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"Neandertaler"

"Neandertaler"

06.02.2019 19:41

Manieren sind der soziale Kitt, der jedwede Gesellschaft zusammenhält. Deshalb ist es fatal, wenn die Umgangsformen immer mehr verfallen, so wie derzeit in Deutschland. Die Ursache hierfür liegt in der Erosion des traditionellen Wertefundaments.
Benehmen, Anstand, Kinderstube, Betragen, Etikette, Höflichkeit, Umgangsformen, Manieren – es gibt viele Bezeichnungen für das Konvolut an Gesten und Verhaltensweisen, welche Ausdruck von Rücksicht oder Respekt beziehungsweise Affektkontrolle und Zivilisiertheit sind. Ohne sie wäre das menschliche Zusammenleben kompliziert oder gar unmöglich.
Das wusste man hierzulande schon im Mittelalter, also lange vor der Zeit des legendären Freiherrn Adolph von Knigge (1752−1796), als Benimmbücher rieten:
„Man soll nicht Schmatzen und Schnauben beim Essen; man soll nicht über die Tafel spucken und sich nicht ins Tischtuch schneuzen; man soll sich nicht über die Schüssel hermachen wie ein Schwein; nicht das Angebissene wieder in die allgemeine Soße tauchen.“
Solche Ratschläge sind heute – meistens jedenfalls – kaum mehr vonnöten. Stattdessen gibt es aber zahlreiche andere Hinweise für den Verfall der Manieren. Um diese zu studieren, genügt oft schon ein kurzer Gang über den Weihnachtsmarkt: Da wird geschubst und gedrängelt, was das Zeug hält, und zugleich mit der Bratwurst in der einen und der Glühweintasse in der anderen Hand herumstolziert. Sollen die anderen Besucher doch in ihrem schäbigsten Zwirn kommen, wenn sie sich an Senf-, Fett- oder Rotweinflecken an der Bekleidung stören! (von Wolfgang Kaufmann)
"Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert." /Alexander Solschenizyn
(rjhCD6149)


Wie Barbaren unsere Umwelt erobern

Während der Fahrt zum Ort der vorweihnachtlichen „Einkehr“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind weitere Unsitten zu beobachten: Manche Herren der Schöpfung praktizieren ungeniert „Manspreading“, wie der neumodische Fachausdruck für das betont breitbeinige und raumgreifende Dasitzen lautet.
Nicht selten verzehren die Vertreter des vermeintlich starken Geschlechts dabei auch noch geruchsintensive Speisen nach orientalischer oder US-amerikanischer Rezeptur, deren Odeur dann durch das ganze Gefährt wabert, während Schilder auf das allgemeine Essverbot in Bahn und Bus hinweisen. Dazu kommt ein Schluck aus der mitgeführten Bierflasche – gefolgt von herzhaftem Rülpsen.
Frauen wiederum widmen sich gerne diversen kosmetischen Obliegenheiten oder plaudern mit ihren Freundinnen lauthals über die intimsten Dinge – tragen also das Private voller Selbstverständlichkeit in den öffentlichen Raum. Wer so etwas nicht mag, der soll halt weghören …
Apropos Weghören: Das gelingt natürlich vor allem jenen Quasi-Autisten, die zuckend unter ihren Kopfhörern dahocken, aus denen wummernde Bässe hervordringen, deren Lästigkeitspotenzial locker an das von Presslufthämmern heranreicht. Auf diese Weise kann man sogar in den Polstern kleben bleiben, wenn die neben einem stehende Rentnerin mit Rollator zu kollabieren droht.
Eine weitere Unsitte von Erwachsenen beiderlei Geschlechts ist die neuerdings zunehmend häufiger zu beobachtende Art des Aussteigens: Man geht angesichts der näherkommenden Haltestelle nicht etwa schon mal vorsorglich an die Tür wie früher, sondern erhebt sich erst, wenn die neuen Fahrgäste einsteigen, was regelmäßig zu Chaos und Verzögerungen bei der Weiterfahrt führt.

