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"Gutmenschen"

"Gutmenschen"

14.07.2019 19:15

Der Kult um die Sea-Watch-3-Kapitänin Carola Rackete ist die Komplementärveranstaltung zur Kampagne „gegen Rechts“, die dem Mord am CDU-Mann Walter Lübcke folgte. Nachdem die patentierten Statthalter der Demokratie sich im schweißtreibenden Kampf gegen das Böse verausgabt haben, dürfen sie in der Feier einer Ikone des Guten frische Kräfte tanken.
Typischerweise bedenken sie nicht, daß die Vorgänge im Mittelmeer keine interne Angelegenheit sind; es handelt sich um ein Politikum auf internationaler Ebene. Was als „Seenotrettung“ firmiert, stellt eine Beihilfe zum kriminellen Schleppertum dar. Nebenbei hat Frau Rackete die Souveränität, die territoriale Hoheit und die Gesetze Italiens mißachtet und die Besatzung eines Patrouillenbootes in Gefahr gebracht. Zur Lebensrettung hätte es völlig ausgereicht, die Bootsinsassen zum libyschen Ausgangshafen zurückzubringen.
Doch der Geisterfahrerin auf hoher See ging es um die politische Demonstration und den symbolischen Wiedergutmachungsakt: Als „weiße Deutsche, die in einem reichen Land mit dem richtigen Paß“ geboren worden sei, habe sie die moralische Verpflichtung, denjenigen zu helfen, die nicht die gleichen Möglichkeiten wie sie gehabt hätten. Sie und ihre Gesinnungsfreunde wollen den Italienern und ganz Europa eine Einwanderungspolitik aufzwingen, die ihnen moralische Befriedigung verschafft. Ungefragt bürden sie anderen die Konsequenzen ihrer pubertären Gewissenskonflikte auf. (von Thorsten Hinz)
„Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen.“ / Ingmar Bergmann
(rjhCD6149)


Neudeutscher Größenwahn - Vom hohen Roß

Beinahe-Heilige
Wenn eine überdrehte und selbstherrliche Individual-Moral die Beziehungen zwischen den Ländern bestimmt, werden sie unberechenbar und ist das Chaos sicher. Daran verschwenden die Spitzen-Diskutanten und -Kommentatoren in Deutschland jedoch kein Wort. Vielmehr verleihen sie den Eigenmächtigkeiten der Egomanin eine metapolitische, ach was, eine transzendentale Dimension. Hamburgs Erzbischof hat die 31jährige reflexhaft zur Beinahe-Heiligen in der Nachfolge Jesu Christi erhoben. Politiker, Journalisten und sogar Wirtschaftsvertreter nehmen den religiös gestimmten Ton ungeprüft auf.
Der blasse Sachwalter im Schloß Bellevue und der Außenminister haben der italienischen Justiz und Regierung umgehend klargemacht, wie die einzig mögliche Entscheidung über die arrestierte Rackete auszusehen habe. Verständlicherweise hat das den italienischen Innenminister Matteo Salvini zu der Ansage veranlaßt, Steinmeier und Maas sollten sich gefälligst um die Probleme im eigenen Land kümmern.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erweist sich zuverlässig als das Referenzblatt bundesdeutscher Inferiorität und verkündet, die Sea-Watch-Betreiber hätten „die Moral auf ihrer Seite“. Und Siemens-Chef „Joe“ (eigentlich: Josef) Kaeser twitterte: „Menschen, die Leben retten, sollten nicht verhaftet werden. Menschen, die töten, Haß und Schaden säen und fördern, sollten es.“
Größenwahn bundesdeutscher Spielart

Unbekümmert setzt der bundesdeutsche Michel sich über das Völkerrecht, über nationale Gesetze, über diplomatische Gepflogenheiten und Höflichkeitsregeln hinweg und betreibt vom Hochsitz der Hypermoral die Neuordnung der Welt als ethisch korrekten Großraum. Vor dem Hintergrund einer amoralischen NS-Vergangenheit war es zunächst angängig, stärker als andere den moralischen Aspekt in der Politik hervorzuheben.
Längst ist das Mittel zum Zweck geworden, hat sich als Hypermoral verselbständigt und ist in einen „moralischen Imperialismus“ (Viktor Orbán) umgeschlagen, der dazu neigt, andere Völker und Staaten als moralisch minderwertig zu klassifizieren und sich über sie zu erheben. Heute trifft es Italien, gestern traf es die Ungarn und Polen, vorgestern die Griechen, morgen wird Rußland und übermorgen wieder Donald Trump an der Reihe sein.
Der Größenwahn bundesdeutscher Spielart macht Deutschland als Partner unmöglich, zur Führung in Europa ungeeignet und international lächerlich. Denn dem Ausland bleibt ja nicht verborgen, wie gleichzeitig Deutschlands Substanz schwindet; wie die ungesteuerte Zuwanderung es beschädigt; wie seine Infrastruktur buchstäblich zerbröselt; wie seine technische und intellektuelle Leistungsfähigkeit abnimmt.
Arnold Gehlen hat über das in zwei Weltkriegen besiegte Deutschland geäußert, widerlegte Völker neigten, um Schonung zu erlangen, zur Missionierung der anderen. Auch diese Schwundstufe der Außenpolitik verlangt ihren Akteuren viel ab: Diskretion, Geduld, die Fähigkeit zur Empathie. Gehlens Prognose war übertrieben optimistisch, denn die politische Mentalität, die heute die Medien, Parteien, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, Verbände durchwirkt, ist besserwisserisch, infantil, autoaggressiv.
Hypermoralische Avantgarde-Position

