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"CORONA_GRETA"

"CORONA_GRETA"

24.10.2020 19:38

Seit nunmehr 10 Monaten werden 83 Millionen Bürger dieses Landes durch die Corona-Zwangsmaßnahmen drangsaliert. Über 60 verhängte Einschränkungen haben Gerichte deutschlandweit per sofortiger Verfügung wieder aufgehoben. Diese seien schlicht »rechts- und verfassungswidrig«, so lauteten die Urteile. Um den Anschein eines demokratischen Rechtsstaates zu wahren, wird seit Monaten eine perfide Angstkampagne betrieben, die regelrecht Panik verbreitet und dazu die durch PCR-Tests festgestellte Anzahl der »Infizierten« benutzt. Doch diese Testergebnisse werden nicht vollständig kommuniziert, wichtige Erkenntnisse werden den Betroffenen und der Bevölkerung verschwiegen. Die Quarantäne-Pflicht beispielsweise hätte nach den vorliegenden vollständigen Testergebnissen niemals verhängt werden dürfen. Ausgangssperren, Maskenpflicht, Berufsverbote, Reisebeschränkungen, Quarantäne, Zensur und Denunziation sind seit Monaten Teil der Repressionen im neu installierten Corona-Staat. Der Bundestagsvizepräsident Kubicki fordert aktuell, was ich bereits seit Monaten, auch in meinem Buch Vorsicht Diktatur!, eingefordert habe. Einem regierungskritischen Journalisten wird das, was Monate später nun endlich auch ein Bundestagsvizepräsident anprangert, jedoch als Verschwörungstheorie ausgelegt. So darf laut Grundgesetz weder das Parlament, noch die demokratische Gewaltenteilung permanent ausgehebelt und vorsätzlich übergangen werden. »Wenn wir als Parlament unsere Aufgabe jetzt nicht wahrnehmen, dann hat die Demokratie einen dauerhaften Schaden. (v. Stefan Schubert)
"Seit der Corona-Krise, die gezielt durch Politik und Medien mit einer perfiden Angst-und Panikkampagne befeuert wird, scheint die Kanzlerin ihrer sozialistischen Agenda vollkommen freien Lauf zu lassen. (v. Stefan Schubert)
"Reiseverbote, selbst innerhalb Deutschlands, die sogenannten Beherbergungsverbote, Aufrufe zur Denunziation von Mitbürgern und eine permanente Diffamierung und Kriminalisierung von Oppositionellen und Kritikern, als Covidioten, Rechtsextreme oder Verschwörungstheoretiker sind mittlerweile ein gängiges Machtinstrument der Bundesregierung und ihrer regierungskonformen Medien geworden.
Gelernt ist gelernt, kann man da als Zyniker nur gehaltvoll anerkennen – in dieser Thematik macht der ausgebildeten FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, Angela Merkel, wohl niemand etwas vor. Dass Merkel ein tragendes Mitglied der SED-Diktatur war, was Merkel bestreitet, haben Historiker und Zeitzeugen längst belegt. Auf n-tv.de heißt es in dem Artikel DDR-Vergangenheit holt Merkel ein".
rjh


