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"Biergarten"

"Biergarten"

10.10.2018 18:01

Ich will’s mal so sagen: Ich lebe in einer Postkartenidylle Bayerns, inmitten lieblicher Landschaften, dort wo die Berge am schönsten, die Wiesen am saftigsten, die Blumenkästen auf dem Balkonen die buntesten und ein Bayer am bayrischsten ist. Umzingelt von Seen und Wäldern, Wiesen und Kühen, in einem Ort, dessen Luft kuhstallgeschwängert die Nase umspielt und Hähne noch echte Gockel sind, dort ist die CSU zuhause. Sollte man meinen.
Doch der Söder, unser Ministerpräsident, der wird sich wundern, wenn die Auszählung nächste Woche ein Ergebnis offenbart, das ihm die Tränen in die Augen treiben wird. Denn wenn man an den urigen Stammtischen der alten Wirtshäuser und altbayrischen Gasthöfen sitzt und den Bauern zuhört, fallen immer öfter die Stichworte „Freie Wähler“, „Bayernpartei“ und „AFD“. Da ist etwas im Umbruch.
Der trügerische Gedanke, die CSU-Welt sei in der beschaulichen Umgebung zwischen Zwiebeltürmen, Glockengeläut und Löwenzahnwiesen noch in Ordnung, weil man bei uns keine Moslems, keine Burkas und auch keine Nigerianer entdeckt, der täuscht darüber hinweg, dass die heimatliche Erde erodiert ist. Bereits der Gedanke, dass eine schwarz gewandete Muslima die liebliche Dorfidylle stören könnte, löst beim Urbayern höchstmögliche Ablehnung aus und er fühlt sich spontan bemüßigt, eine Mistgabel aus der Scheune zu holen.
So ist er eben, der Bayer. Alles was fremd ist, mag er nicht, es sei denn, es handelt sich um einen Touristen. Aber selbst da differenziert er, der Bayer. Eigentlich mag er nur dessen „Diridari“. Selbst der „Staderer aus Minga“ ist ihm suspekt, zumal die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der Besucher aus der Landeshauptstadt aus Hamburg, Bremen oder Dortmund stammt, hochdeutsch spricht und so tut, als gehörten ihm die frisch gemähten Wiesen und das Alpenpanorama. Gschwerl, so nennt der Bayer diese Eindringlinge, auf die er gut verzichten könnte und die seine Heimat verhunzen. (von Claudio Michele Manzini)
"Immer sind die feigsten Naturen die grausamsten, sobald sie Macht hinter sich spüren." /Stefan Zweig
(rjhCD6149)


Bayern – da braut sich etwas zusammen

Doch zurück zur anstehenden Wahl. Gefühlte 32 Prozent, mehr ist hier für die CSU nicht mehr zu holen. Längst haben die großen TV-Bildschirme in den gemütlichen Stuben die bajuwarische Seele in Aufruhr versetzt, obgleich sich die wahren Probleme in „Minga“ zeigen. „Noch mera bei’dn Preißen.“ Selbstredend brechen sich unterm Kruzifix in der Kuchel beim Schweinsbraten und Bier die Flüchtlinge aus Afrika bahn, zumeist vom Bauern kommentiert mit: Da Deifi sois hoin, kreizsacklzement.
Dass der Seehofer, der Dampfblaudara, in Berlin „a solches Gschiss“ wegen dem Maaßen macht und mit „dera Drudschn“ (Merkel) nicht fertig wird, treibt den krachledernen Bayern um. Was den Söder angeht, da scheiden sich am Biertisch ohnehin die Geister. Dem „Gschaffdlhuaba“ aus Franken, eigentlich schon Ausländer, dem trauen sie mittlerweile nicht mehr viel zu“. Ja, der Bayer, „der scheißt si nix“, der sagt laut, deutlich und unverblümt seine Meinung. Besonders, wenn im Fernsehen Andrea Nahles ihre Weisheiten von sich gibt. „Wos woas de scho, dees miserablige Bockfotzngsicht“,sagt es und nimmt einen tiefen Schluck aus dem Krug.
Und wer da glaubt, der Landwirt auf dem lauschigen Wiesengrund sei „deppad“ und könnte nicht beurteilen, dass er im Vergleich zu seinen Kollegen in Frankreich, Italien, Schweiz oder Österreich digital abgehängt ist, der irrt sich gewaltig. Alois, Korbinian oder Sepp, sie wissen, dass sie für ihre Milch weniger bekommen, als die Nachbarn in der EU. Sie erinnern sich auch noch genau an das Glyphosat-Debakel. Taucht dann eine dieser militant-grünen Weltverbesserinnen auf, die einem „gstandenen“ Bauern die Leviten lesen will, weil er mit seinem Dieseltraktor 20 Tonnen Gülle in die Wiesen pflügt, presst er am Stammtisch beim Maß Bier wütend durch die Zähne: „Schaug’s o, de zammgveglde Kuabritschn. A sechana Krampfhenna kohst do need wäln.“
Natürlich spielen dort auch die Wahlverluste der vergangenen Jahre eine Rolle. Bei der Bundestagswahl 2017 verlor die CSU in erheblichen Maße Stimmen an die AfD, die in Bayern mit 12,4 Prozent ihr bestes Ergebnis in den westlichen Bundesländern und den stärksten Stimmenzuwachs im Vergleich zur vorangegangenen Wahl verzeichnete. Dass die Oberbayern, was die Flüchtlinge angeht, misstrauisch in Richtung österreichische Grenze schielen, hat man in der Staatskanzlei noch nicht so richtig auf dem Schirm. Der Bauer auf dem Land sehr wohl, denn ihm entfleucht bei jedem muselmanischen Mord ein deftiges „Krutzitiakn“.
Im Biergarten weiß man selbstredend auch über den Diesel Bescheid, fühlt sich „bschissen“ und hadert damit, den alten Benz oder Audi möglicherweise verschrotten zu müssen. Den hätte man noch gerne 15 Jahre gefahren. Und nun kämpfen die wackeren CSU-Vasallen in den Landkreisen um die wichtigste Zielgruppe, die ihnen mehr und mehr abhanden kommt. Typische CSU-Wähler sind älter als der Bevölkerungsdurchschnitt, weisen eine größere Nähe zur Kirche auf und leben häufiger auf dem Land. Genau jene verstehen aber auch keinen Spaß. Sie bewerten Leistungen kritischer als die Städter.
Tja, da braut sich etwas zusammen.

