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"ARABER"

"ARABER"

12.09.2019 20:38

Im Kontext mit anderen vergleichbar wichtigen politischen Maßnahmen handelt es sich bei dem zwischen Frankreich und dem Iran ausgehandelten Paket zur Rettung des Atomabkommens um einen relativ kleinen Betrag: 15 Milliarden US-Dollar. Die Summe entspricht der Vereinbarung zwischen Teheran und den verbliebenen EU-Partnern des JCPOA-Abkommens – aber unter Federführung Frankreichs -, täglich mindestens 700.000 Barrel Rohöl zu beziehen. Im Gegenzug dafür sollte der Iran diesen Kredit über 15 Milliarden US-Dollar erhalten und über das Geld frei verfügen können.
Staatssekretärin für Terrorismus und Finanzinformation im US-Finanzministerium, Sigal Mandelker, beim diesjährigen Konferenz der mächtigen pro-Israel Lobbyorganisation AIPAC am 24. März.
Es sollte mehr eine Geste des guten Willens sein als ein tatsächlicher wirtschaftlicher Ausgleich im Sinne des JCPOA-Abkommens, für den der Iran sein Atomprogramm massiv herunterfuhr und einer strengen Aufsichtskontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA unterwarf.
Nach iranischen Angaben folgte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif der Einladung von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zum G7-Gipfel nach Biarritz, da die Franzosen angedeutet haben sollen, dass US-Präsident Donald Trump bereit wäre, das Sanktionsregime etwas zu lockern. In Biarritz hätte ein Treffen zwischen Trump und dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani angekündigt werden sollen.
Doch nachdem Trump die französische Initiative abgelehnt hatte und auch Finanzminister Bruno Le Maire in Washington eine Abfuhr für solche Pläne erhielt, hat Washington die europäischen Bemühungen endgültig begraben. Für alle Beteiligten steht fest, dass die Europäer nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen des Atomabkommens umzusetzen, und diese Erkenntnis resultierte in einer bereits angekündigten Ausweitung des iranischen Atomprogramms. (von Zlatko Percinic)
"Die Evangelische Kirche in Deutschland will ein eigenes Schiff zur Seenotrettung von Migranten ins Mittelmeer schicken. Nach gründlicher Prüfung habe man beschlossen, eine entsprechende Resolution des Evangelischen Kirchentages umzusetzen, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm."
(rjhCD6149)


Nach US-Abfuhr bereiten Europäer den Boden für Ausstieg aus Atomabkommen vor

Die gut gemeinte Initiative von Emmanuel Macron zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran scheiterte an der Haltung des "maximalen Drucks" der US-Regierung. Da die Europäer ihren Teil des Abkommens nicht einhalten können, wird bereits der Schuldige für das vollständige Scheitern gesucht.
Obwohl reversibel, setzt diese Dynamik alle noch verbliebenen Vertragspartner unter Druck. Die Hardliner im Iran sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass man den USA nicht trauen kann und die Europäer ohne Washington impotent sind. Die US-Amerikaner sehen sich ebenso darin bestätigt, dass ihre Sanktionspolitik funktioniert und die Europäer es nicht wagen werden, dieser einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Obwohl es die Vereinigten Staaten von Amerika waren, die diese Dynamik mit ihrem Rechtsbruch durch den Rückzug aus dem Atomabkommen erst in Gang gebracht haben, kann man dieser Tage erleben, wie auch die Europäer das Ende des mit so viel Hoffnungen versehenen JCPOA-Abkommens vorbereiten. Den erhobenen Zeigefinger werden sie allerdings nicht nach Washington zeigen, sondern nach Teheran.
Als Grund dafür werden jetzt "Erkenntnisse" aufgewärmt, die schon seit Längerem bekannt sind. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte EU-Diplomaten, die von Ergebnissen der IAEA-Laboruntersuchung der Proben des "geheimen Atomlagers" in Teheran sprachen. Die Proben hätten ergeben, dass sich auch Spuren von nicht hoch angereichertem Uran nachweisen ließen. Damit scheint sich auf den ersten Blick die Behauptung von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu bestätigen, der vor einem Jahr Bilder des "geheimen Atomlagers" präsentierte und meinte, dass dort 15 Kilogramm von nicht näher benanntem radioaktiven Material gelagert wurden. Für Danny Danon, israelischer UN-Botschafter und ehemaliger Vorsitzender des Siedlerrates in den besetzten Gebieten, steht das außer Frage:


Diese als explosive Neuigkeit dargestellte Nachricht ist allerdings mindestens zwei Monate alt. Der israelische TV-Sender Channel 13 berichtete bereits Anfang Juli von diesen Ergebnissen, nachdem IAEA-Spezialisten mehrere Male das unscheinbare Lagerhaus im Turquzabad-Bezirk von Teheran besucht und Proben genommen haben. Laut dem Sender habe der Iran damit gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen, der von Teheran unterzeichnet und 1970 ratifiziert wurde, und dies sei ein Zeichen dafür, dass das Land auch nach der Unterzeichnung des Atomabkommens an einem geheimen Nuklearwaffenprogramm arbeite.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte bei der UN-Vollversammlung am 27.09.2012 davor, dass der Iran kurz vor dem Bau einer Atombombe stehen würde.

(US_Geheimdienste)
Das alles läuft laut Alex Fishman, einem angesehenen israelischen Militäranalysten, nach einem ausgeklügelten Plan ab. Zusammen mit dem nun gefeuerten Nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, und Zeev Snir, dem Vorsitzenden der Israelischen Atomenergiekommission, hat Netanjahu die gemeinsamen Positionen koordiniert, um die angeblichen "iranischen Verletzungen des JCPOA" der IAEA vorzulegen. Er versprach außerdem, dass "mehr Beweise bald veröffentlicht werden".
Nur kurze Zeit später erklärte Mossad-Chef Yossi Cohen bei der Herzliya-Sicherheitskonferenz Anfang Juli, dass sein Geheimdienst aufgrund der erbeuteten Dokumente des "Atomarchivs" ein aktives Nuklearwaffenprogramm des Irans nachweisen könne. Die Proben der IAEA würden diese Erkenntnis aus den Dokumenten nur bestätigen, meinte Cohen weiter.
Und wie auf Knopfdruck beschuldigen nun Israelis und die USA gemeinsam den Iran, eine geheime Anlage zur Herstellung von Nuklearwaffen in der Nähe von Abadeh betrieben zu haben. Diese sei aber zwischen Juni und Juli dieses Jahres "vernichtet" worden, nachdem Teheran erfahren habe, dass Israel die Anlage entdeckt habe.
Danny Danon ging sogar einen Schritt weiter: Er behauptete, dass Israel und die IAEA herausgefunden haben, dass der Iran über das Atomprogramm gelogen habe, und fordert nun von den Europäern und insbesondere Frankreich, es den USA gleichzutun:[/b]
[b]Und jetzt für die Europäer, lasst es mich auf Französisch sagen: Der einzige Weg, das iranische Regime zu stoppen, besteht darin, Sanktionen zu verhängen. Nicht nachlassen, erhöht den Druck!


Davon will die Internationale Atomenergiebehörde IAEA aber nichts wissen und auch nichts bestätigen. Danons Behauptung ist schlicht falsch, folgt aber auch Netanjahus Plan, den Eindruck entstehen zu lassen, dass der Iran sich nicht an seine internationalen Verpflichtungen hält und heimlich an der Atombombe bastelt. Sein Ziel ist es, auch die Europäer von dieser Sichtweise zu überzeugen. Dafür erhält er Unterstützung aus Washington.
Was die gefundenen Spuren von nicht hoch angereichertem Uran betrifft, so kann aber nicht nachgewiesen werden, von wann diese sind. Radioaktive Rückstände können noch Jahre nach deren Entfernung nachgewiesen werden, wie Mark Fitzpatrick, ein ehemaliges führendes Mitglied des London International Institute for Strategic Studies, darlegt. Laut seinem "Verständnis" nach, was ein Hinweis auf eine informelle Nachricht der IAEA sein könnte, stammen die Spuren "vermutlich" vom "Green Salt"-Projekt, das 2005 entdeckt und im Jahr darauf von der IAEA rapportiert wurde. Dieses Projekt war in der Tat Bestandteil des bis 2004 betriebenen geheimen militärischen Nuklearprogramms.
Fitzpatrick geht auch auf die israelische Anschuldigung ein, dass der Iran damit gegen das Atomabkommen verstoßen haben soll, und kommt angesichts der Wahrscheinlichkeit, dass es sich um alte Rückstände handelt, zum Schluss, dass es eben kein Meldeverstoß darstellt. Dass bei der jährlichen Sitzung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergiebehörde am 9. September der geschäftsführende Generaldirektor Cornel Feruta nicht auf die israelischen Vorwürfe eingegangen ist, scheint die Einschätzung von Mark Fitzpatrick zu bestätigen. Aber das wird weder Israel noch die USA davon abhalten, den Iran so lange an den Pranger zu stellen, bis auch die Europäer auf diesen Zug aufspringen. Aufgrund der entstandenen Dynamik und des Unvermögens, ihren Teil des Atomabkommens umzusetzen, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis es so weit ist.