Und dann die Kinder! Lieblingssport der kleinen Träger von großen eckigen Ranzen ist die Jagd nach freien Sitzplätzen, bei der sie ältere oder gebrechliche Fahrgäste aufgrund ihrer Agilität meist um mehr als eine Nasenlängen schlagen. Ohne, dass ein Erwachsener diesen „Sieg“ dadurch quittiert, dass er ihnen die Leviten liest.
Derartige Verhaltensweisen sind dabei absolut kein Unterschichtphänomen, wie das Auftreten mancher Politiker belegt, wenn es gegen den politischen Gegner geht. Man denke hier nur an die vollmundige Ankündigung der neugewählten SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles an die Adresse der Union: „Ab morgen kriegen sie in die Fresse.“
Gründe für diese Stagnation oder gar Umkehr des zivilisatorischen Fortschritts gibt es viele. Wie der äthiopisch-deutsche Bestsellerautor und Unternehmensberater Asfa-Wossen Asserate, welcher ein preisgekröntes Buch über die Manieren der Deutschen schrieb, sehr richtig feststellte, liegt die Schuld unter anderem bei der 68er-Bewegung. Diese trat eine globale Kulturrevolution los, in deren Verlauf alles Althergebrachte infrage gestellt wurde, darunter auch die Manieren. Schließlich basieren die Umgangsformen ja auf Regeln – und mit Regeln tat man sich Ende der 1960er Jahre und danach zunehmend schwerer.
Soziologen bezeichnen dieses Phänomen als Informalisierung: Zuerst werden verbindliche Verhaltensnormen gelockert oder ignoriert – man agiert immer zwangloser und genießt den Zugewinn an Freiheit und Bequemlichkeit. Bis das Individuum dann die Regeln komplett vergisst und meint, alles sei erlaubt. Das gelingt natürlich nur bei weitgehender Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen der Mitmenschen. Aber die wurde der Generation der Kinder der 68er ja systematisch antrainiert, Stichwort „Antiautoritäre Erziehung“.
Durch diesen neuen pädagogischen Ansatz kam es zu einem weitgreifenden Verlust an Disziplin und Selbstbeherrschung – Eigenschaften, die nötig sind, um Entgleisungen im zwischenmenschlichen Umgang zu vermeiden. Gleichzeitig brachte die neue Freiheit aber jede Menge Verunsicherung: Wenn soziale Normen plötzlich nicht mehr existieren, fehlt auch die Richtschnur für das angemessene Handeln.

Damit wächst natürlich die Angst, etwas falsch zu machen. Und diese Angst wiederum führt bei den ebenso narzisstischen wie egoistischen Selbstverwirklichungsakrobaten von heute zu ruppigem und taktlosem Verhalten, mit dem sie ihre Schwäche unbewusst zu kompensieren trachten.
Eine weitere Erklärung für den Verfall der Manieren bietet die jüngere deutsche Geschichte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese war geprägt durch permanente Zäsuren: 1871, 1918, 1933, 1945, 1989, 2015. Hierdurch konnten sich kulturelle Traditionen und verhaltensprägende Tendenzen nicht in dem Maße herausbilden wie in anderen Staaten.
Umgangsformen, wie man sie beispielsweise bei den autochthonen Bürgern der britischen Monarchie noch verbreitet zu finden vermag, sind hierzulande daher Mangelware.
Allerdings ist das Fehlen einer kulturellen Identität, welches sich auch am Beispiel des Niedergangs der Manieren zeigt, offenbar erwünscht, denn nur so lassen sich Einwanderung und Multikulturalismus als wünschenswerte Phänomene hinstellen.
Andernfalls bleibt der nicht assimilierte Fremde eben ein Fremder – mit all jenen Konsequenzen, die aus der Sicht der Einwanderungslobby­isten um jeden Preis zu vermeiden sind.
Deshalb werden heutzutage erhebliche Anstrengungen unternommen, um eine neue soziale Tugend an die Stelle der nunmehr obsolet gewordenen alten Manieren zu rücken. Gemeint ist die sogenannte „Interkulturelle Kompetenz“. Diese läuft letztendlich auf eine Bereitschaft zur totalen Relativierung aller Verhaltensnormen hinaus. Umgangsformen werden als Ausdruck der jeweiligen Kultur verstanden, was bedeutet, die eigenen zu hinterfragen beziehungsweise deren Verschwinden als etwas Positives zu feiern, weil der „Dialog der Kulturen“ ja stattdessen etwas Neues und viel Besseres hervorbringe.

Vor diesem Hintergrund sind dann auch die Attacken auf Konservative zu sehen, welche an den althergebrachten Anstandsregeln festhalten. Ebenfalls erklärt sich so die unverhohlene Sympathie der „fortschrittlichen Kreise“ für rüpelhaftes Verhalten in Politik, Kunst und anderen Bereichen der Gesellschaft.
Quelle: "Benehmen_Anstand"
Nigel Farage: Donald Tusk ein arroganter Tyrann

