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"INSIDE_JOB"

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12.08.2019 17:13

Veranstalter in Deutschland, die mich zu Vorträgen oder Lesungen einladen, wenden sich dazu oft an Kooperationspartner, um die Kosten zu teilen. Ich komme von weither und verursache dadurch einen gewissen Aufwand. Bisher haben die parteinahen Stiftungen der verschiedenen politischen Parteien Deutschlands bei solchen Gelegenheiten gern als Kooperationspartner fungiert und aus ihren üppigen Fonds ein paar Euro zu Honorar und Reisekosten beigesteuert.
Im Frühjahr dieses Jahres gab die Friedrich-Ebert-Stiftung in Leipzig den Auftakt, mich wegen kritischer Äußerungen zur Politik der Bundesregierung nicht mehr einzuladen, sogar wieder auszuladen, nachdem man mich bereits eingeladen hatte. Das hat Staub aufgewirbelt bis nach Amerika und Israel und nicht zur Verbesserung von Deutschlands Image beigetragen. Die SPD-nahe Stiftung hätte mich am Reden gehindert, schrieb die Jerusalem Post, „because he wrote articles critical of the German government’s pro-Iranian regime policies that jeopardize the security of the Jewish state.“
Die Anregung zum Nachdenken wurde nicht aufgegriffen, sondern hinter den Kulissen für weitere Maßnahmen gesorgt. Resultat: Es bleibt nicht beim Boykott durch die Friedrich-Ebert-Stiftung. Auch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) darf mich nicht mehr einladen. Die Leiterin ihres Hamburger Büros schrieb dieser Tage an einen Veranstalter, der ihr Kooperation für einen Abend mit mir im März 2020 vorschlug: „Die Konrad-Adenauer-Stiftung Hamburg möchte ausdrücklich gerne in 2020 eine Kooperationsveranstaltung mit Ihnen machen, aber bitte mit einem anderen Referenten.“ (von Chaim Noll)
"abwarten Frau Schramböck, was, wenn sich ehemalige FPÖ Wähler, die irrtümlich in Kurz den Messias gesehen haben wieder den Freiheitlichen zuwenden weil sie mit dem altschwarzen Müll nichts zu tun haben wollen, was wenn Wähler erkannt haben, dass es der ÖVP einzig und allein um`s Innenministerium geht, das Machtpotential in diesem Ressort die meisten Chancen bietet Ungereimtheiten, Staatsbürgerbeschiss zu verdecken? Die FPÖ wird sicherlich über 20% Wähleranteil erhalten und man wird nicht über sie hinwegsehen können, ausser es soll der alte Trott mit den Roten neu aufgenommen werden. Will die ÖVP mit Grünen oder und NEOS Österreich an die Wand klatschen?" (rjh)
(rjhCD6149)


Die Konrad Adenauer Stiftung schaltet gleich

Der Pluralismus wurde hinterrücks außer Kraft gesetzt
Es sind eigentlich zwei verschiedene Stiftungen, die zu verschiedenen Parteien gehören – aber sie agieren wie eine. Der Pluralismus wurde hinterrücks außer Kraft gesetzt. Dafür gibt es ein deutsches Wort: Gleichschaltung. Das Traurige ist, dass ich die Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung Hamburg kenne. Und daher weiß, dass nicht sie für den Boykott verantwortlich sind. Einige von ihnen mögen und schätzen mich. Sie sind allesamt jünger als ich, sie gingen noch zur Schule, in den Kindergarten oder waren nicht einmal geboren, als ich schon mit ihrer Stiftung gearbeitet habe. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat in den vergangenen 35 Jahren viele Veranstaltungen mit mir organisiert oder andere Organisatoren darin unterstützt, darunter etliche, in denen ich die Politik früherer Bundesregierungen offen kritisiert habe.
Was ist inzwischen in Deutschland geschehen? Die Demokratie wurde durchorganisiert, gesäubert, ordentlich und überschaubar gemacht. In den so bereinigten Machtstrukturen bedarf es nur noch eines verabredeten Signals, um eine unliebsame Person durchgängig auszuschalten. Unter Vervollkommnung verstand man in Deutschland fast immer Totalisierung. Die alte Bundesrepublik, vierzig Jahre lang von den Vertretern gestandener Demokratien beaufsichtigt, war eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt hat. Unter der anderthalb Jahrzehnte währenden Kanzlerschaft einer FDJ-Funktionärin ist Deutschland in seine alten Muster zurückgefallen. Die heutigen Machthaber, in hermetischen Apparaten aufgewachsen, vermissen nichts, für sie ist die Welt in Ordnung, ihre Demokratie perfekt.
Es ist von neuem ein System, in dem man wegen einer abweichenden Meinung bestraft und für Mitläufertum belohnt wird. Das Ergebnis dieser negativen Auslese sind Apparatschiks, die zwar im Sinne des Apparats gut funktionieren, aber wegen ihrer andressierten Mediokrität, ihres Mangels an Kreativität, ihrer Unfähigkeit zu schöpferischer Kontroverse nicht imstande sein werden, die Herausforderungen von Deutschlands Zukunft zu bewältigen. Und obwohl das alle spüren, kann die schleichende Lähmung offenbar niemand mehr aufhalten. Ich stelle es mir schrecklich vor, heute in Deutschland jung zu sein und in diesem Ambiente überleben zu müssen.

