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"ABTREIBUNG"

"ABTREIBUNG"

21.09.2019 17:30

55 Millionen Abtreibungen weltweit pro Jahr, über 100.000 in Deutschland nach der offiziellen Statistik, das heißt 400 pro Arbeitstag. Alarmierende Zahlen, die nicht gleichgültig lassen können. Und doch leben wir in einer Zeit, in der erneut Abtreibungen verharmlost werden, in der vehement ihre vollständige juristische und gesellschaftliche Entkriminalisierung gefordert wird. Diesem Anliegen wird bisweilen gerne dadurch ein anderer Ton gegeben, daß ein angebliches Tabu beschworen wird, das es um das Thema der Abtreibung nach wie vor gebe und aufgrund dessen Frauen Angst haben müßten, wegen einer Abtreibung stigmatisiert zu werden.
Zu wissen, daß man ein Kind nicht will, scheint der allein entscheidende Gesichtspunkt zu sein, der einen vielleicht sehnlichst erwarteten Zustand „guter Hoffnung“ von einem Schwangerschaftskonflikt unterscheiden soll. Aber geht es denn hier um ein Kleid, das man bestellt hat und nach kurzer Überlegung doch lieber zurücksendet? Eine extrem subjektive Sichtweise, die in der Überlegung zum Ausdruck kommt, daß eine Frau sich sicher sein kann, „daß ein Schwangerschaftsabbruch für sie der bessere Weg sein würde“.
Der andere Beteiligte des Geschehens, das ungeborene Kind, kommt überhaupt nicht vor. Verborgen auch hinter dem gegenüber der Tötung eines Kindes harmloseren Wort Schwangerschaftsabbruch. Entsprechend der eingenommenen Grundhaltung, das Geschehen zu verschleiern, ist dann konsequenterweise von „Operation“ oder „ärztlicher Dienstleistung“, nicht einmal von Abtreibung und erst recht nicht von vorgeburtlicher Kindstötung die Rede.
„warum hat man Kickl nicht gewähren lassen? Ca. 9.000 Insassen bevölkern die drei Sterne-Hotels in Österreich, weit mehr als 50% davon sind Ausländer, die sich dem Steuerzahler, mit pro Nasse und täglicher Belastung von 123 € und einem Jahresetat von knapp 200 Millionen € zu Buche schlagen. Damit hätten wir für Bulgaren, Rumänier, Serben und co. Gefängnisse in deren Heimatländer bauen können. Um dem gutmenschlichen Grundgedanken der ordentlichen Versorgung, sogar mit Wohlfühlbereich. Der hohe Ausländeranteil war und ist immer schon ein hausgemachtes Problem, das auf die ungezügelte, ungeregelte Zuwanderung zurückzuführen ist. Die Italiener haben Salvinis Migrantensperre aufgelöst, Erdogan erpresst bereits Merkel und damit die EU, ein akuter Handlungsbedarf ist somit eingeleitet. Mit Grünen, falls sie in die Regierung kommen, mit NEOS, mit SPÖ wird`s nicht klappen.“ (rjh)
(rjhCD6149)


AbtreibungDer Kern der Schuldgefühle - Ein einmal gefaßter Entschluß, und die Zweifel bleiben doch


(der stumme Schrei)
Die Ambivalenz der Schwangeren wird dabei durchaus gesehen. Es geht für sie darum, ihren einmal gefaßten Entschluß aufrechtzuerhalten. In diesem Zusammenhang sind auch Bannmeilen vor Abtreibungspraxen oder Beratungsstellen von Pro Familia – wie unlängst von der Stadt Frankfurt beschlossen – zu sehen.
Die Frau entscheidet sich, niemandem von der Schwangerschaft und ihrem Plan, abzutreiben, zu erzählen, „damit ich ja nicht von meiner Entscheidung abkomme“. So als ob sie fürchten würde, daß das der Fall sei? Werden mit diesem Beharren auf der einmal getroffenen Entscheidung nicht eigene Zweifel verdrängt, die vielleicht auf der Ebene des Unbewußten liegen? Die Angst, von diesem Entschluß wieder abgebracht werden zu können, deutet jedenfalls darauf hin.


