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"deutscher GOTT"

"deutscher GOTT"

03.11.2018 21:08

Die AfD ist die letzte Chance für Deutschland“. Diese falsche Behauptung liest man in den alternativen Medien immer wieder. Die AfD mag dabei helfen, auf politischem Wege Veränderungen anzustoßen.
Sie mag fatale Entwicklungen verlangsamen und Ungeheuerliches ans Tageslicht bringen. Wer aber behauptet, die AfD sei Deutschlands letzte Chance, der weiß nicht, was er redet und macht sich deshalb mitschuldig an einer Verschlimmerung der deutschen Gesamtsituation. Bevor es empörte Aufschreie gibt, lese man bitte erst, was damit gemeint ist.
Im meinen beiden Artikeln „An das Deutsche Volk: erkenne die Stunde!“ und „Ein deutscher Elia / das Ende der Dürre“ hatte ich aufgezeigt, dass die Ursache der gegenwärtigen Lage unseres Landes nicht politischer, nicht ideologischer, sondern geistiger Natur ist. Ich hatte auch aufgezeigt, wie dem großen Wegbrechen, das sich auf allen Ebenen vollzieht, begegnet werden muss.
Ließe sich manches noch durch systemimmanente Schwachpunkte, durch menschliches Versagen oder politische Dekadenz erklären, so hat doch speziell die fortdauernde Okkupation durch den Islam eine unleugbar geistige Dimension: hier wird ein sich nahender, sich selbst hingebender, gleichwohl gerechter Gott durch einen fremden, einen grausamen, fernen ersetzt. Unser gesamtes gesellschaftliches Gefüge, all unser Wissen über das, was wir „gut“ nannten und dem wir deshalb, weil wir es gut nannten, nacheiferten, war eine Frucht vom Baum des liebenden, sich nahenden, sich selbst hingebenden Gottes.
Das Eindringen des fremden Gottes, dem unser Land von der eigenen Herrschaft quasi auf dem Silbertablett übergeben wird, bedeutet nichts Gutes. Biblisch gesehen kann die damit einhergehende Veränderung – Rückkehr archaischer Gewalt, Missachtung des Individuums, speziell der Frau als vollwertiger Person, Verlust von Gewohn- und Sicherheiten – kaum anders denn als Zeichen des Gerichtes an unserem Volk gedeutet werden: Gott überantwortet die Deutschen der notwendigen Erfahrung mit dem grausamen Gott, weil sie ihn – den Liebenden – verlassen haben. Entscheidungsträger in Politik, Medien und Kirchen, die diese Entwicklung maßgeblich vorantreiben, sind hier entweder mit geistiger Umnachtung geschlagen oder verfolgen eine satanische Agenda. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem. Merkels Teilrückzug ändert daran erst einmal überhaupt nichts.
(von Kopekenstudent)
"Schnell arbeitender Verstand ist kein Vorteil, wenn er nicht auch zugleich gründlich ist. Die Vollkommenheit einer Uhr besteht nicht darin, schnell, sondern richtig zu gehen." /Luc de Clapiers
(rjhCD6149)


Der einzige hoffnungsvolle Weg für Deutschland

Nun tritt der im demokratischen Denken geschulte, dem biblischen aber entwöhnte Humanist auf den Plan und meint, dass Herrschaft ja qua Volkswillen ersetzt werden könne. Dazu gäbe es schließlich Wahlen. So stehe es in den Lehrbüchern, so funktioniere Demokratie. Dass dem aber in der Praxis ganz und gar nicht so ist, dass die sich seinem Verstand aufzwingende, notwendige Kehrtwende einfach nicht gelingen will, zermürbt und verstört ihn. Weshalb er irgendwann zu dem (durchaus treffenden) Schluss kommt: also ist Deutschland keine Demokratie mehr. Er quittiert diese Erfahrung mit Galgenhumor und zunehmendem Fatalismus, unterbrochen von kurzen Strohfeuern der Hoffnung, welche er allerdings regelmäßig auf die falschen Sub- und Objekte projiziert.

