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"deutsches_BLUT"

"deutsches_BLUT"

29.07.2019 19:47

Die 50er Jahre waren für die Siegermacht Deutschland die der Erholung und des beginnenden Wohlstands. Aber auch die der Irritation. Unter der Hand fragte man sich, wofür all die Opfer des Krieges, insbesondere in der eigenen Familie und Verwandtschaft, kurz, all die Opfer “deutschen Blutes” gut gewesen sein sollten, wenn später dabei doch “sowas” herauskam. Es war das Grummeln des einfachen Volkes, das komplexe ökonomische, kulturelle und anthropologische Zusammenhänge der schon auf voller Fahrt befindlichen Moderne kaum durchschaute. Vor allem aber war es das Zerplatzen einer großen Propagandablase.
Seit ihrem Aufkommen hatten die Nationalsozialisten die Deutschen und ihren Willen zu einem entbehrungsreichen, gar “totalen” Krieg zuvörderst durch zwei Versprechen an sich gebunden. Das erste Versprechen bezog sich auf den wirtschaftlichen Aspekt, nämlich daß man sich die Welt untertan machen, der Deutsche dann als eine Art Fürst über seine internationalen Leibeigenen herrschen und durch deren Arbeit und Vermögen die Früchte seiner Opferbereitschaft ernten würde. Ein kleiner Vorgeschmack darauf erhielt man bereits durch die Ausplünderung, Enteignung, Degradierung zum Wegwerf-Arbeiter und schließlich durch die millionenfache Eliminierung der Juden.
Das zweite Versprechen war metaphysischer Art. Die Nationalsozialisten betrachteten die Deutschen als eine auserwählte Rasse, schaumgeboren aus mythologisch angehauchter germanischer Genealogie und einem spartanischen Kriegskult, der allem und jeden überlegen ist: Der Herrenmensch. Nach dem Krieg, so das Versprechen, würde der Rest der Welt diesem Übermenschen automatisch zu Füßen liegen und seine Kraft und Herrlichkeit preisen. (von Akif Pirinçci)
"Im jahrelangen Streit zwischen dem Grünen-Politiker Volker Beck und Spiegel Online über die Veröffentlichung eines umstrittenen Buchbeitrags können beide Seiten weiter auf einen Sieg vor Gericht hoffen. Der Europäische Gerichtshof befand in seinem Urteil von diesem Montag zwar, dass das Zitieren geschützter Werke bei der Berichterstattung über aktuelle Ereignisse nicht zwingend der Zustimmung des Urhebers bedarf. Zugleich machten die Luxemburger Richter aber klar: Voraussetzung für diese Ausnahme sei, dass der Rechteinhaber der ursprünglichen Veröffentlichung des zitierten Werks zugestimmt habe (Rechtssache C-516/17). Endgültig muss nun der Bundesgerichtshof entscheiden." (EuGH-Urteil)
(rjhCD6149)


DIE DEUTSCHE UNION
Erste Risse in dieser Denke bekamen die Herrenmenschen bereits während der Besatzung Frankreichs im Krieg. Nur allzu bereitwillig adaptierten deutsche Soldaten und Offiziere das savoir-vivre, insbesondere was “L’amour” mit den Mesdemoiselles und das Genießen anging. Doch auch in Niederlanden und in den skandinavischen Ländern sah es nicht viel anders aus. Viele der “Besatzer” hatten dort heimlich Einheimische geheiratet und mit ihnen Kinder gezeugt oder Freunde fürs Leben gefunden.
Der Grund dafür war sehr einfach: Kerneuropa war bereits zu jener Zeit ein und dieselbe “weiße Rasse” gewesen, lediglich mit unterschiedlichen Ländern und Geschwindigkeiten und mehr oder weniger dem gleichen durchschnittlichen IQ gewesen. Man denke nur an den Kroaten Никола Тесла, besser bekannt unter dem Namen Nikola Tesla, der 1884 in die USA zog. Und nun sollten diese Menschen den Feld-Neger in der deutschen Baumwollplantage spielen? Man hatte es hier nicht mit Buschmenschen aus dem Dschungel zu tun, die ökonomisch und kulturell nur fürs Steine-Schleppen und Trommeln verwertbar waren, sondern sogar in den russischen Gebieten mit der personifizierten Hochzivilisation. Es ergab schon aus egoistischem Interesse heraus keinen Sinn, einen französischen Künstler, einen finnischen Ingenieur oder einen tschechischen Geschäftsmann wie einen Sklaven zu behandeln.
Diese hemmungslose Ausbeutung der Feindbevölkerungen und ihrer Volkssubstanz war während des Krieges zur Anwendung gekommen. In der Friedenszeit funktionierte sie nicht mehr, da sie nachweislich zu Apathie und schlußendlich zu schlimmster Verarmung der betroffenen Länder führte. Das Deutsche Reich konnte inmitten eines Armenhauses, das aus Europa geworden war, nicht als eine Insel der Glückseligen existieren.