Daß die Entscheidung für oder gegen ein Kind für die Frauen, die eine Abtreibung in Erwägung ziehen, eine der schwersten Entscheidungen sein kann, bestreiten sogar Abtreibungsbefürworter nicht. Aber weshalb fragt man an dieser Stelle nicht weiter nach den Gründen, die die Entscheidung so schwer machen? Das Leben eines Kindes steht auf dem Spiel, und dessen ist sich wohl jede Frau im letzten Winkel ihres Herzens bewußt.
Die Unterstellung einer gesellschaftlichen Stigmatisierung
Eine ungewollte Schwangerschaft. Mitunter sind Schwangerschaften zuerst einmal ungewollt. Aber daraus ableiten zu wollen, daß Abtreibung eine Lösung sein könnte, ist so kurzsichtig wie blind. Gegenüber der Realität der Existenz eines Kindes, das leben will, aber auch der Beeinträchtigung des eigenen Lebens, die eine Abtreibung meist herbeiführt.
Da hilft es auch nicht, Abtreibung als eine Entscheidung darzustellen, die zugunsten von anderen wichtigen Optionen im Leben getroffen wird. Das mag so sein, diese Gleichstellung übersieht jedoch, daß hier Rechtsgüter von gänzlich ungleichem Gewicht einander gegenübergestellt werden. Das Verschweigen dieses Umstands suggeriert eine vermeintliche Legitimation.
Wie Staat und Gesellschaft mit dem Thema umgehen, wirke sich auf Empfinden und Verhalten der Frauen aus, so lautet der Einwand, der suggerieren will, es gehe hier allein um das Empfinden der betroffenen Frau angesichts einer gesellschaftlichen Stigmatisierung. Unterstellt wird hierbei auch, das subjektive Empfinden sei etwas Statisches, das sich nicht ändern könne. Dies trifft jedoch nicht zu. Eine Abtreibung kann das Ergebnis einer selbstbestimmt getroffenen Entscheidung sein – die man irgendwann zutiefst bereut.
Wodurch entstehen die Schuldgefühle?

Der Unrechtscharakter der Abtreibung kommt in der Gesetzeslage eindeutig zum Ausdruck – Abtreibung nach der Beratungsregelung ist rechtswidrig, wird lediglich nicht bestraft. Wer eine „Pro-Choice“-Position vertritt, den muß dies erheblich stören: „Das, was ich tue, muß etwas Unrechtmäßiges sein, das nicht in Ordnung ist.“ Selbstverständlich ist es nicht in Ordnung, und das ist genau der Grund dafür, warum das Bundesverfassungsgericht zu diesem Ergebnis kommt, daß eine Abtreibung nach der Beratungsregelung rechtswidrig sein muß.
Der nächste Einwand lautet: Die schwangeren Frauen würden das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und die Rechtslage meist gar nicht kennen, und trotzdem erlebten sie in der Situation der Abtreibung einen Rechtfertigungsdruck. Unzutreffende Thesen wie diejenige, die meisten Frauen seien nach einer Abtreibung erleichtert, sollen die eigene Position festigen. Studien zum Post-Abortion-Syndrom und Wortmeldungen von Psychotherapeuten, die mit der Thematik vertraut sind, sprechen eine andere Sprache.
Daß Schuldgefühle aufgrund des gesellschaftlichen Klimas aufkämen, ist also eine Illusion. Die Schuldgefühle werden nicht von der Haltung der Gesellschaft verursacht, die ohnehin eher die ultra-liberale Position der Entscheidungsfreiheit vertritt, sondern von dem, was sich objektiv ereignet hat. Es geht bei einer Abtreibung nicht darum, daß eine Frau die für sie richtige Entscheidung trifft. Abtreibung ist immer die falsche Entscheidung, selbst bei allergrößter Konfliktlage, weil über das Leben eines Kindes entschieden wird.
