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"Verschwörung"

"Verschwörung"

17.05.2020 17:52

Der globalistisch-„progressive“ Milliardär George Soros erklärte am 11. Mai, dass die Coronavirus-Pandemie die Krise sei, auf die er während seiner gesamten Lebenszeit gewartet habe und die eine unter anderen Umständen unvorstellbare gesellschaftliche Revolution ermöglichte.
In der Zeit nach der Pandemie sei in seinen Augen nur eines sicher: Es würde keine Rückkehr in die Welt zuvor geben. Was den Rest betreffe, nämlich die Form, die Staaten und Allianzen annehmen würden, so sei dies ein Rätsel, das noch entdeckt werden müsse.
„Schon bevor diese Pandemie die Welt traf, war mir klar, dass wir in revolutionären Zeiten lebten, in denen das, was in normalen Zeiten unmöglich oder sogar unvorstellbar schien, nicht nur möglich, sondern eine absolute Notwendigkeit wird“, erklärte er in kryptischer Form in einem Interview mit der Zeitschrift „Project Syndicate“, bei der er selbst regelmäßig punliziert.
In Frankreich hatte Emmanuel Macron am Tag der Ankündigung der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen fast genau dieselben Worte verwendet und man kann nur die frappante Ähnlichkeit zwischen beiden Aussagen feststellen, die offenbar aus derselben Denkschule stammen.
"Der Westen möchte mit aller Gewalt an der These festhalten, dass das Carona Virus nur von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Den wahren “ Erzeuger“ dieser Pantemie möchte man verschleiern. In der letzten Zeit vermehren sich die Anzeichen, dass dem nicht so ist. Bei vielen Corona infiszierten Personen ist Ansteckungskette und die Herkunft des Virus rätselhaft. Anscheinend ist der Erreger auch durch andere Umstände übertragbar. Die Hinweise, dass das Cor. Vir. auch durch Aerosole in der Umluft verbreitet wird, verdichten sich immer mehr (Corona Partikeln).
Die Protagonisten haben zumeist immer wieder eine Ausrede parat. Wahrscheinlich verbreitet sich das Virus auch durch Windströmungen in der Luft." (Bürger für Bürger)
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Georges Soros: Das Coronavirus, eine existenzielle Krise

Auffällig ist auch die überraschende Gabe der Prophetie, die den beiden Männern gegeben zu sein scheint. Man hat den Eindruck, als ob hier ein Buch oder Szenario vom Ende her gelesen würde…
Was schließlich fasziniert, ist der apokalyptische und messianische Ton, in dem von einer neuen Welt die Rede ist, die nach dem Sprung in das große Schwarze Loch aus den Trümmern der alten geboren werden soll. Und hierin erkennen wir, wie unsere lieben Globalisten, die sich in ihren großen Schuhen so subtil fühlen, uns wieder zu ihrer berühmten „ordo ab chao“-Theorie zurückbringen.
Soros fuhr fort:
„Dann kam COVID-19, das das Leben der Menschen völlig veränderte und bedeutende Verhaltensänderungen erforderlich machte. Dies ist ein beispielloses Ereignis, das in dieser Kombination zuvor wahrscheinlich noch nie stattgefunden hat. Und es stellt wirklich das Überleben unserer Kultur in Frage.“

Soros hatte den Zweiten Weltkrieg in seiner Jugend erlebt. Und die Welt hatte schon Pandemien durchgemacht, die weitaus tödlicher waren als diejenige von COVID-19, wie etwa die spanische Grippe. Dennoch sei ihm zufolge die gegenwärtige Krise mit keiner anderen zuvor vergleichbar:
„Wir lernen sehr schnell und wissen jetzt viel mehr über das Virus als bei seinem ersten Auftreten, aber wir schießen sozusagen auf ein sich bewegendes Ziel, weil das Virus selbst schnelle Mutationen durchläuft.“
Und doch ist nichts von unserem Wissen sicher. Spitzenwissenschaftler, die im Internet systematisch zensiert werden, sagen, dass es ungenau sei, von Mutationen des Virus zu sprechen, da noch nie ein Virus richtig identifiziert wurde; es gebe vielmehr nur unterschiedliche Pathologien oder Syndrome, für die man aus Gründen des politischen Opportunismus den Namen COVID-19 gefunden habe.

