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"It`s_a_woman"

"It`s_a_woman"

12.03.2019 18:38

Die Frauenrechtskämpferinnen gehen in der Regel von der Prämisse aus, dass die Frau grundsätzlich und a priori vom Mann unterdrückt wird und sie daher ständig gegen diese Opferrolle ankämpfen müsse.
Die aktuellen Versatzstücke dieses seit Jahrzehnten nicht enden wollenden Frauenkrieges gegen das männliche Geschlecht sind z.B. der GenderPayGap, die Frauenquote und der Kampf gegen das angeblich noch immer bestehende Patriarchat. Besonders beliebt sind derzeit die Angriffe auf den „mächtigen alten weißen Mann“, von dem allerdings niemand so genau weiß, wer das eigentlich sein soll.
Der Verweis auf die Geschichte
Gern wird in jeder einschlägigen Debatte um die Frauenrechte der historische Verweis auf die Rolle der Frau in früheren Zeiten gebracht: Das heute absichtlich negativ besetzte traditionelle weibliche Role-Model ist die abgearbeitete vielfache Mutter am Herd, die entweder gerade schwanger ist oder stillt, je nachdem.
Und immer steht die arme Frau unter der Knute des angeblich zu Hause so mächtigen Mannes. Dass das so nicht stimmt und gar nicht stimmen kann, fällt einem bei näherer Betrachtung der historischen Verhältnisse sofort auf. Wie war das denn wirklich mit dem Mann und der Frau im Laufe der früheren Jahrhunderte?
Die geschichtliche Realität war anders als uns es die Kämpferinnen von heute weismachen wollen. Jeder Mann, der Familie und Nachwuchs hatte, stand unter einem enormen Erfolgsdruck, denn er war der singuläre Ernährer. Und als solcher war er von Anbeginn ständig allen möglichen Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt. Der frühgeschichtliche Mann musste die Beute herbeischaffen und seine Frau und die Kinder notfalls mit seinem Leben gegen alle möglichen Feinde beschützen. Dazu gehörten vorzugsweise Raubtiere und Männer von anderen Stämmen oder Sippen. (von Marcus Franz)
"Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern sich um das zu kümmern, was sie etwas angeht." /Paul Valéry
(rjhCD6149)


Eine kurze Geschichte von Mann und Frau

Und auch in späteren Zeiten war der Mann immer derjenige, der Arbeiten jeder Art verrichten musste, um seine Familie ernähren zu können. Und stets war die Gefahr sein Begleiter. Zu seinen Aufgaben gehörten zunächst die oft langwierige und schwierige Jagd, dann kamen die bäuerlichen Tätigkeiten hinzu, die täglich zehn oder zwölf oder mehr Stunden in Anspruch nahmen.

Er musste überdies oft genug das Kriegshandwerk ausüben, das ihn nicht selten das Leben kostete oder ihm Behinderungen einbrachte und er hatte alle möglichen anderen Tätigkeiten und Aufgaben zu erfüllen, die weder dem Dasein eines Paschas entsprachen noch sonst irgendwie bequem waren oder es ihm gar ermöglichten, dauernd seine Frau zu gängeln.
Man kann klar sagen: Über die endlosen Zeitläufte der Geschichte war das Männerleben oft extrem gefährlich, immer kämpferisch und permanent so verantwortungs- wie entbehrungsreich.
Die Familie als Fundament
Um längerfristig bestehen zu können, brauchten jeder Mann und jede Frau ein familiäres Fundament. Kein Mann hätte in diesem Setting davon profitiert, die Frauen prinzipiell zu unterdrücken, ganz im Gegenteil. Die Lebensaufteilung zwischen Mann und Frau war über Jahrtausende von der Natur und den Fortpflanzungsergebnissen vorgegeben: Die Frau war zu Hause, sorgte für die Aufzucht und Pflege der Kinder und die Instandhaltung des Haushaltes.
Der Mann war dafür den Gefahren und den Anforderungen der Umwelt ausgesetzt, egal ob er ein Jäger und Sammler des Neolithikums war, ein Bauer in der Antike, ein Ritter im Kreuzzug, ein Kaufmann des 19. Jahrhunderts, ein Soldat der kaiserlichen Armee oder ein Angestellter in den 1960er Jahren.