Das Dogma von der Entscheidungsfreiheit
Die ambivalente Haltung des Partners – er stehe hinter ihr, egal, welchen Weg sie gehe; die letztendliche Entscheidung werde ihr überlassen. Das ist vermeintliche Neutralität, bei der sich viele Frauen zu Recht im Stich gelassen fühlen. Sie brauchen in dieser Situation mehr als nur ein „Ich akzeptiere jede Entscheidung“, sie brauchen ein „Wir schaffen das“ ihres Partners.
Neben dem Verweis auf das nicht begründete und in Wirklichkeit auch nicht bestehende Recht der Frau, eine freie Entscheidung zu treffen (das Rechtsgut Leben steht über dem Selbstbestimmungsrecht der Mutter), werden auch heute noch unsinnige Behauptungen wie das alte „Mein Bauch gehört mir“ aufrechterhalten – jedes Jahr auf dem „Marsch für das Leben“ in Form des Gegenprotestes konkret erfahrbar: der Vorwurf, sie müßten doch nicht jemanden um Erlaubnis bitten für das, was mit ihrem Körper geschehe. Hier geht es um das Leben des Kindes. Zellhaufen, lebendige Materie, einfach nur Leben – nein, Person vom ersten Augenblick seiner Existenz an. Es gibt keine potentielle Person.
Wichtig für Frauen, die von einer Abtreibung betroffen sind, sei der Austausch mit anderen. Die Bedeutung des Redens und Austauschens macht das Gewicht deutlich, das eine Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung für eine Frau immer hat, und soll darüber hinaus illustrieren, daß die Entscheidung niemals Ausdruck von Leichtfertigkeit ist. Um die Abtreibung aus der Tabuzone herauszuholen, sei dies alles jedoch nicht ausreichend, sondern hierfür bedürfe es nun endlich der gesellschaftlichen Anerkennung eines Rechts auf Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft.
Nur die Trauer über eine verpaßte Möglichkeit?
Nicht die Tabuisierung ist jedoch das eigentliche Problem, die ohnehin eine unbewiesene Behauptung ist. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Abtreibung, die infolge der Straffreistellung eingetreten ist, spricht vielmehr eindeutig gegen eine solche Annahme. Das Unrechtsbewußtsein ist bei keinem anderen Straftatbestand in solch erheblichem Maße geschwächt oder abhandengekommen wie bei der Abtreibung.
Abtreibung nach Beratung gilt als erlaubt, als legal, als rechtmäßig. Nicht also die Tabuisierung ist das eigentliche Problem. Offensichtlich bleibt aber ein Bereich, in dem das Handeln weiterhin als rechtfertigungsbedürftig empfunden wird. Ist diese vermeintliche Tabuisierung nicht in Wirklichkeit der Rest eines Unrechtsbewußtseins, das sich zwar verdrängen, letztlich aber nicht überlisten läßt?
Die Trauer über eine verpaßte Möglichkeit: Eine Freundin hat neulich eine Reise nach New York abgesagt, eine wunderbare Gelegenheit, ihren Sohn dort zu besuchen, wegen noch nicht ganz überwundener Flugangst. Erleichterung auf der einen Seite – und Bedauern, Traurigkeit über diese verpaßte Chance auf der anderen. Ist dies vergleichbar? Reduziert man die Trauer nach Abtreibung auf ein solches Erlebnis, so unterliegt man einer Selbsttäuschung. Denn die eigentliche Dimension wird dann nicht erkannt. Das aber vereitelt auch die Chance, das Geschehen richtig zu verarbeiten.
Für die ungeborenen Kinder Fürsprecher sein

