Suche Rezepte für Hausmannskost, aus Ur- und Omas Küche
"JUSTITIA"

"JUSTITIA"

06.07.2018 20:18

Zugegeben, das „- ist zum Kotzen…“ oben im Titel stammt von mir. Das konnte ich mir nicht verkneifen hinten dran zu setzen, weil es einfach so ist. Der Text davor ist der Betreff eines Briefes vom „Diplomaten“ an den Vorsitzenden des Deutschen Richterbunds (DRB), Jens Gnisa.
Anlass für dieses Schreiben war der Besuch eines Vortrages von Jens Gnisa zu seinem aktuellen Buch „Das Ende der Gerechtigkeit“ in der Volkshochschule Konstanz/Stockach am 9. Mai 2018. Der Titel hörte sich gut an und der Vortrag schien spannend zu werden. Endlich mal ein Richter, der aufsteht und den Rechtsstaat beklagt.
Doch war es ein und derselbe Mann, der dieses Buch geschrieben hat? Wohl eher nicht. Denn seine absolut inkompetenten Aussagen lassen darauf schließen, dass jemand anderer, mit etwas (viel) mehr Ahnung, dieses Buch für ihn geschrieben und einfach nur seinen Namen darunter gesetzt hat. Höchstwahrscheinlich hat er es nicht einmal selbst gelesen oder seine Persönlichkeit ist gespalten.
Und, nein, ich habe dieses Buch nicht gelesen, das werde ich auch nicht tun – reine Zeitverschwendung. Mir hat die Buchbeschreibung auf Amazon schon gereicht, um zu erkennen, dass der Inhalt des Buches (lt. Beschreibung) und die Aussagen des Trägers dieser Person in keinster Weise übereinstimmen. Ich finde es eine Frechheit, wie sie die Leute verarschen.
Naja, egal, auf jeden Fall sind ein paar Freunde zu diesem Vortrag gegangen, mit dem Vorsatz sich mit dem Träger dieser Person zu unterhalten. Sie gingen davon aus, dass es sich hierbei um jemanden handelt, der für die Gerechtigkeit einsteht und sie wieder, innerhalb der Justiz zumindest, durchsetzen möchte.
"Wer behauptet, man braucht keine Privatsphäre, weil man nichts zu verbergen hat, kann gleich sagen man braucht keine Redefreiheit weil man selbst nichts zu sagen hat." (Edward Snowden)
„Das System entlarvt sich selbst. Persönlich sage ich nichts und behaupte nichts…“(rjh)
(rjhCD6149)


Das ENDE der GERECHTIGKEIT ist schon längst eingetreten

Brief an Jens Gnisa: Das Verhalten von Ihnen, Ihren „Kollegen“ und der deutschen „Justiz“ – ist zum Kotzen…
Aber… Pustekuchen! Nichts dergleichen trafen sie an. Zunächst einmal waren außer meinen Freunden, ein paar Systemkriechern von der Presse und dem Weib, welches die Räume aufgeschlossen hatte, niemand anwesend. Hat wohl keinen so richtig interessiert.
Macht nichts, gut für meine Freunde, so genossen sie die volle Aufmerksamkeit. Sehr zum Leid von Jens Gnisa. Nach seinem, nicht nennenswerten, Vortrag, wurden ihm Fragen gestellt bzw. wollten sich meine Freunde mit ihm unterhalten. Doch leider war er nicht darauf vorbereitet, für diese Begegnung mit der, für ihn, dritten Art und so geschah es, dass er nur unsinniges Zeug von sich gab. Zwei Welten begegneten sich…
Ach so, noch kurz etwas zur Person Jens Gnisa, Vorsitzender des Deutschen Richterbunds: Er ist Mitglied der CDU und war Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Horn-Bad Meinberg sowie Mitglied des Bundesparteigerichts der CDU. So viel zur Neutralität der Justiz.
Er gehört einer Partei an, die seit Jahren zielführend zur Vernichtung des Deutschen Volkes beiträgt und diese vorantreibt. So wie ganz viele andere Richter übrigens auch. Die CDU scheint eine wahre Richterkloake zu sein, also ein Abzugskanal für z. B. Exkremente, die über den Enddarm in die CDU, äh sorry, in den After geleitet werden.
Ich kenne da noch so einen Psychopathen, der Mitglied der CDU ist und jetzt im Bundestag sitzt. Der war auch Richter – ein ganz übler sogar. Und so was kontrolliert ein ganzes Volk? Ein Haufen Psychopathen? Ich glaube manchmal echt, ich bin auf dem falschen Planeten, auf dem Planet der Affen vielleicht!?
Ok, ich hör jetzt auf. Sonst wird es für manche wieder zu lang. Kommen wir zum Schreiben:
Es wurde im Privaten versendet, allerdings mit der Ankündigung, dass es nach abgelaufener Frist in die Öffentlichkeit geht, was wir hiermit tun.

