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"GRETA"

"GRETA"

01.11.2019 20:07

Viele Eltern wissen aus eigener Erfahrung: Mit Kindergartenpersonal kann man schon mal Probleme bekommen. Was jetzt allerdings in einigen Berliner und Hamburger Kindergärten passiert sein soll, geht weit darüber hinaus: im Rahmen eines Projektes namens „Original Play“ soll es möglicherweise zu organisiertem sexuellem Missbrauch an Kleinkindern gekommen sein. Jedenfalls zu einer Vorstufe dorthin. Was hier im Weiteren berichtet wird, macht fassungslos, wenn man dabei bedenkt, dass Erzieherinnen (Kindergärtnerinnen) Missbrauch hier auf irgendeine Weise leichtfertig nicht nur zugelassen, sondern auch noch gefördert haben müssen.
Es ist so widerlich, dass es schwerfällt, angemessen darüber zu schreiben: „Original Play“ wurde jetzt in Teilen Österreichs und in Berlin verboten. Allerdings erst, nachdem Medien ausführlich darüber berichtet haben. Bis dahin soll in Kindergärten dem sexuellen Missbrauch Vorschub geleistet worden sein: intime Berührungen und Anfassen der Kleinen durch Fremde war Teil des Programms „Original Play“, welches fremden erwachsenen Männer jeden Alters Zugang in die sonst geschützten Kindergärten ermöglicht. Erst ein massiver Missbrauchsverdacht durch Kinder, die sich ihren Eltern offenbart hatten, sorgte für diese Aufmerksamkeit. (von Alexander Wallasch)
"Seit 1990 hatte die CDU in Thüringen ununterbrochen den Ministerpräsidenten gestellt, 24 lange Jahre. Unangefochten bestimmten die Christlichdemokraten die Geschicke des Landes, vorübergehend sogar mit absoluter Mehrheit. Am Sonntag landeten sie mit kläglichen 22 Prozent hinter der Linkspartei und der AfD nur noch auf Platz drei.
Das Wahlergebnis pflügt nicht nur die Thüringer Landespolitik um, in der die CDU künftig mit der Linkspartei zusammenarbeiten muss, soll eine tragfähige Regierungsmehrheit zustande kommen. Das Resultat verändert auch die Machtverhältnisse in der CDU. Fortan gibt es eine Zeitrechnung vor Thüringen und eine danach." (Neue Züricher Zeitung)
(rjhCD6149)


Organisierter Missbrauch in Berlin: Kita-Kinder wurden Pädophilen zum Fraß vorgeworfen

Es ist ein höchst zweifelhaftes pädagogisches Konzept: „Original Play“ ermöglichte wildfremden Erwachsenen den ungehinderten Zugang zu Kitas und intensiven körperlichen Kontakt zu Kleinkindern. Erst nachdem sich misshandelte und missbrauchte Kleinkinder offenbart hatten, sah sich der rot-rot-grüne Berliner Senat dazu genötigt das pädophile Treiben zu verbieten.
Erschreckend ist, dass offensichtlich die Erzieherinnen das zugelassen haben. Ausgerechnet jenes Personal, dem Eltern so uneingeschränkt ihr Vertrauen schenken müssen, weil es gar nicht anders geht im System „Kindergarten“? Der Berliner Senat hat dieses Kuscheln (oder gar mehr) mit fremden Erwachsenen in Kindergärten nun verboten.
„Original Play“ wurde vom Amerikaner Fred Donaldson entwickelt und ist mittlerweile eine internationale Stiftung die auch in Deutschland als „Original Play Deutschland“ tätig ist. Die Aktivitäten der Gruppe in Kindergärten werden von „Original Play“ selbst so beschrieben:


„Bildungsaktivitäten, die darauf abzielen, die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern, indem Original Play praktiziert wird, insbesondere zur Vorbeugung und Linderung von Aggressionsproblemen, Gewalt und soziale Ausgrenzung. (…) Autorisierte Original-Play-Lehrlinge können ihre Dienste anbieten, um kostenlos oder gegen Entschädigung mit Kindern zu spielen …“
Und weiter heißt es da, Original Play sei das Ergebnis von Forschung „über das Spielverhalten von Kindern, Erwachsenen und Wildtieren.“ Einige solcher „Wildtiere“ haben sich jetzt offenbar an Kindergartenkinder herangemacht.
Tatsächlich berichten Medien, dass sich überproportional Männer zu solchen „Lehrlingen“ haben ausbilden lassen – für 250 Euro für einen zweitägigen „Workshop“. Unfassbar: schon im vergangenen Jahr hatte es ein halbes dutzend Verdachtsfälle von „Original Play“-Kindesmissbrauch gegeben in Berlin und Hamburg, welche die Ermittlungsbehörden auf den Plan gerufen hatten, die aber im Sande verliefen, weil die Kinder zu klein gewesen sein sollen, den Eltern nicht geglaubt und obendrauf noch Ermittlungsfehler gemacht worden seien. Seitdem durften – drücken wir es maximal vorsichtig aus – fremde Männer weiterhin Kinder in Kindergärten anfassen, mit ihnen raufen und kuscheln.
Ja, Erzieherinnen haben einen schweren Beruf, Erzieherinnen tun ihr bestes am Kind, Erzieherinnen erhalten in aller Regel zu Recht das Vertrauen von Eltern, die beide arbeiten müssen um den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu ermöglichen. Kindergärtnerinnen erziehen die Kleinsten nach bestem Wissen und gewissen. Wie also konnte an einigen Kindergärten in Deutschland, Polen und Österreich so etwas von diesen Fachkräften des Vertrauens zugelassen werden?
Welche oft und eigentlich doch über Jahrzehnte feingetunten Warnsysteme der Fachkräfte, die „Original Play“ in ihre Einrichtungen geholt haben, haben da so furchtbar versagt? Denn es ist ja nicht so, dass Kinder aus Sicherheitsgründen und Sorge vor Übergriffen durch Päderasten von Männern grundsätzlich isoliert wären: Die Väter der Kinder sind immer dabei, bei Festen und Aktivitäten, holen die Kinder vom Kindergarten ab usw. – hier geht es um wildfremde Männer, die sich über das Projekt „Original Play“ Zugang zu den Kindern verschaffen.
Versagt hier auch das Modell Familie aus Vater, Mutter und Kind, das ja als wichtiger und bedeutender Schutzraum für Kinder auch über die Grenzen der Familie hinaus wirkt, wenn Eltern idealerweise sensible Antennen haben und – wie auch in diesem Falle – mitbekommen, wenn unter der Aufsicht von Erzieherinnen des Vertrauens etwas so furchtbar schief geht?

