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"Herrenmensch"

"Herrenmensch"

06.06.2018 21:24

Unsere Nachbarin sagt, dass »jetzt alles anders wird« in Deutschland. Und das sei auch gut so. Viel mehr Vielfalt, und ein frischer Wind. Die vielen Flüchtlinge, sagt sie, »sind jetzt schon fast alle integriert.« Sie ist froh darüber, denn die Kanzlerin »hatte eben doch recht recht«, auch wenn sie aus Bayern ständig Ärger bekäme. Die Deutschen, findet unsere Nachbarin, »haben ja schon immer viel Power gehabt«, aber zu viel sei eben auch nicht gut. Sonst kämen sie wieder auf »dumme Gedanken«.
Herrenausstatter wird »so schön orientalisch«
Unsere Nachbarin hatte neulich bei unserem Herrenausstatter im Einkaufszentrum den Herrn Schmidt nicht wiedergefunden. Der war über zwanzig Jahre lang der Chef gewesen und wusste alle Konfektionsgrößen ihres Mannes und der Söhne auswendig. Schließlich sagte man ihr, Herr Schmidt arbeite nicht mehr dort. Dafür stellte man ihr einen neuen, sehr netten, türkischen Filialleiter vor. Unsere Nachbarin war sofort begeistert, weil die Familie des Mannes aus der Nähe von Antalya kommt, welch ein schöner Zufall. Denn da kennt sich unsere Nachbarin aus, schließlich war sie schon zweimal dort im Urlaub gewesen.
Der neue Filialleiter hatte auch gleich ein paar junge Männer eingestellt, »alles Flüchtlinge«, nicht nur aus der Türkei, sondern auch aus Syrien und dem Irak, sagt unsere Nachbarin. Einige von ihnen sollen sogar eine Ausbildung machen. »Das ganze Geschäft ist jetzt irgendwie ganz anders geworden«, sagt sie. Viel lebhafter alles, etwas lauter als sonst, und so »so schön orientalisch. Nicht mehr so langweilig und etepetete. Halt Leben in der Bude!«
Blonde Haare nicht so füllig
Unsere Nachbarin kennt sich in den Sozialstrukturen unserer Gesellschaft ziemlich gut aus. So hatte sie erst kürzlich erzählt, dass es in unserem Stadtteil keinen Frisör mehr gebe, der noch deutsche Azubis hätte, nur türkische und arabische. »Das gibt eine ganz neue Haar-und Bartkultur für uns«, freut sich unsere Nachbarin. Nur mit ihren dünnen, blonden Haaren kämen diese Leute noch nicht klar: »Zu fisselig, da hält leider keine Frisur.« Sie sagt, nicht mehr lange, und dann gebe es gar keine blonden Haare mehr. Weil dann alle dunkel wären. »Eine viel bessere Haarstruktur, viel dicker.« (von Eva Herman)
"Mut ist nicht die Abwesenheit der Angst, sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt, das wichtiger ist als die Angst." (Ambrose Redmoon)
(rjhCD6149)


Das Ende der Herrenmenschen
Wir sollten jetzt auf Mettbrötchen verzichten
Na, ja, so schlimm wäre das nun auch wieder nicht mit den vielen Flüchtlingen, gerade hier in Deutschland, »wo man sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert« hätte. Unsere Nachbarin hatte auch gelesen, dass »Deutschland ohne die vielen Kriegsflüchtlinge schon bald ausgestorben wäre«. Sie findet, dass man viel zu selten spricht über die Vorteile der Flüchtlinge, eben zum Beispiel, »dass sie Deutschlands Wirtschaft stärken und uns vor dem Aussterben retten«.
Neulich aber, als sie bei dem neuen, großen Back-Shop war, wo es die leckeren, belegten Brötchen gibt, da wurde sie doch nachdenklich. Seit Kurzem arbeiten dort zwei junge, muslimische Mädchen mit Kopftuch. Sie müssen das Geschirr abräumen und dürfen nur Kaffee kochen, sonst nichts. Im Verkauf können sie nicht arbeiten, weil sie »keine Salami und Mettbrötchen anfassen dürfen«. Wegen der Religion. »So was ungerechtes.« Unsere Nachbarin spricht in diesem Fall von »echter Diskriminierung«, und findet, dass man hier »nach Jahrhunderten voll Schweinemett ja mal endlich darauf verzichten kann«. Und die Salami nur noch vom Lamm oder Rind essen sollte. Das sei alles sowieso viel gesünder.
»Ära der weißen Herrenmenschen geht zu Ende«
Als ich unserer Frau Nachbarin einmal sagte, dass von den vielen »Flüchtlingen« nur wenige »echte Flüchtlinge« ins Land gekommen seien, da wischte sie diese Bemerkung schnell weg und schaute mich ganz streng an. So etwas wolle sie nicht noch einmal hören, denn unser Land sei so reich, dass wir alle Menschen, auch Millionen, die kämen, unterstützen sollten: »Die Welt ist doch wirklich schon ungerecht genug, oder!«