Klare Strukturen
Die Realität war demzufolge lange Zeit vergleichsweise einfach und klar strukturiert. Die Frau musste das Risiko der vielen Geburten tragen und der Mann war im Gegenzug der Gefahr ausgesetzt, bei seinen oben geschilderten männlichen Tätigkeiten verletzt zu werden oder ums Leben zu kommen.
Männer starben deswegen sehr oft an unfallbedingten Verletzungen, an Gewalttaten und infolge kriegerischer Handlungen. Eine weitere häufige Todesursache waren Infektionskrankheiten. Frauen starben entweder am Kindbettfieber oder an anderen Infektionen.
Letztlich war die kollektive Bilanz für die Frauen aber besser, denn wenn die Frau viele Kinder gebar und der Mann früh umkam, gab es über die Söhne männlichen Schutz und über die Töchter eine soziale Absicherung, sofern diese Absicherung nicht ohnehin in der Großfamilie erfolgte. Günstig für alle war es jedenfalls, in einer legitimierten Beziehung (= Ehe) zu leben.
Diese im Grunde naturrechtlich vorgegebene und sehr dauerhafte Situation fußte vor allem auf der Fortpflanzungsfähigkeit respektive war diese das bestimmende Prinzip des gesamten Lebens. Die angeblich so große Einengung des Frauenlebens ging nicht vom Manne, sondern vom Nachwuchs bzw. von der Natur aus: Die eigene Fruchtbarkeit und die stets große (und aus sozialen und versorgungsbezogenen Gründen notwendig große!) Zahl der Kinder bestimmte die Optionen der Frauen und sie kamen daher selten auf die Idee, in männliche Domänen vorzudringen oder besondere Männer-Tätigkeiten erlernen und ausüben zu wollen.
War die Frau mit ihrer natürlichen Rolle eins, bestand ihr hauptsächlicher Daseinszweck aus familiären Aufgaben und allem, was dazugehört. Im Gegenzug bestimmte letztlich die Frau und Mutter, was im familiären und häuslichen Umfeld geschehen sollte.

Umgekehrt konnte der Mann weder tun und lassen, was er wollte oder sich einfach so aus der Verantwortung stehlen, denn ein ordentlicher Vater und Ehemann musste in jeder Hinsicht seinen Mann stehen.
Die immer gern zitierte Abhängigkeit der Frau vom Mann war also in derjenigen Form, wie sie uns heute dargestellt wird, so nie gegeben, weil es ohne grundsätzliche und auch weitgehend gleichgestellte Kooperation nicht geklappt hätte. In seinen Grundzügen funktionierte dieses Modell bis in die 1960er Jahre des vorigen Jahrtausends.
Die Pille ermöglichte die Revolution
Doch dann kam die Pille (übrigens die Erfindung eines Mannes). Binnen kürzester Zeit sind durch diese neue Verhütungsmethode ungeheure gesellschaftliche Umwälzungen in Gang gekommen – die Frau gewann die Kontrolle über die Empfängnis und konnte damit alle gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen in Frage stellen und sie letztlich tiefgreifend ändern.
Die Büchse der Pandora war geöffnet, die Geburtenraten rasselten in den Keller und die Frauen begannen, sich völlig neu zu orientieren. Weniger Kinder zu haben bzw. den Zeitpunkt der Empfängnis selber zu bestimmen bedeutete, ungeahnte Möglichkeiten in anderen, ursprünglich nur männlich dominierten Bereichen erschließen zu können. Beruf, Karriere und die sogenannte Selbstverwirklichung gerieten in den Fokus des weiblichen Lebensmodells.
Aus dieser Situation heraus begann die Frau, in die ureigensten Domänen des Mannes einzudringen und in jedem Bereich ihre Gleichberechtigung zu fordern. Trotz der grundlegend unterschiedlichen Biologie und trotz der nach wie vor bei der Frau verbleibenden natürlichen Bestimmung des Kinderkriegens bemühten sich die Kämpferinnen, jede männliche Bastion zu erobern. Mit mäßigem Erfolg – wie wir heute wissen.

