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"SIEGERJUSTIZ"

"SIEGERJUSTIZ"

24.11.2019 18:00

Wenige Themen beschäftigen die staatlichen Organe und die Parteien, die sie in Besitz genommen haben, so intensiv wie der Kampf gegen den Haß. Das bedeutet keineswegs, daß sie einen Blumenteppich der Liebe über das Land legen wollen. Im Gegenteil, es geht um Meinungsmacht und um die Macht überhaupt.
Haß ist ein starker, sehr menschlicher Affekt. Damit das Zusammenleben friedlich bleibt, muß man seine Abneigungen und negativen Empfindungen in den Griff bekommen. Dem Individuum gelingt das durch eine gute Kinderstube und Selbstdisziplin, dem Kollektiv durch den „Prozeß der Zivilisation“ (Norbert Elias).
Keine Frage, daß die Digitalisierung Teile der Gesellschaft in vorzivilisatorische Verhaltensweisen zurückwirft. Geschützt durch Anonymität, durch die Filterblase in der Wahrnehmung beschränkt und angefeuert durch Beifall aus der Echokammer, lassen manche ihren inneren Schweinehund in den sozialen Netzwerken freien Lauf. Goldene Regeln dagegen sind noch nicht gefunden. Der Prozeß der digitalen Zivilisation braucht seine Zeit.
" Drei Wochen tagte die Synode, die über neue Wege der Evangelisation in Amazonien beraten sollte. Die an ihrem Ende erhobenen Forderungen nach der Weihe bewährter, verheirateter Männer zu Priestern und nach neuerlicher Überprüfung (wie oft noch?), ob das Diakonat nicht für Frauen geöffnet werden könne, deuten darauf hin, dass auch ein Umbau der Kirche anvisiert wird. Wir werden sehen, ob Papst Franziskus diesen Forderungen nachkommt.
Diesbezüglich muss man abwarten. Schon jetzt ist aber zu reagieren auf das, was sich am Rande der Synode abgespielt hat: Da fand am 4. Oktober in den vatikanischen Gärten im Beisein von Papst und hohen Würdenträgern der Kirche ein Ritual statt, das jeder, der unvoreingenommen Videos davon (auf You Tube gibt es jede Menge) betrachtet, als heidnisches Ritual erkennt."
(rjhCD6149)


BürgerkriegsrhetorikDen Haß fixiert, wer die Macht besitzt - Nur bestimmte Meinungen sind betroffen
Gemeint ist in der Tat nur ein bestimmter Haß. So waren nach Angaben des Bundeskriminalamtes in den Jahren 2017 und 2018 rund drei Viertel der strafbaren Haßkommentare dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Kann man daraus folgern, daß es sich bei den Linken um die liebevolleren Menschen handelt? Alle Erfahrungen sprechen dagegen. Den Haß fixiert, wer die Macht besitzt!

