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"Bulgarien"

"Bulgarien"

07.07.2018 21:46

Angebote für die neue elf Kilometer lange Pipeline, die eine Verbindung von der türkischen Grenze zum bulgarischen Transitleitungsnetz herstellen soll, werden bis zum 26. Juli angenommen. Der Vertrag wird jedoch erst nach einer endgültigen Investitionsentscheidung für den Bau des Onshore-Teils der Turkish-Stream-Pipeline in der Türkei und der endgültigen schriftlichen Bestätigung, dass die Pipeline mit dem bulgarischen Gasnetz verbunden sein wird, gültig, erklärte Bulgartransgaz. Turkish Stream ist Teil der Pläne Russlands, die Ukraine, die derzeit die wichtigste Transitroute für russisches Gas nach Europa ist, zu umgehen. Die Umgehung würde Moskau neben der Erschließung neuer Märkte auch erlauben, der Maidan-Regierung in Kiew, die einen Krieg mit der pro-russischen Bevölkerung in der Ostukraine führt, millionenschwere Finanzmittel aus dem Transit-Geschäft zu entziehen. Die bulgarische Entscheidung beunruhigt Entscheidungsträger der EU in Brüssel, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Brüssel unterstützt als Gegenprojekt einen Plan zum Bau eines sogenannten Balkan-Gas-Drehkreuzes im bulgarischen Schwarzmeerhafen Varna. Die Union möchte sicherzustellen, dass jede weitere russische Gaslieferung, die in die EU kommt, mit Gas aus mindestens zwei anderen Quellen wie Aserbaidschan oder verflüssigtem Erdgas (LNG), das aus Griechenland geliefert werden soll, konkurrieren würde.
Obwohl Bulgarien eine Machbarkeitsstudie für den Balkan-Gas-Hub durchführt, die von Brüssel finanziert wurde und noch in diesem Jahr fällig ist, bereitet sich Sofia auch darauf vor, neues russisches Gas aufzunehmen, das über die Türkei in die Region kommt. Wie im Falle des South Stream-Projekts 2014 möchte die Balkan-Republik offenbar nicht noch einmal leer ausgehen. (von Ali Özkök)
"Es gibt nichts Unerträglicheres als diesen Typ von Sühnedeutschen, der nichts anderes tut, als auf den Knien herumzurutschen und die Welt um Verzeihung zu bitten, daß er existiert." (Otto von Habsburg)
„Das System entlarvt sich selbst. Persönlich sage ich nichts und behaupte nichts…“(rjh)
(rjhCD6149)


EU machtlos? Bulgarien will eigene Pipeline bauen und an Russlands Turkish Stream anbinden

(Putin: Russlands Erdgasleitung in die Türkei wird auf Europa ausgedehnt)
Bulgariens staatlicher Gasnetzbetreiber Bulgartransgaz hat eine Ausschreibung für den Bau einer Gasverbindung in die Türkei ausgegeben. Sofia möchte russisches Erdgas über das Pipeline-Projekt Turkish Stream nach Europa transportieren. RT Deutsch sprach mit Experten aus Bulgarien und Russland

Maros Sefcovic, Vizepräsident der Europäischen Kommission, warnte bereits, dass jede neue Pipeline-Infrastruktur in Bulgarien einer “sehr genauen” Prüfung unterzogen würde, um sicherzustellen, dass sie den EU-Vorschriften entspricht.
Der bulgarische Premierminister Boiko Borissow, der vor kurzem Russland und die Türkei besuchte, verkündete hingegen, der russische Präsident Wladimir Putin sei bereit, russisches Gas über Turkish Stream nach Bulgarien zu schicken, wenn auch ein Weg gefunden werden kann, Energie in das übrige Europa zu transportieren. Außerdem müsse die EU ihren Segen für dieses Unterfangen geben.
Zwei EU-Quellen sagten, wie von Reuters zitiert, Brüssel könne Bulgarien dieses Mal kaum daran hindern, ein neues Transitpipeline-Projekt durchzuführen, solange das Projekt den EU-Energiebinnenmarktvorschriften entspricht.