Quelle: "Konrad_Adenauer"
Ibizagate als Inside Job?


(Österreichischer Co-Produzent des "Ibiza-Gate"-Videos verklagt deutsche Zeitung)
Ibizagate scheint nun neue Facetten zu bekommen, da „Detektiv“ Julian H. an die Front geschickt wird, um österreichische Behörden hineinzuziehen. Außerdem mimt er den Furchtsamen, aber vor Strache und den „Faschisten“, und wir sollen ihm das abnehmen. Über Johannes Eisenberg, den deutschen Anwalt, den H. schon im Mai engagierte, lesen wir: „Seit 1987 betreibt er mit seinem Kollegen Stefan König eine Kanzlei in Berlin-Kreuzberg. Seit 2009 ist Stefanie Schork weitere Partnerin in der Kanzlei. Auch mit Hans-Christian Ströbeles Kanzlei arbeitet er zusammen. Er gehört wie Ströbele zu den Gründern der taz und war als Justiziar sowie Berater der Geschäftsführung und Anwalt der taz tätig. Laut Spiegel vom 27. Oktober 1997 hat Johannes Eisenberg im Kontext mit dem Mythos ‚Russenmafia‘ ‚…gut einem Dutzend von Fällen in der ersten Instanz Prozesse gegen den Buchautor Roth, das ZDF, Focus, den Stern und die BZ gewonnen. Sie hatten – fast ausnahmslos jüdische – Mandanten als Mitglieder oder Paten der Russenmafia geoutet – dafür wurden einigen der so Verunglimpften Schmerzensgelder bis zu 30 000 Mark zugesprochen‘.“ Je nachdem, welchen Zugang man zu Ibizagate hat, ist so eine Anwaltswahl fast zu erwarten gewesen. Genüßĺich titelt die beklagte „Zeit“: „Hintermann der Ibiza-Affäre war offenbar zeitweilig V-Mann“. Und es scheint zu seiner mutmaßlichen Rolle in Ibiza zu passen: „Eine der Schlüsselfiguren in der sogenannten Ibiza-Affäre hat nach eigenen Angaben zeitweilig verdeckt für eine Sicherheitsbehörde gearbeitet.“
Man kann es auch so formulieren: „Unklar ist, ob es sich bei der Sicherheitsbehörde, für die H. nach eigenen Angaben arbeitete, um einen Geheimdienst oder eine Polizeibehörde handelt und wie lange die Kooperation andauerte.“ Dies könnte seine Festnahme 2014 im Drogenkontext in anderem Licht erscheinen lassen, deren Erwähnung zur Klage führte. Man will H. wohl österreichischen Behörden umhängen: „Für die Affäre könnte der Umstand, dass H. nach eigenen Angaben zeitweilig als V-Mann tätig war, von erheblicher Bedeutung sein. Die Wiener Behörden werden nun die Details der von H. behaupteten verdeckten Tätigkeit für eine Sicherheitsbehörde aufklären müssen. Weder das österreichische BKA noch die Staatsanwaltschaft Wien wollten sich gegenüber der Welt äußern.“ Zu beachten ist, welche Begriffe immer wieder verwendet werden, um ein bestimmtes, an der Oberfläche ja nicht mal so falsches Bild zu erzeugen. Das passt paradoxer Weise ins Konzept mancher Blauer, die an ein Komplott des BVT und der ÖVP Niederösterreich gegen ihre PoIitiker glauben wollen. Interessant ist, dass Heinz Christian Strache nicht in Kritik an schleppenden Ermittlungen einstimmen will und auch keinen U-Ausschuss fordert. Zwar sprach er davon, selbst zu recherchieren, doch bislang gab er keine Ergebnisse bekannt.