Quelle: "Bayern-Wahl"
Mord-Rekord 2018: - Londons Kriminalität als Krankheit (von KOPP Redaktion)

(Zufallsbild/vergewaltigt, ermordet)
Die britische Metropole hat bereits im September die Schwelle zum hundertsten Mordfall überschritten. Die Zahl der Gewaltverbrechen ist drastisch angestiegen. Ein Warnsignal für europäische Großstädte.
Neueste Zahlen belegen ein Zehnjahreshoch der tödlichen Gewaltverbrechen in Großbritannien. In diesem Jahr übertrifft London erstmals die Mordrate von New York City. Sogar die mörderischen Terrorattacken von der London Bridge, Westminister und Manchester ausgenommen, lässt sich ein 12-prozentiger Anstieg der Mordrate feststellen.

Aktuellere Statistiken reflektieren die bedrohliche Tendenz. So registrierte die britische Polizei 2017/2018 insgesamt 14 769 Gewalttaten, bei denen Messer oder vergleichbare Waffen zum Einsatz kamen. 2015/2016 waren es noch 9745. Auffallend »mordbelastet« sind genau jene Bezirke, die sich sogar für London als außergewöhnlich multikulturell erweisen. Beispiel Tottenham: Anfang April ereignete sich dort der 48. Mordfall dieses Jahres – ein 17-jähriges Mädchen wurde in der Nacht aus einem vorbeifahrenden Auto niedergeschossen und starb. Nur wenige Minuten später wurde dann unweit vom ersten Schauplatz ein 16-jähriger Junge von Schüssen erfasst. Er überlebte zwar schwer verletzt, wird aber für den Rest des Lebens geschädigt sein. Sein 17-jähriger Freund wurde während desselben Angriffs mit einem Messer überfallen.
Einwohner machten sich online Luft über die untragbaren Zustände. »Ich habe die Nase so voll davon, nach dem aufzuwachen von einer weiteren Messerstecherei oder Schießerei zu erfahren, die sich in London zugetragen hat. Es wird schrecklich hier«, so ein Kommentar. Bürger beklagen eine inakzeptable Krisensituation, die dringend einer Lösung bedürfe, und fordern Londons Bürgermeister zum Handeln auf. Es gebe zu wenig Polizei auf den Straßen.