Quelle: "Atomabkommen_IRAN"
Warum Araber Palästinenser hassen (von Khaled Abu Toameh)

° Man kann einfach nicht an einem Tag Bilder des saudischen Kronprinzen verbrennen und am nächsten Tag nach Riad eilen, um um Geld zu bitten. Man kann nicht an einem Tag Slogans gegen den ägyptischen Präsidenten schreien und am nächsten Tag nach Kairo gehen und um politische Unterstützung bitten.
° Bemerkenswerterweise hat der saudische Schriftsteller Turki al-Hamad das getan, was selbst einige westliche Länder verweigern: Er wagte es, die Hamas und andere in Gaza ansässige Gruppen wegen des Abschusses von Raketen auf Israel zu verurteilen.
° "Die Palästinenser bedeuten für jeden, der sie beherbergt, ein Desaster. Jordanien hat sie beherbergt und es gab den Schwarzen September; der Libanon beherbergte sie, und es gab dort einen Bürgerkrieg; Kuwait beherbergte sie, und sie verwandelten sich in Saddam Husseins Soldaten. Jetzt benutzen sie ihre Rednerpulte, um uns zu verfluchen." — Mohammed al-Shaikh, saudischer Autor, RT Arabic, 13. August 2019.
° Viele Menschen in den arabischen Ländern sagen jetzt, dass es höchste Zeit sei, dass die Palästinenser anfangen, ihre eigenen Interessen zu vertreten und über eine bessere Zukunft für ihre Kinder nachzudenken... Die Araber scheinen den Palästinensern zu sagen: "Wir wollen vorwärts marschieren, ihr könnt so lange rückwärts marschieren, wie ihr wollt."
° "Wir sollten uns nicht schämen, Beziehungen zu Israel aufzubauen." — Ahmad al-Jaralah, ein führender kuwaitischer Zeitungsredakteur, arabi21.com, 1. Juli 2019.

Ist das wahr? Wenn ja, warum? Leider sind die Palästinenser dafür bekannt, dass sie ihre arabischen Brüder verraten und ihnen sogar effektiv einen Dolch in den Rücken stossen. Die Palästinenser unterstützten beispielsweise Saddam Husseins Invasion in Kuwait 1990 — einen Golfstaat, der zusammen mit seinen Nachbarn den Palästinensern jährlich Dutzende von Millionen Dollar an Hilfe hatte zukommen lassen.
Diese Illoyalität ist genau die Art und Weise, wie eine wachsende Zahl von Arabern, insbesondere die in den Golfstaaten, die Palästinenser in den letzten Jahren beschrieben haben.
In den letzten Monaten ist die arabische Kritik an den Palästinensern, die meist über traditionelle und soziale Medien verbreitet wird, jedoch weiter eskaliert und hat sich manchmal ins hässliche gedreht.
Einige arabische Schriftsteller und Journalisten äußerten sich empört über die Ablehnung der Palästinenser gegen Friedenspläne, insbesondere den noch gar nicht bekannt gegebenen "Deal of the Century" der US-Regierung.
Sie klagten die Palästinenser an, unzählige Gelegenheiten ausgelassen zu haben und sagten, dass der "Deal of the Century" die "letzte, beste Chance der Palästinenser auf einen Staat" sein könnte.
Khalid Ashaerah, ein Saudi, verurteilte die Palästinenser als "Verräter" und äußerte die Hoffnung, dass Israel "siegreich" sein würde über die Palästinenser.
Die arabischen Angriffe auf die Palästinenser widerspiegeln eine intensive und zunehmende Ernüchterung in der arabischen Welt über die Palästinenser und alles, was mit ihnen zu tun hat.
Der Kern dieses tiefen Gefühls der Ernüchterung ist der Glaube der Araber, dass die Palästinenser trotz allem, was sie in den letzten sieben Jahrzehnten getan haben, um ihren palästinensischen Brüdern zu helfen, diese sich gegenüber arabischem und muslimischem Volk und Staaten stets undankbar erwiesen haben.

