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"Doktrin"

"Doktrin"

09.08.2018 19:39

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Deutschland, genauer gesagt Preußen-Deutschland, die erfolgreichste Wirtschafts- und Wissenschaftsnation. Nach dem Sturm der »68er« ist das einst bewunderte deutsche Bildungssystem jedoch fest in linkspolitischer Hand. Mit verheerenden Folgen für Wissenschaft und Demokratie. Der Wissenschaftspolitiker Professor Dr. Friedrich Theodor Althoff übernahm ab 1882 das deutsche Bildungssystem, das bereits weltweite Bewunderung genoss. Der weitsichtige Politiker Althoff erkannte, dass manche deutsche Universitäten unversehens zu »Familienoligarchien« verkamen. Der Bildungspolitiker sah in den Universitäten keine »Gelehrtenrepubliken«, sondern machte geltend, dass Universitäten niemals einen Selbstzweck darstellen dürfen. »Sie haben die Wissenschaft zu fördern und dem Staate Männer zu erziehen, die ihrem späteren Beruf gewachsen sind«, so die unumstößliche Überzeugung des liberalen Althoff, der wie wohl kein anderer Kulturpolitiker vor ihm Einfluss auf das deutsche Schul- und Hochschulwesen nahm und dieses zum weltweit erfolgreichsten Bildungswesen weiter ausbaute.
Im Jahr 1900 hatte Deutschland rund 65 Millionen Einwohner. Das allgemeine Bildungsniveau war hoch, die Analphabetenquote mit gerade einmal 0,9 Prozent extrem niedrig. Im Vergleich: In Frankreich gab es 10 Prozent, in England 9,6 Prozent, in den USA 12 Prozent Analphabeten. 2011 – noch vor der Massenmigration Deutschlands durch kultur- und bildungsferne, mehrheitlich muslimische Migranten – ergab eine Studie der Universität Hamburg, dass damals zirka 4 Prozent beziehungsweise 2 Millionen der Erwachsenen totale sowie mehr als 14 Prozent beziehungsweise 7,5 Millionen Deutsche funktionale Analphabeten waren. (von Birgit Stöger)
"Wir glauben Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns". /Eugène Ionesco
„Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den radikalen und den moderaten Muslimen?
Erstere haben Mittel und Wege, letztere warten noch auf ihre Chance…. „
(rjhCD6149)


Aufgedeckt: Wie unsere Kinder mit reichlich Steuergeld links-grün indoktriniert werden - 68er – der Niedergang des deutschen Bildungssystems

Wie der Jurist, Bankier und Historiker Ehrhardt Bödecker in seinem vielbeachteten Buch Preußen und die Wurzeln des Erfolgs aufzeigt, stellte Deutschland, das bis 1918 weltweit führend in Wissenschaft und Bildung war, bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 40 Prozent aller Nobelpreisträger. Rund 80 Prozent der wissenschaftlichen Literatur wurden bis 1939 in deutscher Sprache veröffentlich, sodass noch 1950 in den USA die Zulassung zum Chemiestudium an die Kenntnis der deutschen Sprache gekoppelt war. Deutsche Universitäten gehörten zum begehrtesten Studienort ausländischer Studenten. Die deutsche medizinische Wissenschaft stand wie die wissenschaftliche Chemie unangefochten an der Weltspitze. Die Leistungsauslese, das Anerkennen von persönlichem Leistungswillen und die Leistungsbereitschaft zählten im liberalen Preußen nachgerade zur Staatsräson.
Der Niedergang des deutschen Bildungssystems wurde – auch durch das Zutun der Siegermächte – nach dem Zweiten Weltkrieg eingeläutet. Das Weltbild der Generation der »68er« mit ihrer tief sozialistischen Verwurzelung und der daraus resultierenden Ergebenheit an eine neue Welt – das alles bedingte geradezu die Niveauabsenkung deutscher Bildungseinrichtungen. Anstelle von Informationsvermittlung und geistiger Auseinandersetzung traten politisch motivierte Gesinnungsschmieden.
Professor Dr. Wilhelm Röpke (1888–1966), Volkswirtschaftslehrer und Mitbegründer der Sozialen Marktwirtschaft, warnte bereit 1956 vor dem Bildungsniedergang. In seinem Aufsatz »Die Massengesellschaft und ihre Probleme«, schrieb Röpke: »Man denke an die Verflachung, Einnebelung, Unselbstständigkeit, Herdenhaftigkeit und banale Durchschnittlichkeit des Denkens, die wachsende Herrschaft der Halbbildung, die Zerstörung der Hierarchie, der geistigen Leistung und Funktion. Das Schicksal der klassischen Bildung in unserer Massengesellschaft scheint schon deshalb besiegelt, weil sie von Massenmenschen mit einem wahren Haß, dem Haß desjenigen verfolgt wird, für den diese Bildung schon wegen der von ihr geforderten geistigen Disziplin außer Reichweite ist. Es ist die Einnebelung der geistigen ›Einkommensunterschiede‹ nicht nach oben, sondern nach unten hin«.