(Fabian Schmid vom „Standard“ auf Twitter)
Wenn auch die „Welt“ auf der Behördenschiene fährt, muss man bedenken, dass Ibizagate ein Mainstream-Narrativ ist: „Ein mutmaßlicher Drahtzieher des ‚Ibiza-Videos‘ hat in der Vergangenheit nach eigenen Angaben eng mit staatlichen Behörden zusammengearbeitet. Der österreichische Sicherheitsfachmann Julian H. erklärte in einer eidesstattlichen Versicherung, die WELT vorliegt, dass er ein paar Jahre vor der Entstehung des Videos für eine Behörde eine Operation durchgeführt habe.“ Jörg Nabert, der Anwalt der „Zeit“, wundert sich über das Verhalten u.a. der Justiz: „Ich finde es höchst erstaunlich, dass das Gericht die schützende Hand über einen Mann ausbreitet, der mit seinem Vorgehen Österreich erschüttert und die Regierung gekippt hat.“ Und er sagt auch, „wir haben einiges an Material über den Detektiv sammeln können, das wir ­vorlegen werden. Im Prinzip geht es um mehrere Punkte. Ob über die kriminelle Drogenvergangenheit von H. berichtet werden darf. Ob H. früher für FBI und BKA gearbeitet hat. Aus welchen Gründen er das Ibiza-Video gemacht hat, ob es strafrechtlich relevant sei, Kameras und Mikrofone zu verstecken.“ Das WARUM „darf“ anscheinend nicht interessieren, auch weil Ermittlungen sofort per Weisung gelenkt wurden, was auf einflussreiche Hintermänner hinweist. Das führt auch zu einem weiteren Strohmann, Anwalt Ramin Mirfakhrai, der bis heute nicht einvernommen wurde und den man wieder in Wien sehen kann, nachdem er im Burgenland auf Tauchstation ging. Ähnlich wird man auch Florian Schweitzer einschätzen können, der als Frontmann des Zoom Institute agiert, das Sebastian Kurz anpatzen soll. Kann es Zufall sein, dass sowohl bei Ibizagate als auch bei Martin Hos Club X Drogen ins Spiel gebracht werden?

(Geheimdienstexperte, der an Ibiza-Geheimdienstconnection zweifelt)
Und dass Handlungen mit falschen Etiketten versehen werden: Ibiza war ein „zivilgesellschaftliches Projekt“ mit Detektiven (ohne Gewerbeberechtigung in Österreich), Zoom wiederum prahlt mit vermeintlich seriöser journalistischer Recherche. Dazu kommt, dass stets beteuert wird, man können das Strafgesetzbuch gar nicht anwenden, edler Motive wegen – und sich Behörden daran sogar brav halten. Das erinnert an den lässigen Umgang mit der Strafprozessordnung (inklusive Geheimhaltung), den man bei Fällen von hohem politischem Interesse (siehe etwa Eurofighter) beobachten kann. Fragt man noch nach der Situation beim Fallenstellen 2017 und dem Einsatz des Ibiza-Materials 2019, deutet immer mehr auf fremde Geheimdienste. Experten sollen davon ablenken, weil sie bezogen z.B. auf CIA oder Mossad nur die Vergangenheit beleuchten, sich aber über Russland-Verbindungen der FPÖ aufregen dürfen. Man kann sich in diesem Dschungel an Desinformationen zurechtfinden, wenn man sich ansieht, wer wie reagiert (oder mauert), wer in Erscheinung tritt und nur auf seine Kappe nimmt, was auf das Konto anderer gehen muss. Ein Ibiza-Aspekt waren Heinz Christian Straches Äußerungen über Rene Benko bzw. die „Kronen Zeitung“, deren Berichterstattung er gerne via „Oligarchennichte“ beeinflusst hätte. Da er Richard Schmitt (bisher Krone.at-Chef) positiv erwähnte, musste dieser die Zeitung verlassen, ist nun aber bei Wolfgang Fellners oe24 untergekommen.