Eine derart weit verbreitete Ansicht, wie sie jetzt in verschiedenen arabischen Staaten zum Ausdruck kommt, wirft den Palästinensern vor, ihre arabischen und muslimischen Brüder zu verraten. Wie eine arabische Redensart sagt, beschuldigt sie sie, in den Brunnen gespuckt zu haben, aus dem sie getrunken haben. Das Bild verweist auf die finanzielle Unterstützung, die die Palästinenser seit Jahrzehnten von vielen arabischen Staaten erhalten.
Bis vor wenigen Jahren waren es die Ägypter, die die anti-palästinensische Kampagne in der arabischen Welt anführten. Prominente ägyptische Medienpersönlichkeiten, Journalisten, Schriftsteller und Politiker schienen um ein blaues Band zu kämpfen, wer von ihnen die Palästinenser härter attackieren könnte.
Die Ägypter richteten ihre Kritik gegen die palästinensische Terrorgruppe Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert - eine Küstenenklave, die eine gemeinsame Grenze mit Ägypten hat. Die ägyptischen Kritiker, die größtenteils dem Regime des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi angehören, sehen in der Hamas — einem Ableger der jetzt in Ägypten verbotenen Muslimbruderschaftsorganisation — eine Bedrohung für die nationale Sicherheit und Stabilität Ägyptens.
Diese Kritiker scheinen auch verärgert zu sein über die palästinensische Kritik an Sisi für die angeblich guten Beziehungen zu Israel und der US-Regierung.
Die Palästinenser scheinen zu glauben, dass Sisi sich gegen sie verschwört, zusammen mit Israel und der US-Regierung. Sie weisen beispielsweise darauf hin, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu Sisi im vergangenen Mai als "mein Freund" bezeichnet hat. Netanyahu hatte sich bei Sisi bedankt, nachdem Ägypten zwei Hubschrauber geschickt hatte, um bei der Bekämpfung von Waldbränden in Israel zu helfen. "Ich möchte meinem Freund, dem ägyptischen Präsidenten Sisi, für die Entsendung der beiden Hubschrauber danken", verkündete Netanyahu.
"Anstatt ihre Sache zu verteidigen, beleidigen die Palästinenser Sisi und das ägyptische Volk", sagte ein prominenter ägyptischer Journalist, Azmi Mujahed.

"Ich habe eine Botschaft an die palästinensischen Bettler, die ihr Land und ihre Ehre verkauft haben: Ihr verflucht Ägypten und seine Armee und seinen Präsidenten. Ihr seid eine Gruppe von abscheulichen Leuten. Wer unseren Präsidenten beleidigt, beleidigt uns alle."
Die Attacken der Ägypter auf die Palästinenser erreichten 2014 einen Höhepunkt, als mehrere prominente Schriftsteller und Journalisten ihre Regierung aufforderten, Palästinenser auszuweisen und einen Militärschlag gegen den Gazastreifen zu starten. Die heftigen Attacken kamen zu einer Zeit, als berichtet wurde, dass die Hamas-Granden des Gazastreifens ISIS-inspirierte Terrorgruppen unterstützen, die direkt auf der Sinai-Halbinsel Ägyptens Krieg gegen die Sicherheitskräfte führen.
Die ägyptische Schriftstellerin Lamis Jaber forderte die ägyptische Regierung auf, alle Palästinenser auszuweisen und ihr Eigentum zu konfiszieren. Sie forderte auch, jeden zu verhaften, der mit den Palästinensern sympathisiert. "Wir helfen dem Gazastreifen, und im Gegenzug töten sie [Palästinenser] unsere Kinder. Das sind Hunde und Verräter."
Jaber wies weiter darauf hin, dass während palästinensische Patienten in ägyptischen Krankenhäusern kostenlos behandelt werden, die Führer der Hamas "Sieben-Sterne-Hotels" in der Türkei und Katar genießen.
Jaber ist nur eine von mehreren führenden Ägyptern, die in den letzten Jahren eine Kampagne gegen die Palästinenser geführt haben — ein Schritt, der die arabische Enttäuschung über die "Undankbarkeit" und "Arroganz" der Palästinenser zeigt.
Die Botschaft, die die Ägypter den Palästinensern übermitteln, lautet: Wir haben die Nase voll von euch und eurem Versagen, euch zusammenzuraffen und euch wie Erwachsene zu benehmen. Wir haben auch die Nase voll von euch, weil nach all den Jahren der Unterstützung und des Kampfes für eure Sache ihr uns am Ende ins Gesicht spuckt und unseren Präsidenten beleidigt.
Nun scheint es, dass die Saudis an der Reihe sind, den Palästinensern "zu sagen, wie es ist". Wie ihre ägyptischen Kollegen haben sich viele saudische Schriftsteller, Blogger, Aktivisten und Journalisten in die sozialen Medien begeben, um die Palästinenser in einer beispiellosen Weise zu verurteilen. Einige Saudis zum Beispiel beschreiben die Palästinenser als Terroristen und beschuldigen sie, ihr Land an Israelis zu verkaufen.
Diese Anklagen kommen nicht nur von Saudis, sondern auch von einer wachsenden Zahl von Arabern in anderen arabischen und muslimischen Ländern, insbesondere am Golf.