(Donald Tusk)
Donald Tusk kritisiert scharf, dass der Brexit vorangetrieben wurde, „ohne auch nur die Skizze eines Plans zu haben“. Aus Großbritannien folgt daraufhin Häme gegen den EU-Ratschefs.
EU-Ratschef Donald Tusk muss Kritik für seine Äußerungen über Brexit-Befürworter einstecken. Tusk hatte am Mittwoch in Brüssel gesagt: „Ich denke manchmal darüber nach, wie der besondere Platz in der Hölle für jene aussieht, die den Brexit vorangetrieben haben, ohne auch nur die Skizze eines Plans zu haben, ihn sicher über die Bühne zu bringen.“ Der ehemalige Chef der nationalistischen Ukip-Partei, Nigel Farage, reagierte daraufhin per Twitter: „Nach dem Brexit werden wir frei sein von ungewählten, arroganten Tyrannen wie Ihnen und unser Land selber lenken.“ Das sei nicht die Hölle, sondern eher der Himmel.
Die für Parlamentsfragen zuständige britische Ministerin Leadsom sagte: „Ich bin mir sicher, dass er sich wohl wünschen wird, er hätte es nicht getan, wenn er darüber nachdenkt.“ Leadsom ist selbst eine glühende Brexit-Anhängerin.
Tusk selbst sagte, dass er immer noch glaube, dass eine gemeinsame Lösung für einen geregelten EU-Austritt Großbritanniens möglich sei. „Und ich werde alles in meiner Macht stehende tun, sie zu finden.“ Doch hoffe er auf neue Ideen aus Großbritannien, insbesondere zur Lösung der irischen Grenzfrage. „Gebt uns eine glaubhafte Garantie für Frieden in Nordirland und Großbritannien wird die EU als vertrauenswürdiger Freund verlassen“, sagte Tusk. Er erwarte von Premierministerin Theresa May, dass sie am Donnerstag in Brüssel einen „realistischen“ Plan für den Brexit präsentiere.


(Bildquelle. Twitter-screenshot)
Die EU werde aber keine neuen Angebote machen. Der im britischen Parlament Mitte Januar abgelehnte Austrittsvertrag werde nicht für Neuverhandlungen geöffnet.
„Kein Spielraum für Spekulationen“
Für die EU blieben die irische Grenzfrage und der Friedensprozess in Irland oberste Priorität, fügte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem irischen Ministerpräsidenten Leo Varadkar hinzu. Deshalb bestehe man auf der Garantie einer offenen Grenze, den sogenannten „Backstop“. „Es gibt hier keinen Spielraum für Spekulationen“, sagte Tusk. „Die EU selbst ist in allererster Linie ein Friedensprojekt. Wir werden den Frieden nicht aufs Spiel setzen oder die Versöhnung einem Verfallsdatum unterwerfen.“
An Großbritannien appellierte er: „Gebt uns eine glaubhafte Garantie für Frieden in Nordirland und Großbritannien wird die EU als vertrauenswürdiger Freund verlassen.“ Er hoffe auf Ideen nach dieser Maßgabe, für die es aber eine stabile Mehrheit im Unterhaus geben müsse.


(Bildquelle: Twitter, screenshot)
Varadkar sagte, die EU bleibe gesprächsbereit. Doch stehe der Austrittspakt in seiner jetzigen Form. Er lobte die Unterstützung der EU-Partner für Irland. Gleichzeitig sagte er zu, die Vorbereitungen für einen Brexit ohne Vertrag zu intensivieren.
Nach der Pressekonferenz sagte Varadkar an Tusk gewandt zu der Höllen-Äußerung: „Sie werden Dir dafür in der britischen Presse schreckliche Probleme bereiten.“ Mancher britische Beobachter nahm es mit Humor: „Dieser besondere Platz in der Hölle - ist der innerhalb oder außerhalb der Zollunion?“, schrieb Robert Shrimsley von der „Financial Times“ bei Twitter.
Bei anderen sorgte die Äußerung für mehr Ärger. Die für Parlamentsfragen zuständige britische Ministerin, Andrea Leadsom, hat eine Entschuldigung des EU-Ratspräsidenten Donald Tusk für Bemerkungen zu Brexit-Befürwortern gefordert. Tusks Kommentar sei „schändlich“ und „boshaft“ gewesen, sagte Leadsom dem BBC-Radio am Mittwoch, „Ich bin mir sicher, dass er sich wohl wünschen wird, er hätte es nicht getan, wenn er darüber nachdenkt.“ Leadsom ist selbst eine glühende Brexit-Anhängerin.
Verzögert das Kabinett den EU-Austritt?
Das Tauziehen um den für Ende März geplanten EU-Austritt Großbritanniens hält die europäischen Hauptstädte seit Monaten in Atem. Der von der britischen Regierung mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag wurde vom Parlament in London abgelehnt. Seither droht ein ungeordneter Austritt Großbritanniens mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft zu beiden Seiten des Ärmelkanals und die innerstaatlichen Beziehungen.
Zuvor hatte die britische Zeitung „Telegraph“ berichtet, dass es im britischen Kabinett Diskussionen über den Termin für den geplanten EU-Austritt Großbritanniens gebe. Falls Mays ausgehandelter Vertrag die Zustimmung des Parlaments erhält, fordern einige Minister demnach eine zweimonatige Gnadenfrist nach dem offiziellen Austrittsdatum am 29. März, um notwendige Gesetze auf den Weg zu bringen. Bis zum 24. Mai solle Großbritannien weiterhin ein EU-Mitglied bleiben wie bisher.

Quelle: "Donald_Tusk_BREXIT"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 06.02.2019 19:41:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 06.02.2019 19:56
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