(Inhalt des Schreibens - Original liegt vor)
Jens Gnisa in seiner Eigenschaft als
Vorsitzender des Deutschen Richterbundes
Gerichtsstraße 6
DE-33602 Bielefeld
GERMANY/DELAWARE
Das Verhalten von Ihnen, Ihren „Kollegen“ und der deutschen „Justiz“
Sehr geehrter Jens Gnisa,
unser ad interim Missionsleiter *** hat unser Büro beauftragt Sie zu kontaktieren, denn es müssen Entscheidungen getroffen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die sog. Justiz auf deutschem Boden haben könnten.
Leider hat an Ihrem Vortragsabend in Stockach kein Gespräch mit unserm ad interim Missionsleiter stattgefunden – „…juristische Personen, natürliche Personen, Menschen ist doch alles das Gleiche“ –. Sie empfahlen ihm schriftlich wegen eines Termins anzufragen. Es besteht von unserer Seite in unserer Eigenschaft als Aufsichtsbehörde der UN und des Department of the Treasury / IRS kein Bedarf an einer diesbezüglichen Anfrage.
Es ist für uns irrelevant, ob BERLIN den OITC anerkennt oder nicht. Die Frage ist, erkennt der OITC GERMANY Ihre illegale Bundesregierung an. Oder gelten Ihr Grundgesetz und die Bundesverfassungsgerichtsentscheidungen etwa auch nicht mehr?

– Sie und Ihre Kollegen ignorieren aktuell die von unserem ad interim Missionsleiter in die Wege geleitete Klage am High Court of England and Wales.
– Sie und Ihre Kollegen bestreiten die Befugnis und die Zuständigkeit dieses Gerichtes.
– Sie und Ihre Kollegen ignorieren den US-amerikanischen Generalstaatsanwalt, INTERPOL und internationale UN-Verträge.
– Sie und Ihre Kollegen ignorieren demnächst wahrscheinlich auch noch USAG Einsätze auf deutschem Boden.Das ist alles Ihre Entscheidung und die Entscheidung Ihrer Kollegen, für die Sie und Ihre Kollegen in absehbarer Zeit persönlich und privat in die Haftung genommen werden müssen. Denn diese Form der Mandatsübernahme ist nicht durch Ihre Verträge abgesichert. Ihre Handlungen und die Handlungen Ihrer Kollegen müssen nach aktuellem Wissenstand als ultra-vires Handlungen eingestuft werden