Wie die Ägypter scheinen auch die Saudis wütend zu sein über die immer wiederkehrenden palästinensischen Angriffe auf die Königsfamilie in Saudi-Arabien, insbesondere gegen Kronprinz Mohammed bin Salman. In den letzten zwei Jahren haben Palästinenser bei Demonstrationen im Westjordanland und im Gazastreifen saudische Fahnen und Fotos von bin Salman verbrannt. Warum? Der Kronprinz wird von den Palästinensern als "zu nah" an Israel und der US-Regierung angesehen.
Wie die Ägypter fühlen sich auch die Saudis von den Palästinensern verraten. Saudi-Arabien hat den Palästinensern seit Jahren Milliarden von Dollar an Hilfe gegeben, aber das hat die Palästinenser nicht davon abgehalten, die saudischen Führer auf Schritt und Tritt schlecht zu reden.
Die Saudis sagen jetzt, dass auch sie die Nase voll haben. Ihre Empörung erreichte ihren Höhepunkt im vergangenen Juni, als Palästinenser einen saudischen Blogger attackierten, der das Gelände der Al-Aqsa-Moschee in der Altstadt von Jerusalem besuchte. Die Palästinenser bespuckten den Blogger Mohammed Saud und beschuldigten ihn, durch seinen Besuch im Land die "Normalisierung" mit Israel zu befördern.
Seit diesem Vorfall am heiligen Ort haben viele Saudis und Bürger der Golfstaaten tägliche Attacken gegen die Palästinenser geritten, vor allem auf Social Media.
Der Saudi-Blogger Mohammed al-Qahtani schrieb:
"An alle, die in Israel auf unsere Stimme hören. Wir fordern die Übertragung der Hüterschaft über die Al-Aqsa-Moschee von Jordanien auf den Staat Israel, damit sich der verabscheuungswürdige Angriff auf den saudischen Bürger Mohammed Saud nicht wiederholt."

Dies ist eine bemerkenswerte Aussage eines saudischen Schriftstellers, die noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar gewesen wäre. Ein saudischer Staatsbürger sagt, dass er es vorzieht, einen islamischen heiligen Ort unter israelischer Aufsicht zu sehen (und nicht unter jordanischer Aufsicht), denn nur dann werden sich Muslime sicher fühlen, ihre Moschee zu besuchen.
Andere Saudis scheinen mit den Beziehungen der Palästinenser zum Iran äußerst unzufrieden zu sein. Hamas und Islamischer Dschihad, die beiden Terrorgruppen, die den Gazastreifen kontrollieren, erhalten finanzielle und militärische Hilfe vom Iran und politische Unterstützung von der Türkei. Die Saudis und andere Golfstaaten sehen den Iran, nicht Israel, als die größte Bedrohung für ihre Stabilität. Aus diesem Grund sind diese Staaten in den letzten Jahren Israel näher gekommen. Israel und sie haben einen gemeinsamen Feind: den Iran.
Bemerkenswert ist, dass ein saudischer Schriftsteller, Turki al-Hamad, das tat, was selbst viele westliche Führer ablehnen: Er wagte es, die Hamas und andere Gruppen in Gaza zu verurteilen, weil sie Raketen auf Israel abgefeuert hatten. Al-Hamad verurteilte die Palästinenser, weil sie sich in den Händen der Türkei und des Iran als Marionetten benutzen ließen. Er kommentierte eine kürzlich erfolgte Flut von Raketenangriffen auf Israel aus dem Gazastreifen und sagte: "Der Iran und die Türkei stehen vor einer Krise [ein offensichtlicher Hinweis auf die wirtschaftlichen und politischen Krisen im Iran und in der Türkei] und die Palästinenser zahlen den Preis." Mit anderen Worten, die Palästinenser haben beschlossen, sich mit zwei Ländern, dem Iran und der Türkei, zusammenzuschließen, die die Muslimbrüdergemeinschaft und andere extremistische Gruppen wie Hamas, Islamischer Dschihad und Hisbollah unterstützen.
Ein anderer saudischer Schriftsteller, Mohammed al-Shaikh, wiederholte die altbekannte Anklage in der arabischen Welt, dass die Palästinenser, wohin sie auch gehen, Schwierigkeiten machen.