Der britische Historiker Timothy Garton Ash hat im Buch „Free Speech“ die Versuche überprüft, Haßrede per Gesetz einzudämmen, und konstatiert, daß die Anwendung solcher Gesetze „unberechenbar und oft unverhältnismäßig war. … Genau jenes Gleichheitsprinzip – insbesondere der Anspruch auf gleiche Behandlung durch den Staat –, mit dem solche Gesetze gerechtfertigt werden, wird durch ihre willkürliche Anwendung untergraben.“
Es geht also darum, ein widerständiges Meinungslager wehrlos zu machen, indem man es sprachlos macht. Das geschieht unter anderem durch die gezielte Kontaminierung von Vokabeln mit inkriminierenden Begriffen wie „menschenverachtend“, „rassistisch“, „fremdenfeindlich“ oder eben „Haßrede“. Im Zuge und Nachgang der Grenzöffnung 2015 sind zweiffellos unschöne Formulierungen gefallen, doch meistens handelte es sich um emotionale Ausbrüche im Gefühl eigener Ohnmacht und der politisch-medialen Übermacht der Gegenseite.
Zone der Unsicherheit
Durch die Beschränkung des Wortschatzes soll erschwert werden, Sachverhalte adäquat auszudrücken. Der Begriff „Ausländer“ oder „illegaler Ausländer“ – für jene, die sich gesetzeswidrig in Deutschland aufhalten – ist aus dem öffentlichen Wortschatz so gut wie verschwunden, obwohl die Unterscheidung zum „Inländer“ den grundlegenden rechtlichen Unterschied markiert.
Gebräuchlich ist nun der „Migrant“, der einen gleichsam natürlichen Vorgang der Ortsveränderung insinuiert. Er transzendiert geltendes Recht und Gesetz und hebt sukzessive die Sonderung zwischen drinnen und draußen auf. In der Folge begibt sich jeder, der das Attribut „illegal“ verwendet, in eine Zone der Unsicherheit und der potentiellen „Haßrede“. Auf diese Weise weicht die politisch-mediale Klasse der politischen Auseinandersetzung einerseits aus und radikalisiert sie gleichzeitig, indem sie sie auf das Feld der Moral verlegt. Statt zwischen „richtig“ und „falsch“ wird nun zwischen „gut“ und „böse“ unterschieden. Als nächster Schritt wird das Böse kriminalisiert und schließlich verboten.
Über die Effizienz des Verfahrens sind Zweifel kaum mehr möglich. In Bertolt Brechts „Rede über die Widerstandskraft der Vernunft“ heißt es: „Tatsächlich kann das menschliche Denkvermögen in erstaunlicher Weise beschädigt werden. Dies gilt für die Vernunft der einzelnen wie der ganzer Klassen und Völker. Die Geschichte des menschlichen Denkvermögens weist große Perioden teilweiser oder völliger Unfruchtbarkeit, Beispiele erschreckender Rückbildungen und Verkümmerungen auf.
Toxische Geheimformel

Der Stumpfsinn kann, mit geeigneten Mitteln, in großem Umfang organisiert werden. Der Mensch vermag unter Umständen ebenso gut zu lernen, daß zwei mal zwei fünf, als daß es vier ist.“ Man muß nur lange und oft genug wiederholen, daß zwei mal zwei gleich vier die toxische Geheimformel eines hegemonialen, weißen, männlichen Machtdiskurses ist, der schließlich zu diversen Orten des Schreckens geführt hat, um sie schließlich unter allgemeinem Beifall verbieten zu können.
Die ehemalige Stasi-Informantin Anetta Kahane, die der mit Steuergeldern ausgestatteten Amadeu-Antonio-Stiftung vorsteht, hat in schöner Unbedarftheit preisgegeben, was die Triebkraft der Bewegung ist und wohin die Reise gehen soll. Für eine 2015 herausgegebenen Broschüre zum Umgang mit „Hate Speech“ (Haßrede), die – so der damalige Justizminister Heiko Maas im Geleitwort – helfen soll, „Haßredner und ihre Codes zu identifizieren“ und „Anregungen zum Widerspruch“ zu geben, verfaßte sie unter dem Titel „Kulturkampf der Gegenwart“ eine kurze Einführung, in der 27mal die Worte „Haß“ beziehungsweise „hassen“ vorkommen.
Ein Auszug: „Das ist eine weitere Spezialität des Menschen, die ihn von Tieren unterscheidet: Er haßt wirr um sich herum und weiß oft nicht, weshalb und wen er aus welchen Gründen damit treffen will. Dabei zieht er ganze Gruppen von Menschen in den Dreck, diffamiert, beschimpft und bedroht sie. Und weil Haß sich niemals verbraucht, nie aufhört oder von allein verschwindet, macht er immer so weiter, genau wie ein Tier, das zwar keinen Haß kennt, aber seinen Reflexen ausgeliefert ist. Menschen also, in denen ein tiefer Haß brennt, dessen eigentliche Ursache sie aber nicht verstehen wollen, sind am Ende dieser Kette eher animalisch als human. Das ist auch so, wenn dieser Haß sich politisch ausdrückt.“
Plädoyers für das „richtige“ Hassen
Der Text weckt Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit seiner Verfasserin. Sie stellt fest, daß die Fähigkeit zum Haß den Menschen vom Tier unterscheide, um wenige Sätze zum Schluß zu kommen, daß der hassende Mensch sich auf der Stufe des Tieres befinde. Der Vorwurf der „Haßrede“ entlarvt sich als Projektion eines hysterisierten Selbst. Man könnte Frau Kahane auch mit Adorno antworten: „Auschwitz beginnt da, wo sich einer hinstellt und sagt: ‘Das sind doch nur Tiere’.“
Eben dieser Ton wird in den großen, von linken und liberalen Wortführern und Zuarbeitern bestückten Medien hoffähig. Während auf breiter Front gegen Haß von rechts vorgegangen wird, durfte der Pop-Journalist Jens Balzer im Deutschlandradio – das Medium ist Teil der Botschaft – unwidersprochen seinen Traktat „Umgang mit Rassismus – Hassen? Ja, aber das Richtige!“ zu Gehör bringen.