Die fleißig geschürte Erwartungshaltung und die hemmungslose Ignoranz der Feministinnen gegenüber den natürlichen Bedingungen waren viel zu groß. Paradoxerweise trifft das nun vor allem jene Frauen am meisten, welche die neuen Optionen ausnützen und für sich, für ihre Familie, für ihre Karriere sowie für die Gesellschaft möglichst viel tun wollen: Nämlich die Mütter.
Wer heute Mutter wird und als Mutter arbeiten geht, steckt im Doppeljoch der Familienarbeit und der Lohnarbeit – da kann der männliche Lebenspartner noch so brav mitarbeiten, die Kinder brauchen zumindest in den frühen Jahren die Mama.
Weniger gute Aussichten
Anders gesagt: Das Schicksal der Frau hat sich verschlechtert, wenn sie heute Mutter wird und arbeiten geht. War früher nur die Familie zu managen, so muss eine Frau mit Kindern heute nicht nur die perfekte Mama sein und eine attraktive Ehefrau darstellen, sie muss noch dazu und ganz besonders im Job ihre Kompetenz beweisen.
So widersinnig es klingt, aber die Freiheit durch die Pille hat die Frau auf der anderen Seite in eine Art von Hase-und-Igel-Spiel gedrängt, bei der sie immer der Hase ist. Die einzige Möglichkeit, dem Doppeljoch und dem daraus entstehenden Dilemma nachhaltig zu entkommen, ist das Delegieren der Kindererziehung an Institutionen oder der völlige Verzicht auf eigene Kinder. Wenn man so will, ist der finale und fulminante Erfolg der Pille die „Frau ohne Kinder“.
It`s a man`s world
Will eine Frau in der Männerwelt reüssieren (und die Welt ist eben seit urdenklichen Zeiten eine Männer-Welt), dann kann sie das objektiv betrachtet nur dann unbelastet tun, wenn sie ohne eigenen Nachwuchs bleibt oder höchstens ein einziges Kind hat.

Wie viele Frauen diesen Weg wählen, erkennen wir an der großen Anzahl von kinderlosen Frauen und an der dramatisch gesunkenen Geburtenrate: Während 1965 noch ca. 3 Kinder pro Frau geboren wurden, waren es 2015 nur noch 1,49 Kinder./Frau.
Man kann die Männer da aber nicht aus der Verantwortung lassen: Die zunehmenden Optionen für die Frauen haben viele Männer verschreckt. Die Zahl derjenigen Herren, die Verantwortung für eine Familie übernehmen wollen, ist ebenfalls deutlich gesunken.
Sterben wir aus?
Die magere Geburtenziffer stellt langfristig die Existenz unserer Population in Frage, denn für die konstante Aufrechterhaltung der Bevölkerung braucht man eine Rate von 2,1 Kinder pro Frau. Wir blicken also dem zwar noch fernen, aber ziemlich sicheren Ende der hiesigen Population entgegen und können die Geburtenlücke nur durch Zuwanderung ausgleichen – aber das ist eine andere Geschichte.
Die Politik plagt sich seit Jahrzehnten fast schon verzweifelt mit diesen Fragen herum, denn das unsinnige, weil falsche Dogma von der totalen Gleichheit von Frau und Mann zwingt die jeweils Verantwortlichen in enge Handlungskorridore, die sie nicht verlassen können.
Alle möglichen Lobbys geben dort ihren Senf dazu: Die einen schreien nach mehr Kinderbetreuung, die anderen nach verpflichtenden Frauenquoten, die dritten nach der Väterkarenz usw. – aber eine wirkliche Lösung des Dilemmas ist mit dem Einsatz der derzeitigen Mittel nirgends in Sicht.
Wenn jemand auch nur zaghaft das traditionelle Familienmodell als Ausweg aus den geschilderten Nöten anspricht, wird er vom Juste Milieu niedergebrüllt und als Chauvinist und Reaktionär verdammt.