Linksextremer Gesinnungsterror
Seit Röpke ist das deutsche Bildungsniveau in einem bis dahin nicht vorstellbarem Maße abgesunken. Die sogenannte Pisa-Studie zeigt den Zustand deutscher Bildung Jahr für Jahr in dramatischer Weise auf. Seit dem Einsickern der »68er«-Ideologie werden Bildungseinrichtungen als sozialpolitische Kampfarenen verstanden – bewusst vorangetrieben von linkspolitischen Ideologen, die biologisch-soziale Ungleichheit von Menschen durch eine erdachte Zwangsgleichheit zu ersetzen suchen. Die Kampfbegriffe sind hinlänglich bekannt und lauten: Antirassismus, Gendermainstreaming, Multikulti und der »Kampf gegen rechts«.
Wer aus dem Meinungsdiktat ausschert, der bekommt immer massiver die linksideologischen Repressalien zu spüren. So konnte der führende Extremismus-Forscher Eckard Jesse 2010 seine Vorlesung an der staatlichen Universität Freiburg nur unter Polizeischutz abhalten. Im Vorfeld hatten »linke Gruppierungen« Widerstand angekündigt, weil Jesse in deren Augen »einen ungeheuerlichen Akt von Geschichtsrevisionismus« vollführe, gegen die Partei Die Linke hetze und diese in die extremistische Ecke stellen würde.
Dem Politologen Herfried Münkler erging es 2015 ganz ähnlich. Der Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität wurde von einem anonym betriebenen Blog in aller Öffentlichkeit unter Rassismus-, Militarismus- und Sexismus- Verdacht gestellt. Jörg Baberowski, deutscher Historiker und Gewaltforscher, seit 2002 Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin, musste 2016 seinen Vortrag von der Universität Bremen in die Räumlichkeiten der Konrad-Adenauer-Stiftung verlegen, weil der linke »Allgemeine Studentenausschuss« (Asta) zu Protesten gegen den »Rechtspopulisten« Baberowski aufgerufen hatten.