Bitte bestätigen Sie, daß Sie und Ihre Kollegen NICHT den juristischen Weg zur Klärung strittiger Rechtsfragen vorziehen möchten und keine unabhängige hochrichterliche Entscheidung respektieren werden. Anstelle dessen scheinen Sie und Ihre Kollegen die normative Kraft des Faktischen gegenüber Schutzbefohlenen zu bevorzugen.
Es gibt andere Wege, die aber für Ihre „rechtsstaatlichen“ Organisationen, die betriebswirtschaftlichen Zwängen unterliegen – also den sog. Amtsgerichten –, erheblich mehr Unannehmlichkeiten bereiten könnten. Diese Wege wurden aus diplomatischen Gründen bisher nicht beschritten. Dies bedeutet nicht, daß diese Wege nicht existieren.Bitte informieren Sie sich doch über die Formulare f14039 und f13909 (Schottland). Vielleicht hilft dies bei der Entscheidungsfindung bezüglich Menschen (im landläufigen Sinne), denen jegliches rechtliches Gehör entzogen wurde. Eine großflächige Aufklärung bezüglich der rechtlichen Möglichkeiten könnte durchaus zu einer großflächigen Wiederherstellung von Rechtssicherheit führen. Denken Sie nicht auch? Oder haben Sie und Ihre Kollegen etwa kein f1040 und f1096 eingereicht? Also haben Sie kein Konto unter der Haftung der natürlichen Person eröffnet? Vielleicht wollte der alleinig Verfügungsberechtigte der natürlichen Person auch gar kein Konto haben.
Kennen Sie das Formular f3949-A?Es gibt noch mehr Ansätze kommerzieller Natur, die eher als Notlösung zu betrachten wären. Da Sie und Ihre Kollegen aber eine sehr bedenklich einzustufende Rechtssauffassung – nach unserer Rechtsauffassung – Plünderung unter Kriegsrecht (unter Waffen) durchsetzen, bitten wir Sie und Ihre Kollegen, im Namen einer zivilisierten Auseinandersetzung um eine Überprüfung Ihrer Rechtsauffassung ohne exekutive Unterstützung zur Wiederherstellung von Rechtssicherheit auf deutschem Boden.
Es sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, daß sämtliche Versuche der bundesrepublikanischen Justiz, rechtliches Gehör zu unterdrücken, dokumentiert werden. Eine strafrechtliche Verfolgung versteht sich von selbst – zum gegebenen Zeitpunkt. Ihre Personen sind vielleicht gegenüber der Gesetzgebung auf deutschem Boden immun, nicht aber gegenüber der Entität, die Ihre Verträge verwaltet. Und diese haftet nicht für Vertragsbrüche von Ihnen und Ihren Kollegen. Sie dürfen diesen Vorgang auch gerne – wenn es Ihnen Beruhigung verschafft – Staatshaftung nennen.
Es geht nicht um Recht oder Unrecht. Es geht darum, wie viel individuelle Rechtsauffassungen Sie und Ihre Kollegen sich leisten können.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Sie dürfen selbstverständlich auch weiterhin die equality of arms verletzen. Aber unter Ihrer eigenen Haftung bitte.Falls Sie mit den Inhalten dieses Schreibens nicht vertraut sein sollten, so gibt es sicherlich in den Ihnen übergeordneten Ebenen Personen, die Sie in der Entscheidungsfindung unterstützen.
Vielen Dank für Ihre freundlichen Bemühungen mit der Bitte um eine schriftliche Rückmeldung/Stellungnahme innerhalb von 5 Arbeitstagen. Nach Ablauf dieser Frist behalten wir uns das Recht der Veröffentlichung dieses Schreibens vor, so daß öffentlich dokumentiert ist, daß wir alles getan haben um eine Heilung im Öffentlichen versichert herbeizuführen.
Vielleicht ist die Vernunft im Land der Dichter und Denker doch noch nicht ganz verloren gegangen.

Hochachtungsvoll

Quelle: "deutsche Justiz"
Nur eine offensive Einwanderungspolitik sichert Deutschlands Wirtschaft

Es war eine klassische Sandwich-Kritik, die der Internationale Währungsfonds (IWF) am gestrigen Donnerstag vorlegte. Zwischen zwei Scheiben laffem Lob war deftige Kritik an Berlin verpackt. Im 92-seitigen Länderbericht breitete der IWF aus, was das immer wieder auch in den Bundespressekonferenzen mit Verve gemalte Bild, eines belastbaren Wirtschaftsstandorts in der Mitte Europas arg ins Wanken bringen.

„Die Risiken für den Ausblick neigen sich zum Negativen“, heißt es in der Pressemitteilung. Nicht nur Trump, Brexit und Euro-Krise stellten Gefahren dar. Es geht dem Währungsfonds in seiner Kritik vor allem auch um Kernkomponenten des deutschen Wirtschaftsmotors. Zu den hausgemachten Problemen zählen beispielsweise die sinkenden Investitionen privater Akteure, die steigenden Immobilienpreise und die demographische Entwicklung.
Drei Punkte sprechen gegen Deutschland
Die deutsche Wirtschaft verdeutlicht ihre Skepsis, indem sie sich mit Investitionen zurückhält. In den 1990er Jahren lagen die privaten Investitionen noch bei rund dreizehn Prozent der Wirtschaftsleistung. Inzwischen sind sie auf elf Prozent gesunken. Und bereits diese zwei Prozentpunkte Unterschied machen große Summen aus. Jeder Euro, der von der heute finanzstarken Generation nicht investiert wird, bedeutet ein Vielfaches verpasster Chancen und Möglichkeiten für Kinder und Enkel in der Zukunft.