(170 Millionen für die „Krone“)
Rene Benko, den Strache im Juli 2017 auf seiner vor Ibiza liegenden Yacht besucht hat (O-Ton:„Und der Nächste, der auf alle Fälle kommt, ist der Benko, der will nämlich sowieso die ,Krone‘ haben…Der Benko ist gerade da auf der Insel, ich war bei ihm am Schiff.“), stieg tatsächlich bei der „Krone“ ein: „Selbst Medieninsider sollten von dem ‚Megadeal‘ vollkommen überrascht werden: Von ‚Immobilienkaiser‘ ist die Rede, vom ‚Profi Benko‘, vom ‚gekrönten Benko‘, von ‚zumindest 100 Millionen Euro aufwärts Kaufpreis‘, von einem gut ‚zehn Zentimeter dicken Vertrag‘ – und von harten Sanierungsmaßnahmen, auf die sich die Redakteurinnen und Redakteure von Krone und Kurier künftig einzustellen hätten. René Benko selbst, der seit Jahren keine Organfunktion in seiner Gruppe, die aus einem Geflecht aus mehreren hundert Gesellschaften weltweit besteht, mehr innehat, lässt am 12. November 2018 per Aussendung u.a. verlauten“, dass die Grenzen zwischen „traditionellen Geschäftsmodellen“ aufgelöst werden – „Handel, Information und Unterhaltung, aber auch das Wohnen und die moderne Welt der Arbeit – diese Bereiche lassen sich schon heute nicht mehr trennen“. „Addendum “ befasst sich mit der Geschichte des Deals und schreibt: „Mitte März 2019 eskalierte der Streit zwischen Funke und den Dichands endgültig: Die deutschen Mitgesellschafter verlangten wegen angeblich ungerechtfertigter Spesenaberechnungen die Absetzung von Krone-Chef Christoph Dichand. Die Vorwürfe wurden via Österreich publik, Österreich und Signa werden vom gleichen Wiener Anwalt vertreten.“ Mit diesem Anwalt hat man auch zu tun, wenn man Signa-Sprecher Robert L., der bis Dezember 2008 bei Alfred Gusenbauer tätig war, etwa im Silberstein-Wahlkampf-Kontext mit vollern Namen erwähnte; er ist seit 2002 mit dem Israeli befreundet. „Addendum“ geht auch darauf ein, dass Strache den Investor Heinrich Pecina in Ibiza ins Spiel brachte; er „hat nicht nur Erfahrung mit Gerichtsprozessen in der Causa Hypo Alpe Adria – mit der nunmehr in Abwicklung befindlichen Bank machte er unter dem damaligen Vorstandschef Wolfgang Kulterer mit seiner Firma Vienna Capital Partners (VCP) ertragreiche Geschäfte bei Privatisierungen in Kroatien. Auch bei der Übernahme von Medienhäusern war und ist Pecina mit von der Partie. Vornehmlich in Süd- und in Osteuropa. Besonders in Ungarn. Zum dortigen Machthaber Viktor Orban hat Pecina seit dessen Aufstieg einen direkten Draht. Wie eng die Beziehung der beiden ist, zeigt sich bei regelmäßigen Treffen im Wiener Büro der VCP und auf seinem Gutshof in Maria Ellend.

(Alexander Khaelss-Khaelssberg macht PR für Martin Ho)
Orban, Strache und Pecina sollen sich am Pecina-Anwesen mit Migrations- und Medienpolitik beschäftigt haben, die Kronen Zeitung selbst war damals noch kein Thema. Es gilt in Medienkreisen jedoch als gesichert, dass sich Heinrich Pecina ab 2017 ziemlich intensiv mit Österreichs größter Tageszeitung beschäftigt hat. Er begab sich für den Funke-Anteil auf Investorensuche. Und soll, wie Addendum-Recherchen ergaben, unter anderem beim parteiübergreifend einflussreichen Osthändler und Start-up-Financier Martin Schlaff auf wenig Interesse gestoßen sein.“ Apropos Schlaff: man denke hier auch an die BVT-Affäre und Ex-BMI-Kabinettschef Michael Kloibmüller, der mit Richard Soyer den gleichen Anwalt wie Mirfakrai engagierte, als es um Bestechungsvorwürfe ging (Soyer und Mirfakhrai waren einmal Konzipienten bei Gabriel Lansky). Wir wissen, dass Strache auch deswegen am 18. Mai 2019 zurücktreten musste, weil die „Krone“ in ihrer Empörung unter Verweis auf vermeintliche Unabhängigkeit in allen (Bundesländer-) Ausgaben seinen Griff nach der Zeitung auf dem Cover hatte. Tatsächlich zeugt die Nachkriegsgeschichte sowohl der „Krone“ als auch des ÖGB und der BAWAG immer von transatlantischer Anbindung, wobei man bei der BAWAG auch an Schlaffs Geschäfte denken sollte (Strache betrachtet Schlaff als Türöffner in Israel).