Was unser Demokrat und Humanist nicht versteht ist der Umstand, dass nicht das Verschwinden der Demokratie Grund für die wie festbetoniert scheinenden Verhältnisse ist. Sondern etwas anderes. Er weiß nicht, was dem im biblischen denken Geschulten durchaus bewusst ist. Er kennt nicht die Aussage des 3. Kapitels des Jesaja-Buches, aus er hervorgeht, dass die Herrschaft von Frauen über Land und Volk ein großes „Wehe“ bedeutet. Dies muss er als kopfschüttelnder Untertan erst mit eigenen Augen ansehen und selbst schmerzhaft erfahren, bevor er die Infragestellung des Dogmas von den Frauen, die alles genauso gut können wie Männer, zulässt. Er weiß nicht, dass dieses „Wehe“ nicht Ursache, sondern bereits Folge des Übels ist sich das Volk unter der Frauenherrschaft mitten im Gericht Gottes befindet. In welchem es dann die im Normalfall undenkbaren Dimensionen, das ganze Ausmaß einer durch und durch verkommenen, schwachen und schlechten Herrschaft auskosten darf.

Auch weiß er nicht, dass niemand anders als Gott selbst es ist, der den Mächtigen ihre Macht verleiht. Und sie ihnen zu gegebener Stunde wieder entreißt. Zu vieles weiß unser ungläubiger Humanist und Demokrat nicht, weshalb er ununterbrochen die falschen Schlussfolgerungen zieht, sich die falschen Strategien zurecht legt und seine Hoffnungen auf die falschen Hoffnungsträger setzt. Nur um mitansehen zu müssen, wie eine nach der anderen scheitern. Anstatt aber einmal seine gesamte Weltdeutung in Frage zu stellen, begeht er die selben Fehler lieber immer wieder von neuem. Derweil sich vor seinen Augen Veränderungen vollziehen und Fakten geschaffen werden, unter denen noch seine Enkel leiden werden.

Mehrfach schon empfahl ich deshalb dringend, der patriotische Widerstand müsse sich endlich mit der Realität vertraut machen, dass alles, was geschieht, niemals gegen den Willen Gottes geschieht. Obwohl menschliche Pläne natürlich auf Kriegsfuß mit Gott stehen, können sie den übergeordneten Absichten Gottes weder zuwider laufen noch sie verhindern. Auch wenn die Mächtigen beides gerne besäßen oder vortäuschen, sie hätten es – es mangelt ihnen zur Durchsetzung schlicht an Allwissenheit und Allmacht. Gott wird sich von keinem dieser Möchtegern-Aspiraten die Butter vom Brot nehmen lassen. Von keinem Menschen und auch nicht von einem fremden Götzen, der sich selbst Gott nennt.
Es wäre zwar theoretisch denkbar, dass „das Wunder“ dennoch geschieht. Dass irgendein Prozess sich plötzlich verselbstständigt und – wie 1989 – Dinge ins Rollen geraten, gegen die die Mächtigen machtlos sind. Gerade momentan bekommen wir mit Putins Angebot, uns alle (!) illegalen Migranten abzunehmen und nach Syrien zurückzuführen, gezeigt, welche Möglichkeiten Gott scheinbar ohne jede Anstrengung jederzeit aus dem Ärmel schütteln kann. Sollte irgendein dergestaltes Wunder also eintreten, würden viele aufatmen und sagen, endlich ist es uns gelungen. Persönlich glaube ich aber, dass das diesmal nicht so einfach der Fall sein wird.

