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"Kesseltreiben"

"Kesseltreiben"

16.03.2019 21:29

Die CDU ist dieser Tage wie der Türöffner für die Ideen weitaus linksradikalerer Parteien. Ein gutes Beispiel dafür kommt direkt aus dem Leben. Kürzlich befand ich mich auf einer Podiumsdiskussion mit den Jugendorganisationen der Parteien in Berlin, wo deutlich wurde, dass – abgesehen von der AfD – eigentlich alle anderen Parteien einer Meinung waren. Dabei fungierte die Junge Union in den Diskussionsrunden immer als der eher missgelaunte Türaufhalter, der eigentlich der AfD in manchen Dingen zustimmt, nicht wirklich von dem Gewäsch der Linken überzeugt ist, sie jedoch dennoch hineinlässt, weil ihre Intentionen ja nicht böse seien. So lehnte die Junge Union eigentlich vieles ab, was von der Linksjugend oder den Grünverblendeten kam. Beispielsweise ging es um den Schulstreik Fridays for Future. Dabei begann sie (Junge Union) immer mit Sätzen wie: «Eigentlich sind wir anderer Meinung und pochen auf die Schulpflicht, aber es ist ja fürs Klima, daher…» Dieses Muster zieht sich durch die gesamte Bundespolitik der Partei. Sie kann und will keine fundamentalen Positionen mehr einnehmen, sondern bewegt sich elegant zwischen sozialdemokratischen, grünen und christlich-gelangweilten Wählerkreisen, als wüsste sie nicht wirklich, was sie eigentlich will. Sie hat gar keine echten Positionen mehr, die sie verteidigt. Daher dürften sich auch die Grünen nicht beschweren und sollten sich freuen, dass sie bald mit der CDU womöglich in eine Regierungskoalition kommen werden. Denn die Politik der CDU war, wenn auch vielleicht hier und da widerwillig, grünes Parteiprogramm. Die Abschaltung der AKWs, Ausstieg aus der Kohle, Aussetzung der Wehrpflicht, Demontage der Bundeswehr, offene Grenze und so weiter. Hätte man vor zehn oder fünfzehn Jahren den CDU-Wählern gesagt, dass eine Unionskanzlerin und ihr Wahlverein das tun würden, hätten die meisten das für einen schlechten Scherz gehalten.
„Du bist sofort die Hälfte deiner Probleme los, wenn du den Leuten nicht länger erlaubst, dass SIE dir sagen, was DU willst.“ /Vernon Law
(rjhCD6149)


CDU – Die Partei des Wischiwaschi

(Bildquelle: Foro von lonndubh / Shutterstock)
So funktioniert auch Unions-Fraktionschef Brinkhaus, der sich durchaus einen muslimischen Kanzler vorstellen kann. Eigentlich war das ja mal so ein Vorstoß der Grünen gewesen, die einen solchen Kanzler mit islamischer Prägung als Erfolg des demographischen und kulturellen Umbaus Deutschlands gesehen hätten. Brinkhaus hingegen würde das nicht so formulieren, sondern von einem bloßen Staatsbürger sprechen. Er müsse nur «unsere Werte vertreten», dann wäre alles gut, so Brinkhaus.
Welche Werte eigentlich? Die des christlichen Abendlandes? Die der Aufklärung, der Freiheit? Für den Union-Fraktionschef ist nicht wichtig, welche Religion der zukünftige Kanzler hat. Denn er solle nur unsere Werte vertreten. Damit beweist er eigentlich, dass er die Konzepte von Werten und Religion nicht versteht. Religion bedingt Werte und Werte speisen sich zu einem großen Teil aus unserer Religion – selbst die der Aufklärung, der Humanismus, sind christlich inspirierte Konzepte. Ein muslimischer Kanzler müsste, um es mal mit den Worten der Islamkritikerin Laila Mirzo zu sagen, ein schlechter Moslem sein. Nur einer, der die Auslegung des Korans nicht ernst nimmt und gewissenhaft die koranischen Verse so umdeutet, dass sie für ein christlich-humanistisches Weltbild verbogen werden, könnte mit unseren Werten d’accord gehen. Ein muslimischer Kanzler wäre, wenn es einen geben sollte, Brennstoff eines fundamentalen gesellschaftlichen Wandels, genauer der Islamisierung, die mit seiner Amtsernennung ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen würde. Verwehren kann man einem Menschen dieses Amt jedoch nicht – sicherlich nicht wegen seiner Religion. Das erlaubt das Grundgesetz nicht. Ob ein wahrhaftig muslimischer Kanzler aber wirklich die Werte Deutschlands vertreten würde, zweifel ich an.