Wie Politik und Medien die ganze Wahrheit über Corona-Tests verschweigen


Es ist die Aufgabe des Parlaments, wesentliche Entscheidungen zu treffen, und nicht die Aufgabe von Regierungsmitgliedern«, lautet der eindringliche Warnruf von Kubicki.
Corona-Diktatur droht dauerhaft installiert zu werden
Auch der Präsident des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz, Lars Brocker, fährt schwere Geschütze auf und wirft der Bundesregierung die Installierung eines »Corona-Sonderrechtsregimes« vor.
Dass die Politikelite, wie eine Frau Merkel, ein Herr Söder oder ein Herr Spahn, sich dieser fundamentalen Kritik verweigert und ihr antidemokratisches Wirken trotzdem immer weiter vorantreibt, belegt auch der geplante Ausbau der Sonderrechte für Jens Spahn. Auch dies soll am Parlament vorbei beschlossen werden. Am Wochenende war durchgesickert, dass das Bundesgesundheitsministerium im Eilverfahren die Sonderrechte für Spahn über den 31. März 2021 hinaus verlängern und zudem noch ausbauen will. Dazu soll eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes Spahn dazu ermächtigen, eigenverantwortlich Verordnungen zu erlassen, »soweit dies zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist«, heißt es in dem Entwurf.
0,05 Prozent »Infizierte« klingt nicht dramatisch genug
Als Rechtfertigung für diesen totalitären Corona-Staat führen Politik und Medien vornehmlich den sogenannten Inzidenzwert an. Wenn »50 von 100 000« Einwohnern positiv auf Corona getestet werden, erklärt die Politik das Gebiet kurzerhand zum Risikogebiet und verhängt weitreichende Zwangsmaßnahmen. Die Grenze des Inzidenzwertes 50 ist recht willkürlich von der Politik festgelegt worden, eine wissenschaftliche Rechtfertigung dafür ist nicht bekannt. Dass dieser Wert nun auch immer öfter auf 35 herabgesetzt wird, ist rational nicht mehr nachvollziehbar, sondern scheint eher dem Ego der Politik geschuldet zu sein.
Die wenigsten Bürger haben sich wahrscheinlich bewusst gemacht, was 50 von 100 000 in der Realität bedeutet. Dieser Wert der »Corona-Positiven« beläuft sich nämlich auf 0,05 Prozent – in einem sogenannten Risikogebiet. Stellen Sie sich einmal vor, in der mit apokalyptischer Freude verbreiteten Schlagzeile »Hamburg hat bei den Corona-Neuinfektionen eine kritische Marke überschritten: Der Inzidenzwert überstieg am Montag die Grenze von 50. Jetzt drohen weitere Einschränkungen« würde anstatt der 50 der Wert von 0,05 Prozent stehen.
Die verbreitete Panik von Politik und Medien würde sich umgehend selbst entlarven und der Lächerlichkeit preisgeben.
Nun nähern wir uns dem entscheidenden Punkt.
Nehmen Sie einen Alkoholtest an, bei dem das Gericht anschließend nicht unterscheidet, ob er bei Ihnen 0,1 Promille oder 2 Promille anzeigt? Die verhängten Zwangsmaßnahmen gegen Sie wären identisch.

Ähnlich verhält es sich mit dem PCR-Corona-Test, der nicht unterscheidet, ob Sie erkrankt sind, Symptome zeigen, eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus benötigen oder vollkommen symptomfrei sind und gesund im Wald joggen können. Wenn das Gesundheitsamt Sie als »Infizierten« einstuft, werden Sie unweigerlich zum Adressaten schwerster Grundrechtseinschränkungen (Quarantäne, Reise- und Berufsverbote etc.). Dazu Ihre Familie meist gleich mit. Nahezu alle Labore wissen dann über den Grad Ihrer Corona-Viruslast genauestens Bescheid und melden dies den Gesundheitsämtern weiter. Das Perfide dabei ist, dass das vollständige Testergebnis den Betroffenen dennoch systematisch und flächendeckend verschwiegen wird. Die Behörden wissen also ganz genau, ob Ihre Viruslast so gering ist, dass man Sie weder als »Infizierten« bezeichnen kann, noch, dass eine Gefahr von Ihnen als Virusverbreiter besteht. Dieser Ct-Wert entsteht automatisch bei jedem PCR-Test und liegt allen Laboren ohne jegliche weitere Testungen vor. Der Ct-Wert ist der Hauptbestandteil des Tests, denn er zeigt an, wie viele Runden die PCR laufen muss, bis der hochsensitive Test einen positiven Corona-Befund ergibt. So ist es mittlerweile wissenschaftlich unbestritten, dass ein Ct-Wert von 10–15 auf eine hohe Viruslast hinweist, aber ein Ct-Wert von mehr als 30 als unbedenklich gilt. Viele Labore stoppen die Analyse aber nicht bei 30, sondern führen diese bis zu einem Ct-Wert von 40 durch.
Selbst in der New York Times werden diese Zusammenhänge nun offen eingeräumt: »Für Aufsehen sorgte in dieser Woche ein Artikel in der ›New York Times‹, der berichtete, dass Testdaten aus Nevada, Massachusetts und New York nahelegen, dass bis zu 90 Prozent der PCR-Tests so hohe Ct-Werte zeigen, dass die Patienten kaum noch Viren hatten. Der Epidemiologe Michael Mina von der Harvard Universität plädiert deshalb dafür, den Ct-Grenzwert auf 30 festzulegen.«
Selbst in der regierungskonformen Süddeutschen Zeitung findet man einen entsprechenden Artikel. Dort heißt es: »Ob jemand trotz eines positiven Corona-Tests nicht mehr ansteckend ist, kann der sogenannte Ct-Wert zeigen. Dieser Laborwert gibt an, wie viele Zyklen ein PCR-Test durchlaufen musste, um ein positives Ergebnis zu zeigen. Je höher der Wert, desto weniger Virusmenge ist vorhanden. Bei Proben mit viel Virusmaterial schlägt der Test oft schon nach 15 Ct-Runden an. Ab etwa 30 Runden findet sich in der Regel aber kein Virus mehr, das vermehrungsfähig wäre (…) Der Reiserückkehrer Traxel hatte bei seinem Test im September einen Ct-Wert von 40, einen der höchstmöglichen überhaupt. Sein Gesundheitsamt im Rhein-Erft-Kreis zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt. Obwohl er das Amt darauf hingewiesen habe, dass er im März schon erkrankt war, ordnete es erneut eine zehntägige Isolation an. Seine Freundin musste als enge Kontaktperson trotz negativem Corona-Test ebenfalls 14 Tage in Quarantäne. ›Ich verstehe das nicht‹, sagt Traxel.«