Zwei verinnerlichte Zielvorgaben schälen sich als handlungsleitend heraus: Die europäischen Staaten als souveränes Ordnungsprinzip, als Einheit von Territorium, Staatsvolk, Staatsgewalt, sollen außer Kraft gesetzt und Europa als „weißer“ Kulturraum abgeschafft werden.
Die Tendenzen sind zwar auch in anderen Ländern wirksam, wie Jean Raspails visionäres „Heerlager der Heiligen“ und zuletzt Douglas Murrays Buch „Der Selbstmord Europas“ zeigen. Vor allem entspringen sie den universell wirksamen, egalitären Instinkten der Massengesellschaft. „Massen entstehen“, so Karl Jaspers, „wo Menschen ohne eigentliche Welt, ohne Herkunft und Boden verfügbar und austauschbar werden.“
Eine Erfahrung, die Deutschland im 20. Jahrhundert nachdrücklicher als andere Nationen ereilt und die seine politische DNS geprägt hat. Sie erklärt die hypermoralische Avantgarde-Position, die es jetzt einnimmt und den anderen Ländern Gründe liefert, die deutsche Frage als einen medizinischen Fall zu begreifen, vor dem man sich in acht nehmen muß.

Quelle: "Mittelmeer"
[rot]Werden die Angriffe des Iran auf die USA und die Verbündeten eskalieren?
(von Majid Rafizadeh)

(Am 13. Juni 2019 beschuldigte US-Außenminister Mike Pompeo den Iran für den Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman und sagte: "Diese Bewertung basiert auf Geheimdienstinformationen, den verwendeten Waffen, dem für die Durchführung der Operation erforderlichen Fachwissen, den jüngsten ähnlichen iranischen Angriffen auf die Schifffahrt und der Tatsache, dass keine in diesem Gebiet tätige Stellvertretergruppe über die Ressourcen und Fähigkeiten verfügt, um mit einem so hohen Maß an Komplexität zu handeln". /Foto von Win McNamee/Getty Images)
° Die Handlungen des Iran sind klar; es gab praktisch keinen Versuch seinerseits, feindliche Absichten zu verschleiern. Warum gibt es keine internationale Empörung? Die Mainstream-Medien berichten nach wie vor nicht ausreichend über die Angriffe des Iran. In den letzten zwei Monaten wurde kein Fokus auf die Zunahme dieser Angriffe gelegt.
° Bei mehreren Gelegenheiten lud die Trump-Regierung den Iran an den Verhandlungstisch, um die Spannungen abzubauen. Es ist der Iran, der die Gespräche ablehnt und weiterhin aggressiv handelt, während er offen die USA und ihre Verbündeten bedroht.
° Wie viele Menschen müssen bedroht, gefoltert oder abgeschlachtet werden, bevor Trumps Antwort als gerechtfertigt gilt?

Die Kritik an der Trump-Regierung als Reaktion auf die Versuche des Weißen Hauses, die Drohungen des Iran abzuschrecken, nimmt weiter zu. Trotz zunehmender Gewalttaten und aggressivem Verhalten gegenüber den USA wird Präsident Trump von manchen kritisiert, weil er entschlossen ist, die iranische Regierung zur Verantwortung zu ziehen.
Indem sie ihr Militär einsetzt, um die USA und ihre Verbündeten anzugreifen, greift die Islamische Republik unverblümt auf die Taktik der harten Hand zurück. Die Handlungen des Iran sind klar; es gab praktisch keinen Versuch seinerseits, feindliche Absichten zu verschleiern. Warum gibt es keine internationale Empörung? Die Mainstream-Medien berichten nach wie vor nicht ausreichend über die Angriffe des Iran. In den letzten zwei Monaten wurde kein Fokus auf die Zunahme dieser Angriffe gelegt.
Die Politik der iranischen Regierung scheint zweigleisig zu sein. Die erste Facette scheint damit zusammenzuhängen, dass die Stellvertreter in der Region angewiesen wurden, die mit den Vereinigten Staaten, den europäischen Ländern und den Golfstaaten verbundenen Entitäten anzugreifen und Chaos anzurichten.
Letzte Woche wurde ein mit den USA verbundener Standort im Irak angegriffen. 40 Arbeiter des Energieriesen Exxon Mobile wurden gezwungen, aus dem Südirak zu evakuieren, nachdem sie unter Raketenbeschuss geraten waren.
Der Houthi-Angriff auf eine saudische Ölanlage und die Rakete, die in der Nähe der US-Botschaft in Bagdad landete, sind ebenfalls mit dem iranischen Regime und seinen Vertretern verknüpft. Jeder dieser Angriffe hat den US-Interessen in irgendeiner Weise Schaden zugefügt.
Vor kurzem ist bekannt geworden, dass der Chef der Quds Force, General Qassem Soleimani, ein Konglomerat von mehr als 40 Milizen, die unter dem Banner der Popular Mobilization Forces (PMF) operieren, angewiesen hat, sich "auf einen Stellvertreterkrieg vorzubereiten".