Balzer ist intelligenter als Kahane und verfällt trotzdem in ihren Sound: „Haß, überall Haß. Er ist allgegenwärtig. In den Medien; in den sozialen Netzwerken; in den verzerrten Fratzen der Wutbürger; im Gehirn des Mannes, der in Halle eine Synagoge zu stürmen versuchte und nach dem Scheitern dieses Versuchs zwei Menschen erschoß. Der Haß zerstört unsere Gesellschaft, es muß etwas gegen ihn getan werden usw.“
Es gibt in dieser Darstellung keine falsche, destruktive Politik, sondern nur ein falsches Bewußtsein, das sich in der Dreiheit aus „Rassismus, Nationalismus, Suprematismus“ entäußert. Dagegen müsse der Haß als „Ressource“ mobilisiert werden, der in dem Fall kein Affekt, sondern Ausdruck „kompromißloser Entschiedenheit“ sei „zur Verteidigung des Individuums und der Freiheit gegen die Tradition und den Zwang“. Balzer schließt mit dem Aufruf zum – vorerst nur – geistigen Bürgerkrieg: „Wir müssen wieder hassen lernen – und zwar richtig.“
Acht Wochen zuvor hatte der Feuilletonist und Romanautor Felix Stephan in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel „Plädoyer für den Haß: Wir haben lang genug geliebt“ bereits einen ähnlich gearteten Traum vom gefährlichen Leben publiziert. Er las sich wie die unfreiwillige Parodie auf Brechts „Seeräuber-Jenny“. Fehlte nur noch, daß er den Befreiungstheologen Ernesto Cardenal zitierte: „Revolutionäre sind Liebende. Revolutionäre weinen, wenn sie töten.“
Panik über eine Gesellschaft im Abstieg
Tatsächlich vertreten die kleinen Haßtrompeter den Standpunkt, einen guten, weil reaktiven Haß als Antwort auf die rechte Bedrohung ihrer hohen Ideale einschließlich der Liebe zu propagieren. Auch das ist nichts Neues unterm geteilten Himmel.
Der Lyriker und Parteibarde Helmut Preißler hatte vor über fünfzig Jahren Jahren in dieselbe Kerbe geschlagen: „Aber der Haß/ ist der starke Bruder der Liebe/ (…) /Gut ist der Haß/( …) / gegen die Menschen, die / Not und Elend verschulden …“ 1989 guckten Leute wie Preißler sehr dumm aus der Wäsche. Zudem stellte sich heraus, daß er seit 1960 intensiv Kollegen bespitzelt hatte. Die letzte Leidenschaft, zu der die Bundesrepublik nach 70 Jahren ihrer Existenz anscheinend noch inspiriert und begeistert, ist der Rückfall in DDR-Stereotype.
Als Ausdruck eines Zeitgeistes sind solche Texte dennoch ernst zu nehmen. Aus ihnen spricht eine hohe Emotionalität, die mühsam zurückgestaute Panik über eine Gesellschaft im Abstieg. Weiterhin kennzeichnet sie eine eklatante Schwäche, die Unfähigkeit nämlich, sich dem Abstieg zu stellen: der Masseneinwanderung aus fremden Kulturräumen, der Demographie, dem Schwinden der inneren Sicherheit, der Erosion des Rechtsstaates, der Absenkung der Bildungsstandards, dem permanenten Abfluß kluger Köpfe im Tausch gegen Analphabeten, der Verluderung des öffentlichen Raums.
Stattdessen flüchten die Autoren sich in Halluzinationen über „rechten Haß“ als das Grundproblem unserer Epoche. Das ist zwar verrückt, doch weil sie sich mit der etablierten Politik darin einig sind, besitzt ihre Bürgerkriegsrhetorik das Potential, in offizielles staatliches Handeln übersetzt zu werden. Das macht sie so unheimlich und bedrohlich.