Die traditionelle Familie steht unter Beschuss nicht erst seit gestern. Sie steht unter Verdacht, Hort des Konservativen zu sein. Nun wächst seit Jahren auch der Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien in Kindergärten, Familien, die noch um ein Vielfaches mehr dem traditionellen Familienmodell anhängen und deren Väter, dass darf man annehmen, in einem ganz anderen Maße kein Federlesen machen würden, als ihre deutschen Pendants, wenn nur der Verdacht aufkommen könnte, das ihren Kindern etwas geschieht, wie jetzt im Falle „Original Play“.
Im positivsten Falle dürfte dieses „Original Play“ eine traurige Bestätigung dafür sein, dass sich dass traditionelle Familiensystem bereits in Auflösung befindet, in dem jedes Kind mit mehreren Generationen aufwächst, wo jeder aufeinander aufpasst und wo selbstverständlich auch generationenübergreifend gerauft und gekuschelt werden kann, wenn das zum Selbstverständnis der Familien gehört.
In einer Rechtfertigung von „Original Play“ auf deren Website zu den erhobenen Vorwürfen wird darauf verwiesen, dass dieses Tun schon Erfolge am Kind erzielt hätte, ohne dass diese Erfolge allerdings auf der Website näher verifiziert wurden. Auch ist von „Hass und Aggression“ die Rede gegen „Original Play“, dafür bedankt man sich für die „herzliche Unterstützung und Wertschätzung unserer Arbeit“ auch bei „Institutionen, die uns unterstützen“. Eine davon soll laut verschiedener nicht näher verifizierter Quellen auch die Antonio Amadeu Stiftung sein. TE wird dort anfragen bzw. recherchieren, was dran ist an so einem Sponsoring. Auf der Seite von „Original Play“ jedenfalls sind dahingehend keine Sponsoren oder Unterstützer aufgeführt.
Aber die Antonio Amadeu Stiftung ist in diesem Zusammenhang aus einem ganz anderen Blickwinkel erwähnenswert, da sie eine der maßgeblichen privaten und massiv staatlich geförderten Organisationen ist, die sich Kindergärten ausgesucht haben, um an den Kleinsten der Gesellschaft politisch zu agitieren und insbesondere dieses große Vertrauensverhältnis zwischen Erzieherinnen und den Familien, die ihnen ihre Kinder anvertrauen, zu torpedieren: mit einer nicht enden wollenden Litanei an linkspolitischer Agitation, mit so genannten „Handreichungen“ für die Fachkräfte in Kindergärten, anhand derer diese beispielsweise erkennen sollen, welche Familien einen rechten Hintergrund haben, wenn diese weniger auffällig sind oder gar blonde akkurat geflochtene Zöpfe tragen.

Man sollte nun eine schützende Hand über dieses schlecht bezahlte Fachpersonal legen und sich tatsächlich fragen, was für einen Mist diese Frauen noch lesen und dann am Kinde verarbeiten sollen. Es gibt Gottseidank immer noch eine Reihe älterer und erfahrener Erzieherinnen, die zudem meisten die leitenden Funktionen innehaben, die sich dieser Agitation der Antonio Amadeu Stiftung entziehen können und die auch in den allermeisten Fällen wehrhaft genug sind, Angebote wie die von „Original Play“ rigoros abzulehnen.
Berlin hat solche Angebote jetzt verboten. Ein wichtiges Signal, bedenkt man die Geschichte der Päderasten innerhalb der mitregierenden Grünen. Selbst ehemalige führende Grüne wie Daniel Cohn-Bendit haben in den 1970ern Texte veröffentlicht, die den Verdacht des Kindesmissbrauchs in sich trugen. Es gab damals bei den Grünen kriminelle Gruppen von Päderasten, die sich aktiv und lange geduldet u.a. für Straffreiheit bei Sex mit Minderjährigen einsetzen.
Der Alarmmechanismus der Gesellschaft funktioniert also noch, wenn auch zu zögerlich. Die Erzieherinnen benötigen jetzt die volle Unterstützung der Eltern. Alarmiert waren zuerst solche Eltern aus traditionellen Familien. Auch das gehört zur Wahrheit dazu.Der Autor hat nach einem solchen Thema das Bedürfnis, sich jetzt die Hände zu waschen.

"organisierter_Kindesmissbrauch_Berlin"
Greta und der jugendliche Größenwahn (von Herbert Ludwig)

Allwöchentlich demonstrieren Millionen Jugendliche fürs Klima. Politiker hofieren sie als junge Erwachsene – und verleiten sie zu einer gefährlichen Hybris.
Es ist bekannt, dass die von der erst 16 Jahre alten Schweding Greta Thunberg begonnenen Klima-Demonstrationen der Schüler und Jugendlichen keineswegs eine spontane Graswurzelbewegung sind, sondern dass dahinter eine geschickt inszenierte PR-Strategie interessengeleiteter Organisatoren steht.[1] Die Jugendlichen mit ihrer Unschuld, ihren Zukunftshoffnungen und ihrem herzerfrischenden Idealismus werden instrumentalisiert. Dass das in diesem Maße möglich ist, liegt aber vor allem an der Pädagogik der Eltern und Lehrer, die den Jugendlichen eine Erkenntnis- und Urteilskompetenz einräumen, die sie noch nicht haben können.
Bereits im Vorschulalter und in den ersten Schuljahren werden die Kinder seit Jahren in vielen Elternhäusern und in immer mehr Bildungseinrichtungen als kleine Erwachsene behandelt und so früh wie möglich zu eigenen Urteilen darüber angehalten, was sie wissen und lernen wollen und was sie davon halten. Das ist mit seinen Folgen im vorangehenden Artikel eingehend betrachtet worden.

