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"MILLIARDEN"

"MILLIARDEN"

16.06.2019 19:26

Die amerikanische Bank of America Merrill Lynch hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, die bei jedem Anleger die Alarm-Glocken läuten lassen sollte: Allein in der vorletzten Woche wurden auf der ganzen Welt 10,3 Milliarden Dollar aus Aktienfonds abgezogen. Davon entfielen 8,4 Milliarden auf amerikanische Aktienfonds. Insgesamt wurden seit Anfang des Jahres 132 Mrd. Dollar abgezogen und seit Dezember 2018 sogar 237 Mrd. Dollar.
Angesichts dieser Statistik stellt sich die Frage: Wie ist es überhaupt möglich, dass die Aktienkurse trotz dieser Verkäufe bisher noch kaum gefallen sind? Irgendjemand muss offenbar noch großen Appetit auf Aktien haben, sonst wären die Verluste höher.
Die Antwort lautet: Es sind die Unternehmen, die enorme Zurückkaufaktionen (sogenannte buy backs) tätigen, also ihre eigenen Aktien kaufen und dabei ihre Schulden dramatisch erhöhen. Was angesichts der negativen Zinsen ein lohnendes Geschäft zu sein scheint, denn die Aktienrendite schwankt um die 3%.
Und da schließt sich wieder der Kreis: Die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken ist der Hauptgrund dafür, dass die Akteure an den Märkten so handeln und damit die Grundlagen für einen gewaltigen Crash an den Finanzmärkten legen.
Studie warnt vor Zombiebanken
Als die EZB im Juni 2014 eine negative Verzinsung der von Geschäftsbanken bei ihr gehaltenen Einlagen einführte, war das eine solide Bestätigung der bereits von der Schweiz eingeleiteten negativen Einlagezinsperiode.
Erst jetzt werden Studien bekannt, die auf die Risiken einer solchen Politik hinweisen. Danach tendieren gerade jene Banken, die von den negativen Einlagezinsen der EZB besonders betroffen sind, zu einer starken Vergabe neuer Kredite, im Klartext, um Anleihen und Aktien zu kaufen. ( von Roland Leuschel
"linke Komiker im Kurier-Thread verhalten sich so als ob Österreich eine Insel im Anlantik und beinahe abgesoffen wäre. Was ist passiert? Es gibt ein unseliges, verstörendes Video, die Übeltäter weg vom Fenster. Dass Altschwarze, Kurz zum Zerplatzen der Regierung gezwungen haben, weil ihnen doch übermässige und gewohnte Geldverschwendung versagt wurde interessiert dabei Niemanden. Wir leben immer noch in einer Demokratie und sind dem Kenner der österr. Politik noch viel gröbere Untaten roter, wie schwarzer Regierungsmitglieder, bestens in Erinnerung. Mit diesen Roten und ihrer schnurspringenden Obergenossin ist kein Staat zu machen und wird sich eine Mehrheit im Parlament nicht ausgehen, eine weitere Zweckehe würde uns neuerdings in die 350 Milliarden Schuldenfalle zurückführen. Also Finger weg von rotem Geldvernichtern, Finger weg von EU_hörigen NEOSIANERN" (rjh)
(rjhCD6149)


132 Milliarden Dollar aus Aktienfonds abgezogen

Seit Jahresbeginn wurden 132 Milliarden Dollar aus Aktienfonds abgezogen. Doch die Kurse bisher kaum gefallen. Dahinter verbirgt sich ein Schreckenszenario.
Diese Banken kumulieren damit ihre Risiken, um ihre Rentabilität zu sichern, und das kann auf Dauer nicht gutgehen. Und so sagte der Bundesbankpräsident Weidmann: »Je länger die Niedrigzinsphase andauert, umso mehr dürfte sie die Banken belasten.«
Wir haben 2008 bereits eine Finanzkrise erlebt, die die Weltmärkte durchgeschüttelt hat. Anleger sollten sich darauf vorbereiten, dass die jetzt kommenden Turbulenzen die Erschütterungen von 2008 als eine Art Warmlaufen für das kommende Ereignis erscheinen lassen, nicht mehr.
Physisches Gold und andere Edelmetalle werden in diesen Turbulenzen vor Verlusten schützen. Sie sind die persönliche Absicherung, wenn Papiergeld nur noch das wert ist, aus dem es besteht.