(Die Journalistin Sibylle Hamann als Kandidatin für die Grünen)
Wir sollten uns immer wieder fragen, wer warum eine Regierung sprengt und was dies für Neuwahlen bedeutet; immerhin gibt es erstmals eine Expertenregierung. Neue Gesichter (siehe oben), die in Wirklichkeit alte sind, sollen wohl suggerieren, dass Wahlen etwas ändern; man kann sich ja auch gut an Ibizagate abputzen. Es fällt fast nicht auf, dass der Pilz/Jetzt-Kandidat Martin Balluch den Verein gegen Tierfabriken für Agitation gegen die FPÖ im Burgenland verwendet, als kleines Detail am Rande. Dort wiederum überrascht die FPÖ mit dem Vorschlag, SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil doch nach der Wahl zum Kanzler zu machen – was vollständig auf der Linie von Gusenbauer, Silberstein und Co. liegt. Negative Reaktionen lassen vermuten, dass einfach zu früh ausgeplaudert wurde, was man bei passender Gelegenheit durchpushen hätte können. Im April 2016 erregte eine Meldung Aufmerksamkeit: „FPÖ-Chef Strache brach mit den Vizelandeshauptleuten Haimbuchner und Tschürtz nach Israel auf. Vor einer möglichen Regierungsbeteiligung sollen die Beziehungen zu Israel normalisiert werden.“ Dies war aus einem bestimmten Grund notwendig: „Nach der schwarz-blauen Wende im Jahr 2000 hatte Israel sogar vorübergehend seinen Botschafter aus Wien abgezogen. Der Milliardär Martin Schlaff intervenierte bei seinem Freund, dem damaligen Premier Ariel Scharon, um die diplomatischen Wogen wieder zu glätten. Ein Repräsentant Israels kehrte zurück nach Wien, doch die FPÖ blieb tabu.“

(Mirfakhrai-Ex Katia Wagner mit Sebastian Kurz)
„Freund“ legt auch Finanzierung nahe, wobei man bei Sharon auch an Koma und späteren Tod denken muss („Police Say There´s Evidence Linking Sharon to $3 Million Bribe “ hiess es 2005): „Schlaff’s behavior aroused the suspicion of the police, which turned urgently to the courts and said that the computer files will show that the $3 million was in fact passed as a bribe to Ariel Sharon or his sons. The police therefore say that it is imperative for them to be allowed to enter the computers in order to extricate vital evidence in the (Cyril) Kern-Sharon affair. James Schlaf, aware of the developments, has since given his permission for the police to peruse his computer files.“ Über Martins Bruder wurde zeitnah berichtet: Dec. 21 (2005) – James Schlaff flies to Israel. He is immediately investigated by the police. Jan. 3 (2006) – The police investigation is leaked to Channel 10 television reporter Baruch Kra. Jan. 4 – Sharon is in the midst of a career-ending scandal until the late evening when he is struck down by a life-threatening blood clot in his brain.“ Bei „Quora“ wird die Causa so zusammengefasst: „The first impression is that Sharon survived the first attempt on his life. In reaction, James Schlaff immediately flew to Israel with evidence to bring the prime minister down in scandal. Somehow, the police were tipped off and immediately confiscated the evidence. Once the investigation was done, the results were leaked to the media. On the day of the second stroke, the scandal spread fast, threatening to engulf many of the country’s political elite in deep corruption. By 11 PM, Sharon was bleeding heavily from the throat and his prognosis was a living or real death.“