Baberowski versuchte sich gerichtlich gegen die Verleumdungskampagne zu wehren – und verlor. Die Asta-Leute – eine Gruppe von Trotzkisten, die deutsche Sektion der International Youth and Students for Social Equality (IYSSE), die in Berlin etwa zwanzig Mitglieder zählt – verfolgen seither den Wissenschaftler, der Mitte 2017 dann in einem Zeit-Interview feststellte: »Die Kampagne zerrüttet mein Privatleben; es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke. Und das wissen diese Leute auch ganz genau.« Er werde in der Öffentlichkeit fotografiert, gefilmt, seine Vorlesungen aufgenommen. »Ständig erzählen mir Kollegen aus Israel oder den USA, sie hätten Anrufe bekommen, in denen ich als Rechtsextremist denunziert werde. Diese Gruppe hat sich vorgenommen, mein Leben zu ruinieren.«
Missliebige Meinungsvertreter
Baberowski, Jesse und Münkel sind nur drei prominente Beispiele, wie der linke Meinungsterror an Universitäten funktioniert. Auf der immer länger werdenden Liste »missliebiger« Meinungsvertreter, die gegen das linke Diktat verstoßen, zählt ebenso der bekannte Islam-Kritiker Hamed Abdel-Samad, der nicht an der Universität Augsburg auftreten und über den Koran referieren durfte. Ulrich Kutschera, führender Evolutionsbiologe und Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel, fiel in Ungnade, weil er das Sakrileg beging und öffentlich Kritik an der Genderforschung und an linken Säulenheiligen wie der US-Philosophin Judith Butler übte. Kutscheras Haltung zur Genderforschung führte im April 2016 dazu, dass ein geplanter Vortrag an der Philipps-Universität Marburg über die Grundlagen der Evolutionsbiologie nicht zustande kam. Auf Veranlassung der Frauenbeauftragten der Universität hatte sich deren Präsidentin für eine Ausladung Kutscheras ausgesprochen.
Folgen politisch unkorrekter Aussagen
Zu Beginn dieses Jahres wurde der Fall des mit Rassismusvorwürfen überzogenen Jura-Professors Thomas Rauscher bekannt. Rauscher, Direktor des Instituts für ausländisches und europäisches Privat- und Verfahrensrecht, hatte auf seinem privaten Twitter-Account Stellung zur Massenmigration und der angeblichen Schuld der Europäer bezogen und geschrieben: »Wir schulden den Afrikanern und Arabern nichts. Sie haben ihre Kontinente durch Korruption, Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Stammes- und Religionskriege zerstört und nehmen uns nun weg, was wir mit Fleiß aufgebaut haben.« Kurze Zeit später legte Professor Thomas Rauscher nochmals nach und schrieb: »Polen: ›Ein weißes Europa brüderlicher Nationen‹. Für mich ist das ein wunderbares Ziel!«

Der Lächerlichkeit preisgegeben
Daraufhin wurde von der linken- bis linksextremen »Studentenschaft« die Entlassung des Professors gefordert, was dienstrechtlich – mutmaßlich zum Bedauern der Rektorin Beate Schücking – nicht zu realisieren war. Schücking hatte 2013 im Rahmen ihrer Hochschulleitung beschlossen, die Universität Leipzig bundesweit der Lächerlichkeit preiszugeben, indem sie bei Titelbezeichnungen anordnete, grundsätzlich das Femininum zu verwenden. Der Professor wurde mit »Herr Professorin« angesprochen, um den »Herrn Studentin« in seiner Vorlesung zu begrüßen. Gegen den in Ungnade gefallenen Jura-Professor wurde eine »Rauscher, rausch ab!«-Petition gestartet. Lautstarke Protestkundgebungen gegen den Gelehrten fanden, initiiert durch die linke Studentenschaft und geduldet durch die Universitätsleitung, auf dem Campus statt. Seinen Posten als Erasmus-Beauftragter der Juristenfakultät der Leipziger Uni ist Rauscher seither los.
Wie sehr die akademische Freiheit zur Worthülse verkommen ist, zeigt die Kleine Anfrage(16/407) der baden württembergischen AfD-Fraktion zur »Förderung linksextremer Strukturen an deutschen Universitäten«. Bereits im August 2016 wurde die Landesregierung gefragt: »Welche Gruppen, Initiativen und sogenannte autonome Referate wurden seit 2012 von den Verfassten Studentenschaften in Baden-Württemberg in welchem Umfang finanziell unterstützt oder getragen?« Erst drei weitere Anfragen und etliche gescheiterte Vertuschungsversuche später erging am 9. April 2018 mit der Drucksache 16/849 eine Antwort, die einen Blick auf das gesamte, staatlich geförderte linksextremistische Ausmaß eröffnet.
Nicht weniger als elf durch die Universitäten geförderte Gruppen werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Davon entfallen allein sechs auf die Universität Freiburg, die unangefochten als Antifa-Hochburg gilt.
Hier agieren, mit Steuergeld finanziert:

Sozialistischer Deutscher Studentenbund (SDS)
SDAJ Freiburg
Anarchistische Gruppe Freiburg
Offenes Antifa Treffen Freiburg
Antifaschistische Linke Freiburg
Linkes Zentrum adelante Freiburg
Universität Heidelberg:
Akut (+C)
Die Linke.SDS Heidelberg
Rote Hilfe e. V.
Sozialistischer Deutscher Studentenbund, Pädagogische Hochschule Heidelberg

Die »Anarchistische Gruppe Freiburg« wurde im Jahr 2016 mit 906,95 Euro gefördert. In Heidelberg erhielt die Gruppe »Akut [+C]« im vergangenen Jahr 1005,40 Euro. Und über 634,18 Euro durfte sich der »Sozialistische Deutsche Studentenbund« (SDS) am Karlsruher Institut für Technologie im Jahr 2016 freuen.
Finanzierung von linksextremistischen Strukturen
Ein Problem mit der Finanzierung von linksextremistischen Strukturen durch Universitätsgelder scheint die Landesregierung nicht zu haben. Die lapidare Antwort des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg zur Unterstützung von Gruppen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, legt das zumindest nahe: »Sofern die allgemein gültigen Förderkriterien eine Versagung der Unterstützung beispielsweise dann vorsehen, wenn eine Gruppe vom Verfassungsschutz beobachtet wird, ist dies bei der Bewilligung zu berücksichtigen. Ohne eine solche Einschränkung ist eine Versagung einer Unterstützung nicht möglich«, heißt es in der Antwort der Landesregierung.
Als wäre dies nicht schon genug, stellt die Finanzierung von verfassungsfeindlichen Gruppierungen nur die Spitze eines Eisbergs dar, so auch das Bürgernetzwerk »Ein Prozent«: »Die Verflechtung der Universitäten mit linken Strukturen ist noch weitaus größer. So flossen allein in Heidelberg 2016 rund 7000 in nicht offiziell vom Verfassungsschutz beobachtete linke Projekte: Etwa 990,40 Euro in den ›Arbeitskreis Antifaschistische Pädagogik‹ oder 1518,50 Euro in das ›Festival Contre la Racisme Heidelberg‹. Für dieses Jahr sind bereits 1455,75 Euro für den ›Arbeitskreis Vortragsreihe Feminismus von links‹ fest eingeplant – die Zweckentfremdung von Studiengebühren für linke Strukturen hat also offenbar System«.
Linke »Aktivisten« – wie sie meist verharmlosend genannt werden – grenzen die Wissenschafts- und Meinungsfreiheit an Universitäten ein. Diese knallharte Zensur ist in höchstem Maße antidemokratisch und wurde über Jahre hinweg nahezu unwidersprochen an deutschen Hochschulen bewusst etabliert, sodass linke bis linksextreme Gruppierungen mit dem Geld des Steuerzahlers weiterhin nahezu ungehindert agieren konnten.