Weil nicht Glück und Selbstverwirklichung, sondern die Erlösung des Menschen von seiner verlorenen Natur Gottes oberstes Anliegen ist. Sicherheit, Wohlergehen, Zukunft – all das also, was man mit dem Begriff „Segen“ zusammenfasst – ist die in Wirklichkeit die Folge der rechten Haltung Gott gegenüber. Denn dass Segen als Voraussetzung zu einem Gott gefälligen Lebens nicht taugt – diesen Beweis erbringt unser Volk ja gerade in Reinform.
In den 1980er Jahren beteten viele Christen ausdauernd für Veränderungen in der DDR. Möglicherweise waren diese Gebete die geistige Vorarbeit, die den politischen Umbruch ermöglichten. Sollte es so gewesen sein – wo sind die betenden Christen heute? Ich fragte einen Pastor, der die Lage in Deutschland ähnlich beurteilt, wie er die Situation der Kirche einschätze. Er kenne ja sie ja aus dem Gemeindeleben, aus Zusammenkünften von Pastoren, Landessynoden usw. ganz anders als jemand, der – wie ich – ausgetreten ist. Der Pastor meinte, auf Gebet aus der Kirche brauche man nicht hoffen. Die Pastoren wären fast alle auf Seiten der Regierung. Wenn, dann gebe es höchstens ein paar wenige private Gebets-Gruppen.
Auch auf christlichen Blogs findet man traurigerweise wenig zu diesem Thema. Viele – Philosophia Perennis ist hier eine Ausnahme – verlinken nur Artikel anderer Seiten; überhaupt werden überwiegend die Tagesnachrichten aufgegriffen und kommentiert. Hie und da ließt man auch die naive, vollkommen realitätsfremde Vorstellung, Gott hätte die Migranten nach Deutschland geschickt, dass die hiesigen Christen ihnen den Glauben näher bringen könnten. Das mag in Einzelfällen zutreffen. Aber nicht bei einer derartigen Massenzuwanderung. Um zu begreifen, dass Migranten, die zu hunderttausenden der selben Kultur entstammen, lieber unter sich bleiben, als in deutschen Kirchen nach dem christlichen Glauben zu suchen, muss man wahrlich keine große Leuchte sein.
Wer nun – vor diesem Hintergrund – behauptet, die AfD sei die einzige Chance für Deutschland, aus dem spricht eine Überzeugung, die die Realität Gottes im Prinzip völlig ausblendet. Letztlich sind solche Aussagen ein Schlag ins Gesicht Gottes; sie changieren – theologisch gesprochen – irgendwo zwischen Unglauben und Gotteslästerung. Wer die AfD zur „einzigen Chance“ erklärt, verleiht ihr einen Heils- und Erlösungs-Status, der allein Gott und Jesus Christus zukommt. Das ist hier durchaus ganz realpolitisch gemeint. Denn Gott greift auch heute noch machtvoll in das Weltgeschehen ein.