(SOEK-Leiter Henrich: EU braucht einheitlichen Wertekatalog statt Doppelstandards)
RT Deutsch sprach mit dem bulgarischen Journalisten Angel Petrov, der in Sofia ansässig ist und geopolitische Entwicklungen auf dem Balkan beobachtet. Petrov kommentierte
Das geopolitische Spiel zwischen der EU und Russland ist im Moment unweigerlich kompliziert, und es funktioniert ein bisschen nach dem Sprichwort “wie du mir, so ich dir”. Es ist eine schüchterne Zusammenarbeit, getarnt als Nullsummenspiel. Die EU mag Turkish Stream grundsätzlich zustimmen, hat Gazprom aber gezwungen, bilaterale Lieferverträge in Osteuropa zu überdenken.”
Mit Blick auf die Beweggründe der Europäischen Union, seine Opposition gegen Turkish Stream zu reduzieren, ergänzte der Bulgarien-Experte auf Nachfrage von RT Deutsch
Es ist ein Versuch, diejenigen zu besänftigen, die bereit sind, mit Russland zusammenzuarbeiten. Aus politischer Sicht ist dies eine neue Phase.”
Der ehemalige Berater des russischen Energieministers von 2001 bis 2008, Alexey Turbin, erklärte RT Deutsch über die Aussichten der Ausweitung von Turkish Stream auf den Balkan, dass Moskau nach den gescheiterten Verhandlungen um South Stream hinzugelernt hat:
Bulgarien und Griechenland sind traditionell und historisch mit Russland verbunden. Aber ein Partner muss zuverlässig sein, und das war die Türkei. Es war kein Zufall, dass Russland das South-Stream-Projekt in Turkish Stream umgenannt hat. Aus der historischen Nähe, auch wenn es zu Unstimmigkeiten bei der bulgarischen Regierungen in der Vergangenheit gekommen ist, ist es für uns ein Plus und wir würden sagen, das ebenso Griechenland Teil des Projekts werden sollte.”
“Wir glauben, dass die multidimensionale Welt, in der wir leben, von der Vielfalt der Erdgas-Lieferungen unterstrichen werden sollte”, bemerkte der russische Wirtschaftsberater mit Blick auf die bislang anti-russische Haltung der EU bei Energiefragen, die Bulgarien in Verlegenheit bringen könnte.
Turkish Stream besteht aus zwei Strängen mit einer jährlichen Transportkapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern (bcm), die unter dem Schwarzen Meer in die Türkei führen werden. Die erste, bereits fertiggestellte Linie wird für den lokalen Konsum in der Türkei genutzt.
Der zweite Strang soll durch die Türkei nach Südost- und Mitteleuropa führen. Bulgarien hat angekündigt, dass es der Ausgangspunkt für die neue Pipeline nach Europa sein möchte. Die Regierung in Moskau ist noch uneins über die genaue Route von Turkish Stream gen Europa. Zur Auswahl steht neben Bulgarien ebenso eine Kooperation mit Griechenland.


(Pipeline aus Aserbaidschan: Berlin gibt Milliardengarantie – Alternative zu russischem Gas)
Gazprom wird bis zum Jahresende entscheiden, ob Gas aus der Türkei über Griechenland und Italien oder Bulgarien nach Europa geschickt werden soll, heißt es von Insider-Quellen.
Derzeit liefert Gazprom etwa drei Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr, um den bulgarischen Inlandsbedarf über die Ukraine und Rumänien zu bedienen. Das Balkanland plant, seine Importkapazität von 14 Milliarden Kubikmeter auf 15,7 Milliarden Kubikmeter pro Jahr zu erweitern. Russlands Gazprom deckt rund 34 Prozent des europäischen Gasbedarfs ab.
Angesichts der Ukraine-Krise befürchtet Sofia, dass die Gaslieferungen über die Ukraine gekürzt werden könnten und dass es wegen der Spannungen jährlich etwa 100 Millionen Euro an Transitgebühren verlieren würde.
Neben der am vergangenen Mittwoch gestarteten Ausschreibung von über 29 Millionen US-Dollar für den Bau einer neuen elf Kilometer langen Verbindung zur Türkei hat Bulgarien diesen Monat auch eine neue Gasinfrastruktur an der Grenze fertiggestellt.

Quelle: "Bulgarien-Russland-Pipeline"
Assad kann bleiben, die Mullahs müssen weg
Knapp drei Wochen nach Beginn der massiven Armeeoffensive im Südosten Syriens sollen nun die Waffen schweigen. Rebellengruppen und die Regierung unter Baschar al-Assad haben am Freitag abend einen Waffenstillstand vereinbart. Dabei läuft die von russischer Seite vermittelte Vereinbarung nach Angaben des syrischen Regimes auf eine Kapitulation der Rebellen hinaus: Sie sollen ihre Waffen abgeben, ihre Kämpfer abziehen und die Kontrolle der Grenze zu Jordanien an die Regierung abgeben.
Zuvor hatte die russische Luftwaffe zusammen mit der schweren Artillerie der syrischen Truppen rund drei Wochen lang die Dörfer und Orte der Region Daraa im Länderdreieck zu Israel und Jordanien bombardiert – eines der wenigen Gebiete, das noch von Rebellengruppen gehalten wurde.
Zuverlässige Berichte aus dem Südosten Syriens sind nicht zu bekommen, aber die steigende Zahl der Flüchtlinge in den Grenzstreifen zu Israel und der Verletzten, die in israelischen Krankenhäusern behandelt werden, bestätigen die spärlichen Angaben des israelischen Militärs, das die Vorgänge genauestens beobachtete und für alle Fälle ein massives Aufgebot von Merkava-Panzern in Grenznähe auffuhr.
Israel und die USA lassen Assad gewähren
Seit einer kurzen Atempause Mitte der Woche standen die Stellungen der Rebellen unter Dauerbeschuß. Russische und syrische Truppen bombardierten systematisch Wohngebiete und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Region Daraa, in der die Rebellion gegen die Diktatur Assads vor sieben Jahren begann, wieder unter Kontrolle des Regimes gelangte. Denn Israel und die USA hatten sich offensichtlich mit Rußland darüber verständigt, nicht einzugreifen. Assad und Putin konnten sich austoben.
Die Absprachen und die Lage in der Region werden bei den Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu am 11. Juli in Moskau und mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump am 16. Juli in Helsinki Gegenstand der Gespräche sein. In groben Zügen ist zu erfahren, daß Jerusalem und Washington zustimmen, nichts gegen das Regime Assad zu unternehmen, solange der Diktator sich innerhalb der syrischen Grenzen bewegt. Sie haben sich damit abgefunden, daß Assad an der Macht bleibt. Es ist in der Tat niemand sonst zu sehen, der Syrien heute regieren könnte.
Die Bevölkerung ist gespalten