Inzwischen haben wir eine inverse Zinsstruktur in Amerika, und in der Vergangenheit hat das fast immer zu einer Rezession geführt. Es gibt noch andere wichtige Indikatoren, die darauf hinweisen, dass womöglich schon Ende des Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres, vielleicht auch erst etwas später, so genau lässt sich das nicht vorhersagen, die amerikanische Wirtschaft und damit auch die Weltwirtschaft in eine Rezession gleiten werden.
Für die Banken bedeutet das ganz einfach: Zu den Ausfällen im Kreditgeschäft werden riesige Abschreibungen auf das Wertpapier-Portefeuille kommen. Der gefüllte Krug der Notenbanken wird zerbrechen.

Quelle: "132_Milliarden_Aktien"
Die neue gewalttätige politische Kultur der Türkei (von Burak Bekdil)

° Im Kern der Sache steht eine Kultur, die die am wenigsten gebildeten Massen (und in der Türkei beträgt die durchschnittliche Schulzeit 6,5 Jahre) entweder zur Konversion des "Anderen", oder, wenn das nicht möglich ist, zur physischen Verletzung des "Anderen" programmiert. Eine tiefe gesellschaftliche Polarisierung seit dem Amtsantritt der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) von Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Jahr 2002 hat sich auf ein erschreckendes Maß ausgeweitet.
° Nachdem der Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu in ein sicheres Versteck gebracht worden war, umzingelten es Mitglieder des Mobs und riefen: "Lasst uns das Haus niederbrennen"!
° Anscheinend ermutigt jeder unbestrafte Fall politischer Gewalt, der im Namen der dominanten Staatsideologie (Islamismus) und ihres sakrosankten Führers (Erdoğan) begangen wird, zum nächsten. Im Mai wurde ein Journalist, der die Regierung Erdoğan und ihre nationalistischen Verbündeten kritisiert hatte, ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er vor seinem Haus angegriffen worden war
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In den meisten zivilisierten Ländern gehen die Bürger am Wahltag zur Wahlurne - ob es um Parlaments-, Präsidenten- oder Kommunalwahlen geht - um ihre Stimmen abzugeben, nach Hause zu gehen, um Nachrichten über die Ergebnisse zu sehen, und am nächsten Tag zur Arbeit zu gehen, einige glücklich, andere enttäuscht, um bis zu den nächsten Wahlen in Frieden zu leben. Nicht so in der Türkei, wo jedes politische Rennen eher nach Kriegführung als nach einfachem demokratischem Wettbewerb aussieht.
Ein Grund dafür ist die Dominanz der Identitätspolitik in dem Land, das seine Wurzeln tief in den 1950er Jahren hat, als sich die Türkei zu Mehrparteienpolitik entwickelte. Der Kampf zwischen "uns" und "ihnen" läuft seither. Im Kern der Sache steht eine Kultur, die die am wenigsten gebildeten Massen (und in der Türkei beträgt die durchschnittliche Schulzeit 6,5 Jahre) entweder zur Konversion des "Anderen", oder, wenn das nicht möglich ist, zur physischen Verletzung des "Anderen" programmiert. Eine tiefe gesellschaftliche Polarisierung seit dem Amtsantritt der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) von Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Jahr 2002 hat sich auf ein erschreckendes Maß ausgeweitet.
Keiner der Vorfälle, mit denen oppositionelle Journalisten heute konfrontiert sind, ist ein Zufall. So attackierte im September 2015 eine wütende Gruppe von AKP-Fans die Redaktion von Hürriyet, der größten Zeitung der Türkei, damals noch ein oppositionelles Medienunternehmen. Die Menge schlug die Fenster des Gebäudes mit Stöcken und Steinen ein und sang: "Allah-u aqbar" ("Gott ist größer!"), als wären sie in einem Religionskrieg. Tatsächlich dachten sie, sie seien in einem, weil Hürriyet damals eine säkulare Zeitung war, die Erdoğan kritisierte. Lange Zeit beobachteten die Sicherheitskräfte die Vorfälle mit nur einer Polizeieinheit. Die Menge nahm die Flagge der Doğan Gruppe (die damals Hürriyet gehörte) herunter und verbrannte sie. Nach wiederholten Forderungen wurde weitere Polizei entsandt. Der Stellvertreter der AKP Istanbul und der Leiter der AKP-Jugendabteilung, Abdürrahim Boynukalın, waren in der Menge. Er kündigte auf seinem Twitter-Account an: "Wir protestieren vor Hürriyet gegen falsche Nachrichten und rezitieren den Koran für unsere Märtyrer." Es war ein Dschihad: Angriff auf eine Zeitung...
Einen Monat später war Ahmet Hakan, ein prominenter Hürriyet-Kolumnist und Moderator bei CNN-Türk, außerhalb seines Hauses. Hakan wurde von vier Männern in einem schwarzen Auto vom Fernsehsender nach Hause verfolgt, bevor er in der Nähe seiner Wohnung angegriffen wurde. Hakan wurde wegen einer gebrochenen Nase und Rippen behandelt. Nur wenige Monate zuvor hatte Erdoğan den Besitzer von Hürriyet als "Putschist" beschuldigt und seine Journalisten als "Scharlatane" bezeichnet.
Im Oktober 2016 veröffentlichte die türkische Direktion für religiöse Angelegenheiten, "Diyanet", ein Rundschreiben zur Gründung von "Jugendzweigstellen", die mit den Zehntausenden von Moscheen des Landes verbunden sein sollen. Zunächst sollten die Jugendzweigstellen in 1.500 Moscheen gegründet werden. Aber nach dem neuen Plan würden 20.000 Moscheen bis 2021 und schließlich sollen 45.000 Moscheen Jugendzweigstellen haben, die wie "Moschee-Milizen" aussehen werden.
Dann ist da noch der merkwürdige Fall der Alperen Hearths, einer heftig pro-Erdoğan-orientierten Gruppe, die pan-türkischen Rassismus mit Islamismus, Neotomanismus und Antisemitismus verschmilzt. Im Jahr 2016 drohten die Alperen mit Gewalt gegen einen jährlichen Gay-Pride-Marsch in Istanbul. Alperens Istanbul-Chef, Kürşat Mican, sagte:
"Wir werden nicht zulassen, dass Degenerierte ihre Fantasien auf diesem Land verwirklichen... Wir sind nicht verantwortlich für das, was nach diesem Punkt passieren wird ... Wir wollen nicht, dass die Menschen in dieser heiligen Stadt, die vom Blut unserer Vorfahren getränkt ist, halbnackt mit Alkoholflaschen in ihren Händen herumlaufen."