Als Beispiel für zahlreiche andere historische Ereignisse mit wundersamem Ausgang seien hier die israelisch-arabischen Kriege, insbesondere der israelische Befreiungskrieg (1948), der Sechstagekrieg (1967) und der Jom-Kippur-Krieg (1973) genannt. Berichte von Soldaten beschreiben, wie der zahlenmäßig unterlegenen israelischen Armee wiederholt eine überirdische Macht zu Hilfe kam. Piloten der israelischen Luftwaffe bezeugten, sie wären von engelhaften Erscheinungen begleitet worden, die mit ihnen gekämpft hätten. Ein Trupp auf den Golanhöhen, der von einer syrischen Panzer-Übermacht überrollt zu werden drohte, sah eine Hand aus den Wolken herab kommen, die die Syrer ganz einfach zurück in ihr Land schob.
Überhaupt ist die Wiederherstellung des Staates Israel – unabhängig davon, wie sie politisch zustande kam – ein einziges Wunder. Ebenso wie der unblutige Verlauf der Ereignisse von 1989, die zur von vielen angekündigten und erhofften, und dennoch alle überraschenden Wiedervereinigung Deutschlands führten.
Nein, es ist nicht die AfD, die Deutschland retten wird. In Wirklichkeit ist die AfD Lichtjahre von einer solchen Möglichkeit entfernt. Das haben sämtliche Wahlergebnisse gezeigt. Auch gelang es der AfD nie, einen der vielen Bälle auf dem Elfmeterpunkt im Netz zu versenken. Das Medien- und Parteienestablishment steht je dünner die Luft wird, desto geschlossener wie eine Wand Seit an Seit zusammen und boykottiert die AfD jenseits jeglicher demokratischen Gepflogenheiten. Lieber wird das Weiter-So auf dem kleinsten Nenner bis zum totalen politischen Stillstand festbetoniert, als der AfD auch nur ein Mü nachzugeben.
Die Deutschen können sich noch lange vor der Tatsache drücken, dass sie selbst in ausreichend großen Teilen zu Gott umkehren müssen. Das sie auf ihre Knie fallen und beten müssen, verzeihe uns unsere Verfehlungen, die wir gegen Dich, der Du uns so sehr gesegnet hast, begangen haben. Vergib uns die Ermordung unserer Ungeborenen. Vergib und die Missachtung Deiner Gebote. Vergib uns, dass wir den Feinden Deines Wortes erlaubten, sich in unseren Kirchen auszubreiten. Vergib uns unsere sinnentleerte Jagd nach Geld und Wohlstand, denn Du hast gesagt, trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit – so wird Euch dies alles zufallen, denn der Herr weiß, dass ihr dessen bedürft. Vergib uns unseren Götzendienst, sie Anbetung der Natur, die zur Erlöserlehre erhobene Ökologie, die antigöttliche Geschlechter-Propaganda, den Missbrauch unserer Kinder… Sei uns gnädig Gott, hilf uns und, gib uns nicht unseren Feinden preis! Errette uns vom Bösen in uns selbst und dem, das uns von außen bedrängt!
Die Deutschen müssen erkennen, dass dies die Grundvoraussetzung zu jedweder Rettung ist – wie immer sich das dann praktisch zeitigen mag . . . durch politische Siege der AfD, durch das Volk selbst oder ganz anderes – Friedensvertrag mit den Siegermächten, Rückführung aller Migranten, Auflösung der EU oder was auch immer. Je länger sich die Deutschen allerdings dieser Erkenntnis versperren, je länger sie ihre Hoffnungen auf jene setzen, die ihnen in Wirklichkeit nicht helfen können, weil Gott es nicht zulässt, desto übler wird die Lage werden.
Am Beispiel Bauhaus Dessau vs. feine Sahne Fischfilet ist deutlich zu erkennen, dass die herrschende Macht nicht den allergeringsten Widerstand, welcher von ihren Gegnern als Sieg interpretiert werden könnte, duldet. Es kommt immer zum Kotau. Die Macht tritt hier mit einer ähnlichen Totalität jedem Nein entgegen, wie sie es in der biblischen Erzählung von Nebukadnezars goldenem Standbild tat. Wer sich nicht niederwarf, musste sterben.
Im Moment mangelt es Deutschland ganz konkret auch an Politikern, die dem Nazi-Schuld-Wahn und den ganzen Rassismus-Vorwürfen mit der Vergebung durch das Kreuz Jesu entgegen treten. Denn wenn selbst das jüdische Volk den Deutschen vergeben hat, welches Recht hat man, die Deutschen dafür weiter zu verdammen?
Das Anziehen der „ewigen Schuld“, wie Bundespräsident Wulff und andere es taten, ist ganz klar eine Zurückweisung der Gnade Gottes, der sagt
„und ist Eure Sünde blutrot, so soll sie doch schneeweiß werden“.