Deshalb bot man Anfang der 50er im Rahmen einer “Deutschen Union” sämtlichen besetzten Gebieten sogenannte Friedensverträge an, mit besonders verlockenden Konditionen für Frankreich. Diese besagten, daß nur noch ein kleiner Teil der deutschen Besatzungsarmee, eher in einem symbolischen Status, im jeweiligen Land bleiben würde, ansonsten jedoch es völlig autark, ja, sogar demokratisch regiert werden durfte. Allerdings ohne eine nationale Armee.
Selbstverständlich blieb die letzte Entscheidungsgewalt sowohl in politischen als auch in wirtschaftlichen Dingen bei den Strippenziehern des Deutschen Reiches, das sich jedoch tunlichst im Hintergrund zu halten hatte. Und natürlich hatten all diese Länder ihren Tribut an Deutschland in Form einer jährlichen Abgabe bzw. eines Finanzausgleiches zu zollen. Bei der Gelegenheit schaffte man auch die Unsitte ab, daß jeder deutsche Hanswurst sowohl im eigenen Lande als auch in den besetzten Gebieten wie eine wandelnde Kriegsdrohung in einer Uniform herumlaufen durfte. Auch Hitlers Reden wurden nun milder bzw. staatsmännischer, aber auch seltener.
Was als eine verklausulierte Versöhnlichkeitsgeste gedacht war, entpuppte sich jedoch schon ein Jahr später als der Beginn eines noch Jahrzehnte dauernden und sehr kostspieligen Ablaßärgers. Die besetzten Gebiete, die ihre Quasi-Freiheit erhalten hatten, drehten den Spieß einfach um. Sie verlangten vom Reich nun … nein, keine Reparationszahlungen, sondern Aufbau- und ähnliche Finanzhilfen, um ihre von Deutschland zerstörte Infrastruktur, Industrie, Bildungseinrichtungen, Kulturgüter usw. wiederaufzubauen. Zudem wollte man in der Tradition der britischen “Commonwealth of Nations” eine enge Verbindung zu Deutschland, woraus diesem natürlich eine finanzielle Verantwortung zu den Besatzungen erwuchs, aber auch den Besitz einer assoziierte deutschen Staatsangehörigkeit für die Besiegten möglich machte. Das Konstrukt der “Deutschen Union” nahm immer groteskere Züge an je mehr Jahre ins europäische Land gingen, derart grotesk, daß in den 70ern kaum unterscheidbar war, wer wen damals besiegt hatte.
Doch in den 50ern machten sich die Deutschen erst einmal locker. Bald rollte der millionste “Käfer” vom Band, und in den Ferien ging es mit dem Wohnmobil in den Süden. Jeder Zehnte blieb auch dort, weil vom Reich ein Programm für verbilligte Kredite für Reichsdeutsche aufgelegt worden war, die in den besetzten Gebieten unternehmerisch tätig werden wollten. So wurde der Süden Stück um Stück deutscher, eine Art europäisches Kalifornien.