Quelle: "RETHORIK"
100 Jahre Krieg gegen Deutschland

Die Plünderung Deutschlands, also die „Befreiung“ von Volksvermögen, Industrie, Unmengen an Kunstgütern und nicht zuletzt von Deutschen selbst. Neben Abermillionen Nachkriegstoten auch diejenigen, die entführt und deportiert wurden – einerseits als Arbeitssklaven nach Sibirien, andrerseits als Wissenschaftler und Techniker, um den Fortschritt feindlicher Staaten anzustoßen.
Die Nürnberger Prozesse, wo Siegerjustiz und Rechtswillkür fern von internationalem Völker- oder Kriegsrecht darüber bestimmten, wem welche Schuld zukommt. Parteiische, befangene Richter trafen auf Angeklagte und Zeugen, die oft zuvor psychisch erpresst oder gefoltert wurden. Es gab kein Recht auf Berufung oder Revision, und Strafen – auch Todesstrafen – wurden sofort nach Urteilsverkündung vollstreckt. Dies alles wiegt umso schwerer unter dem Aspekt, dass auf eben diesen Urteilen die heutige Geschichtsschreibung beruht und als „offenkundig“ gilt.
Die BRD als „Staatsfragment“ – so bezeichnete sie der renommierte Staatsrechtler Carlo Schmid einst. Ein Staat hat völkerrechtlich notwendige Kriterien zu erfüllen, um als „Staat“ zu gelten. Doch erfüllt die Bundesrepublik die Kriterien Staatsgebiet, Staatsvolk, Staatsgewalt? Die Antwort mag Ihnen offensichtlich erscheinen, doch bei näherer, rechtlicher Betrachtung, hält die BRD offenbar keinem einzigen dieser Kriterien stand.
Mit der Ausgabe Nr. 29 lesen Sie 80 Seiten voller unbequemer Fragen und belegten Fakten zur deutschen Nachkriegsgeschichte, womit dann auch deutlich wird, dass „Befreiung“ bestenfalls euphemistisch verstanden werden kann.