Aber ich vermute, dass Brinkhaus selbst unter brutaler Folter auf der Streckbank nicht genau erklären könnte, was er mit «unseren Werten» eigentlich meint. Das CDU-Sprech ist wohl berühmt für eine gewisse Schwammigkeit, die es einer Kanzlerin erlaubt, die diese Form der Sprache perfektioniert hat, die längste Amtszeit in der Geschichte des BRD zu bekommen. Es ist die Fähigkeit ungenau zu bleiben und mit vielen Worten nichts zu sagen.
Dabei ist die CDU vielleicht nur selten williger Helfer einer grundlegenden Transformation Deutschlands, die mit solchen Äußerungen beschleunigt wird. Sie weiß einfach nicht mehr wofür sie steht, wer ihre Wähler eigentlich sein sollen und wohin sie mit dem Land will. Sie ist und bleibt einfach nur der Türöffner für die Leute, die mit wesentlich radikaleren Ideen eine andere Republik wollen. Sie ist die Partei des Wischiwaschi, die Partei des «eigentlich nein, aber ja okay».

Quelle: "Partei_Wischiwaschi"
Konzertiertes Kesseltreiben der Fachstelle für Dämonisierung, SZ und Buntstasi

(Kampagne gegen Rassismus)
Im Anschluß an die brutalstmögliche moralinsaure Karnevalszeit trommeln bunte Blockwarte im „verkrampftesten Land der Welt“ (Annegret Kramp-Karrenbauer) zur Treibjagd gegen Minderheiten. Gegen Minderheiten wie alte weisse Männer, die man der Einfachheit halber unter dem Fachbegriff „Rassisten“ zusammenfasst.
Alte weisse Männer halten es in der Regel wie Bienenvölker. Die bleiben am liebsten unter sich und werden wepsert, wenn sich fremdvölkische Hautflügler an ihren Waben zu schaffen machen. Alte weisse Männer trinken ihren Med und ihren Neger auch lieber mit denen, die hier schon länger leben als mit Fachkräften aus tageslichtscheuen Branchen.

(Miriam Heigl 2013-03 mit SPD-Muc-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann und Lima Nirwani./ Bild:metropolico.org)
Damit aber wollen sich insbesonders SZ-Bernstein, Dr. Miriam Heigl von der Fachstelle für Dämonisierung, der Rassistenfachfotograf Robert Andreas alias Tobias Bezler alias IM Muräne und die Buntstasi so gar nicht abfinden.

(Tobias Bezler alias Robert Andreasch alias IM Muräne Rassistenfachfotograf)
Konsequenterweise melden sich Presstituierte der Prantlhausener Pest- und Pinocchio-Postille, Heigl, Bezler und andere freiwillig als steuersubventionierte Söldner in die Nazifizierungs- und Dämonisierungs-Kompanien zur Dezimierung nicht linksradikaler Freigeister.
In einem Beitrag von „Journalistenwatch“ macht sich Max Erdinger Gedanken über Rassismus, Bernstein und Egalitärfrömmelei.

„Die zwei schlimmsten vormaligen Intelligenzblätter Deutschlands sind DIE ZEIT und die Süddeutsche Zeitung, gefolgt vom SPIEGEL auf dem dritten Platz. Der ist dafür das albernste. Bei der Süddeutschen Zeitung meinen sie es aber wirklich ernst mit dem, was es dort oft zu lesen gibt. Bitterernst ist es einem gewissen Martin Bernstein gewesen mit seinem Artikel „Habet Sie in München au so viele Schwarze?„, erschienen in der Rubrik „Internationale Wochen gegen Rassismus“. Bernstein beschäftigte sich mit dem deutschen Alltagsrassismus. Die Medienkritik.

(Süddeutsche Zeitung /Foto: n0by)
In der U-Bahn bleibt der Sitzplatz neben dem Dunkelweißen leer, neben die Frau mit dem Kopftuch will sich auch niemand setzen. Was ist das? – Als Antwort auf die kluge Frage liest man des Bernsteins Jammerklage: Das ist Alltagsrassismus. Jessers. Wie´s wohl kommt?