Ein weiteres Feld auf dem die Politik in den letzten Jahren viel Schaden angerichtet hat, ist der Immobilienmarkt. Die Mietpreisbremse hat weniger den Mietpries, als den Bau neuer Wohnungen ausgebremst. Auf der anderen Seite stiegen die Löhne, Migranten zogen zu und die niedrigen Zinsen trieben die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in die Höhe. „Hauspreise in München, Hamburg und Frankfurt sind viel schneller gestiegen als in anderen EU-Städten“, stellte der IWF fest. Deshalb fordert er von der Bundesregierung, nun endlich die Hürden für den Neubau von Häusern zu reduzieren. Die Abschaffung der Mietpreisbremse muß der erste Schritt sein.
Doch Deutschlands größte Herausforderung sei es, so der IWF, „das Wachstumspotenzial langfristig zu erhöhen“. Seine Ökonomen haben errechnet, daß das Angebot an Arbeitskräften in Deutschland ab dem Jahr 2020 deutlich sinken werde – und dies trotz der einberechneten Zuwanderung. Zwar könne Deutschland, dank einiger Rücklagen im öffentlichen wie privaten Bereich, die Kosten dieser demographischen Abwärtsspirale für einen gewissen Zeitraum auffangen, doch das steigende Alter des durchschnittlichen Bundesbürgers bedinge eine schwächere Steigerung, wenn nicht sogar Schrumpfung der allgemeinen Produktitivät. Vor allem der Dienstleistungssektor sei hier betroffen.
Entweder Länger Arbeiten, oder mehr Einwanderung
Der Lösungsvorschlag des IWF: Renteneintrittsalter hoch – die Deutschen sollen länger arbeiten. Bereits im Mai hatte Julie Kozack, die Leiterin der IWF-Delegation in Berlin, dies offen gefordert. Entscheidend sei das Alter, in dem Menschen tatsächlich in Rente gehen.
Naheliegender ist hier jedoch, das demographische Problem mit einer zielgerichteten Zuwanderungspolitik zu bearbeiten. Deutschland und Europa brauchen, mit Blick auf den nicht zu übersehenden Migrationsdruck aus Afrika, endlich eine belastbare Migrationssteuerung. Eine defensiv orientierte Festung Europa wird der neuen Völkerwanderung nicht lange standhalten können. Die Folgen ihres Zusammenbruchs wären fatal.
Ohne eine offensive Herangehensweise – ohne eine Förderung qualifizierter Einwanderung – ist das absehbare Mißverhältnis zwischen gealterten „Bio-Deutschen“ und jungen Migranten nicht zu bewältigen. In Afrika leben schon heute mehr als 1,2 Milliarden Menschen. Bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl wenigstens verdoppeln. Dann wird der Anteil der Afrikaner an der Weltbevölkerung bei über 20 Prozent liegen. Die Europäer werden dann nur noch rund fünf Prozent der Weltbevölkerung stellen. Auf dem afrikanischen Kontinent sind schon heute die Hälfte aller Menschen jünger als 18 Jahre.
Ein Migrationsgesetz muß her
Diese jungen Menschen sind es, die aufgrund der heimischen Perspektivlosigkeit der afrikanischen Ökonomien gen Europa drängen. Weltweit hat vor Jahren bereits ein „War for Foreign Talents“ begonnen. Vorbild für Deutschland können hier durchaus auch die Vereinigten Staaten sein, wo heute zwei Drittel der Leistungsträger schon einen Migrationshintergrund aufweisen.
Kanada hat auch während der Finanzkrise weiter auf qualifizierte Einwanderung gesetzt. Talente aus dem Ausland wurden hier zur kritischen Masse für Innovationen und schufen die Grundlage für neue Arbeitsplätze und neues Wachstum.
Nicht zuletzt der Wirtschaftsstandort Deutschland hängt davon ab, ob ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem oder australischem Vorbild endlich auf den Weg gebracht wird. Mit Arbeitsverboten und Sozialtransfers für eine steigende Zahl junger, arbeitsfähiger Migranten ist dieses Problem in keinem Fall zu lösen.

Bretonische Skizzen II – Ernest Renan

(Die Kathedrale des Heiligen Tugdual /Foto: Karlheinz Weißmann)
Tréguier ist etwas wie eine bretonische Bilderbuchstadt. Für mich die schönste neben Quimper, geprägt vom Mittelalter: Steinhäuser aus Granit, Fachwerkbauten, enge Gassen und Kirchen als Zeugnis bretonischer Frömmigkeit. Ernest Renan (1823-1892), der berühmteste Sohn der Stadt, ist in dieser Atmosphäre groß geworden, er sprach davon, daß ganz Tréguier wie „ein großes Kloster“ gewirkt habe. Sein Geburtshaus steht noch in der Mitte der Stadt, in einiger Entfernung das Denkmal, das seine Mitbürger ihm zu Ehren errichtet haben.
Renan hatte nach eigenem Bekenntnis eine arme doch glückliche Kindheit. Früh wurde er zum Priester bestimmt und bezog die kirchliche Schule, zeichnete sich durch seine Geistesgaben aus und lebte doch ganz selbstverständlich in den naiven Glaubensvorstellungen der Landschaft um Tréguier, die man „minihiy“ nannte. Aus seinen Jugenderinnerungen erfährt man etwa, mit welcher Inbrunst der kleine Ernest und seine Kameraden überzeugt waren, daß zu Ostern die Glocken der Kathedrale des Heiligen Tugdual nach Rom flögen.