Unsere Nachbarin interessiert sich sehr für Politik. Als der pensionierte Deutschlehrer von oben aus dem Dachgeschoss neulich beklagte, dass Studenten der Londoner School of Oriental and African Studies jetzt forderten, weißhäutige Philosophen weitestgehend aus dem Lehrplan zu entfernen, um die afrikanische und asiatische Kultur herauszustellen, wurde sie ihm gegenüber ganz schön energisch.
Jetzt sei endlich mal Schluss »mit dem ewigen Gejammere«. Denn nun sei die Zeit der Wahrheit gekommen, und die »Ära der weißen Herrenmenschen geht damit zu Ende!« Das hatte unsere Nachbarin neulich in einer Fernseh-Doku gesehen, und es spreche ihr voll aus dem Herzen.
Diese »Tatsache« sollten wir endlich kapieren.

Quelle: "echte Flüchtlinge"
Mit Mut zum Profil
Er überrascht. Er ärgert. Er macht Mut. Es kommt auf den jeweiligen eigenen Standpunkt an. Rainer Maria Woelki irritiert nun jene, die einst Kritik an ihm für böse hielten – und nun selbst Kritik üben. Doch der Kölner Kardinal zeigt seit einiger Zeit mit für viele beeindruckender Konsequenz, daß er sehr wohl ein Profil hat, und zwar ein sehr katholisches. Manche nennen das konservativ. Als sei das dasselbe. Katholisch. Also ein für einen Purpurträger ganz normales und logisches Profil.
Einst fiel er auf mit einem Schlepperboot als Altar, mit populistischen Attacken gegen eine Partei und deren Volksnähe, ließ giftgrün #gutmensch auf öffentliche Papierkörbe sprayen. Nun rätseln manche, woran es wohl liegen könnte, daß derselbe mit theologischer Geradlinigkeit auffällt. Hobbypsychologen beobachten eine neue Freiheit und ein Zu-sich-selbst-kommen des Metropoliten seit dem Tod des für ihn stets wichtigen und ihn fördernden „Übervaters“ Joachim Kardinal Meisner.

Andere, die in einen ihnen passend zu sein scheinenden politisch korrekten Erzbischof verliebt waren und endlich einen anderen Weg für das wichtige Erzbistum auszumachen schienen als unter dem ach so „konservativen“ Vorgänger Meisner, der mit seinem unbedingten und mutigen Ja zum Lebensrecht eines jeden Menschen und theologischer Entschiedenheit aneckte, sind entsetzt.
Lichtvoll und unabhängig katholisch

Nun ist Woelki, der seinen eigenen Weg vielleicht auch im Absetzen von seinem Mentor zu suchen schien, in wesentlichen Fragen ebenfalls klar und mutig. Seine Aussagen zum Lebensschutz lassen keinen Zweifel zu. Woelki ist bekennender Lebensschützer. Und seine Verteidigung der heiligsten Eucharistie, dem Kern des katholischen Glaubens und der Kirche, sind ebenso lichtvoll wie unabhängig katholisch. Auch Kritiker seiner (früheren) tagespolitischen Irritationen müssen ihm heute aufrichtig Abbitte leisten. Das gebietet schon allein die Fairness. Woelki ist (inzwischen) mehr.
Die Profilsuche, die ja jedem Menschen zusteht, wie auch die berechtigte Notwendigkeit, die eigene Handschrift zu suchen und zu finden, ist zu einem beeindruckenden Ergebnis gekommen. Im sogenannten Kommunionstreit bot er dem Kardinalsmitbruder aus München die Stirn, ließ sich von einem Mehrheitsbeschluß der Bischofskonferenz aus Gründen der Wahrheitsverpflichtung nicht irritieren.
Er wandte sich – zusammen mit einigen anderen Bischöfen – an Rom und bat um Klärung. Jetzt bekam er von oberster Stelle Recht. Ein Brief aus dem Vatikan „überraschte“ Kardinal Marx, und er bestätigte den Kölner Kardinal. Das Gespräch mit Franziskus, das Woelki suchte, scheint diesen auch von der theologischen Logik beeindruckt zu haben. Schließlich geht es bei der Kernfrage des Katholischen nicht nur um den Blick auf die Protestanten, sondern auch um das ökumenische Miteinander mit der Orthodoxen Weltkirche.
Woelki will wohl keinen Zweifel aufkommen lassen, daß es einem Bischof heute um Wesentliches gehen muß – und darum, die Wahrheit notfalls auch gegen Mehrheiten einer austauschorientierten Konferenz zu verkünden – sei es gelegen oder ungelegen. Zumal dann, wenn – im Unterschied zur apostolischen Hirtenverantwortung des einzelnen Bischofs in Gemeinschaft mit der Universalkirche – die medienwirksame Konferenz theologisch ein Nullum, ein im geistlichen Aufbau der Kirche nicht vorgesehenes Element ist und keinesfalls über der theologischen Verantwortung des Episkopus in seiner Diözese stehen kann.
Anvertrauten Mut und Hilfe geben