Das Land ist ein Trümmerfeld, die 18 Millionen Menschen zählende Bevölkerung gespalten, die herrschende Minderheit der zwei Millionen Alawiten verhaßt. Das Regime ist allerdings auch so geschwächt, daß es mit seinem Überleben genug zu tun hat und Israel nicht gefährlich werden kann. Moskau läßt dafür Israel freie Hand gegen den Iran und ist auch einverstanden damit, daß die iranischen Truppen und Berater ganz aus Syrien abgezogen werden. Das liegt auch im Interesse Moskaus, denn so hängt das Regime Assad ganz vom Wohlwollen Rußlands ab.
Putin ist sogar einverstanden, sich auch im Nordosten Syriens nicht mehr an Kämpfen zu beteiligen und somit einer drohenden direkten Konfrontation mit amerikanischen Truppen aus dem Weg zu gehen. Ohne den Schutz durch russische Truppen und Kampfflugzeuge werden die iranischen Revolutionswächter bald aufgerieben sein.
Durch den Nordosten Syriens aber sollte eine Fernstraße von Teheran bis nach Beirut führen. Diese „schiitische Straße“ zu verhindern war für Israel vorrangig, denn sie hätte das strategische Gleichgewicht aus dem Lot gebracht. Sehr schnell hätte Teheran die libanesische Hisbollah mit Raketen aufrüsten und selber bis an die israelische Grenze heranrücken können.
Die Europäer spielen bei den Absprachen keine Rolle
Generell sollen nun iranische Einheiten nicht näher als 80 Kilometer vor israelischem Gebiet Stellungen beziehen dürfen. In dieser „Sicherheitszone“ darf Israel Angriffe auf iranische Stellungen und Einheiten fliegen. Allerdings ist von iranischen Truppen und Revolutionswächtern in Syrien im Moment nicht mehr viel übrig.
Die Europäer spielen bei diesen Absprachen keine Rolle. Ihre Unterstützung des Mullah-Regimes wird Iran wenig helfen. Die amerikanischen Sanktionen greifen, die Proteste in den Straßen Teherans halten an. Die meisten westlichen Unternehmen sind abgezogen, der Rial, die iranische Währung, befindet sich im freien Fall, die Versorgungslage dürfte bald sehr kritisch werden.
Die iranische Diktatur ist der eigentliche Verlierer

Das syrische Abenteuer des iranischen Regimes hat viele Menschenleben gefordert, das Expansionsstreben der Mullahs ist einer der Gründe für die Sanktionen. Von den Massenprotesten in iranischen Städten ist in westlichen Medien nicht viel zu sehen oder zu lesen. Israel befürchtet nun, daß das Mullah-Regime versucht sein könnte, eine Art Entlastungsangriff zu wagen und hat vorsorglich oder auch wegen konkreter Informationen den Schutz des Atomreaktors Dimona in der Negev-Wüste verstärkt.
Die iranische Theokratie ist strategisch gesehen der eigentliche Verlierer der neuesten Absprachen. Ihr Sturz von innen heraus ist das Ziel Jerusalems und Washingtons. Assad ist schwach und kann bleiben, die Mullahs aber sind gefährlich und müssen weg. Das könnte schneller kommen als man in Europa vermutet.
Und auch davon würden Rußland und Amerika profitieren: Der Ölpreis würde zeitweise in die Höhe schnellen. Die wirklich Leidtragenden aber sind die Menschen, die vor den syrischen und russischen Bomben fliehen oder von ihnen begraben werden. Putin nutzt brutal und menschenverachtend den Moment der Weltmeisterschaft: Alle schauen nach Moskau, keiner nach Daraa.

Quelle: "Assad-Iran-USA"

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