(Merkels ÖPNV-Fachkräfte)
Vor einiger Zeit war schon zu lesen – und zwar unter #MeTwo (nicht #metoo) – daß das Kompliment „Sie sprechen aber gut Deutsch!“ rassistisch sei, wenn man es jemandem gegenüber macht, der auf den ersten Blick nicht so aussieht, als müsste man unbedingt annehmen, daß er gut Deutsch spricht. Er könnte aussehen wie ein Inder oder wie ein Asiat, vielleicht auch wie ein Dunkelweißer mit kolonialgeschichtlichem Afrikahintergrund. Rassistisch solchen Personen gegenüber wäre das o.g. Kompliment, weil es eine Sekundärbotschaft transportiert: Ich habe einen Unterschied zwischen Ihnen und mir bemerkt.
Im egalitätsbesoffenen Klapsendeutschland darf man aber keine Unterschiede bemerken – und wenn man doch welche bemerkt, muß man fein säuberlich schweigen und sich schämen bis man rot wird. Weil wir nämlich alle nur noch „die Menschen“ sind. Die Schamesröte ist übrigens ein Begriff, der von den Indianermenschen kommt. Die haben sich nämlich immer geschämt, daß sie nur Pfeil und Bogen hatten, mit denen sie gegen die Schwarzpulvergewehre der eingewanderten Mehlwürmer nichts ausrichten konnten. Sie fühlten sich wegen ihrer Unterlegenheit schamvoll. Vorausgesetzt, daß ich den Sachverhalt nicht gerade erst erfunden habe.
Wenn Sie also in der U-Bahn feststellen, daß das passiert ist, was in Alabama vor sechzig Jahren noch undenkbar gewesen wäre, nämlich, daß ein Dunkelweißer in einem öffentlichen Verkehrsmittel einen Sitzplatz für sich beansprucht, und wenn Sie sich weiterhin entschließen, lieber stehen zu bleiben, als sich auf den freien Platz neben dem Dunkelweißen zu setzen, dann sind Sie ein Alltagsrassist. Außer an einem Sonntag. Dann wären Sie Sonntagsrassist. Was Martin Bernstein in seinem Artikel verschweigt, das ist, daß es natürlich graduell verschärften und entschärften Alltagsrassismus gibt. Verschärfter Alltagsrassismus wäre, den Dunkelweißen aufzufordern, seinen Sitzplatz freizumachen, damit man sich auf dem Nebenplatz niederlassen mag. Die entschärfte Version hingegen ist, einfach stehenzubleiben und den Dunkelweißen nicht aus den Augen zu lassen für den Fall, daß er gleich ausflippt, ein Messer zückt und meuchelnd durch den Waggon rennt, irgendwelche wahnsinnigen Parolen brüllend dabei. Andere Leute nennen das einfach empirischen Realismus. Man hat so wenig gehört von Hellweißen, die messernd durch die Gegend gerannt sind in letzter Zeit.
Rassismus ist es auf jeden Fall, wenn man Farbunterschiede bemerkt und sich Gedanken darüber macht, sogar dann, wenn man sich nur wundert, daß der Dunkelweiße sich nicht hinsetzt, obwohl genügend Plätze frei wären. Weil man aufgrund empirischer Erfahrung unterstellen würde, daß sich ein Hellweißer auf jeden Fall setzen würde. Kein Rassismus wäre, wenn der Dunkelweiße auf dem Sitzplatz eine Trompete in der Hand hielte, während man ihn bemerkt. Dann würde man auf ihn zustürmen, ihn herzen und knutschen und freudig erregt durch die U-Bahn brüllen: „Hurra, Miles Davis lebt!“ Aber Miles Davis lebt natürlich nicht mehr. Herbie Hancock lebt noch. Aber der müsste ein Klavier in der U-Bahn dabeihaben, was nicht sehr wahrscheinlich ist. Sehen Sie, was für ein gräßlicher Rassist ich bin?