In gegenwärtigen Rückblicken und Geschichtsdarstellungen wird seit einiger Zeit zunehmend von der «Befreiung» Deutschlands im Jahre 1945 gesprochen. Seitdem der 1985 amtierende Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Rede zum 40. Jahrestag des 8. Mai 1945 (Kapitulation der Wehrmacht) von diesem als einem «Tag der Befreiung» gesprochen hatte, hat sich diese Bezeichnung allmählich im kollektiven Bewusstsein verankert. Doch kann hier wirklich von einer «Befreiung» im Sinne von dem «Ende einer Fremdherrschaft» gesprochen werden? Neben der Tatsache, dass die Alliierten nach Kriegsende Millionen weitere, vollkommen vermeidbare deutsche Todesopfer – davon auch Millionen Zivilisten – billigend in Kauf nahmen, spricht auch die unrechtmässige Ausplünderung deutschen Besitzes, völkerrechtswidrige Siegerjustiz und staatsrechtlich äusserst fragwürdige Einschränkung der BRD-Souveränität nicht gerade für eine «Befreiung» der deutschen Bevölkerung.Beim 08. Mai 1945 vom Tag der Befreiung zu sprechen, ist, als wenn die Japaner die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki als Geschenke des Himmels bezeichnen würden, mit dem Unterschied, dass dabei deutlich weniger Menschen zu Tode kamen als die Millionen Deutschen in der Nachkriegszeit. Sicherlich trifft dieser Begriff auf die politisch, rassisch oder religiös Verfolgten zu, doch dass dieser Tag von vielen Deutschen, trotz der Millionen Toten und des unsäglichen Leids, als «Tag der Befreiung» angesehen wird, darf wohl als eine der grossen propagandistischen Leistungen der Siegermächte und der Mächte dahinter angesehen werden. Im ersten Teil dieser Trilogie «100 Jahre Krieg gegen Deutschland » haben wir Ihnen auf beinahe 100 Seiten quellenbasiert und ergänzt mit zahlreichen Zitaten dargelegt, wie Deutschland, zwecks seiner Vernichtung, zusammen mit anderen europäischen Völkern von elitären, meist britischen Kreisen in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, den Ersten Weltkrieg, getrieben wurde, wie Deutschland von den Siegermächten in Versailles dafür die alleinige Schuld diktiert wurde und wie es unter dem Joch dieses Versailler Diktats grösste Verluste an Menschenleben, Volksvermögen und Staatsgebieten hinnehmen musste.Dieses Unrecht, bezeichnet als Versailler Friedensvertrag, gilt – mittlerweile auch von Systemhistorikern anerkannt – als Nährboden und Ursprung für den bald darauffolgenden Zweiten Weltkrieg, für den wiederum Deutschland die alleinige Schuld gegeben wurde, und findet seine Fortsetzung in der «Befreiung Deutschlands», auf die wir in dieser Ausgabe etwas vertiefter eingehen werden: Gemäss der (eigentlich bereits vielsagenden) US-Besatzungsdirektive «Deutschland wird nicht besetzt werden zum Zwecke der Befreiung, sondern als eine besiegte Feindnation»haben die Besatzungstruppen auch gehandelt und dabei jegliches geltende Recht mit Füssen getreten. Wie im Blutrausch und gemäss Anordnung von oben wurde gemordet, gemeuchelt, vergewaltigt und vertrieben, wie man es sich schlimmer nicht vorstellen könnte. Nach dem Krieg verloren mehr Deutsche ihr Leben als während des Krieges – nach unabhängigen Schätzungen bis zu acht Millionen! Vier Millionen Menschen starben den (organisierten!) Hungertod, Millionen von Soldaten und Zivilisten wurden teils bis nach Sibirien zu jahrelanger, teils jahrzehntelanger Zwangsarbeit deportiert und versklavt, viele von ihnen überlebten die Strapazen nicht. Mehr als zwei Millionen Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt, dabei kamen etwa 240.000 zu Tode!Diese Aufzählung könnte beliebig fortgesetzt werden und kratzt nur an der Oberfläche der Fülle unendlichen menschlichen Leides und Schreckens, welches dem deutschen Volk von Seiten der «zivilisierten» Siegermächte nach(!) dem Krieg widerfahren ist. «Befreit» wurde Deutschland jedoch nicht nur von unzähligen Menschenleben und rund einem Drittel seiner (bis heute völkerrechtlich nach wie vor anerkannten!) Staatsfläche, sondern ebenfalls und gegen jegliches Völker- und Kriegsrecht verstossend, von seinem Vermögen, seiner Industrie, seinem technischen Fortschritt, Patenten, Intelligenz, Kunst- und Kulturgütern, «befreit» von allem, was geraubt und geplündert werden konnte! Der dabei entstandene Schaden ist kaum zu beziffern und geht inflationsbereinigt selbst bei vorsichtigen Schätzungen in die zweistelligen Billionen resp. mehr als 10.000 Milliarden Euro! Bei all dem nachträglichen Unrecht an der deutschen Bevölkerung so undifferenziert von «Befreiung » zu sprechen, macht nur noch sprachlos. Gleichzeitig deutet dieser (und viele weitere Umstände) aber auch eindrücklich darauf hin, wie vollumfänglich manipuliert das deutsche Volk resp. dessen Überreste heute sind und dass die deutschen Regierungen und Parteien von links bis rechts eben nicht in dessen Interesse und Auftrag handeln!