Europäische Politiker wie Viktor Orban, die sich trauen, die Dinge beim Namen zu nennen und Lösungsvorschläge dazu präsentieren, werden hierzulande regelmäßig Opfer des medial angefachten und linksfeministisch inspirierten Shitstorms.
Dabei denken immer mehr Frauen heute schon durchaus in ähnlichen und konservativen Bahnen, weil der 68-er Gedanke der Feministinnen zu Recht am Verblassen ist. Viele Frauen haben entdeckt, dass das Doppeljoch und der Tausch der Familie gegen ein Angestelltendasein ohne Kinder sich zur B-Variante des Daseins entwickeln kann: Man ist in einem Lohn-Abhängigkeitsverhältnis und am Ende allein, ohne Nachwuchs und ohne Mann.
Mutterschaft als erste Alternative
Das alles soll die Optionen und die Entscheidungsmöglichkeiten, die seit der Erfindung der Pille und seit der 68-er Revolution für die Frauen entstanden sind, nicht schmälern und niemand wird das Rad der Zeit ernsthaft zurückdrehen wollen.
Aber es ist zweifellos sinnvoll, intensiver darüber nachzudenken, ob die Option „Mutterschaft“ nicht doch die beste Variante ist. Und weder die Politik noch die Medien sollten den Frauen permanent einreden, dass Lohnarbeit und Karriere zwingend notwendig für ihr Daseinsglück sind.
Die Feministinnen-Ikone Simone de Beauvoir hat in einem berühmten, aber inhaltlich falschen Zitat gesagt: „Zur Frau wird man nicht geboren, zur Frau wird man gemacht.“
Dem kann man gut und gerne korrigierend entgegenhalten:
„Zur Frau wird man geboren und zur Mutter wird man gemacht!“

Quelle: "Frau_Mutter"
Mordfall Susanna F. - Prozessbeginn gegen Ali B.

Ein Dreivierteljahr nach dem gewaltsamen Tod der 14-jährigen Susanna aus Mainz hat der Angeklagte Ali B. die Tötung des Mädchens gestanden.
"Bei der Mutter und beim Vater entschuldige ich mich", sagte der 22-jährige Iraker am Dienstag zum Auftakt des Mordprozesses vor dem Landgericht Wiesbaden. "Ich weiß, dass meine Entschuldigung nichts wieder gut machen kann."

Seitdem er im Gefängnis sei, habe er verstanden, dass er etwas sehr Schlimmes getan habe. "Ich habe ja auch Vater und Mutter", sagte der Flüchtling. "Ich weiß, dass es schlimm ist, dass es sehr weh tut. Ich bin bereit, alles zu machen, was ich kann."
Laut Anklage vergewaltigte Ali B. in der Nacht vom 22. zum 23. Mai 2018 Susanna in einem Feld. Susanna habe sich schon vorher bedroht gefühlt. Als die 14-Jährige später angekündigt habe, zur Polizei zu gehen, habe Ali B. sie von hinten angegriffen und erwürgt, sagte die Staatsanwältin. Anschließend habe er mit einer weiteren, bislang unbekannten Person ein Erdloch ausgehoben und die Tote vergraben.