Die zweite Säule der iranischen Gewaltpolitik scheint in direkten militärischen Angriffen zu bestehen. In den letzten zwei Monaten wurden sechs Öltanker angegriffen. Zunächst wurden vier Tanker im Hafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier genommen. Einen Monat später wurden zwei Tanker, die den Golf von Oman vor der Küste des Iran überquerten, mit Sprengstoff sabotiert; einer der Tanker ging in Flammen auf und beide wurden treibend zurückgelassen.
Die Straße von Hormuz, die zwischen den Grenzen des Iran und des Oman, einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, liegt, dient dem Transport von etwa 33% des gesamten weltweit gehandelten Öls auf dem Seeweg. Diese Angriffe verursachen globale Angst und wirken sich auf Unternehmen weltweit aus.
Die Fingerabdrücke des Iran sind auf diesen Aggressionen überall zu finden. Aufgrund des hohen Komplexitätsniveaus wird angenommen, dass die Angriffe auf die Tanker direkt vom iranischen Regime durchgeführt wurden. Der Vorfall war nicht isoliert, sondern scheinbar vorsätzlich und organisiert, was bedeutet, dass durchaus noch mehr solcher Angriffe in Planung sein könnten.
Wie der US-Außenminister Mike Pompeo betonte, "basiert diese Bewertung auf Geheimdienstinformationen, den verwendeten Waffen, dem für die Durchführung der Operation erforderlichen Fachwissen, den jüngsten ähnlichen iranischen Angriffen auf die Schifffahrt und der Tatsache, dass keine in diesem Gebiet tätige Stellvertretergruppe über die Ressourcen und Fähigkeiten verfügt, um mit einem so hohen Maß an Komplexität zu handeln".
Die offenen Angriffe des Iran beinhalteten den Abschuss einer Militärdrohne der Vereinigten Staaten. Der Leiter des Islamischen Revolutionsgardenkorps (IRGC), Major Gen. Hossein Salami, drohte damit, dass der Abschuss der Drohne eine Warnung an die USA sei. Er fügte hinzu, dass "der einzige Weg für unsere Feinde sicher zu sein, ist, unsere Souveränität, die nationale Sicherheit und die nationalen Interessen der großen iranischen Nation zu respektieren".
Bei mehreren Gelegenheiten lud die Trump-Administration den Iran an den Verhandlungstisch, um die Spannungen abzubauen. Es ist der Iran, der die Gespräche ablehnt und weiterhin aggressiv handelt, während er offen die USA und ihre Verbündeten bedroht.
In einem Tweet, der Japans Premierminister Shinzo Abe erwähnt, schrieb der Oberste Führer des Iran, Ali Khamenei:

"Herr @abeshinzo, Sie sagten, dass Trump gesagt hat, dass Verhandlungen mit den USA zu Fortschritten des Iran führen würden. Bei der Gnade Gottes, ohne Verhandlungen & trotz Sanktionen werden wir vorankommen."
In einem Treffen mit Abe wies Khamenei auch darauf hin, dass "ich Trump nicht als Person betrachte, die es verdient, Nachrichten mit ihm auszutauschen. Wir werden nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln."
Warum also sind die Kritiker der Trump-Regierung so extrem schnell dabei, den Präsidenten zu verurteilen, während sie es sich sehr bequem machen, die Angriffe des Iran zu ignorieren? Erwarten sie, dass die USA untätig zusehen, wie die Islamische Republik in der gesamten Region Windstöße an Offeniven ausführt? Erwarten sie, dass die USA die Augen zudrücken, wenn Teheran versucht, die Region weiter zu destabilisieren, um Unsicherheit und Angst weltweit durchzusetzen und seine revolutionären und engstirnigen Interessen zu fördern? Wie viele Menschen müssen bedroht, gefoltert oder abgeschlachtet werden, bevor Trumps Antwort als gerechtfertigt gilt?

Quelle: "USA_IRAN"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 14.07.2019 19:15:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 14.07.2019 20:14
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