Mir ist aufgefallen, daß es Unterschiede gibt zwischen Dunkelweißen mit Musikinstrumenten und solchen ohne. Weil ich Deutscher bin. Deswegen kenne ich den deutschen Spruch aus der Zeit vor der Migrations- und Messerkrise, der da lautet: „Wo man singt, da laß´ dich ruhig nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder.“ Jederzeit würde meinereiner eine Jam-Session mit wem auch immer starten, ob Asiate, Dunkelweißer oder Moslem aus Afghanistan, ganz egal: Das Musikinstrument macht den Unterschied. Ich würde mich nicht neben einen Dunkelweißen in der U-Bahn setzen oder neben eine Frau mit Kopftuch, wenn sie kein Musikinstrument dabei haben. Weil ich anders bin. Ohne Musikinstrumente gibt es keine Gleichheit. Musiker sind immer Musiker, egal, wie sie aussehen. Alle anderen sind höchst unterschiedlich und man weiß nicht genau, was einem ins Haus steht. Vorsicht ist mehr als angezeigt.
Der Mensch, besonders der originäre Münchner, ist eben gern unter seinesgleichen. Er mag ja schon die Saupreußen nicht, obwohl die auf den ersten Blick auch nicht anders aussehen als er selbst. Franken mag er auch nicht, obwohl ihm Franken die Zivilisation gebracht haben. Nürnberg war bereits Weltstadt, als München noch eine popelige, gänzlich unbekannte Mönchsansiedlung am Ufer der Isar gewesen ist. Unter seinesgleichen fühlt sich der Mensch in Sicherheit, weil er sich darauf verläßt, daß alle in seiner Umgebung grundsätzlich dieselben Wertvorstellungen mit ihm teilen, z.B. die, daß es unschicklich wäre, anderen Leuten Messer in den Bauch oder sonstwohin zu rammen. Auch „Allahu akbar!“ brüllende Oberbayern im Trachtenjanker, Wadlstrümpfen, Haferlschuhen und Gamsbarthüten sind keine Erfahrung, mit welcher der Münchner in der U-Bahn kalkulieren würde. Weil er keinen Grund dazu hätte. Mit dem Dunkelweißen auf dem Sitzplatz ist das ganz anders. Da kann er es einfach nicht wissen. Da könnte er nur hoffen. Würde seine Hoffnung enttäuscht werden, dann wäre er die längste Zeit seines Lebens Antirassist gewesen. Dann wäre er auch die längste Zeit seines Lebens Münchner gewesen.
Der Bernstein Martin sieht das alles freilich ganz anders, sonst würden sie ihn auch nicht für die Süddeutsche schreiben lassen. Wer weiß, wo genau er dann was für einen Unfug anstellen würde. Vielleicht war ja die Süddeutsche der sozialverträglichste Ort für ihn und alles ist daher relativ gut. Relativ ist sowieso alles, sagt man heute. Obwohl es nicht stimmt. Außer, daß es relativ irgendwie zu etwas anderem ist, ist es nämlich auch noch absolut so, wie es ist. Heiko Maas ist z.B. im Vergleich zu einem Regenwurm relativ groß, im Vergleich zu mir relativ klein. Absolut ist er aber Heiko Maas. Natürlich hätte man ihn auch anhand seiner Liebenswürdigkeit relativieren können, z.B. im Vergleich zu Albert Einstein oder Otto Waalkes. Aber das wäre jetzt ein ganz anderes Thema.
Der Rassismus
Martin Bernstein schreibt also:
„Rassismus in München, der Stadt der Lichterkette und der Großdemonstrationen gegen Pegida. Man weiß, dass es ihn gibt. Und welche fürchterlichen Ausprägungen er haben kann. Die neun Morde am Olympia-Einkaufszentrum vom 22. Juli 2016 waren rassistisch motiviert. Der Täter schoss nicht wahllos um sich – er tötete Menschen, die er für Türken oder Albaner hielt. Dennoch gilt die Tat für die Sicherheitsbehörden bis heute offiziell als „Amoklauf“. Der Täter war selbst ein Einwandererkind, Sohn iranischer Eltern. Und er war Rassist. „Kanacken“ hasste er, und seinen eigenen Namen „Ali“ hasste er auch. Als er 18 war, ließ er den Namen in „David“ ändern. Dann ging er zum OEZ, um zu morden.“