In der mit ca. 13-14 Jahren beginnenden Pubertät, in der die eigene Urteilsfähigkeit der Kinder erwacht und sie immer selbstbewusster auftreten, ist die Gefahr und Versuchung noch größer, sie als junge Erwachsene, sozusagen auf „gleicher Augenhöhe“ zu behandeln und ihnen als Kumpel zu begegnen. Damit wird aber eine Selbstsicherheit und Renitenz gefördert, die nicht in einem eigenen reifen Erkenntnisleben gegründet ist.
Jugendliche nicht als „Pseudo-Gleiche“ sich selbst überlassen
Mit der Geschlechtsreife werden die seelischen Kräfte des Denkens, Fühlens und Wollens der Jugendlichen aus ihrer Abhängigkeit von den vertrauten Erwachsenen frei und stehen jetzt sukzessive dem eigenen, mitunter vehementen Ausleben zur Verfügung. Doch ihre sichere Handhabe durch eine verantwortliche geistige Instanz im eigenen Inneren ist ein langer Prozess des lernenden Übens, der bis zum 20., 21. Lebensjahr dauert und der helfenden Begleitung kundiger Pädagogen bedarf.
Diese sind natürlich nicht mehr selbstverständliche Autoritäten, sie werden geprüft, müssen sich bewähren, ob man auf ihr Wissen, Können und ihre menschliche Authentizität etwas geben kann. Und von dem Erwachsenen, zu dem man Vertrauen fasst und dem man folgen will, muss man sozusagen die Gewissheit haben: Er lässt mich frei, aber er lässt mich nicht im Stich. Denn untergründig ist man sich der eigenen Unsicherheit durchaus bewusst, was oft nur durch pampiges, selbstsicheres Auftreten überspielt wird.
In einer ersten Phase erwacht das eigene kritische Denken, die Lust, selbst darüber zu urteilen, wie sich etwas verhält. Doch die Urteile kommen vielfach noch aus einem chaotischen Gefühls- und Willensleben und sind oft von einer scharfen genialen Einseitigkeit. Schnell wechseln mit den Gefühlen auch die Gedanken und das kritische Urteil ist vorschnell bei der Hand. Das Gefühl, dass es der Betrachtung und Erkenntnis möglichst vieler Seiten einer Sache als Grundlage bedarf, um ein sicheres Urteil fällen zu können, muss noch mühsam erworben werden.
Von etwa 17 bis 19 Jahren konsolidieren und setzen sich und reifen die Gefühle und verbinden sich mit hohen jugendlichen Idealen der Weltverbesserung. Insbesondere erwachen starke Mitgefühle für die sozialen Probleme der Menschen. Die Gedanken werden existenzieller und tiefgründiger und suchen nach praktischen Lösungen, in die die Konsequenzen für das eigene Leben miteinbezogen werden. Doch die Ideen bleiben noch in der Sphäre des gedachten und gefühlten Theoretischen, in das der verantwortliche Wille noch nicht eingreifen kann.