Soros schätzte, dass die Entwicklung eines Impfstoffs lange dauern würde. Und selbst nach der Entwicklung eines solchen wären wir gezwungen, ihn jedes Jahr zu ändern, „weil sich das Virus höchstwahrscheinlich ändern wird.“ Dasselbe sei alljährlich beim Grippeimpfstoff der Fall“, fügte er hinzu.
Zugegeben, aber der Unterschied besteht doch darin, dass nicht jedes Mal der gesamte Planet lahmgelegt wird, wenn die Grippe wütet. Was ist, wenn das schreckliche COVID-19-Virus im nächsten Winter zurückkehrt? Wird es dann erneut notwendig sein, alle Staaten in völligen Stillstand zu versetzen? Oder wird jemand endlich die Idee haben, die Zahlen von INSEE oder WHO zu vergleichen, um festzustellen, dass sie sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert haben? Und dass das einzige, was sich gegenüber früher geändert hat, die brutale und exhibitionistische Inszenierung menschlicher Dramen mit einer schamlosen Instrumentierung des Todes und des Leidens der Opfer und ihrer Familien war?
Georges Soros sieht in dieser Krise die Möglichkeit, die Menschen nach Überwindung ihrer Ängste und Rückzugsreflexe stärker zusammenzuschweißen und die Nationalstaaten zu überwinden.
Vor allem Europa als „unvollständige Union“ wäre nach der Krise umso anfälliger für seine Pläne.
Gibt es noch jemanden, der die Geschichte von den Fledermäusen glaubt? Diese Fledermäuse, sind das nicht vielmehr George Soros und seine globalistischen Gefolgsleute?

Quelle: "CORONA_SOROS"
Über Verschwörungstheorien und solche, die keine sind (von Thomas Bargatzky)

In der Coronakrise werden Menschen, die die amtlichen Bewertungen und die Lockdown-Entscheidungen kritisch sehen, als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert.
Im Zeichen der Corona-Krise regt sich mehr und mehr der Widerstand gegen die staatlichen Maßnahmen zur Begrenzung der Pandemie. Dabei werden von manchen Kritikern teilweise phantastisch anmutende Behauptungen über die möglichen Absichten finanzkräftiger Akteure vertreten, die die Pandemie zur Durchsetzung eigener Interessen missbrauchen wollen, beispielsweise um die Demokratie abzuschaffen oder die Weltbevölkerung zu dezimieren, und anderes mehr. Seitens der Regierenden und der Leitmedien begegnet man dergleichen mit dem Vorwurf, dies seien „Verschwörungstheorien“, man warnt die Bürger vor „fake news“ und übt Druck auf soziale Medien aus, die die Verbreitung solcher Nachrichten verhindern sollen. Dies erregt wiederum den Verdacht, jeder Kritiker des Handelns der Behörden und der Regierung solle von vornherein als „rechter Verschwörungstheoretiker“ denunziert und mundtot gemacht werden. Ein Teufelskreis, aus dem es, so scheint es, kaum ein Entrinnen gibt.
Es ist daher notwendig, der Hysterie auf beiden Seiten entgegenzutreten und den Begriff Verschwörungstheorie auf den Prüfstand zu stellen. Dazu sollen im folgenden Abschnitt drei Szenarien vorgestellt werden, die das Zeug dazu haben, als „krude Verschwörungstheorien“ durchzugehen – wenn man es nicht besser wüsste. Diese Beispiele sollen als Warnung vor der allzu leichtfertigen und mittlerweile inflationären Verwendung des Begriffs Verschwörungstheorie dienen, da sie zeigen, dass die Wirklichkeit mitunter schlimmer ist, als es die Phantasie von „Verschwörungstheoretikern“ zulässt. Im darauffolgenden Abschnitt wird dargestellt, woran man echte Verschwörungstheorien erkennen kann und worin sie sich von dem völlig legitimen Versuch unterscheiden, hinter bestimmten Entscheidungen nach den Interessen von politischen und wirtschaftlichen Akteuren zu suchen.
Schlimmer als es die Phantasie erlaubt: Beispiele für „Verschwörungstheorien“, die keine sind
In amerikanischen Städten solle eine Terrorkampagne mit Bombenexplosionen gestartet werden, für die man Kuba verantwortlichen machen würde. Geheime US-Kräfte sollen „Kubaner spielen“ und ein amerikanisches Schiff in kubanischen Gewässern versenken. Die US-Basis Guantanamo solle von solchen Kubaner-Darstellern angegriffen und ein amerikanisches Flugzeug von ihnen in Brand gesetzt werden. Über Kuba könne ein US-Verkehrsflugzeug abgeschossen werden, dessen Passagiere und Besatzung aus eingeschworenen US-Loyalisten zuvor auf einer US-Basis insgeheim das Flugzeug verlassen würden. Anschließend solle eine unbemannte Drohne, als Verkehrsflugzeug getarnt, nach Kuba geflogen werden, wo es über dem kubanischen Luftraum abgeschossen würde. Näherten sich kubanische Schiffe und Flugzeuge den Orten solcher Geschehnisse, dann könne dies als weiterer Beweis für kubanische Urheberschaft verkündet werden. Fiktive Listen mit den Namen der Todesopfer sollen in den USA veröffentlicht werden, um im Lande den Zorn gegen die kommunistische kubanische Führung zu entfachen und einen Krieg gegen Kuba anzetteln zu können. „Vergeltungsschläge“ gegen Kuba sollen vor dem heimischen Publikum auf diese Weise rechtfertigt werden.