Zwar nicht aufsehenerregend, aber immer deutlicher kollidierten diese Entwicklungen mit den einstigen Idealen und Geisteshaltungen, die die Nationalsozialisten dem Volk bis zum Ende des Krieges eingeimpft hatten. Darin waren die Deutschen zu einem einzigartigen, vor allem aber allen anderen überlegenen Stamm stilisiert worden, die das Erbe der Germanen fortführten. Doch je mehr Europa germanisiert wurde, wurden die Germanen selbst “ausländischer”.
Sehr früh hielt die südländische Küche Einzug, das deutsche Bier wich immer mehr dem französischen oder italienischen Rotwein, Hildegard Knef zeigte sich in einem Film nackt und keiner regte sich auf, Ferienhäuser wurden vorwiegend in Griechenland gekauft, weil die bereits zum Kriegsende hin entwickelte Düsenwerktechnik bei Militärflugzeugen sich rasend schnell auf die Verkehrsmaschinen ausbreitete, in die Schnulzen und Schlager mischten sich immer mehr Chanson- und Bella-Italia-Elemente und der von der Kritik hochgelobte Roman eines gewissen Günter Grass namens “Die Blechtrommel” erwies sich an der Buchhandelskasse als grandioser Flopp.
Die alte Nazi-Riege trat schrittweise ab, meist aus gesundheitlichen Gründen, aber vor allen Dingen, weil ihre gammeligen Ansichten aus der goldenen Epoche des Nationalsozialismus dem immer internationaler werdenden Volk nicht mehr vermittelbar waren. Einige von ihnen wurden sogar in den 60ern wegen Kriegsverbrechen angeklagt und mußten bis zu ihrem Tod Haft verbüßen.
An die Stelle der Alten traten junge Rationalisten, die den Krieg nur als kleine Kinder miterlebt und die Ideologie des Ariertums und der Überlegenheit der Deutschen als folkloristisches Geschwafel von Erwachsenen mitgekriegt hatten. Obgleich nach nationalsozialistischen Grundvorgaben handelnd, war diese neue Generation der Politiker eher an realistischen und praktikablen Zielen für das Reich interessiert, zu dem jetzt mehr weniger auch die besetzten Gebiete gehörten, als an bereits in Erfüllung gegangenen Allmachtsphantasien und an Krieg und Zerstörung als kollektive Sinnstiftung.
Zunächst gönnte sich Deutschland eine neue Verfassung (“Die Würde des Deutschen ist unantastbar”). Sie drängte das Militär und somit alle aus dem Militärischen hervorgegangenen Ämter, Posten und damit einhergehenden Verwaltungsakte in den neutralen Bereich einer reinen Schutzarme. Die Gaue wurden aufgelöst und durch Bundesländer ersetzt und Gauleiter durch gewählte Politiker. Die Justiz wurde auf dieses neue Grundgesetzt eingeschworen und darauf, daß der künftige Staat hier kein Einfluß nehmen durfte. Was Adolf Hitler von alldem hielt, erfuhr man nicht. Denn nach 1957 erfuhr man vom “Führer” nichts mehr, wohl krankheitsbedingt oder gerade deswegen von seiner ihn pflegenden Entourage fremdbestimmt.
Bis er tatsächlich starb, am 5. Februar 1961. Dabei war sein Lieblingsprojekt Germania-Berlin nicht einmal in Ansätzen fertiggestellt. Die Staatstrauer dauerte ein halbes Jahr.
Die Spuren des Genozids an den Juden wurden restlos vernichtet, die KZs dem Erdboden gleichgemacht, sämtliche Involvierte und Zeitzeugen vom Geheimdienst ermordet, sogar im Ausland, und alles Archivmaterial, die zumindest die Vorbereitungen dazu dokumentierte, ausgelöscht. Man suchte jetzt die Annährung zu Israel, das sich gegen alle Erwartungen zum Trotz gegen seine eigene Vernichtung durch die Araber erfolgreich zur Wehr gesetzt hatte, natürlich durch Unterstützung amerikanischer Militärhilfe.