Von daher wundert es überhaupt nicht, dass, wer die Vergebung des barmherzigen Gottes zurückweist, dann eben mit der unbarmherzigen Härte eines anderen, grausamen Gottes konfrontiert wird. Mit allen Folgen, wie wir sie bspw. im Ruhrgebiet und Berlin oder jüngst in Freiburg weit fortgeschritten beobachten können. Gott hat den Deutschen die Jahre 1933-45 vergeben! Diese Vergebung muss endlich auch praktisch angenommen werden.
Leider ist damit zu rechnen, dass viele diesen Artikel (noch) nicht verstehen und ihn darum als religiösen Blödsinn oder Defätismus wider die AfD auslegen werden. Diesen sei gesagt, auch ich bin der Ansicht, dass man derzeit nur die AfD wählen kann. Doch das wird nicht genügen. Hier ist der Weg aufgezeigt, nach dem derzeit so viele fragen.
Hoffen sie nicht auf Personen, nicht auf Institutionen, nicht auf Logik, den Markt, das Volk, nicht auf die Stärke von Tradition und Kultur . . . beginnen sie ihre Hoffnung endlich auf Gott zu setzen. Und verhalten Sie sich so, als erwarten Sie Hilfe von ihm. Gott will wieder die relevante Größe in unserem Denken werden. Er wartet darauf, uns helfen zu können.
Schließen wir ihn nicht länger aus. Er tut ohnehin, was er tun wird. Wenn er es aber gegen unseren Widerstand oder unsere Gleichgültigkeit tun muss, wird es schlimmer für uns werden.

Quelle: "Selbstverwirklichung"
Dr. Gniffkes Macht um Acht: ARD-aktuell macht dem Merz die Räuberleiter

Für den ehemaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der sich jetzt um den CDU-Vorsitz bewirbt, wird medial der Rote Teppich ausgerollt. Dabei missachten öffentlich-rechtliche Sendeformate wie ARD-aktuell ihre gesetzlichen Programmrichtlinien. /von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
Die Tagesschau und ihre Geschwistersendungen der ARD-aktuell bewähren sich derzeit als Steigbügelhalter des Finanzmanagers Friedrich Merz bei dessen Bewerbung um den CDU-Vorsitz. Er ist als Vorsitzender des Vereins „Atlantik-Brücke“ ein Wasserträger der USA und der Geldaristokratie; ein Transatlantiker par excellence, verbrüdert im Geiste mit ARD-Repräsentanten wie dem Tagesthemen-Moderator Zamperoni, Tina Hassel, dem WDR-Intendanten Buhrow, WDR-Fernsehprogrammdirektor Schönenborn und dem BR-Intendanten Wilhelm, die wie viele andere namhafte Figuren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Atlantikbrücken-Vereinsmitglieder sind.
Zwar schreibt das Gesetz dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, in seinem Informationsangebot die Grundsätze der Unabhängigkeit und Objektivität zu wahren, seine Nachrichtensendungen parteipolitisch neutral zu gestalten, der Wahrheit verpflichtet, um Vollständigkeit bemüht. Im Fall Merz praktiziert der Laden jedoch wieder einmal parteipolitische Vetternwirtschaft.