Der Glaube ist Renan zerbrochen. Während seines Studiums in Paris kam er mit den Ergebnissen der in Deutschland entwickelten historisch-kritischen Methode der Bibelexegese in Berührung, zweifelte immer stärker am Offenbarungscharakter der Heiligen Schrift und dann auch an den dogmatischen Lehraussagen der katholischen Kirche. Aber damit nicht genug. Er verließ das Seminar und veröffentlichte später das Buch „La vie de Jésus“ – „Das Leben Jesu“ (1863), in dem der Stifter des Christentums rein menschlich geschildert und rein historisch gedeutet wurde, nicht ohne Respekt, aber doch mit einer deutlich erkennbaren Reserve.
Ein Bewunderer deutscher Kultur
An die Stelle des christlichen Glaubens trat für Renan der an die Wissenschaft, den Fortschritt und die Gleichheit. Er war das, was man im 19. Jahrhundert einen liberalen „Doktrinär“ nannte. Allerdings kamen ihm schneller als den meisten Zweifel an der Wirklichkeitstauglichkeit seiner neuen Überzeugung. Der chaotische Verlauf der Revolution von 1848, die drohende Machtübernahme der Radikalen einerseits, die Bereitwilligkeit des Bürgertums, sich einem „starken Mann“ – Napoleon III. – zu unterwerfen, andererseits, führten zu wachsender Skepsis gegenüber den Ideen der Zeit.
Eine Revision vollzog Renan allerdings erst nach der Niederlage Frankreichs im Krieg gegen Preußen und dessen Verbündete 1871. Er, der mit solcher Leidenschaft die deutsche Kultur bewunderte – man sprach abschätzig von „Renanismus“ –, sah mit großem Schmerz den Zusammenbruch des Vaterlandes und fragte nach dessen Gründen.
Unmittelbar nach Kriegsende veröffentlichte Renan das Buch „La réforme intellectuelle et morale de la France“ – „Die geistige und moralische Reform Frankreichs“, das in der Öffentlichkeit eine ungeheure Wirkung auslöste. Denn Renan behauptete, daß die tieferen Ursachen für die militärische Katastrophe in der Französischen Revolution zu suchen seien. Nicht das Versagen einzelner Offiziere, Verräterei oder Zufall – die beliebtesten Erklärungen –, sondern eine langfristige, kontinuierliche Abwärtsentwicklung seit 1789 habe letztlich den Untergang bewirkt.
Rassenkampf Französische Revolution
Die Führungsschicht der neuen, der Dritten Republik, reagierte darauf mit Empörung, wenngleich man in der Sache wenig vorzubringen hatte. Das betraf etwa die Feststellung Renans, daß es Frankreich seit dem Ende des Ancien Régime nicht mehr gelungen war, eine stabile Regierungsform aufzubauen, daß es mit kriegerischen Unternehmungen regelmäßig scheiterte und sich ganz offenbar außerstande sah, eine brauchbare Elite hervorzubringen.


(Geburtshaus Renans/ Foto: Karlheinz Weißmann)
Das hatte nach Renan damit zu tun, daß die Französische Revolution weniger ein Klassen- als vielmehr ein Rassenkampf gewesen war. Eine Vorstellung, die er nicht als erster vertrat. Eine ganze Reihe französischer Historiker war überzeugt, daß sich mit dem Sturm auf die Bastille die Nachfahren der keltischen (gallischen) Ureinwohner des Landes gegen die Nachfahren der germanischen (fränkischen) Eroberer erhoben hatten.
Nur wertete man diesen Vorgang gewöhnlich positiv, während Renan die Vertreibung oder Ausrottung des Adels für eine nationale Formschwäche verantwortlich machte, die auch die Niederlage von 1871 zur Folge hatte. Als jemand, der auf seine bretonische und mithin keltische Herkunft stolz war, betonte er doch die chaotischen Neigungen der „keltischen Seele“, die ohne das germanische Element nie zu einer echten Ordnung finden könne.
Von Charles de Gaulle heißt es, daß er als Präsident stets ein Exemplar der „Réforme“ auf dem Nachttisch liegen hatte.

Quelle: "Einwanderungspolitik"

Einstellungen Beliebteste Blog-Artikel Artikel empfehlen
Andere Artikel dieser Kategorie, die für Sie interessant sein könnten: Neueste Artikel der Kategorie Allgemein

Melden Sie sich an, um die Kommentarfunktion zu nutzen
Suche Rezepte für Konservierung heimischer Kräuter, Tipps für Marmeladen, Marinaden


disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 1
Xobor Xobor Blogs