Bauern bis Arbeitern, von Pfarrern bis Professoren so ziemlich alles gegen ein allumfassendes Handelsabkommen wehrt? Und völlig verrückt wird es, wenn sich jetzt dasselbe Volk von einem amerikanischen Präsidenten bedroht fühlt, weil dieser seinerseits das Handelsabkommen aufgegeben hat, was sie alle so nicht haben wollten. Wenn es sich nicht um ein Massenphänomen handeln würde, würde ich als Resümee feststellen: Wer sich so benimmt, muss schnell auf die Couch zur Therapie.

Quelle: "Trumps-Wahnwitz-Deutscchland 1+2"

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