Das alles haben keine paranoiden anti-amerikanischen „Verschwörungstheoretiker“ ersonnen, es entstammt auch keinem überdrehten Polit-Thriller, sondern man kann es in einem ehemals geheimen Memorandum namens „Operation Northwoods“ nachlesen. Es entstand Jahre 1962 unter der Federführung des damaligen Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte der USA (Joint Chiefs of Staff), General Lyman Lemnitzer.[2] Wer sich einen Eindruck von der pervertierten Phantasie „Kalter Krieger“ jener Tage verschaffen möchte, die auch bereit waren, das Leben amerikanischer Bürger im Dienst der „guten Sache“ zu opfern, sollte diese im Internet zugängliche Anleitung zur Durchführung von Täuschungsmanövern (false flag operations) unbedingt selbst lesen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden unter Leitung der CIA durch das sogenannte „Office for Policy Coordination“ (OPC) geheime Kampfgruppen bzw. „stay-behind“-Gruppen in Europa geschaffen, mit deren Hilfe im Falle der Besetzung Westeuropas durch sowjetische Armeen Sabotageakte verübt werden sollten. Die italienische Komponente dieser Strategie wurde unter dem Stichwort „Operation Gladio“ bekannt und „Gladio“ wurde zum Synonym für diese Kampfgruppen auch außerhalb Italiens. Inwieweit Geheimdienstkreise in Italien und anderen europäischen Staaten auf solche Gruppen zurückgriffen, um durch Terror-Anschläge ein Klima der Unsicherheit zu schaffen, ist seit den 1990er Jahren Gegenstand anhaltender verstörender Kontroversen. Italien sollte jedenfalls davon abgehalten werden, politisch mehr nach Links zu rücken. Für die Bombenanschläge auf die Landwirtschaftsbank am 12. Dezember 1969 an Mailands Piazza Fontana mit siebzehn Toten und auf den Hauptbahnhof von Bologna am 2. August 1980 mit 85 Toten wurden anfänglich linksextreme Anarchisten verantwortlich gemacht, sie wurden aber von Rechtsextremisten begangen. Ob und inwieweit die CIA involviert war, bleibt kontrovers. Angriffe vom 11. September 2001 in New York und Washington, für die man das Terroristen-Netzwerk al-Qaeda verantwortlich macht. Sie galten als überzeugender Beweis für die Bedrohung, die ganz allgemein vom Nahen Osten für die westliche Welt und insbesondere für die USA ausgehe. Der zweite Irak-Krieg, der am 19. März 2003 begann, wurde mit der Begründung geführt, Iraks Präsident Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen und stünde mit al-Qaeda in Verbindung.