Ali B. streitet Vergewaltigung ab
"Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte", sagte der Angeklagte zu dem Mordvorwurf. Die Vergewaltigung, die ihm in der Anklage ebenfalls vorgeworfen wird, bestritt er. Nach seiner Entschuldigung wollte er am ersten Prozesstag keine weiteren Angaben machen.
"Für mich gehört zu einer Entschuldigung ein Blickkontakt", sagte Nebenklageanwältin Petra Kaadtmann nach der Verhandlung zu der Aussage des 22-Jährigen. Auch ihre Mandantin, Susannas Mutter, habe bemängelt, dass der Angeklagte sie nicht angeschaut habe.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, brach Susannas Mutter Diana offenbar in Tränen aus, als Details aus der Anklage verlesen wurden. Sie hatte mit anhören müssen, wie Ali B. ihrer Tochter mit dem Tod gedroht hatte.
"Es wurde vor meinen Augen schwarz"
Vor der Tat habe er einvernehmlichen Sex mit Susanna gehabt, berichtete Ali B.. Susanna habe einmal abgelehnt, mit ihm zu schlafen, dann aber zugestimmt. "Es wurde vor meinen Augen schwarz, dann kam es zu diesem Ereignis. Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte", sagte der 22-Jährige laut Übersetzung des Dolmetschers.
Anschließend habe er geschaut, ob das Mädchen noch am Leben sei, aber keinen Puls mehr gefühlt. Nach der Tat habe er die Leiche vergraben. Später habe er Angst bekommen und sei für einige Tage weggefahren. Von seiner Tat habe er seiner Freundin und einem Freund berichtet. Die hätten ihm nicht geglaubt.
Laut Anklage soll Ali B. von dem Handy des Opfers aus eine Nachricht an die Mutter von Susanna geschrieben haben, um sie glauben zu lassen, die Tochter sei in Paris. Die Leiche von Susanna war nach einer großen Suche am 6. Juni 2018 in einem kleinen Wald in Wiesbaden-Erbenheim gefunden worden.
Ali B. spricht von Alkohol- und Drogenkonsum

Ali B. erklärte, er habe die 14-Jährige drei Monate vor der Tat über einen gemeinsamen Bekannten kennengelernt. Sie hätten öfter Zeit miteinander verbracht, Musik gehört oder seien Hand in Hand spazieren gegangen. Er habe nicht gewusst, wie alt sie gewesen sei, sagte der Iraker.
Vor dem Landgericht berichtete Ali B. auch von seiner Kindheit im Irak, wo er fünf Jahre die Schule besucht habe. 2015 sei die Familie nach Deutschland geflüchtet. Ali B. berichtete, häufiger Alkohol getrunken und Drogen genommen zu haben.
Zum Auftakt der Verhandlung hatte die Verteidigung einen Verhinderungsantrag gestellt: Die Rückholaktion aus dem Irak sei ohne vertragliche Grundlage erfolgt. Wenige Tage nach dem Tod der Schülerin wurde Ali B. im kurdisch kontrollierten Nordirak gefasst und von der Bundespolizei nach Deutschland zurückgebracht. Er hatte sich mit seiner Familie in seine Heimat abgesetzt.
Der Prozess wurde von zahlreichen Kamerateams und Journalisten begleitet. Vor dem Zuschauereingang bildete sich eine lange Schlange. Das Gericht hatte die Sicherheitsvorkehrungen zum Prozess verschärft, die Polizei war mit mehreren Einsatzwagen vor Ort. Vor dem Gebäude versammelten sich rund ein Dutzend Menschen zu einer Mahnwache.