Kanzlerin Angela Merkel hatte nach der Serie von Wahlschlappen ihrer Partei am 29. Oktober öffentlich erklärt, sich auf dem CDU-Parteitag im Dezember nicht noch einmal für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Schon vorher waren mehrere Bewerber um das Parteiamt bekannt. Die ARD-aktuell nannte in ihren ersten Sendungen nach dem Merkel-Auftritt aber nur zwei, beide politische Funktionsträger: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn. Die hatten nun flugs ebenfalls „ihren Hut in den Ring geworfen.“ Die Scheinsachlichkeit währte allerdings nur Stunden. Noch gleichentags brachte die Tagesschau wie alle anderen Mainstreammedien einen Nachfolgekandidaten „ins Gespräch“: Friedrich Merz. Der hatte sich zwar bis dahin noch gar nicht als Bewerber gemeldet, aber offenbar schon viele Wochen zuvor partei- und medieninterne Strippen gezogen.
Merz steht seither immer ganz oben, ganz vorne. ARD-aktuell manipuliert damit die Kandidatenkür, dass die Schwarte kracht. Häufigkeit und Reihenfolge der Namensnennung der Bewerber folgen in den Tagesschau-Sendungen keinem neutralen Kriterium. Weder wird eine alphabetische Reihenfolge gewahrt, noch eine zeitliche entsprechend dem Bewerbungseingang. Zu schweigen von der unterschiedlichen Ausführlichkeit der Kandidatenbeschreibung. Die Redaktion verstößt mit dieser Form der Berichterstattung massiv gegen die gesetzlichen Bestimmungen für die Nachrichtengestaltung: gegen das Neutralitätsgebot, gegen journalistische Grundsätze und gegen alle Fairnessregeln.
Absicht ist offenkundig, einen Bewerber in den Sattel zu hieven, dem noch viele hinderliche Beschreibungen anhaften: „umstritten“, „nicht integrativ“, „extrem rechtslastig“. Es geht darum, ihm den Weg in eines der wichtigsten politischen Ämter der Republik zu ebnen, einem unerbittlichen Neoliberalen, Abzocker, Vertreter des Geldadels und Arbeitnehmerfeind. Der Mann könnte als Abbruchunternehmer gegen unseren Rest-Sozialstaat berufen, soll aber jetzt der Gesamtbevölkerung "schmackhaft" und "wählbar" gemacht werden; als sei er geeignet, das gestörte "Gemeinwohl-Gefühl" der Nation wieder herzustellen und die Rückkehr der CDU zu einer "Volkspartei" zu ermöglichen. Ein Charakteristikum übrigens, das auf die CDU längst nicht mehr zutrifft, auch schon vor Merkels Regierungszeit nicht. Die CDU war immer die Partei der gefüllten Geldbeutel, Habenichtse waren ihr gleichgültig;
um die sollten die Sozis sich kümmern...
Für Merz läuft es wie geschmiert. Merkel hatte eben ihre Verzichtserklärung beendet, Minuten später jubelten ihn die Mainstream-Medien BILD und WELT schon voller Begeisterung zum besten aller denkbaren Nachfolger hoch. Er sei in den vergangenen Wochen von Parteifreunden massiv gedrängt worden, für das Amt des CDU-Chefs zu kandidieren, hieß es bei BILD. Anzunehmen ist also, dass seine Kandidatur für den Parteivorsitz von langer Hand vorbereitet worden war. Auch die anderen Kampfblätter der Bourgeoisie, der Münchner Merkur, die FAZ und DIE ZEIT ließen an ihrer Sympathie für den Mann keinen Zweifel. Für ihn sprach seine Lobbyarbeit als Vorsitzender der "Atlantikbrücke.