Plötzlich erinnerte man sich auch im Reich an die Hochleistungen deutscher Juden vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, insbesondere aber an ihre überdurchschnittlich hohen Steuerzahlungen im Vergleich zu der deutschen Bevölkerung. Nur zu gern würde man die einst Verfolgten, Gejagten und Nachkommen der Ermordeten wieder im neuen Deutschland ansiedeln, wäre da nicht die abermilliardenschwere Bürde der Wiedergutmachung und der Rückgabe der damals geraubten Vermögen und Immobilien. Dies allein auf Berlin und Frankfurt angewandt, würde für die beiden Städte den Bankrott bedeuten.
Noch mehr als zu Israel suchte man nach Hitlers Tod die Annäherung zu den USA. Sowohl diese als auch Deutschland besaßen inzwischen die Atombombe, an Interkontinentalraketen arbeitete man gerade. Da es nun jedoch nur zwei Weltmächte gab und keiner von ihnen an der Eroberung der anderen interessiert war und auch die Staatsphilosophien sich jährlich einander annäherten, ergab die immens teure Aufrüstung zu beiden Seiten wenig Sinn. Vielleicht würde der Durchbruch in der Sache mit dem Staatsbesuch vom Präsidenten John F. Kennedy am 26. Juni 1963 in Berlin gelingen.
Anfang der 60er tauchte in Berlin ein junger Mann namens Rudi Dutschke mit provokanten Thesen im Studentenmilieu auf. Er hielt den eingeschlagenen Weg des Reiches, eine quasi-kapitalistische Wirtschaft zu installieren und den besetzten Gebieten weitgehende Autonomie zu gewähren, für falsch und als einen Verrat am wahren Nationalsozialismus. Vielmehr müsse Deutschland zu seinen Wurzeln zurückkehren und die Besiegten ewiglich Frondienste für den Sieger leisten lassen. Er vermischte bei seinen immer beliebter werdenden Agitationen Versatzstücke aus “Mein Kampf”, marxistischen Theorien und der Sehnsucht einer Jugend, die den Krieg nicht erlebt hatte, nach einem abenteuerlichen Soldatenleben zu urwüchsig-germanischen Visionen und erklärte die unaufgeregte bürgerliche Existenz zum verweichlichten Feind. Nur der fortdauernde Krieg mache einen Mann zum Mann und die Frau eines Soldaten sei die wahre Frau, meinte er. Rudi Dutschke haßte die USA.
Von den Universitäten ausgehend, erfaßte diese neonazistische, gegen die Versöhnungspolitik des Reiches aufgestellte Jugendbewegung alsbald das ganze Land und brachte neben Dutschke noch viele andere “Stars” hervor. Viele davon organisierten am laufenden Band und teils gewalttätige Demonstrationen für ihre Sache und Störaktionen bei Staatsbesuchen ausländischer Oberhäupter und traten später den “Marsch durch die Institutionen” an. Einige aber verschwanden in den terroristischen Untergrund und sollten in folgenden Jahrzehnten als “BAF” (Braune Armee Fraktion) ein explosives Problem für das Reich werden.
Auf dem Höhepunkt der später als die “68er” Titulierten schoß am 11. April 1968 der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann mit dem Ruf “Du dreckiges Nazischwein!” vor dem sogenannten Arminius-Büro am Kurfürstendamm dreimal auf Dutschke. Er traf ihn zweimal in den Kopf, einmal in die linke Schulter. Dutschke erlitt lebensgefährliche Gehirnverletzungen und starb an Ort und Stelle.

Quelle: "AUSBEUTUNG"
Warum wurde ein Saudi von Palästinensern angegriffen? (von Khaled Abu Toameh)

° Der Hauptgrund, warum der saudische Blogger während seines Besuchs in der Al-Aqsa-Moschee angegriffen und gedemütigt wurde, war Hetze.
° Sie ging hauptsächlich vom palästinensischen Journalistensyndikat (PJS) aus, einer Gruppe, die der Fatah angehört, und das von einigen im Westen und sogar in Israel als "gemäßigt" und "pragmatisch" bezeichnet worden ist.
° In das Gesicht eines saudischen Bloggers zu spucken und ihn als "Tier" und "Zionist" zu verfluchen, ist nicht ein Verhalten, das dazu beiträgt, Bargeld aus seinem Staat - oder irgendeiner anderen sich selbst respektierenden Einheit - zu entlocken, der nicht ins Gesicht geschlagen werden will, während er Handzettel verteilt.

Als der saudische Blogger Mohamed Saud am 22. Juli an der Al-Aqsa-Moschee ankam, dachte er anscheinend, er würde friedlich an diesem Ort beten, bevor er die Märkte der Altstadt von Jerusalem besichtigen würde.
Außerdem glaubte Saud anscheinend, dass er als arabischer Muslim von seinen palästinensischen Brüdern herzlich willkommen geheißen würde.
Er lag falsch.
In dem Moment, als die Palästinenser den saudischen Blogger an einem der heiligsten Orte des Islam erblickten, zeigten sie ihm, wie sie ihre arabischen Brüder behandeln.
Videos, die auf Social Media auftauchten, zeigten eine Reihe von Palästinensern, die ihm Beleidigungen entgegenschrien und Saud anspuckten. Ein Palästinenser warf später einen Plastikstuhl nach ihm, als er das Gelände verließ.
Was hat der saudische Besucher getan, um diese Erniedrigung und diesen physischen Missbrauch zu verdienen? Welches Verbrechen hat er begangen, um als "Müll", "Tier", "Verräter" und "Zionist" angeprangert zu werden?
Das Verbrechen des unglücklichen Saudis - in den Augen der Palästinenser - war, dass er Teil einer Delegation arabischer Journalisten war, die zu einem Besuch in Israel eingeladen waren. Solche Besuche werden von den Palästinensern oft als Aktionen verurteilt, die zur Förderung der Normalisierung zwischen Arabern und Israel führen. Die Palästinenser sind entschieden gegen jede Form der Normalisierung mit Israel und betrachten es als Verrat. Sie haben Angst, dass, wenn die Araber ihre Beziehungen zu Israel normalisieren, sie aufhören werden, sich um die Palästinenser zu kümmern. Die palästinensische Position ist, dass es keine Normalisierung zwischen Israel und den Arabern geben kann, bevor der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst ist.