Das Büro des Gouverneurs von Istanbul hat den Marsch später verboten.
Ein weiteres Mal, 2016, protestierten Alperen-Mitglieder vor einer der bedeutendsten Synagogen in Istanbul, um die Sicherheitsmaßnahmen Israels nach einem tödlichen Angriff auf dem Tempelberg zu verurteilen, bei dem zwei israelische Polizisten starben. "Wenn Sie unsere Religionsfreiheit dort [in der Jerusalemer al-Aqsa-Moschee] verhindern, dann werden wir Ihre Religionsfreiheit hier [in der Neve-Shalom-Synagoge in Istanbul] verhindern", sagte eine Erklärung der Alperen. "Unsere (palästinensischen) Brüder können dort nicht beten. Der Einsatz von Metalldetektoren schikaniert unsere Brüder." Einige Alperenjugendliche traten mit den Füssen gegen die Türen der Synagoge, andere warfen Steine auf das Gebäude.
In jüngerer Zeit ist es leider nicht friedlicher. Am 31. März, als die Türken zu den Wahlurnen gingen, um ihre Bürgermeister zu wählen, forderte die Gewalt an einem einzigen Tag sechs Menschenleben und ließ 115 Menschen durch Stöcke, Messer, Schlagstöcke und Schüsse verletzt zurück. Wenige Tage später stieg die Zahl der Todesopfer.
In einer spektakulären Gewaltdemonstration lynchten Fans von Erdoğan fast Kemal Kılıçdaroğlu, den Führer der wichtigsten oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP). Im April ging Kılıçdaroğlu in eine kleine Stadt am Rande von Ankara, um an der Beerdigung eines gefallenen Soldaten teilzunehmen, der bei Zusammenstößen mit den separatistischen kurdischen Milizen getötet worden war. Während der Beerdigung wurde er von einer nationalistischen Menge angegriffen und zu seinem Schutz in ein nahegelegenes Haus gebracht. Ein Video des Vorfalls auf Social Media zeigte einen Mob, der vorwärts drängte und Kılıçdaroğlu schlug, während er sich durch die Menge bewegte. Nachdem er in ein sicheres Haus gebracht worden war, umzingelten es Mitglieder des Mobs und chanteten: "Lasst uns das Haus niederbrennen!" Der Mann, der den Oppositionsführer geschlagen hatte, erwies sich später als offizielles Mitglied der AKP.