Der Rubikon ist überschritten
Nachdem sich Mitte September der hundertste Mordfall in der britischen Millionenstadt ereignete, sieht sich nun auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan veranlasst, etwas zu unternehmen. Dazu wird eine neue Einheit aktiviert, die Violence Reduction Unit. Nach amerikanischem Vorbild nahm bereits im Jahr 2005 die Scottish Violence Reduction Unit (SVRU) in Glasgow ihre Tätigkeit auf. Sozialarbeiter, Lehrer, Ärzte, Polizei und Regierung erhielten die Weisung, miteinander zu kooperieren, um einen erhöhten Sicherheitsstandard zu schaffen. Khan beruft sich gleichfalls auf die SVRU, wenn er fordert, man müsse »mit den Gewaltverbrechen umgehen wie mit einer ansteckenden Krankheit – die Infektion, ihre Verbreitung aufhalten und die Ursachen bekämpfen«.
Doch manch einer erkennt in solchen Aussagen nichts als beschwichtigende Floskeln. Gerade in den letzten Jahren hat sich in der europäischen Gesellschaft zu vieles geändert, als dass eine Kooperation nach beschriebenem Muster genügen würde, um mit der Problematik fertigzuwerden. Der Rubikon ist bereits überschritten. Auch die Londoner Polizei legt verhaltene Skepsis an den Tag. Steve O’Connell, Chef des städtischen Assembly Police and Crime Committee, moniert unter anderem einen besorgniserregenden planerischen Detailmangel, wenn es darum geht, wie diese neue Einheit in ganz London aktiv werden soll. Entsprechend betont er: »Wir werden genau beobachten, ob dieser neue Plan auch in der Praxis wirkt und nicht als verpasste Gelegenheit endet.«

Keine Panik, aber …
Zwar soll die Vorgehensweise in Schottland tatsächlich von Erfolg gekrönt sein, allerdings wurde mit der Maßnahme dort bereits 2005 begonnen, unter doch noch ganz anderen Bedingungen. Was sich aktuell nicht nur in London, sondern auch in anderen europäischen Großstädten abspielt, hat eine neue Dimension. Speziell London betreffend, belegt dies allein schon die erschreckende Tatsache einer dort nun höheren Mordrate als in New York.
Auch Khan drückt sich zu den Erfolgsaussichten eher vorsichtig aus: »Die Gründe für die Gewaltverbrechen entstehen über viele Jahre, und die Lösungen werden Zeit beanspruchen. Diese Einheit ist kein Ersatz für die Investitionen, die unser öffentlicher Sektor braucht, wenn London die Zahl der Gewaltverbrechen signifikant reduzieren will.« Bereits unmittelbar nach dem Terroranschlag auf der London Bridge am 3. Juni 2017 kritisierte Nigel Farage eine durch politische Korrektheit bewirkte Unflexibilität des Londoner Bürgermeisters.

Extremismus in den Schulen
Farage, bekannt für klare und dadurch oft provokante Äußerungen, bezeichnete während eines Interviews für den US-Sender Fox News das Auftreten Khans als zu zaghaft und ließ das US-Publikum wissen: »Ich verstehe, dass der Mann keine Panik verbreiten will. Aber ich würde ihn – als ersten muslimischen Bürgermeister [Londons] – gerne sagen hören: ›Ich werde Radikale aus unseren Moscheen vertreiben. Ich werde mich dafür einsetzen, den Extremismus in unseren Schulen zu beenden.‹ Aber ich höre nicht ein Wort in dieser Richtung.«
Auch nach sexuellen Übergriffen durch Muslime auf junge Mädchen im Norden Englands sei nichts unternommen worden. Man habe Angst, die muslimische Gemeinschaft zu verärgern. Farage: »Es gibt ziemlich große Gegenden im östlichen London, die vollständig muslimisch geworden sind.« Er richtet den Blick aber auf andere europäische Städte: »Es gibt Teile von Paris oder Brüssel, die scheinbar gesetzlos geworden sind … Im Zentrum von Brüssel ist es für Frauen sehr schwierig geworden, nachts alleine unterwegs zu sein, besonders, wenn sie blonde Haare haben.«
Brüssels Stadtviertel Molenbeek gilt spätestens seit den Anschlägen in Frankreich und Belgien als »Brutstätte des Islamismus«, doch der arabische Schriftsteller Dyab Abou Jahjah, der sich rein kulturell zwar als Muslim, aber im Glauben als Agnostiker definiert, bezeichnete Molenbeek im Jahr 2015 noch als harmlos im Vergleich zu anderen Orten. Schon damals war bekannt, dass rund 40 Menschen von dort nach Syrien ausgereist waren, um sich dem IS anzuschließen. Im Vergleich dazu habe Antwerpen 100 Dschihadisten hervorgebracht. Abou Jahjah legt bei dieser Diskussion großen Wert darauf, dass die Attentäter nicht »Muslime« genannt werden, da nur eine kleine Zahl an Muslimen Gewalt anwende. In Deutschland hat die Zahl der Gewalttaten laut Statistik des Bundeskriminalamtes deutlich zugenommen, vor allem Messerattacken. Doch den multikulturellen Faktor verantwortlich zu machen entspricht nicht der politischen Korrektheit.

Quelle: "Kriminalität-London"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 10.10.2018 18:01:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 10.10.2018 18:14
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