Quelle: "Kinder-indoktriniert"
Deutschland ist wieder eine gefährliche Nation (von Johannes Eisleben)
Der deutschsprachige Raum ist ein großartiger Kulturraum. Denken wir beispielsweise nur an die Theologie im Zeitalter der Reformation sowie an Philosophie und Mathematik ab dem späten 17. Jahrhundert – in diesen Bereichen ist der deutschsprachige Raum der kulturelle Hauptnachfolger des antiken Athen. Auch in der kreativen Kraft, Tiefe und Vielfalt seiner Komponisten – um ein weiteres Beispiel zu nennen – ist er vom Barock bis zum Ende des 19. Jahrhunderts international mit keinem anderen Kulturraum vergleichbar.Aber als Nationalstaat ist Deutschland, eine Teilmenge dieses Kulturraums, offensichtlich kein politischer Raum, der den Menschen in Europa Sicherheit und Frieden verschaffen kann. Als solcher bereitet Deutschland vielmehr derzeit in bester Tradition des späten Kaiserreichs unwillentlich-schlafwandlerisch neue Konflikte in Europa vor.
Seit der Reichsgründung 1871 bis heute hat es nur eine kurze Periode gegeben, in der in Berlin eine weitgehend berechenbare sicherheits- und wohlstandsorientierte Politik für die deutschen Bürger und ihre Nachbarn in Europa gemacht wurde: zur Zeit Bismarcks. Seitdem – und das gilt auch heute – geht von Berlin immer nur Gefahr aus. So begann man nach Bismarck in Berlin ohne direkte Absicht durch eine expansive Nationalpolitik erfolgreich auf den ersten Weltkrieg hinzuarbeiten.
Nachdem man dann gemeinsam mit den anderen Großmächten in den Ersten Weltkrieg geschlittert war und diesen verloren hatte, wurde auf dem fatalen Fundament der Versailler Verträge, des Kriegstraumas und eines rechtsstaatlichen, aber nicht demokratischen Nationalismus mit Religionsersatzcharakter in Weimar eine vollkommen instabile Republik geschaffen, die zwar Ansätze zur internationalen Kooperation etwa beim Völkerbund zeigte, aber schon nach kurzer Zeit dem deutschen Faschismus wich. Dessen grauenvolles Ergebnis, ein zerstörtes Europa und die fast vollständige Vernichtung des europäischen Judentums, war der bisherige Tiefpunkt Berliner Politik.
Die Nachkriegszeit war dann die einzige Phase, während derer in einer legitimen Ausformung deutscher Staatlichkeit, der alten Bonner Bundesrepublik, eine friedens- und wohlstandsorientierte Politik gemacht wurde. Diese Bonner Republik war sicherheits- und außenpolitisch nicht souverän, sie währte von 1949 bis 1998, dank der traditionellen Alt-BRD-Regierung Kohls also über 1991, dem Jahr der Wiedervereinigung und der Restauration der vollen völkerrechtlichen Souveränität Deutschlands auf Basis des Regelungsvertrags, hinaus.
Diese Regierung machte in bester Absicht allerdings einen fatalen Fehler, auf den weiter unten noch eingegangen wird, den Vertrag von Maastricht, mit dem die Einführung des Euro beschlossen wurde. Doch seit der Verlagerung der Hauptstadt nach Berlin und dem Beginn der rot-grünen Regierung Schröder, mit dem Beginn der Berliner Republik 1998 (auch wenn der Bundestag erst ein Jahr später umzog), geht von Deutschland wieder Gefahr nach Innen und Außen aus: Wir sind wieder eine Bedrohung für unsere Nachbarn. Und dies auf ganz verschiedenen Gebieten.
Autistische Energie- und Wirtschaftspolitk