Um die Terrorangriffe auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 rankt sich eine Vielzahl von teilweise phantastisch anmutenden Theorien, die man gut und gerne als Verschwörungstheorien bezeichnen kann, aber oft werden auch Tatsachen ins Feld geführt, die wirklich verstörend sind. Schon bald nach dem Beginn des Irak-Krieges wurde ja bekannt, dass die US-Regierung in diesen Angriffen eine willkommene Gelegenheit sah, den Krieg gegenüber der Öffentlichkeit mit dem Verweis auf die angebliche Verbindung zwischen Saddam Hussein und al-Qaeda zu begründen.
Nichts davon ist richtig, wie sich schon recht bald herausstellte. Die Bush-Regierung alarmierte nach 9/11 zwar nahezu tagtäglich den Rest der Welt mit Nachrichten über irakische Massenvernichtungswaffen und begründete damit die Notwendigkeit eines Präventivkriegs, aber schon im September 2002 wurde bekannt, dass keine entsprechenden Geheimdiensterkenntnisse vorlägen und dass die CIA bereits zwei Jahre lang keinen Bericht über den Stand der Bewaffnung der irakischen Armee vorgelegt hatte. Dennoch wurde schon bald über Pläne für die Schaffung eines „neuen Nahen Ostens“ in den amerikanischen Leitmedien diskutiert. Auch die Notwendigkeit eines weltweit zu führenden „Krieges gegen den Terror“ ließ sich mit dem Verweis auf die Terrorattacken legitimieren. Kein Wunder, dass alsbald Vermutungen ins Kraut schossen, die Regierung selbst sei in diese Attacken verwickelt oder sei vorab über sie informiert worden.
Ich werde mich an diesen Spekulationen nicht beteiligen. Trotz der vielen Ungereimtheiten, die im Verlauf der Untersuchungen zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zutage traten und über die man sich im Internet leicht informieren kann, ist das Dickicht der Behauptungen und Gegenbehauptungen so groß, dass der Versuch zu viel Zeit und Energie erfordern würde, hier zu einer Klärung zu gelangen. Was tatsächlich zweifelsfrei nachgewiesen werden kann ist, dass die Terrorattacken der Regierung des Präsidenten George W. Bush gelegen kamen, um den Angriffskrieg gegen den Irak vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen. Der 11. September war für die Regierung nur der Anlass, einen schon seit längerem geplanten Krieg gegen den Irak zu führen und die Militärmaschine der USA in den global zu führenden „Krieg gegen den Terror“ einzuspannen. Das ist schlimm genug, und es ist keine „Verschwörungstheorie“. Aber Kritiker, die die Rechtmäßigkeit des Krieges der Regierung Bush Junior bezweifelten, wurden gerne zunächst als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet, bis die wahren Gründe für den Bush-Krieg gegen den Irak so deutlich und gut dokumentiert vor aller Augen lagen, dass sich dieser Vorwurf nicht mehr aufrechterhalten ließ.
Diese Beispiele zeigen, dass man besser vorsichtig sein sollte und erst einmal nachdenkt, bevor man jemanden als „Verschwörungstheoretiker“ abqualifiziert oder bestimmte Erklärungen von vornherein als „Verschwörungstheorien“ abtut, bevor man sie überhaupt geprüft hat. Es könnte sein, dass sie sich irgendwann als wahr herausstellen. Wie steht es beispielsweise um die entsetzlichen Anschläge auf Schulen, Kinos, Einkaufszentren, Diskotheken etc., die immer wieder in den USA geschehen? Wer kann jene Amerikaner nicht verstehen, die hinter solchen Ereignissen sinistre Machenschaften vermuten, durch die die Zustimmung der US-Bürger für irgendwelche gewalttätigen Aktionen der Regierung im Ausland gewonnen werden soll? Dies macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit dem Begriff Verschwörungstheorie nötig ist, wenn wir bestimmte Regierungsmaßnahmen kritisieren und hinter ihnen andere Absichten vermuten, als in den offiziellen Begründungen zum Ausdruck kommen. Im folgenden Abschnitt wird der Begriff Verschwörungstheorie genauer untersucht und dargelegt, wo seine Anwendung berechtigt und sinnvoll ist und wo nicht.
Verschwörungstheorien und die Aufdeckung von Interessen
Nehmen wir die gegenwärtige „Flüchtlingskrise“ in Europa als Beispiel und stellen wir die Frage: Gibt es hinter dem nach einigem Nachdenken für jedermann sichtbaren und nachvollziehbaren Szenarium der Ursachen und Wirkungen zwischen amerikanischer Staatenzerstörung in Nordafrika und Nahost und der Welle der Einwanderungen nach Europa eine Absicht? Entfaltet sich die Tragödie von Krieg, Staatenzerstörung, Flucht, neuer Völkerwanderung und neuen Kriegen wirklich wie eine Naturkatastrophe mit gleichsam schicksalhafter Zwangsläufigkeit oder stehen bestimmte Absichten und Interessen dahinter?[9] Wer so fragt, gerät schnell in den Verdacht, Verschwörungstheorien aufzusitzen. Ja man gewinnt den Eindruck, dass die Kritik am Dominanzstreben der US-amerikanischen Neokonservativen gleichsam reflexartig den Vorwurf nach sich zieht, eine „Verschwörungstheorie“ zu sein.