(Zoom-Front/-Strohmann Florian Schweitzer bei Fellner)
„On December 18, Ariel Sharon and Shimon Peres raised wineglasses together in the Knesset. Half an hour later, Sharon suffered a stroke. He was brought into hospital by Yoram Rubin, the bodyguard who murdered Yitzhak Rabin. On Jan. 4, Sharon returned to hospital with a massive cerebral hemorrhage and within a few hours I published my suspicions that Sharon was the victim of a second assassination attempt by the same Peres/Rubin team which had finished off Yitzhak Rabin.“ In Israel wurde gegen Martin Schlaff wegen Bestechungsvedacht (in Richtung Sharon) im Zuge der Casino Jericho-Affäre ermittelt. 2015 las man dann: „Police had wanted to quiz Martin Schlaff over cases involving Ariel Sharon and Avigdor Lieberman, but now he is free to return without questioning.“ Lieberman ist eher weit rechts einzuordnen, was aber zu von Tal Silberstein in den SPÖ-Wahlkampf einbezogenen Israelis passt. 2010 hieß es: „Der österreichische Geschäftsmann Martin Schlaff wurde in den vergangenen Jahren mehrfach mit Korruptionsermittlungen gegen israelische Politiker in Verbindung gebracht. Jetzt ist in Israel erstmals von einer möglichen Anklage gegen Schlaff die Rede. Es geht dabei um mutmaßliche Millionenzahlungen an die Söhne des immer noch im Koma liegenden früheren Ministerpräsidenten Ariel Scharon.“ Gemeint sind auch andere, unter anderem Sharons Nachfolger Olmert: „Laut Haaretz hat Schlaff auch noch an andere israelische Spitzenpolitiker verschiedener Lager großzügige Geldgeschenke verteilt. Der frühere Innenminister Arie Deri von der religiösen Schass-Partei soll Hunderttausende Dollar für die Finanzierung seiner Verteidigung in einem Korruptionsprozess erhalten haben. Über eine Stiftung in New York soll Schlaff Ex-Premier Ehud Olmert mit 50.000 Dollar unterstützt haben. Und im Jahr 2001 sollen 650.000 Dollar an eine zypriotische Firma überwiesen worden sein, die vermutlich von Avigdor Lieberman kontrolliert wird. Der rechtsgerichtete nunmehrige Außenminister ist mit Schlaff gut befreundet. Alle diese Geldflüsse fallen in eine Zeit, in der Schlaff mit dem Casino in Jericho wirtschaftliche Interessen in der Region verfolgte.“

(ÖVP gegen Rot-Blau)
Neben Olmert gibt es dann auch noch Ehud Barak, bei dem Silberstein 1999 an seinem ersten Wahlkampf beteiluigt war (von Schlaff mit 600.000 Dollar unterstützt). Barak war erster Kommandant der Mossad-Liquidierungseinheit Caesarea (später Kidon) und kandidiert jetzt wieder einmal; dabei werden ihm Epstein-Connections zur Belastung. Bei 9/11 erregten die „Dancing Israelis“ Aufsehen, die zur Mossad-Front Urban Moving Systems gehörten. Welch Zufall, dass Ehud Barak – damals nicht mehr Premierminister, da ihm Sharon nachfolgte – als Berater für Electronic Data Systems und SCP-Partners (beide geheimdienstnahe) in den USA tätig war und sofort fürs Fernsehen parat stand, um Bin Laden verantwortlich zu machen. Er war bis März 2001 im Amt, also etwa bis zur Wiener Wahl, bei der Silberstein (mit Clinton-Berater Stanley Greenberg) erstmals bei der SPÖ mitmischte. Heute ist Barak Vorstandsvorsitzender des Sicherheitsunternehmens Carbyne, das von FinTVL Ventures unterstützt wird, wo SOSA mitmischt (mit den Kern-Firmen en Bord, bei denen die Namen Schlaff, Gusenbauer, Haselsteiner, Schweighofer und Co. auftauchen).