Die Regierung Schröder verfolgte – mit einigen Ausnahmen – einen weitgehend globalistisch-humanitaristischen Kurs. Unter ihm wurde die fatale Energiewende (2000) mit dem Atomausstieg (2002) beschlossen, mit denen Deutschland seine innere Sicherheit durch Stromausfälle gefährdet und auch die Wahrscheinlichkeit für grenzüberschreitende Störungen der Stromversorgung erhöht. Da ein anthropogener Klimawandel unwahrscheinlich und in Abwesenheit von Speichern für sogenannten „Ökostrom“ eine konventionelle Stromgewinnung zur Stabilität des Netzes erforderlich ist, hat diese Politik keinen Nutzen, sondern erzeugt nur sehr hohe Kosten und Risiken.
Stromausfälle, die länger als ein paar Stunden dauern, sind eines der extremsten Sicherheitsrisiken hochverdichteter modernen Zivilisationen, wie Wolfgang Sofsky 2003 kompakt erläutert hat. Seit 2000 bewegt sich Berlin auf solche Situationen konsequent hin und gefährdet damit Deutschland, und bei Übergriff des Ausfalls über die Grenzen hinaus (beispielsweise durch den Ausfall von Fernleitungskreuzungen) auch seine Nachbarn.
Durch sein wirtschaftspolitisches Agieren in der EU ist Deutschland ökonomisch sehr gefährlich. Und zwar ist dies nicht wegen der hohen Produktivität, den relativ niedrigen Lohnstückkosten oder der hohen Qualität der Produkte und den damit verbundenen Exporterfolgen der Fall, wie uns das französische Politiker oder unsere linken Parteien weismachen wollen. Vielmehr ist Deutschlands Versagen als ökonomischer Hegemon des Kontinents bei der Eurokrise ab 2009 die Gefahrenquelle.
Zwar war schon die mit dem Vertrag von Maastricht besiegelte Gründung des Euro ein schwerer Fehler, den jedoch viele Akteure der damaligen Bundesregierung unwissentlich begangen. Für die aufrichtigen ökonomischen Berater der Bundesregierung wie Hans-Werner Sinn war spätestens bei Ausbruch der Griechenland-Krise 2009 klar, dass der Euro in seiner heutigen Form nicht zu retten ist.
Denn auf Dauer kann eine gemeinsame Währung in Kombination mit massiven Handelsbilanzdefiziten, die durch erzwungenen Kapitalexport aufrecht erhalten werden (Bilaterale Kredite, ESM, EFSF, EFSM, Target-II-Salden und Anleihenkaufprogramm der EZB summieren sich derzeit auf etwa 4 bis 4,5 Billionen Euro), nicht bestehen. Als wirtschaftliche Führungsmacht Europas hätte Berlin 2010 den Austritt Griechenlands aus dem Euro-System und den Ersatz des virtuellen Target-II-Systems durch eine Realwertdeckung (von sich aus der Handelsbilanzbilanz ergebenden Schulden) erzwingen können, wie sie noch heute im Binnenhandel der USA die Herausbildung von größeren Handelsbilanzdefiziten zwischen den US-Bundesstaaten verhindert.
Paneuropäische Inflation

Damit wäre der Euro wahrscheinlich in seiner heutigen Form beendet oder zumindest auf deutlich weniger Mitglieder verkleinert worden. Doch wäre dies fiskalpolitisch damals noch möglich gewesen – die Kosten für eine solche Dekonstruktion des Euro wären deutlich kleiner gewesen als heute, man hätte sie noch schultern können, ohne Staatsbankrotte bei den ökonomisch starken Kernländern des Eurosystems zu provozieren.
Ein Schuldnerland wie Italien, das seine stetig steigende, 2017 bei 2.256 Milliarden Euro angelangte Staatsverschuldung von mehr als 130 Prozent seines Bruttoinlandprodukts hat und ein massives innereuropäisches Handelsbilanzdefizit betreibt, kann dauerhaft nicht im Euro gehalten werden. Ein Versuch zur Rettung Italiens über die Geldpresse wird zu paneuropäischer Inflation führen.
Heute schon hält die Zentralbank mehr als 350 Milliarden italienische Staatsanleihen (etwa ein Drittel). Irgendwann fliehen die Anleger aus italienischen Staatsanleihen oder Lebensversicherungen. Das kann kein staatlicher Akteur kompensieren, und es kommt dann zur Schmelze des Finanzsystems. Der Staat kann keine Renten und andere Sozialleistungen mehr zahlen, Menschen beginnen zu hungern und zu frieren, Unruhen brechen aus.
Über das EZB-System haftet Deutschland für 27 Prozent der Schulden im Euro-System, das sind derzeit deutlich mehr als eine Billion (1.000 Milliarden) Euro. Beim Kollaps des Systems (keiner weiß genau, wann es so weit sein könnte), wird auch der deutsche Staat bankrott gehen.
Wir geraten dann in eine Wirtschaftskrise, die mindestens so ernst wird wie die Weltwirtschaftskrise 1929, wenn nicht schlimmer. Es war eine der schwersten Fehlentscheidungen Merkels, die Eurorettung in der seit 2010 praktizierten Form durchzuführen. Man wäre der Verantwortung Deutschlands für seine Bürger und den Frieden in Europa gerecht geworden, indem man den Euro damals dekonstruiert hätte.
Die Aufrechterhaltung einer Zeitbombe