"Die Palästinenser bringen jedem, der sie beherbergt, ein Desaster. Jordanien beherbergte sie, und es gab den Schwarzen September; der Libanon beherbergte sie, und es gab dort einen Bürgerkrieg; Kuwait beherbergte sie, und sie verwandelten sich in Saddam Husseins Soldaten. Jetzt benutzen sie ihre Rednerpulte, um uns zu verfluchen."
In einem weiteren Kommentar auf Twitter forderte al-Shaikh ein Verbot für Palästinenser, die islamische Pilgerreise Hadsch nach Mekka durchzuführen. Sein Kommentar kam, nachdem ein Video aufgetaucht war, das Palästinenser während des letzten Hadsches zeigte, wie sie palästinensische Flaggen schwenkten und "Mit Blut, mit Seele, wir erlösen dich, Al-Aqsa-Moschee!" sangen.
Die Saudis haben strenge Regeln, die politische Aktivitäten während des Hadsches verbieten. Al-Shaikh sah die Palästinenser offenbar so an, dass sie die Pilgerfahrt nach Mekka nutzten, um eine Demonstration zu veranstalten, während des Hadschs Probleme zu schüren und die saudischen Behörden zu blamieren.
"Die Hunde der Hamas", sagte al-Shaikh nachdem er sich das Video angeschaut hatte, "sollten wegen ihres obszönen Verhaltens von der Durchführung des Hadsches im nächsten Jahr ausgeschlossen werden."
Fahd al-Shammari, ein saudischer Journalist, attackierte Palästinenser, indem er sie "Bettler ohne Ehre" nannte. Er ging so weit zu sagen, dass eine Moschee in Uganda gesegneter sei als die Al-Aqsa-Moschee, die ein jüdisches Heiligtum sei.
Die Palästinenser können sich nur selbst dafür verantwortlich machen, dass sie ihre Beziehungen zu den arabischen Staaten beeinträchtigt haben. Das Beißen der Hand, die Sie ernährt, war schon immer eine Politik, für die die Palästinenser einen hohen Preis bezahlt haben.
Bilder von arabischen Führern und Staatschefs auf den Straßen des Westjordanlandes und des Gazastreifens zu verbrennen hat sich als großer Fehler erwiesen. Man kann einfach nicht an einem Tag Bilder des saudischen Kronprinzen verbrennen und am nächsten Tag nach Riad eilen und um Geld bitten. Man kann nicht an einem Tag Slogans gegen den ägyptischen Präsidenten schreien und am nächsten Tag nach Kairo gehen, um politische Unterstützung zu suchen.
Viele Menschen in den arabischen Ländern sagen heute, dass es höchste Zeit für die Palästinenser sei, sich um ihre eigenen Interessen zu kümmern und über eine bessere Zukunft für ihre Kinder nachzudenken. Sie sehen die Palästina-Frage nicht mehr als das Hauptproblem im arabisch-israelischen Konflikt. Die Araber scheinen den Palästinensern zu sagen: "Wir wollen vorwärts marschieren, ihr könnt so lange rückwärts marschieren, wie ihr wollt."
Was sie sehen, ist palästinensische Stagnation, vor allem dank der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Führer der Hamas, die zu sehr damit beschäftigt sind, die Gedanken ihrer Völker zu vergiften und sich gegenseitig in Stücke zu reißen, um Zeit für etwas Positives zu haben. Die Palästinenser werden vielleicht eines Tages aufwachen und feststellen, dass ihre arabischen Brüder wirklich nicht mehr vorgeführt werden können.
Ahmad al-Jaralah, ein führender kuwaitischer Zeitungsredakteur, war noch offener und sagte:
"Die palästinensische Sache ist keine arabische Angelegenheit mehr. Wir finanzieren die Palästinenser, und sie reagieren, indem sie uns verfluchen und sich schlecht benehmen. Die Araber und Muslime applaudieren den Palästinensern nicht mehr. Wir sollten uns nicht schämen, Beziehungen zu Israel aufzunehmen."

Quelle: "Araber_Palästinenser"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 12.09.2019 20:38:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 12.09.2019 20:38
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