Die katholische Kirche ist eben keine Konferenzgemeinschaft, sondern hierarchisch strukturiert und hat sich am Auftrag des Gottessohnes zu orientieren. Und dieser Auftrag ist klar und deutlich. Gestern, heute und morgen. Dazu gehören unerschrockene Hirten, die sich nicht vom auswechselbaren Zeitgeist irritieren lassen und den ihnen Anvertrauten Mut und Hilfe geben wollen und können.
Ein Bischof muß und sollte zum Beispiel noch wissen, daß das Allerheiligste, also das Sakrament des Altares, die Eucharistie, letztlich DER Allerheiligste ist, der nach katholischem Verständnis nicht nur symbolisch, sondern ganz real gegenwärtig ist. Da muß die Kirche absolut sicherer und standfester, verläßlicher Treuhänder sein. Woelki sprach an Fronleichnam, also dem Hochfest, an dem die katholische Kirche genau diese Wahrheit feiert und öffentlich verkündet, folgerichtig dramatisch davon, daß es hier um Leben und Tod geht.
Kritiker sind auch Menschen
Tatsächlich ist die Kommunion weder Eigentum des Bischofs oder der Kirche noch Mittel zum Zweck der Einheit. Sie ist vielmehr Ausdruck der vorhandenen Einheit derer, die daran glauben – und damit katholisch sind, sprich: den katholischen Glauben bekennen. Gewiß, manchen fällt es, um auf das neuerliche Augenreiben im Blick auf den Kölner Kardinal zurückzukommen, nicht gerade leicht, Fortschritte und weitere Profilierungen zu respektieren. Aber auch Kardinäle sind Menschen, die Respekt verdienen. Und Christen sollten stets bereit sein zur (Selbst)Korrektur und zum Erkenntniszuwachs. Auch im Miteinander, wozu Vergebungsbitte ebenso gehört wie Vergebung.
Das jetzt erkennbare theologische Profil des Kölner Purpurträgers macht vielen Mut und öffnet Horizonte der Hoffnung. Die Kirche, das zeigt der Kölner unerschrocken, ist Anwältin der geoffenbarten Wahrheit, also mehr als eine Gutmensch-Jesus-NGO. Daß dieser innere Kompaß und dieses Koordinatensystem in einer wahrheitsphoben Zeit, die auch in die Kirche selbst hineinwirkt und Spuren hinterläßt, nicht nur Applaus bekommen, weiß auch ein Rainer Maria Woelki.

US-Außenministerium stellt sich hinter Grenell
WASHINGTON. Das US-Außenministerium hat sich hinter seinen in die Kritik geratenen Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, gestellt. „Botschafter haben ein Recht, ihre Meinung zu äußern“, verteidigte ihn Sprecherin Heather Nauert. Auch Diplomaten müßten ihre Meinung frei äußern dürfen. „Manchmal sind es Ansichten, die die Leute vielleicht mögen oder nicht mögen.“
Grenell hatte im Gespräch mit der Nachrichtenplattform Breitbart bekundet, er wolle „Konservative in ganz Europa stärken“. Konservative Politikansätze seien im Kommen, „wegen der gescheiterten Politik der Linken“. Die Wahl von Donald Trump habe „Menschen befähigt, zu sagen, daß sie es nicht zulassen können, wenn die politische Klasse vor einer Wahl entscheidet, wer gewinnt und wer antreten sollte“.
Kritik an George Soros

Auch am Zustand der Bundeswehr äußerte Grenell in dem Interview Kritik. „Die deutsche militärische Führung weiß, daß die Einsatzbereitschaft ein großes Problem ist“, sagte er. Es gebe keine funktionierenden U-Boote, ihr militärisches Gerät sei nicht einsatzfähig. Wer erfolgreiche Diplomatie betreiben wolle, benötige dafür ein glaubwürdiges militärisches Drohpotential.
Über die Projekte des amerikanischen Investors George Soros meinte Grenell: „Ich denke, sie sind auf die Eliten hin ausgerichtet, nicht auf die schweigende Mehrheit.“ Man werde hart daran arbeiten, Politikansätze zu formulieren, die seinen entgegenstünden.
Zahlreiche Politiker hatten Grenell für seine Interviewaussagen scharf kritisiert. Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hatte seine Ausweisung gefordert. Der ehemalige SPD-Chef Martin Schulz verglich ihn mit einem rechtsextremen Kolonialoffizier.
(tb)
Quelle: "Kirche-Migration"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 06.06.2018 21:24:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 06.06.2018 22:15
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