Doch stattdessen verknüpfte Merkel mystifizierend eine zum Scheitern verurteilte Währung mit Europa: „Scheitert der Euro, scheitert Europa.“, wiederholte sie immer wieder. Doch der Nachsatz ist eine Leerformel, ein Kontinent kann nicht scheitern, ein Mythos auch nicht – er kann allenfalls verblassen. Es wäre 2010 noch möglich gewesen, einen Rückbau des Euro durchzuführen. Doch nun gefährden wir Wohlstand und Frieden in Europa durch die Aufrechterhaltung dieser Zeitbombe, deren Sprengkraft sich täglich mit den TARGET-Salden vergrößert. Die Verantwortung trägt Deutschland, denn Berlin hätte als einzige Euroland-Regierung die Macht gehabt, eine sinnvolle Dekonstruktion des Euro zu erzwingen.
Deutschland ist durch seinen stark ausgebauten Sozialstaat, der ein sehr hohes Mindesteinkommen für staatlich abgesicherte Bürger und Migranten garantiert, in Kombination mit seinen offenen Grenzen ein internationaler Magnet für Migration. Mit Hilfe des Internets und mobiler Endgeräte verbreiten Migranten die Nachricht, man könne nach Deutschland einreisen und viele Jahre hier bleiben, verköstigt werden und nach seinen eigenen Sitten ungehindert leben. Milton Friedman, Nobelpreisträger für Wirtschaft, sagte einmal: „Ein Staat kann ein Sozialstaat sein. Ein Staat kann offene Grenzen haben. Aber niemals beides zusammen. Das Sozialsystem wird sehr schnell unheilbar zerrüttet und unfinanzierbar, wenn man dieses nicht beherzigt.“
Im Sinne einer klassischen Tragik der Allmende versuchen also möglichst viele Wirtschaftsmigranten, noch in den Genuss offener Grenzen mit Vollsozialstaat zu gelangen, bevor dieses historisch einmalige Gemeingut durch Wahlen und politische Kursänderung aufgebraucht wird wie bereits in vielen anderen Ländern Europas – jeder Migrant, der fähig zu einer Reise aus Schwarzafrika nach Deutschland ist, macht sich das klar. Dieser deutsche Migrantenmagnet wirkt als Gefahr für Europa. Denn die Migranten destabilisieren unseren Kulturraum und gefährden mit der Zeit unsere Zivilisation – entweder durch den zivilisationsverhindernden Islam oder durch Bildungsmangel, Tribalismus und Gewaltkultur. In den Banlieues von Paris, Marseilles, Nantes und dutzender anderer französischer Städte kann man es bereits deutlich sehen. Die Wirkungen einer durch den Zerfall des Euro bedingten Wirtschaftskrise und der Migrationskrise sind im übrigen überadditiv.
Schlafwandlerisch oder sogar in bester Absicht