Diese demütigende Behandlung war alles andere als ein Einzelfall. In dem Moment, als palästinensische Medienorganisationen von der Ankunft der Journalisten in Israel erfuhren, beeilten sie sich, Erklärungen zu veröffentlichen, in denen sie die Delegation anprangerten und Araber und Muslime aufforderten, die Besucher auf die schwarze Liste zu setzen.
Das palästinensische Journalistensyndikat (PJS), ein Gremium, das von Loyalisten der regierenden Fatah-Fraktion von Präsident Mahmoud Abbas dominiert wird, war das erste, das sich gegen die arabischen Journalisten stellte und sie beschuldigte, die Normalisierung mit Israel zu fördern.
Das PJS und andere palästinensische Medienorganisationen forderten den Verband der arabischen Journalisten auf, die Journalisten zur Rechenschaft zu ziehen und auf die "schwarze Liste" zu setzen. Dieser Befehl bedeutet, dass die Journalisten, die Israel besuchten, aus jeder Gewerkschaft oder Organisation, der sie angehören, ausgeschlossen würden. Das bedeutet auch, dass die Gastjournalisten von anderen arabischen Journalisten und Medienorganisationen boykottiert und ihnen Verträge verweigert werden.
Der Hauptgrund, warum der saudische Blogger während seines Besuchs in der Al-Aqsa-Moschee angegriffen und gedemütigt wurde, war Hetze. Diese ging hauptsächlich vom PJS aus, einer Gruppe, die der Fatah angehört, und die von einigen im Westen und sogar in Israel als "gemäßigt" und "pragmatisch" bezeichnet worden war.
Vor kurzem warnte dasselbe PJS, das mit der Fatah verbunden ist, die palästinensischen Journalisten davor, einer Einladung des US-Präsidentengesandten Jason Greenblatt zum Besuch des Weißen Hauses zu folgen.

Im Juni verurteilte das PJS Bahrain, weil es israelische Journalisten eingeladen hatte, über den von den USA geleiteten Wirtschaftsworkshop "Prosperity to Peace" in Bahrain zu berichten.
Rami Alshrafi, einer der Leiter des PJS im Gazastreifen, drohte damit, dass seine Gruppe jeden Journalisten, der Aktivitäten durchführt, die als Normalisierung mit Israel angesehen werden könnten, öffentlich beschämen würde. "Wir werden eine Liste all jener arabischen Journalisten veröffentlichen, die irgendwelche Normalisierungsmaßnahmen mit dem Besatzungsstaat Israel durchführen", sagte er. "Wir werden eine schwarze Liste all dieser arabischen journalistischen Organisationen und Journalisten veröffentlichen, die israelische Journalisten empfangen."
Das PJS hatte vor einigen Jahren auch einen Boykott israelischer Journalisten initiiert und gedroht, jeden palästinensischen Beamten zu boykottieren, der ein Interview mit den israelischen Medien führt. In einem Interview erklärte der PJS-Vorsitzende Nasser Abu Bakr, ein ehemaliger Journalist der Agence France-Presse (AFP), dass die Entscheidung gemäss seiner Freunde getroffen wurde, und er "kam zu dem Schluss, dass kein Interview von [palästinensischen] Beamten [gegenüber israelischen Medien] der palästinensischen Sache dient".
Bizarrerweise trifft sich das Syndikat von Abbas aber immer wieder mit Vertretern der israelischen Medien, obwohl es wiederholt zu deren Boykott aufruft. Unnötig zu sagen, dass das PJS und seine Mitglieder Abbas nie wegen Verstoßes gegen ihr eigenes Verbot verurteilt haben. Sie wissen, dass sie an dem Tag, an dem sie ein Wort gegen den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde sagen, entweder die Mittel der palästinensischen Regierung verlieren oder ins Gefängnis geworfen werden - oder noch schlimmeres.