Der Angreifer, Osman Sarıgün, wurde nach einer kurzen Inhaftierung rasch wieder freigelassen. Am nächsten Tag war er ein Held. Scharen von Erdoğan Fans eilten zu seinem Bauernhaus, um seine Hände auf sizilianische "baccio la mano"-Manier zu küssen, und zollten ihm den größten Respekt vor dem physischen Angriff auf einen Oppositionsführer.
Anscheinend ermutigt jeder ungestrafte Fall politischer Gewalt, der im Namen der dominanten Staatsideologie (Islamismus) und ihres sakrosankter Führers (Erdoğan) begangen wird, zum nächsten. Im Mai wurde ein Journalist, der die Regierung Erdoğan und ihre nationalistischen Verbündeten kritisierte, ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er außerhalb seines Hauses angegriffen worden war. Die Zeitung Yeniçağ sagte, dass der Kolumnist Yavuz Selim Demirağ von fünf oder sechs Leuten mit Baseballschlägern geprügelt wurde, nachdem er in einer TV-Show aufgetreten war. Die Angreifer entkamen vom Tatort in einem Fahrzeug.
Für Göknur Damat, eine 34-jährige Schönheitsspezialistin, bei der Brustkrebs diagnostiziert worden war, ging alles wie durch ein Wunder gut. Im Jahr 2017 trat sie in einer Fernsehsendung auf und sagte weinend dem Publikum, dass ihre Ärzte sagten, sie würde nicht länger als sechs Monate leben. Sie gewann Erdoğans Sympathien (und diejenigen anderer Leute) und erhielt eine Einladung zum Treffen mit dem Präsidenten, der sie danach "meine Pflegetochter" nannte. Sie war nun der Liebling aller AKP-Anhänger. Ihr Geschäft florierte und, noch besser, Damat gewann auf wundersame Weise ihren Kampf gegen Krebs. In letzter Zeit hat sie jedoch einen Fehler gemacht. Sie spendete 20 Lire (ca. 3,50 Dollar) für den Wahlkampf des Oppositionskandidaten, der für das Bürgermeisteramt von Istanbul kandidierte. Schlimmer noch, das Wissen um ihre Spende gelangte irgendwie an die Öffentlichkeit, und Tausende von Erdoğan Fans fragten: "Wie kommt es, dass die Pflegetochter unseres Präsidenten für die Kampagne der Opposition gespendet hat..." Kürzlich, als sie aus ihrem Haus kam, kam ein unbekannter Mann auf sie zu, fragte sie: "Bist du so tapfer?" und stach ihr mit einem Messer ins Bein. Der Angreifer wurde, wie die meisten anderen, noch nicht gefunden.
Die Türkei war nie ein Dänemark oder Norwegen in Sachen politischer Reife, Toleranz und Kultur, stattdessen nähert sie sich gefährlich dem Wesen eines ihrer Nachbarn im Süden oder Osten.

Quelle: "TÜRKEI_aggressiv"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 16.06.2019 19:26:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 16.06.2019 19:26
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