(Das BZÖ Kärnten auf Haider-Spurensuche)
Als die FPÖ 1999 Zweiter wurde (während Barak in Israel gewann) war u.a. der neue Premier sehr besorgt; daran sollten wir auch denken, selbst wenn man auf die türkisblaue Regierung 2017 schaumgebremst reagierte. Natürlich nur relativ, denn Claus Pandi von der „unabhängigen“ „Krone“ nannte Ibizagate „wie ein Autounfall“ – einer, bei dem Strache nur politisch ruiniert ist und als der letzte Depp dasteht, aber am Leben bleibt? Wir sind nun nicht nur am Ende dieses Textes, sondern im Grunde auch wieder am Anfang, denn Strache erfuhr erst hinterher, dass ein V-Mann und Drogendealer einen Autobombenanschlag auf ihn (für wen?) plante; es klingt wie die Eckdaten von Julian H., der jedoch nicht gemeint ist. Cui bono müssen wir fragen und auch, warum Norbert Hofer so zahm wirkt, während Herbert Kickl Feinde nur in der ÖVP sehen will (zu sehen wagt?). Man sagt nun, dass die erste Ibizagate-Gerichtsverhandlung (bei schleppenden Ermittlungen samt Verschlussakten) in Berlin „turbulent“ verlaufen sei. Zu meinem Einstiegszitat zu H.’s Anwalt passt diese Beschreibung: „Der Anwalt des Detektivs, Johannes Eisenberg, versuchte mit langen und lauten Monologen die Szene zu beherrschen und bedachte den Hamburger Rechtsanwalt Jörg Nabert, der die ‚Zeit‘ vertrat, mit derben Ausdrücken.“
https://derzipfler.files.wordpress.com/2019/08/screenshot_2019-08-12-coup-teil-51-ibizagate-als-inside-job-5.png?resize=219%2C219
(Wie immer: SPÖ Langenzersdorf)
PS: Beim Verfahren gegen Ehud Olmert sagten auch (für ihn) Tony Blair (einst von Greenberg beraten) und Meir Dagan aus (Ex-Mossad-Chef, Ehrenpräsident von Black Cube). Den Hinweis auf Sharon und die Schlaffs verdanke ich einem User (was bei „Quora“ thematisierte Fakten betrifft). Bekannte Namen (und OK) auch bei der MobilTel-Affäre der Teleomko Austria usw.: „Wie bereits beim bulgarischen MobilTel-Kauf, wählte die Schlaff-Gruppe auch bei der serbischen Mobtel eine undurchsichtige Treuhandkonstruktion für die Transaktion. Auch bei diesem Kauf stand der Verkäufer unter Beobachtung der Justiz. Im Jahr 2001 wertete die BAWAG das wertlos gewordene Casino-Projekt in Jericho in der Bilanz auf 120 Mio. Euro auf. Damit sollten die Verluste aus den Karibik-Geschäften teilweise abgedeckt werden. Außenministerin Benita Ferrero-Waldner intervenierte zu Gunsten eines Casinoschiff-Projektes von Martin Schlaff und Casinos Austria beim israeli-schen Innen- und Außenminister. Unklar bleibt, ob diese – und die Intervention für Chernoy – als Gegenleistung der Ministerin für die Hilfeleistung Schlaffs zur Normalisierung der österreichisch-israelischen Beziehungen gelten kann. Wie die Aktenlage zeigt, besteht der begründete Verdacht, dass illegale Geldströme aus Österreich an die Familie Sharon geflossen sind. Diesbezüg-liche Rechtshilfeansuchen der israelischen Justiz wurden bis 2006 vonseiten Österreichs stiefmütterlich behandelt.“ So sprach die SPÖ 2007 im U-Ausschuss „Finanzmarktaufsicht, BAWAG, Hypo Alpe-Adria und weitere Finanzdienstleister“, was in krassem Gegensatz zum Vertuschen bei den Eurofightern steht.
PPS: Nun ist davon die Rede, dass Strache und Gudenus eh schon einvernommen wurden (man erfährt es erst spät auch von wegen Verschlussakt). Zu Israel und Wien übrigens mehr hier. Ich bin nach wie vor in (bedingt durch politische Hintergründe) prekärer Lage und freue mich über eure Unterstützung. Meldet euch bitte unter 06508623555 Alexandra Bader
PPPS: Inzwischen ist Jeffrey Epstein tot; Strache gab RT ein Interview zu Ibizagate und unzensuriert.at stellt interessante Fragen:
1) War Julian H. bereits vor dem 17. Mai mit der Kanzlei Eisenberg-König-Schork bzw. deren Repräsentanten bekannt?
2) Wenn ja, auf welcher privaten, beruflichen und oder politischen Beziehung?
3) Wurde Julian H. nach dem 17. Mai, also nach Bekanntwerden der Causa „Ibiza-Video“, an die Kanzlei Eisenberg-König-Schork bzw. deren Repräsentanten vermittelt?
4) Wenn ja, durch wen?
5) Wurde Julian H. nach dem 20. Mai, also nach der Medienöffentlichkeit einer mutmaßlichen Verstrickung von Julian H. in die Causa „Ibiza-Video“, an die Kanzlei Eisenberg-König-Schork bzw. deren Repräsentanten vermittelt?

Quelle: "IBIZA_GATE"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 12.08.2019 17:13:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 12.08.2019 17:41
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