Erstens haben die palästinensischen Journalisten die Öffentlichkeit gegen ihre israelischen Kollegen aufgehetzt und zum Boykott aufgerufen. Als nächstes wiegelten sie die Öffentlichkeit gegen palästinensische Journalisten auf, die es wagten, sich mit Israelis zu treffen. Nun ist es an den nicht-palästinensischen arabischen Journalisten, die Hitze zu spüren zu bekommen.
Anstatt die arabischen Journalisten in Jerusalem willkommen zu heißen und sie zum Besuch von Ramallah, der faktischen Hauptstadt der palästinensischen Führung, einzuladen, beschlossen die Palästinenser, ihren saudischen Besucher zu beleidigen und körperlich anzugreifen. Als ob das nicht genug wäre, fordern sie auch, dass Araber und Muslime den Blogger und seine Kollegen bestrafen, weil sie angeblich die Normalisierung mit Israel gefördert haben.
Der Angriff auf den saudischen Blogger verheißt nichts Gutes für die Zukunft der palästinensischen Beziehungen zu Saudi-Arabien und anderen arabischen Ländern.
Mehrere Saudis gingen zu Social Media, um ihren Abscheu über den Angriff auf Saud auszudrücken. "Ich kann die Wakaha (Kühnheit) der Palästinenser nicht verstehen, die sich über den Angriff freuten", sagte der saudische Bürger Ibrahim Al-Sulieman.
Ein weiterer Saudi, Abdullah, kommentierte: "Obwohl er nur sich selbst repräsentiert, haben die Palästinenser ihren Hass auf ihn nur deshalb demonstriert, weil er aus Saudi-Arabien kommt."
Während israelische Regierungsvertreter den "grausamen" Angriff auf den saudischen Blogger schnell anprangerten, konnten die palästinensischen Führer den Vorfall nicht verurteilen, eine Reaktion, die die Spannungen zwischen den Palästinensern und Saudi-Arabien verschärfen könnte.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Palästinenser Saudis nicht auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee sehen wollen: Die Palästinenser haben wahrscheinlich Angst, dass Saudi-Arabien die Rolle des "Hüters heiliger Stätten" in Jerusalem sucht, eine Rolle, die derzeit von Jordanien innegehalten wird. Sowohl Jordanien als auch die Palästinenser gelten als entschieden gegen die Gewährung einer Rolle der Saudis bei der Verwaltung der heiligen Stätten in der Stadt. Ein Monopol über die Moschee bringt ihnen, glauben sie, Prestige und Respekt in den arabischen und islamischen Ländern.

Der Angriff auf den saudischen Blogger ist ein weiteres Zeichen für wachsende Spannungen zwischen den Palästinensern und einigen arabischen Ländern, darunter Saudi-Arabien. Nach einigen Berichten haben die Saudis einen harten Durchgriff gegen die im Königreich lebenden Palästinenser eingeleitet, indem sie Dutzende von ihnen verhaftet und schikaniert haben.
Berichte über eine Annäherung zwischen mehreren arabischen Staaten und Israel beunruhigen die Palästinenser; sie sagen, sie haben das Gefühl, dass ihre arabischen Brüder sich von ihnen abwenden. Dieses Gefühl der Verlassenheit wurde durch die Weigerung Saudi-Arabiens und einiger arabischer Staaten verstärkt, den Forderungen der Palästinenser nach einem Boykott des Wirtschaftsworkshops in Bahrain zu folgen.
Eine kürzlich durchgeführte Meinungsumfrage ergab, dass 80% der befragten Palästinenser die Teilnahme arabischer Länder an dem Workshop als Aufgabe der palästinensischen Sache ansehen.
In gewisser Weise haben die Palästinenser Recht: Ihre arabischen Brüder beginnen tatsächlich, sich von ihnen abzuwenden. Die Palästinenser könnten sich die wichtige Frage stellen: Warum geschieht das? Hier ist ein Hinweis: In das Gesicht eines saudischen Bloggers zu spucken und ihn als "Tier" und "Zionist" zu verfluchen, ist nicht ein Verhalten, das dazu beiträgt, Bargeld aus seinem Staat - oder irgendeiner anderen sich selbst respektierenden Einheit - zu entlocken, der nicht ins Gesicht geschlagen werden will, während er Handzettel verteilt.

Quelle: "SAUDIS_Palästinenser"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 29.07.2019 19:47:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 29.07.2019 19:47
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