Es handelt sich dabei um eine Immunisierungsstrategie gegenüber Kritikern des Regierungshandelns, die spätestens seit der Ermordung des Präsidenten John F. Kennedy im Jahre 1963 eingeübt wurde. Der Bericht der Untersuchungskommission unter dem Obersten Richter Earl Warren, der von Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson eingesetzt wurde, stieß von Anfang an auf Skepsis, insbesondere was die Einzeltäterschaft Lee Harvey Oswalds angeht. Seitens der Regierung bezeichnete man im Gegenzug jene, die sich mit dem offiziell verkündeten Befund der Warren-Kommission nicht zufriedengeben wollten, als Verbreiter von „Verschwörungstheorien“, da sie Regierung und Sicherheitsdiensten einer „Verschwörung“ zum Vertuschen der Wahrheit bezichtigten. Die Möglichkeit, dass dies tatsächlich so sein könnte, wurde von vornherein als nicht diskussionswürdig hingestellt. Kritiker wurden bewusst als „Verschwörungstheoretiker“ in die Nähe von Spinnern, Paranoikern und Kommunisten gerückt, mit der Absicht, sie zu diskreditieren und mundtot zu machen.
Was aber ist eine Verschwörungstheorie? Sogenannte „Verschwörungen“ sind zunächst einmal völlig normale und alltägliche Handlungen, nämlich Verabredungen von Personen zu einem bestimmten Zweck, beispielsweise, um sich Vorteile zu verschaffen. Sie sind ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens und wir tun gut daran, mit ihnen zu rechnen. Wenn beispielsweise bei Jahrmärkten die Imbissbuden auf dem Marktplatz ihre Preise anheben, dann dürfen wir eine entsprechende Absprache der Betreiber unterstellen. Wer dies tut, ist ein Realist, er ist weder Nazi, Rechts oder Kommunist, noch ist er ein Spinner oder Paranoiker und auch kein Verschwörungstheoretiker. Ebenso realistisch ist es, Politikern, Bankiers, Wirtschaftskapitänen und hochrangigen Militärs gemeinsame Interessen zu unterstellen. Wenn sich die „Bilderberger“ treffen, ist die Vermutung legitim, dass es den Teilnehmern nicht nur darum geht, sich gegenseitig nach dem Wohl der Familien oder den Fortschritten der Kinder bei der Hausmusik zu erkundigen. Und es ist legitim, nach den möglichen Auswirkungen ihres Handelns zu fragen und darüber Vermutungen anzustellen. Der ernste Spaßmacher Michael Moore sagt: „Ich kümmere mich nicht um Verschwörungstheorien, nur um solche, die wahr sind“.
Echte Verschwörungstheorien begnügen sich jedoch nicht damit, Interessen zu unterstellen oder sie gar nachzuweisen, sondern sie gehen von einer methodisch fragwürdigen und historisch unhaltbaren Prämisse aus: dem sogenannten „funktionalistischen Fehlschluss“. Sie erklären eine gegenwärtige komplexe historische Gesamtlage als das genaue Ergebnis einer Absicht von Akteuren in der Vergangenheit. Die soziale Wirklichkeit ist aber viel zu kompliziert, um die Verwirklichung von Gesamtlagen genau im Sinne der Absichten bestimmter Akteure möglich zu machen. Daher haben Handlungen immer