Abtreibung ist nicht nur die verpaßte Möglichkeit der Geburt eines Kindes. Sie ist, bei allem Verständnis für eine noch so ernste Konfliktlage, immer auch Schuld, weil es nicht allein um die Frau und ihre Pläne geht. Wäre nicht die Forderung danach, dies nicht länger zu tabuisieren, ein entscheidender Schritt hin zu einer humaneren Sichtweise? Ungeborene Kinder haben keine Stimme. Um so mehr brauchen sie unsere Wahrnehmung, unsere Fürsprache, unser Mitgefühl.
Frauen im Konflikt einer ungewollten Schwangerschaft bedürfen der gesellschaftlichen Solidarität, die sich in tatkräftiger finanzieller und rechtlicher Hilfe und, vielleicht noch wichtiger, in Anerkennung, Mitfreude und Verständnis zeigen kann. Man ist mehr als verletzlich in dieser Phase. Aber Abtreibung liegt nicht im Interesse der Frauen und nicht im Interesse der Kinder. Sie löst keinen Konflikt und macht keine Schwangerschaft rückgängig. Sie ist ein trauriges Symbol eines nur vermeintlichen Fortschritts.

(Dr. Friederike Klein)
Quelle: "ABTREIBEN"
Viele Mädchen bleiben in Kinderehen gefangen (von Günther Lachmann)

Obwohl es ein Gesetz gegen Kinderehen gibt: Weil deutsche Behörden überfordert sind, bleiben Kinderbräute häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt.
Die deutschen Behörden lassen ihre Rechtsaufsicht bei Kinderehen schleifen. Das „Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“, das am 22. Juli 2017 in Kraft getreten ist, sei „nicht in allen Bundesländern in der Praxis angekommen“, schreibt die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“. Die Organisation stützt sich bei dieser Einschätzung auf eine von ihr durchgeführte bundesweite Umfrage.
„Was ein großer Schritt für den Kinder- und vor allem den Mädchenschutz war, kommt durch mangelnde Umsetzung des Gesetzes bei den Betroffenen nicht an“, sagt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von „Terre des Femmes“. „Zudem spiegelt die offiziell gemeldete Anzahl der minderjährig Verheirateten in Deutschland sehr wahrscheinlich die tatsächlich existierende nicht wider. Denn viele der Mädchen trauen sich nicht, Hilfe zu suchen oder sind über ihre Rechte nicht informiert. Und Behörden scheinen hier auch nicht adäquat helfen zu können.“

Eheschließungen im Flüchtlingslager
Mit dem massenhaften Zuzug von Migranten seit dem Sommer 2015 nahm auch die Zahl der Kinderehen in Deutschland erheblich zu. Im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen warnte die Organisation „SOS Kinderdörfer“ im Mai 2016, dass die Kinder bereits in den Flüchtlingsunterkünften auf dem Weg nach Europa zwangsverheiratet würden. Besonders bei minderjährigen Mädchen aus Syrien sei die Anzahl der Kinderehen auf diese Weise stark angestiegen.
Vor dem Krieg in Syrien seien bei 13 Prozent aller Hochzeiten einer oder beide Ehepartner jünger als 18 Jahre gewesen. Im Mai 2016 seien es über 51 Prozent gewesen. Vor allen in Flüchtlingscamps in Jordanien, im Libanon, im Irak und der Türkei habe sich die Zahl der Zwangsehen damals erhöht. Betroffen seien vor allem Töchter sehr armer Eltern.
Diese Entwicklung erklärte die Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten, Alia Al-Dalli, damals so: „Eine Ehe soll ihren Töchtern in der unsicheren und instabilen Fluchtsituation helfen, sie finanziell, aber auch körperlich abzusichern und ihre Ehre zu bewahren. Häufig wird auch eine Mitgift an die Eltern gezahlt, um eine Heiratserlaubnis zu erhalten. Deshalb ist Armut leider ein häufiger Beweggrund für syrische Eltern, ihre Töchter zu verheiraten.”
Allerdings seien die Folgen einer Kinderehe für die betroffenen Mädchen entgegen der vermeintlich „guten Absichten“ der Eltern verheerend. Die Mädchen brächen die Schule ab, würden sozial isoliert und in ihrer sozialen Isolation dann Opfer von häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch durch die in der Regel wesentlich älteren Ehemänner.

Fahrlässige Behörden
Schwangerschaften und Geburten setzten die Mädchen oft genug lebensgefährlichen Gefahren aus. Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO ist die zweithäufigste Todesursache von Kinderbräuten die Geburt ihres Kindes – gefolgt von Selbstmord.
Vor diesem Hintergrund hatte die Bundesregierung 2017 das „Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“ verabschiedet. Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurde das Mindestheiratsalter für die Eheschließung auf 18 Jahre ohne Ausnahme festgelegt. Außerdem sind seitdem Ehen mit Minderjährigen aufhebbar.
Dennoch sind minderjährige Mädchen bis heute auch in Deutschland kaum vor Kinderehen geschützt. Als Ursache benennt „Terre des Femmes“ die unterschiedliche Rechtspraxis in den Bundesländern. So sei in einigen Bundesländern nur eine Behörde zuständig, den Antrag auf Aufhebung einer Ehe mit einer Minderjährigen zu stellen. In anderen gebe es viele unterschiedliche Behörden, weshalb Zuständigkeiten häufig unklar seien.
So seien in Berlin lediglich drei Fälle von verheirateten Minderjährigen bekannt, in Bayern hingegen 367 Fälle. In vielen Bundesländern seien die Mitarbeiter der Behörden und Beratungsstellen kaum oder gar nicht über die Verfahrenswege informiert.
„Es ist zu befürchten, dass viele Ehen gar nicht gemeldet wurden, in anderen Fällen sind Minderjährige inzwischen volljährig geworden und die Verfahren wurden eingestellt. Bei minderjährig verheirateten EU-Bürgerinnen wurde häufig die Härtefallregelung angewandt und die Ehe nicht aufgehoben, da eine Aufhebung das Recht auf EU-Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union verletze“, schreibt „Terres des Femmes“.

Quelle: "KINDEREHE"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 21.09.2019 17:30:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 21.09.2019 17:53
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