Energiewende, Eurorettungspolitik und der Migrationsmagnetismus zeigen, dass Deutschland seit 1998 wieder zu einer Gefahr für seine Nachbarn geworden ist. Sicherlich geschieht dies im Wesentlichen nicht aus böser Absicht, sondern schlafwandlerisch wie im Kaiserreich oder sogar in bester Absicht (Die Grünen und die EKD sind dafür gute Beispiele); doch kann Berlin einfach nicht sinnvoll regieren – hat es nach Bismarck noch nie gekonnt. Denn Berliner Politik ist von der Illusion der Machbarkeit von Plänen zur Weltverbesserung getrieben.
Im späten Kaiserreich war es die Verbesserung von Menschen der Südhalbkugel durch Kolonialismus, im „Dritten Reich“ die Selbstverwirklichung der „arischen Rasse“ mit allen Mitteln. In unserer heutigen Berliner Republik wird diese beste Hegel’sche Tradition des Absoluten fortgesetzt, nachdem man erzwungenermaßen unter den Alliierten 40 Jahren davon Pause hatte. Nun sind es: die durch uns fast ganz alleine durchzuführende Verbesserung des im Wesentlichen gegen menschliche Eingriffe invarianten Weltklimas, die von uns mit Hilfe der „Eurorettung“ zu bewältigende Strukturschwäche der Südeuropäer, die von uns durch Migration zu lösenden Weltarmut, und – seit neustem auch – die von nahezu höchster Stelle geforderte genetisch-soziale Verschmelzung der Menschheit in Deutschland, in dem „Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika gemeinsam eine neue Nation erschaffen“ (Jakob Augstein), wobei der lästige Sozialstaat natürlich weggeworfen werden soll. Wie alle planerischen, sozialen Großexperimente werden diese totalen Träume allesamt mehr oder weniger grässlich scheitern.
Doch immerhin kann man fragen: Was lässt sich daraus lernen? Die Autoren Philipp Bagus und Andreas Marquardt haben darüber in ihrem Buch „Wir schaffen das – alleine“ nachgedacht und meinen: „Europas Zukunft liegt nicht im Brüsseler Zentralismus, sondern in möglichst zahlreichen und vielfältig ausgestalteten Kleinstaaten, die in Frieden und Freiheit miteinander kooperieren und auch konkurrieren.“ Die Erfahrung lehrt auf jeden Fall: In Kleinstaaten ist das Verhältnis von Staatsgewalt und Bürgern viel transparenter, Gesetzgebung und staatliche Gewaltausübung sind bürgernäher und -gerechter. Missbrauch und Regieren gegen das Ethos der Bevölkerung ist nicht so extrem und so lange möglich wie im Großstaat. Zumindest theoretisch könnten sich die hochproduktiven Länder wie Bayern, die Pfalz, Sachsen, Baden oder Württemberg von Deutschland abspalten (danach wäre von der Berliner Republik nicht mehr viel übrig, die ökonomische Machtbasis für Weltverbesserungsphantasien wäre dahin).
Alle diese Länder haben Bevölkerungen mit starken, historisch gewachsenen, lebendigen regionalen Identitäten und Gemeinschaften und wären als Kleinstaaten absolut funktional. Lediglich in den Bereichen internationale Interessenvertretung, Verteidigung und Handel wäre man auf Kooperation und sinnvolle Verträge angewiesen. Dass dies möglich ist, beweisen hochfunktionale Länder wie beispielsweise die Schweiz, Norwegen, Dänemark oder Tschechien, die allesamt weniger als 10,5 Millionen Einwohner haben.
Doch so eine Aufspaltung von Staaten passiert nicht einfach von alleine. Jedesmal sind Konvulsionen historischen Ausmaßes nötig, bevor so etwas geschieht. Unser Grundgesetz lässt den Austritt eines Bundeslandes aus der Bundesrepublik auch nicht zu. So heißt es denn für’s erste: Abwarten und Tee trinken. Und wem es zu bunt wird, der kann ja – wie deutlich mehr als hunderttausend hochqualifizierte Deutsche pro Jahr – emigrieren, falls er glaubt, dass es woanders besser ist. Dies könnte hinsichtlich Sicherheit, innerem Frieden und auch Wohlstand tatsächlich bald der Fall sein, wenn wir uns weiter selbst zerlegen.

Quelle: "deutsche Reformation"

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