Kognitionsforscher haben herausgefunden, dass unser Denken im Wesentlichen von Metaphern und nicht von Fakten bestimmt wird. In allen Kulturen findet sich die Metapher "mehr ist oben" und "weniger ist unten". Tatsachengestützte Beispiele gibt es genug: wer zum Beispiel in der Bundesliga-Tabelle oben steht, wird als "gut und erfolgreich" wahrgenommen. Bei fortwährender Wiederholung solcher Rankings registriert unser Gehirn: der oben in der Tabelle ist der Beste. Der Volksmund sagt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Beachtet man diese Regel bei der Präsentation politischer Kandidaten, dann wirkt sich das in der allgemeinen Wahrnehmung als befeuernd für den Erstgenannten aus.
Der im Ranking auf Platz 1 genannte Kandidat wird in unserer Vorstellung zum Besten, zum Bewerber mit den größten Erfolgsaussichten. Es bedarf besonderer Reflexion, diesen Eindruck zu korrigieren oder zu widerlegen. Die Medienberichterstattung wird in aller Regel mit "Meinungsumfragen" ausgestattet, die dem manipulativen Auswahlprozedere eine scheindemokratische Note geben – als ob dabei die an sich sachfremden Kriterien „Erstgenannter“ und „Bekanntheitsgrad“ keine Rolle spielten. "Der Bürger" wird nach seiner Meinung befragt in der unmerklichen Absicht, ein Wunschergebnis bestätigen zu lassen. Das funktioniert prima: Beispielsweise sprachen sich in einer Leserumfrage des CSU-affinen, rechtskonservativen Münchner Merkur bereits unmittelbar nach Bekanntgabe seiner Kandidatur erwartungsgemäß mehr als 40 Prozent der Teilnehmer für den Merkur-Favoriten M. aus.
Gniffkes ARD-aktuell schien in ihren Nachrichten über die CDU-Vorsitz-Kandidaten zunächst korrekt bleiben zu wollen. Die Tagesschau berichtete zwar ebenfalls ziemlich früh, am 29. Oktober um 10.45 Uhr, über eine „mögliche“ Bewerbung des Mainstream-Favoriten Merz. Sie behandelte das aber noch halbwegs seriös. Nicht er, sondern A. Kamp-Karrenbauer wurde im Vorstellungsranking als Nr.1 geführt. Korrekt, weil sie als Generalsekretärin der CDU die ranghöchste Bewerberin im Parteigefüge der CDU ist. Am Nachmittag hatte sich das Präsentationsmuster aber schon geändert. Merz lag nun auch bei ARD-aktuell vorne, obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht offiziell gemeldet hatte. Er wurde regelrecht „herbeiberichtet“.

Die Manipulationsabsicht wird erkennbar, wenn man betrachtet, wie der Name Merz seither die Berichterstattung beherrscht, während über die anderen Kandidaten wenig oder überhaupt nichts mehr gemeldet wird. Dass, um die zeitliche Abfolge des Bewerbungseingangs zu wahren, schon vor Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz auch der Marburger Unternehmer Andreas Ritzenhoff sowie der Bonner Juraprofessor Matthias Herdegen ihre Kandidatur angekündigt hatten, blieb nahezu unerwähnt; und das, obwohl beide sogar gegen Merkel antreten wollten, als von deren Verzichtsabsicht noch keine Rede war, und obwohl beide nach dem Teilrückzug der Kanzlerin ausdrücklich bei der Kandidatur geblieben waren. Die Tagesschau behandelte diese Männer, als seien sie auf der Brennsuppe hergeschwommen.
Der WDR schließlich protegierte Merz in einem Beitrag für die Tagesschau dermaßen aufdringlich, dass er die Konkurrentin Kramp-Karrenbauer nicht einmal mehr erwähnte. Wen wundert´s? Der WDR stellt mit seinem Intendanten Buhrow und Fernseh-Programmdirektor Schönenborn zwei prominente Mitglieder in der von Friedrich Merz geführten, US-hörigen "Atlantikbrücke". Da wäscht eine Hand die andere.
Von kritischer Berichterstattung gerade über Merz ist die ARD-aktuell ohnehin meilenweit entfernt, das journalistische Hemdchen des Chefredakteurs Dr. Gniffke ist zu kurz. Sein Qualitätsladen bleibt lieber bei Sprechblasen: "Merz gilt als wirtschaftsliberal und konservativ". Aha.
Leerformeln. Dass er ein schamloser Abzocker ist, wird dem Publikum vorenthalten. Wenn man wissen möchte, wer dieser Friedrich Merz eigentlich ist, muss man wie so oft die bewussten („alternativen“) Medien befragen, die um seriös kritischen Journalismus bemühten: Das im Heise-Verlag erscheinende Politmagazin Telepolis, den russischen Internet-Sender RT Deutsch und vor allem Albrecht Müllers NachDenkSeiten, um nur einige wichtige Beispiele zu nennen.
Der Wunschkandidat reaktionärer Kreise sitzt in dutzenden Gremien von Versicherungskonzernen, Finanzdienstleistern, Banken und Beraterfirmen, er sammelt Vorstandsposten wie andere Menschen Briefmarken. Und er kassiert nach allen Regeln der Beutelschneiderkunst: für Beratertätigkeit bei der Zerschlagung der maroden West LB verlangte er eine Tagesgage von 5000 Euro.
Wie versteht dieser Hohepriester des Kapitals von der Welt der Menschen "da unten"? Von den Arbeitnehmern erwarte er „volle Zustimmung für die Begrenzung des Sozialstaats“. Eine „Grundsicherung von 132 Euro pro Monat“ reiche für Bedürftige aller Art völlig aus. Das sind einige seiner üblen früheren Sprüche. Jetzt hat er vorübergehend soziale Kreide gefressen um sich wählbar zu machen. Wichtige Arbeitgeberverbände aber bejubeln ihn als ihren Mann. Sie kennen den Vorher/Nachher-Effekt von Wahlen.