Na ja, da gäbe es aber auch andere Deutungen, was die Motivlage des iranischen Einwandererkindes anbetrifft. Vielleicht ist der Junge einfach daran verzweifelt, daß er „nicht aus seiner Haut“ konnte, wie der Deutsche sagt. Das sagt er ja: „Es kann halt niemand aus seiner Haut“. In diesem Satz schwingt tiefe, antirassistische Empathie mit. Als der Junge – so könnte es gewesen sein – immer wieder merken mußte, wie sehr diejenigen, deren Haut so ähnlich aussah wie seine eigene, dafür sorgten, daß ihm die Vorurteile entgegenbracht wurden, die ihm immer wieder verdeutlichten, wie wenig er aus seiner Haut herauskonnte, entwickelte er einen Haß auf diejenigen, die seiner Ansicht nach an seinem Gefühl des Ausgegrenztbleibens schuldig gewesen sind. Hellweiße Münchner scheint er dafür nicht verantwortlich gemacht zu haben, was insofern bedauerlich ist, als daß es dann letztlich sein Gerechtigkeitssinn gewesen wäre, der ihn daran hinderte, Autochthone zu erschießen. Schließlich wußte er, daß das die Letzten sind, die etwas für sein Aussehen können. Und er wußte, woher und warum die Vorurteile kommen, mit denen sie ihm begegnet sind. Das hat er nicht ihnen zum Vorwurf gemacht, sondern denen, die ungefähr so aussahen wie er selbst. Insofern ist es falsch, wenn Martin Bernstein von einem „Rassisten“ schreibt. Der Amokläufer vom Olympia Einkaufs Zentrum (OEZ) war allenfalls ein „Autorassist“, also einer, der seine eigene „Rasse“ hasste.
Fremdrassismus und Autorassismus

Die sog. deutschen Antirassisten sind in Wahrheit wahre Autorassisten. Einen deutschen Antirassisten gibt es ja kaum. Das ist wie mit den Anti-Nationalisten. Die sind in Wahrheit richtige Super-Nationalisten, nur eben umgedrehte Super-Nationalisten („Gerade wir als Deutsche …“). Wäre es anders, müsste man glatt behaupten, in Deutschland wohnten ganz normale Leute. Das hat aber schon lange niemand mehr behauptet. Nein, unglaublich viele Deutsche sind absolute Rassisten, wenn es um sie selbst und ihresgleichen geht. Den lieben langen Tag laufen sie durch die Gegend und schämen sich dafür, daß sie zu hell sind, um als Dunkelweißer durchzugehen. Das heißt, es ist ihnen ein rassischer Unterschied aufgefallen, für den sie sich lieber von sich selbst distanzieren, als von dem, der anders aussieht. So leid mir das tut: Das ist ein sicheres Anzeichen für einen schweren Dachschaden. Dabei wäre es ganz einfach: Wir hassen niemanden, begegnen aber denen, die ganz offensichtlich anders sind als wir, mit einer vernünftigen Portion Mißtrauen. Besonders dann, wenn sie dunklere Haut haben als wir, Vollbärte tragen, in einem Kaftan stecken, durch einen entrückten Blick auffallen und ständig murmelnd in einem höchst merkwürdigen Buch schmökern. Es ist nicht zu viel verlangt, vom Angehörigen einer Minderheit zu erwarten, daß er derjenige ist, der die Bedenken eines Angehörigen der Mehrheit zerstreut.
Was also Martin Bernsteins Beispiels-Dunkelweißen angeht, neben dem sich in der U-Bahn niemand niederlassen will: Ich bin mir sicher, daß der Mann Unrecht hat, sich darüber zu beklagen, und daß er besser jemanden freundlich lächelnd ansprechen sollte, um ihn zu fragen, ob er sich nicht setzen will. „Ich weiß, Sie trauen sich nicht, neben mir Platz zu nehmen, weil ich so anders aussehe als Sie. Aber Sie müssen keine Angst vor mir haben. Setzen Sie sich ruhig.“ – Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich viele Einheimische freuen würden, wenn ihnen diejenigen, vor denen sie sich fürchten, die Angst nehmen würden, die sie ganz offensichtlich – und aus nachvollziehbaren Gründen – haben. Das dämliche Rassismus-Geplärre eines Martin Bernstein in der Süddeutschen Zeitung hilft niemandem. Es zeigt nur, was für stocksteife Klemmschwestern selbst dann bei der Süddeutschen beschäftigt sind, wenn sie Martin heißen.
Im Übrigen: Der Dunkelweiße aus der Münchner U-Bahn könnte es wesentlich einfacher haben und viel freundlichere Reaktionen erfahren, wenn er in einer bayerischen Lederhose auf seinem Platz sitzen würde. Das wäre ein positives Signal an alle Umstehenden, und viel mehr von ihnen würden umstandslos neben ihm Platz nehmen. Und die wären es auch, die ein positives Signal zu erwarten hätten, nicht der Dunkelweiße dafür, daß er einfach dunkelweiß ist und sonst nichts. Schließlich liegt München nicht in Afrika. Wenn der Münchner das Exotische sucht, fliegt er in Urlaub. Es gilt: „Ist der Massa gut bei Kassa, fliegt er nach Mombasa.“ So lange er aber bei sich zuhause ist, in seiner Stadt, ist der Andere der Exot. An ihm liegt es deshalb, eine verkrampfte Situation zu entspannen.