Im letzten Abschnitt der Jugendzeit bis zum 21. Lebensjahr tritt der Wille immer mehr in die von innen geführte bewusste Verfügbarkeit. Man kann das Eingesehene und Gefühlte jetzt auch willentlich ergreifen und durchführen. Das heißt, die Urteilskraft kann sich jetzt mit dem selbständig gewordenen Willen verbinden und ihm seine Ziele geben. Das Denken erfüllt sich mit Willensqualität, erreicht die Realität und kann sie verändern. Die innere Instanz, von der der Wille ausgeht und geführt wird, das eigene Ich, wird frei und erwacht zu sich selbst. Nun erst, um das 21. Lebensjahr herum, wird die Möglichkeit der Mündigkeit erreicht.
Nun zeigt die Erfahrung, dass eine auffallende Verschiedenheit im Verhalten von Jungen und Mädchen in dieser Zeit besteht. Darauf hat Rudolf Steiner die Lehrer der ersten Waldorfschule schon früh aufmerksam gemacht. Das Ich, das jetzt noch hinter den Seelenkräften verborgen ist und erst um das 20. Lebensjahr durchkommt, wird von den seelischen Kräften des Mädchens in gewisser Weise bereits etwas hereingezogen und aufgesogen, so dass die Mädchen zumeist sicher auftreten und wesentlich älter und reifer erscheinen, als sie in Wirklichkeit sind. Sie sind in Konfliktfällen oft die Wortführer.
Bei den Jungen dagegen bleibt das Ich mehr im Hintergrund und wird weniger von den seelischen Kräften beeinflusst, so dass sie im Allgemeinen in diesem Alter zurückhaltender, oft schüchterner, introvertierter sind und sich nicht so in den Vordergrund drängen. Dies kann jeder, der mit Jugendlichen zu tun hat, beobachten.

Diese anthropologischen Erkenntnisse des Jugendalters führen in der Waldorfpädagogik dazu, den für die jeweilige Entwicklungsphase geeigneten Lehrstoff auszuwählen, an dem die anstehenden Kräfte und Fähigkeiten am besten ausgebildet werden können. Das heißt, auch in diesem Alter muss der Lehrer das Heft in der Hand haben und darf die Jugendlichen nicht als Pseudo-Gleiche sich selbst überlassen. Das hätte mit pädagogischer Verantwortung nichts zu tun.
Zu frühe Urteile
Die Phasen der Urteilsbildung werden empfindlich beeinträchtigt, wenn die Jugendlichen schon in den ersten Schuljahren oder gar in der Vorschulzeit ständig zur eigenen Urteilsbildung aufgerufen wurden, in einer Zeit, in der erst mal Stoff zum Urteilen, zum Vergleichen, aufgespeichert werden muss, um Grundlagen für spätere selbständige Urteile zu bilden.

„Alle Einseitigkeit im Leben, alle öden ´Glaubensbekenntnisse`, die sich auf ein paar Wissensbrocken gründen, und von diesen aus richten möchten über oft durch lange Zeiträume bewährte Vorstellungserlebnisse der Menschheit, rühren von Fehlern der Erziehung in dieser Richtung her. Bevor man reif zum Denken ist, muss man sich die Achtung vor dem angeeignet haben, was andere gedacht haben. (…)
Würde dieser Erziehungsgrundsatz befolgt, man müsste es nicht erleben, dass Menschen zu jung sich reif dünken zum Urteilen und sich dadurch die Möglichkeit nehmen, allseitig und unbefangen das Leben auf sich wirken zu lassen. Denn ein jedes Urteil, das nicht auf der gehörigen Grundlage von Seelenschätzen aufgebaut ist, wirft dem Urteiler Steine in seinen Lebensweg. Denn hat man einmal über eine Sache ein Urteil gefällt, so wird man durch dieses immer beeinflusst, man nimmt ein Erlebnis dann nicht mehr so auf, wie man es aufgenommen hätte, wenn man sich nicht ein Urteil gebildet hätte, das mit dieser Sache zusammenhängt. In dem jungen Menschen muss der Sinn leben, zuerst zu lernen und dann zu urteilen.