Wie schaut es mit seiner geopolitischen Orientierung aus? Sie ist der "Westlichen Wertegemeinschaft" gemäß, es unterscheidet ihn diesbezüglich fast nichts von Merkel, Maas, Spahn und von der Leyen. Alle sind transatlantische Konfektionsware, stets bereit zum Bückling in Washington und zur Rektalvisite bei den NATO-Oberen. So sagte Merz:
"Wir brauchen eine strategisch ausgerichtete Außen- und Sicherheitspolitik. Nicht ambivalent - sondern an der Seite unserer europäischen Partner und Amerikas. Im Ergebnis bedeutet das, dass wir die Zusage endlich einhalten müssen, die wir seit Jahren geben: bis zu zwei Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts tatsächlich für Verteidigungsausgaben bereitstellen."

(er Jemen ist unter der Last des von Saudi-Arabien geführten Krieges kollabiert. Zehntausenden Kindern droht der Hungertod. /Reuters/Reuters)
CDU-Generalsekretärin „AKK“ ist dagegen fast aus den ARD-aktuell-Berichten verschwunden. Hervorgehoben wird ihre Nähe zur Kanzlerin und dem "linken Sozialflügel der CDU". Dr. Gniffkes Agitprop-Journaille weiß, was derartige Hervorhebungen nach monatelangen Diskussionen um die GroKo bedeuten: Eine Vorlage für Merz, einen Tritt gegen Karrenbergers Schienbein. Das Ganze massenmedial gerahmt mit weiteren Umfragen, in denen Merz als Favorit gehandelt wird und gekrönt vom Ruf nach einer Mitgliederbefragung. Der Grund liegt auf der Hand: Die Delegierten des Parteitags in Hamburg dürften noch überwiegend dem Merkel-Lager angehören, Kramp-Karrenberger einen kleinen „Heimvorteil“ gegenüber den anderen Bewerbern haben.
Merz und seine Strippenzieher wissen das. Um ihm den Erfolg zu sichern, wäre nichts mehr geeignet als eine Mitgliederbefragung. Mit Hilfe der Mainstream-Medien und der Netzwerke von Atlantikbrücke und Wirtschaftsverbänden wäre es kein Problem, Merz als der Retter der CDU und des deutschen Abendlandes anzupreisen. Diese Kreise wissen, wie sie den CDU-Vorsitzenden kriegen, den sie haben wollen. Ob die Mitgliederbefragung zustande kommt, hängt teils von Satzungsfragen, teils von den Chancen ab, eine Mehrheit für Merz bereits bei den 1.000 Parteitagsdelegierten herbeizumauscheln. ARD-aktuell mauschelt jedenfalls mit.

Quelle: "Merz-Kandidatur"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 03.11.2018 21:08:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 03.11.2018 21:38
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