Mutter hofft auf "die richtige Entscheidung"
Der Fall Susanna F. schlug politisch hohe Wellen. Zum einen demonstrierten in Mainz verschiedene Gruppen gegen sexualisierte Gewalt und gegen Einwanderung. Auf der anderen Seite protestierten mehrere Bündnisse gegen Rassismus.
Für weitere Aufregung sorgte, dass Bundespolizeipräsident Dieter Romann persönlich in den Irak flog, um B. nach Deutschland zurückzuholen. Ein deshalb gegen Romann eingeleitetes Verfahren wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung wurde inzwischen mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.
Kurz vor Prozessbeginn sagte die Mutter von Susanna F. im Südwestrundfunk, sie wolle dafür kämpfen, "dass die Gerechtigkeit siegt". Für den Tod ihrer Tochter gebe es keine gerechte Strafe. Sie hoffe, "dass die Richter einfach die richtige Entscheidung treffen".
F. kritisierte zugleich die Arbeit der Polizei. Dort seien ihre Angaben, nach denen sie am Tag nach dem Mord an Susanna vom Handy der Jugendlichen dubiose Nachrichten bekam, nicht ernst genug genommen worden. Später habe sich herausgestellt, dass B. die Nachrichten verschickt habe, um seine Tat zu verschleiern.
Außerdem verhandelt die zweite Strafkammer ab Dienstag über einen schweren Raub. B. soll zusammen mit einem bislang Unbekannten einen Mann in ein Gebüsch gezogen, mehrfach geschlagen, gewürgt und ausgeraubt haben. Dabei sei das Opfer mit einem Messer bedroht worden.
Auch im zweiten Prozess geht es um Vergewaltigung

Eine Woche später beginnt am 19. März gegen Ali B. ein weiterer Prozess. Zudem ist der 14-jährige Mansoor Q. mitangeklagt. In diesem Fall vor der ersten Strafkammer geht es um die mehrfache Vergewaltigung und den schweren sexuellen Missbrauch einer Elfjährigen.
Ob der Prozess öffentlich verhandelt wird oder nicht, soll am ersten Verhandlungstag entschieden werden. Grund dafür ist das Alter der Angeklagten. Prozesse gegen Jugendliche finden häufig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Auch gegen Q. erhob die Staatsanwaltschaft eine zweite Anklage. Ihm wird zusätzlich vorgeworfen, zusammen mit B.s strafunmündigem Bruder die Elfjährige zweimal vergewaltigt und sie bedroht zu haben. Über die Zulassung eines Strafverfahrens entschied das Landgericht Wiesbaden bislang nicht.
In beiden Prozessen gegen Ali B. sind Termine bis Mai angesetzt. Die Verhandlung um den Tod von Susanna F. könnte allerdings deutlich länger dauern. Das Landgericht Wiesbaden bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, B.s Verteidigung habe angekündigt, dass er sich im Mordprozess zur Sache äußern wolle. In welche Richtung seine Aussage gehen könnte, sei unklar, sagte ein Gerichtssprecher.
Weißer Ring mahnt Justiz

Zum Auftakt des Prozesses appelliert die Opferschutzorganisation Weißer Ring an die Justiz, die Opfer nicht aus dem Blick zu verlieren. In der Gerichtsverhandlung stehe oft ausschließlich der mutmaßliche Täter im Fokus - die Opfer würden nur als Zeugen wahrgenommen, sagte ein Sprecher des Weißen Rings in Mainz.
Allerdings deute sich ein zarter Wandel an: Beispielsweise habe im Prozess um den Patientenmörder Niels Högel in Oldenburg das Gericht von sich aus Kontakt zum Weißen Ring gesucht, um eine gute Betreuung von Zeugen und Angehörigen zu organisieren.
Auch im Fall Susanna werde die Familie der getöteten 14-Jährigen seit längerem eng begleitet, sagte der Sprecher. Ehrenamtliche des Weißen Rings begleiteten die Angehörigen auch an den Prozesstagen. Die Familie der getöteten Susanna ist als Nebenkläger vor Gericht vertreten.
"Die intensive menschliche Betreuung von Opfern und Angehörigen von Opfern bei Prozessen ist wichtig", betonte der Weiße-Ring-Sprecher. Daneben biete die Organisation auch finanzielle Unterstützung an, je nach Bedürftigkeit. Das kann etwa für eine Tatortreinigung sein, ein Zuschuss für den Grabstein oder Geld für eine Kur. Außerdem helfe der Weiße Ring als Lotse wenn es darum gehe, professionelle psychologische oder anwaltliche Hilfe zu organisieren.

Quelle: "Mord_Susanna"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 12.03.2019 18:38:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 12.03.2019 18:48
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