unvorhergesehene Folgen. Man muss also stets zwischen den Absichten einer Handlung und den möglicherweise völlig verschiedenen Folgen von Handlungen unterscheiden. Michail Gorbatschow hatte nicht die Absicht, durch „Glasnost“ und „Perestroika“ die Sowjetunion zu zerstören, sondern er wollte sie reformieren, stabilisieren und zukunftsfähig machen. All dies blenden jene aus, die echte Verschwörungstheorien vertreten und beispielsweise behaupten, Gorbatschow sei in Wirklichkeit ein Agent der CIA und Israels gewesen und habe die Sowjetunion in deren Auftrag durch Glasnost und Perestroika zerstört. Echte Verschwörungstheorien ignorieren also die potentiell unbeabsichtigten Folgen von Handlungsabsichten.
Um noch ein trivialeres Beispiel anzuführen: Sollte es tatsächlich die Absicht der Hersteller von Personal-Computern gewesen sein, den Papierverbrauch einzuschränken und dadurch den Wald und das Weltklima zu schützen, so ist dies gründlich schiefgegangen. Der Papierverbrauch ist durch den Einsatz des PCs noch gestiegen, weil man sich Dokumente, Artikel etc. ausdruckt. Dies sollte man übrigens auch tun, wenn man z.B. als Wissenschaftler oder Journalist auf solche Informationen zurückgreifen möchte, da stets damit zu rechnen ist, dass die entsprechenden Dokumente gelöscht oder die Netzseiten gesperrt werden.
Potentielle Kandidaten für den Verdacht, Verschwörungstheorien zu sein, sind auch bestimmte Theorien, die nicht historische Gesamtlagen, sondern konkrete Einzelereignisse auf die Absichten bestimmter Akteure zurückführen. Wer stand beispielsweise hinter den zahlreichen Attentatsversuchen gegen Frankreichs Staatspräsidenten Charles de Gaulle? Bestand eine Beziehung zu seiner Entscheidung, Frankreich 1966 aus der militärischen Kommandostruktur der NATO zurückzuziehen? War der Flugzeugabsturz, bei dem der italienische Manager Enrico Mattei am 27. Oktober 1962 umkam, wirklich nur ein Unfall oder hatten große internationale Ölfirmen ihre Hand im Spiel? Immerhin verdarb ihnen Mattei, der damals an der Spitze der staatlichen italienischen Ölgesellschaft ENI stand, durch günstige Preisvereinbarungen das Geschäft. Wessen Interessen diente die Ermordung Aldo Moros? Moro, damals Präsident der italienischen Christdemokraten, wurde 1978 von den Roten Brigaden entführt und ermordet. Mitten im Kalten Krieg strebte er den „Historischen Kompromiss“ an, die Regierungsbeteiligung der italienischen Kommunistischen Partei, die mit Moskau gebrochen hatte und einen „Eurokommunismus“ schaffen wollte. Man darf mit Sicherheit davon ausgehen, dass weder Moskau noch Washington oder die innerparteilichen Gegner Moros am Erfolg dieses Experiments interessiert waren. Es ist plausibel, bis das Gegenteil bewiesen ist, hinter solchen Ereignissen bestimmte Interessen zu vermuten und zu versuchen, diese zu identifizieren. Wer dies tut, ist kein Verschwörungstheoretiker.
Die Bannwarte haben wieder Konjunktur