Zudem ist es eine Illusion zu glauben, dass diese Urteile persönlich erworbene seien. Sie sind in Wahrheit von Erwachsenen übernommen und keineswegs aus eigener innerer Stellungnahme zu den Erscheinungen der Welt gewonnen, was sie in diesem Alter auch noch gar nicht sein können. Sie verfestigen sich aber zu fundamentalen Überzeugungen und erkenntnismäßig nicht selbst durchdrungenen Dogmen, die den unvoreingenommenen Zugang zur Welt verbauen.
Dies setzt sich im Jugendalter dann fort, wenn nicht im Sinne der oben angedeuteten Entwicklungsphasen, die Urteilsbildung entwickelt und geschult wird, sondern, wie zumeist an den heutigen Gymnasien, der Unterrichtsstoff nicht wegen seiner pädagogischen Eignung, sondern wegen seines Inhaltes als Selbstzweck behandelt und vermittelt wird. Er wird nicht als Mittel zur Urteilsschulung verwendet, sondern gepaukt und laufend in Tests und Klausuren abgefragt. Das heißt, der Schüler nimmt mehr oder weniger fertige Urteile auf, die er dann reproduzieren muss (Input – Output). Sie leben als pseudoeigene Urteile in ihm weiter, stellen sich zwischen ihn und die Realität und machen es ihm schwer, die Welt unvoreingenommen wahrzunehmen und zu eigenen Erkenntnissen zu kommen.
Nur am Rande: Ein heutiges Bachelor- und Masterstudium ist auch nur ein weiterführendes Gymnasium, in dem dichtgedrängt Stoff auf Stoff auf Stoff vermittelt und abgefragt wird, so dass zu eigenen Reflexionen und Urteilsbildungen kaum Zeit bleibt. Es wird Anpassung an herrschende Theorien und Urteile geübt, die verinnerlicht werden und deren Beherrschung das eigene Selbstbewusstsein ausmacht.

Gefährlicher Größenwahn
Die grassierende Neigung von Eltern und Pädagogen, die Jugendlichen als Gleiche zu behandeln, die sie entwicklungsbedingt nicht sind, muss zu einem falschen, aufgeblasenen Selbstbewusstsein führen. Auch in der ersten Waldorfschule hatten sich im 3. Jahr des Bestehens solche Tendenzen bei den Lehrern der Oberstufe eingeschlichen. In einer Lehrerkonferenz mit Rudolf Steiner, dem Schöpfer der Waldorfpädagogik und pädagogischem Leiter in den Anfangsjahren, berichtete ein Lehrer von Schwierigkeiten mit einer 11. Klasse: „Wir haben nicht das rechte Verhältnis gefunden. Ich habe oft den Eindruck gehabt, dass wir uns über die Kinder gestellt haben und nicht neben sie.“
Darauf sagte Rudolf Steiner: „Warum sagen Sie, Sie hätten sich über die Kinder gestellt? Was sein müsste, ist das, dass die Kinder einen über sich stellen. So muss die ganze Sache sein. Die Kinder müssen selbstverständlich einen über sich stellen.“
Ein anderer Lehrer schilderte, er habe außerhalb des Unterrichts mit einigen Schülern ein Gespräch geführt. Dies habe er mit der Bemerkung begonnen, er wolle jetzt nicht als Lehrer, sondern von Mensch zu Mensch mit ihnen sprechen. Darauf sagte Rudolf Steiner direkt:

„Glauben Sie ja nicht, Herr N., dass ich Ihnen etwas am Zeug flicken will. (…) Das ist eine absolute Unmöglichkeit. Sie machen sie größenwahnsinnig. Die Schüler müssen das Gefühl haben, dass sie bei jeder Gelegenheit zu hören kriegen, man hat mit ihnen als Lehrer zu reden. Wenn Sie sich gleichstellen mit den Schülern, dann werden sie nichts anderes als Rangen heranziehen, die Ihnen über den Kopf wachsen. Man wird bald ihr Stiefelputzer, wenn man das extra betont. (…)
Glauben Sie wirklich, dass eine Disziplin noch aufrechtzuerhalten ist, wenn man so die Schüler anredet? (…) … man darf ihnen nicht den Glauben beibringen, dass man ebenso jung ist wie sie. Es ist unmöglich. Es geht nicht. Da müssen sich die Kinder in einem Größenwahn befangen fühlen, der riesengroß ist.“

Quelle: "KLIMA_GRETA_Größenwahn"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 01.11.2019 20:07:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 01.11.2019 20:25
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