Außerdem ist es völlig daneben, den Münchner Grant auf die „Saupreißn“ als liebenswürdige Folklore abzutun, um dem Liebenswürdigen dann, wenn er außer den Saupreußen auch andere Leute nicht mag, Alltagsrassismus vorzuwerfen. Deutschland ist nunmal ein Land, in dem sich Frankfurter, Offenbacher und Hanauer gegenseitig genauso heruntermachen, wie Nürnberger und Fürther oder Kölner und Düsseldorfer. In Friedberg im Taunus nennt man O-Beine „Ockstädter Fäis“ (Ockstädter Füße). Ockstadt ist ungefähr 5 Kilometer von Friedberg entfernt. Das geht alles. Wenn sie aber alle gemeinsam einem Dunkelweißen gegenüber „fremdeln“, dann fühlt sich eine süddeutsche Klemmschwester gleich dazu berufen, recht alarmistisch vom Alltagsrassismus daherzuschwafeln. Kein Mensch kann etwas dafür, daß der süddeutsche Martin Bernstein Ich und Du nicht auseinanderhalten kann und außerdem partout farbenblind sein will. Im Grunde ist das, was Martin Bernstein beklagt, nichts anderes als die menschliche Eigenart, Unterschiede zu bemerken, wenn es welche zu sehen gibt, anstatt so zu tun, als gäbe es keine.

(Fachkräfte und künftige Bürgermeister und Kanzler. Auf dem Bild nicht zu sehen: Karl Lagerfeld)
Dafür, daß Leute wie der Bernstein Martin die Unterscheidung zur Herabsetzung degradiert haben, indem sie das Wort „Diskriminierung“ mit einem anderen Inhalt gefüllt haben (lat. discriminare – unterscheiden), kann kein Mensch etwas außer diesen Leuten selbst. Und daß meinereiner sich vor ihrer verlogenen Rassismus/Sexismus/Chauvinismus-Obsession noch länger schuldbewußt im Staub wälzt, das können sie glatt unter „müssen wir vergessen“ abhaken. Zeit, diesem egalitaristischen Globalgesindel heimzuleuchten.
In München gilt: „Mia san mia“. Außerdem: „Mia san Hund, die andern san aa Hund, aber mia samma die grössernan Hund“. Der Martin Bernstein ist wahrscheinlich ein „zugroaster Saupreiß“ und ein rassistischer Bayernhasser. Als Franke sage ich schon immer: Schlimm genug, daß wir mit diesen Bayern geschlagen sind. Gut, daß ich meinen Frieden damit gemacht habe. Aber was die Saupreißn anbetrifft, haben die Bayern schon recht. Am schlimmsten sind übrigens die Preußen aus dem Rheinland. In Köln können meinetwegen so viele Dunkelweiße in der Straßenbahn sitzen, ohne daß sich jemand neben sie setzt, wie es Dunkelweiße in Köln gibt. Jeder Rheinländer, der mir mit seinem Karneval auf die Nerven geht, hat nichts anderes verdient, als daß er in der Straßenbahn stehen muß. Hoffentlich wird er beim schwarzfahren erwischt. Ich habe keine Vorurteile gegen Dunkelweiße mit einem Musikinstrument. Bei einem Rheinländer würde selbst ein Instrument nichts an meinem rheinrassistischen Vorurteil ändern. Niemals würde ich mich freiwillig neben einen Rheinländer setzen. Lieber bleibe ich stehen.“

Quelle: "Stasiverhalten_Medien"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 16.03.2019 21:29:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 16.03.2019 21:29
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