Eines sollte klar sein: Das Aufdecken der Fakten und Interessen hinter einer Verschwörung ist kein Verbreiten von Verschwörungstheorien. Da nicht nur die Betreiber von Bratwurstbuden gemeinsame Interessen haben, sondern auch Politiker, hohe Militärs, Bankiers oder Konzernchefs, ist es legitim, hinter bestimmten historischen Ereignissen oder gar Gesamtlagen das Wirken ihrer Interessen zu unterstellen. Und es ist in unser aller Interesse geboten, diese Interessen zu identifizieren, da sie für unser Leben, unsere Sicherheit und die Lebenschancen unserer Kinder folgenreicher sind als ein überhöhter Preis für ein Paar Bratwürste.
Der Psychologe Rainer Mausfeld, der sich durch seine Vorträge über die verdeckte Rolle von Machteliten in unserer Gesellschaft unbeliebt gemacht hat, wird – wie könnte es anders sein? – in dem Wikipedia-Artikel zu seiner Person in die Reihen der „Verschwörungstheoretiker“ eingeordnet. In einem Interview der Netz-Zeitung „Telepolis“ nennt er den Begriff Verschwörungstheorie treffend einen „politischen Kampfbegriff“. Dieser Kampfbegriff, so Mausfeld, „ist jenseits einiger oberflächlich-deskriptiver Aspekte ohne jede ernsthafte intellektuelle Substanz und erschöpft sich weitgehend in seiner ideologischen Verwendung als Diffamierungsbegriff. Das hat freilich den Vorteil, dass sich die intellektuellen und journalistischen Bannwarte der Macht leicht daran erkennen lassen, dass sie großzügigen Gebrauch von ihm und anderem staatlich anerkannten Diffamierungsvokabular machen“.
Im Verlauf der Corona-Krise haben die „Bannwarte“ wiederum Konjunktur. Die „Obrigkeit“ und die ihr dienenden Medien und Organisationen schlagen verbal immer wilder um sich. Dass sie Menschen, die die amtlichen Bewertungen der Corona-Krise und die Lockdown-Entscheidungen von Bund und Ländern kritisch sehen, als „Verschwörungstheoretiker“ gleich noch mit „Anhängern der Pegida-Bewegung“, „Neonazis“, „Freigeistern“, „Geistfreien“, „Reichsbürgern“, „Rechtsradikalen“, „Antisemiten“ und „Impfgegnern“ in einen Topf werfen, spricht nicht für ihre „intellektuelle Substanz“. Es ist auch kontraproduktiv, denn warum sollten die auf solch üble Weise Beschimpften den Regierenden und ihren Maßnahmen noch Vertrauen entgegenbringen, auch solchen, die vernünftig und sachgerecht sind? Wer zu solchen verbalen Keulen greift, muss sich seiner Sache (und seiner Wählerstimmen) sehr sicher sein – oder eben nicht mehr sicher und aus diesem Grund an der verbalen Eskalationsschraube drehen. Wie dem auch sei, wenn es so weitergeht, wird bald der „Punkt ohne Wiederkehr“ überschritten werden und das Zusammenleben im Gemeinwesen irreparablen Schaden nehmen. Er dürfte um ein Vielfaches größer und nachhaltiger sein, als echte Verschwörungstheoretiker ihn jemals anrichten können.

Quelle: "CORONA_Verschwörung"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 17.05.2020 17:52:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 17.05.2020 17:52
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