Die Ursprünge dafür lassen sich in den beiden anderen Themenblöcken dieser Ausgabe vermuten – den Nürnberger Prozessen und der Gründung der BRD: Zum einen gelten die Nürnberger Prozesse als Ausgangspunkt einer Erfolgsgeschichte des internationalen Rechts, zum anderen bilden sie die Grundlage für das «dunkelste Kapitel» der deutschen Geschichtsschreibung. Beides erstaunt, führt man sich all die bei den Prozessen sträflichst missachteten Rechtsgrundsätze, zusammen mit den Worten von US-Hauptanklägers Robert H. Jackson vom 26. Juli 1946, vor Augen, die da lauteten: «Die Alliierten befinden sich technisch immer noch in einem Kriegszustand mit Deutschland, obwohl die politischen und militärischen Einrichtungen des Feindes zusammengebrochen sind. Als ein Militärgerichtshof stellt dieser Gerichtshof eine Fortsetzung der Kriegsanstrengungen der alliierten Nationen dar». Man neigt unweigerlich dazu, an Schauprozesse, Willkür- und Siegerjustiz zu denken und erinnert sich an Bertolt Brechts Worte: «Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.» Wenn also dieser Militärgerichtshof trotz Kriegsende laut Jackson «eine Fortsetzung der Kriegsanstrengungen der alliierten Nationen» darstellt, wann wurden diese Kriegshandlungen dann beendet? Oder wurden sie es gar nie? Vieles deutet jedenfalls auf die Fortführung dieses Krieges ohne Waffen hin, was wir im dritten Teil dieser Reihe noch umfangreich ausführen werden! Ein Friedensvertrag beispielsweise fehlt bis heute, und in der UNO wird Deutschland nach wie vor als Feindstaat aufgeführt! Auch wurde laut Carlo Schmid, dem «Vater» des Grundgesetzes, die Bundesrepublik Deutschland auf einem Teil des Gebietes des Deutschen Reichs eben «nicht als Staat errichtet» sondern als «Staatsfragment», welches «die Möglichkeit gibt, gewisser Notstände Herr zu werden», und zwar mit einer Organisation «die geeignet ist, den praktischen Bedürfnissen der inneren Ordnung eines Gebietes gerecht zu werden».
Unzählige Hinweise deuten darauf hin, dass die Bundesrepublik Deutschland ein reines Besatzungskonstrukt ist und den Kriterien eines legitimen Staates mit hoheitlicher Staatsgewalt, einem Staatsvolk und einem Staatsgebiet nicht standhält. Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist die BRD jedenfalls «NICHT Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches» (Hervorhebung durch Autor), da dieses «den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch die Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die Alliierten noch später untergegangen ist; es besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation nicht handlungsfähig ».
Würde dies den fehlenden Friedensvertrag erklären und die Feindstaatenklausel in der UNO, da Frieden ja nur mit einem bisherigen Feind, dem nach wie vor existierenden, jedoch «nicht handlungsfähigen » Deutschen Reich geschlossen werden müsste, welches nach offiziellem Narrativ seitens Politik, Medien und Wissenschaft jedoch längst untergegangen ist? Liebe Leser, die Lüge wird unsichtbar, wenn sie, über Generationen gewachsen, kultiviert, gestützt und verteidigt, genügend grosse Ausmasse angenommen hat und von allen Vertrauensinstitutionen einer Gesellschaft im Gleichklang verlautbart wird. Doch mit jeder neuen Erkenntnis erscheint ein weiterer Mosaikstein eines gewaltigen wie auch unheimlichen Bildes, welches in seinem wahren Ausmass jegliche Vorstellungskraft zu sprengen scheint. Selbst mit 12 Ausgaben zu diesem Thema «100 Jahre Krieg gegen Deutschland» würden wir nach wie vor nur an der Oberfläche kratzen.

Quelle: "100_JAHRE_KRIEG"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 24.11.2019 18:00:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 24.11.2019 18:00
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