Was in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist – in vielen Krankenhäusern arbeiten Ärzte und Krankenschwestern mit einem positiven Corona-Test weiter, wenn der Ct-Wert höher als 30 liegt. Dies bestätigt der Virologe Dittmer aus Essen, der angibt, dass Ärzte mit einem hohen Ct-Wert und einem zusätzlichen Antikörpertest als gesund betrachtet und entsprechend weiter praktiziert hätten.
Das Robert-Koch-Institut verzeichnet in seinen Lagemeldungen für Deutschland 2020 die Summe von rund 20 Millionen Tests und kommt so auf eine Anzahl von knapp 380 000 »Positiv-Getesteten«. Wie viele Zehn- oder Hunderttausende willkürlich trotzdem mit Zwangsmaßnahmen drangsaliert wurden, ist nicht bekannt. Durch das Beherbergungsverbot zur Herbstferienzeit, was mittlerweile in den meisten Fällen als rechts- und verfassungswidrig von Gerichten aufgehoben wurde, waren Hundertausende vollkommen gesunde Menschen gezwungen, sich und ihre Familien testen zu lassen. Wie viele Bürger dann als »Infizierte« eingestuft wurden, trotz eines widerlegenden Ct-Wertes, ist nicht bekannt. Die Bundesregierung, das Robert-Koch-Institut und die Gesundheitsämter verweigern den Bürgern in vielen Fällen ihre vollständigen Resultate. Medizinische oder organisatorische Gründe gibt es dafür nicht. Eines hingegen wird nun immer deutlicher: Die Zwangsmaßnahmen für Millionen Menschen hätten nach den vollständigen Testergebnissen niemals verhängt werden dürfen.

Quelle: "CORONA_TEST"?
Greta und die „Kirche des ökologischen Glaubens“ (v. Thomas Bargatzky)

In meinem vorausgegangenen Artikel habe ich dargestellt, wie ein vierhundertjähriger Emanzipationsprozess in der westlichen Welt den Typus des totalbefreiten, atomisierten, vereinzelten Einzelnen hervorgebracht hat.[2] Mit diesem Prozess ist das Nachlassen bzw. das Verschwinden der Bindekraft tradierter religiöser und politischer Überzeugungen und die Entstehung ersatzreligiöser Ideologien eng verknüpft.
Nachdem die totalitären, mit tabula rasa-Methoden wütenden Ideologien des 19. Und 20. Jahrhunderts Bankrott anmelden mussten, sehen wir uns seit den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wiederum im Bann einer gefährlichen, aber raffinierter und global auftretenden Ideologie der von jedweder staatlichen Intervention totalbefreiten Marktkräfte, die zu einem harmonischen „Gleichgewicht“ der Interessen und zu allgemeinem Wohlstand führen sollen. Die „unsichtbare Hand Gottes“ der calvinistischen Wirtschaftstheologie mutierte zur „unsichtbaren Hand des Marktes“ im „Kapitalismus als Religion“ – mit oder ohne Gott.
Die verunsicherte, nach Orientierung suchende Psyche des totalbefreiten modernen Westlers ist für neue Heilslehren anfällig. Unter diesen Verhältnissen konnte in der westlichen Welt in jüngerer Zeit eine quasi-religiöse „Kirche des ökologischen Glaubens“ entstehen, die Interessen den Weg ebnet, die in einer radikalen Umwandlung sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Verhältnisse neue Chancen der Profitmaximierung sehen. Neuester Austrieb dieser „Kirche“ ist die Greta-Bewegung, deren Anhänger und Förderer mit einem fragwürdigen Begriff von Wissenschaft ihrer These der baldigen Klimakatastrophe Glaubwürdigkeit verleihen wollen. Nur wenn man Gretas Botschaft befolgt und den Ausstoß von Kohlendioxid drastisch herunterfährt, könne das Klima gerettet werden.
Das Kind und seine Botschaft; der bevorstehende Weltuntergang, der nur verhindert werden kann, wenn die Menschen, „umkehren“ und Buße tun (heute: von der Wissenschaft angeleitet CO² einsparen): sehr alte mystische Themen werden im Kreuzzug für die „Klimarettung“ aktiviert. Der vorliegende Artikel versucht, den Wissenschaftsbegriff der Greta-Bewegung auf den Prüfstand zu stellen und das Greta-Phänomen durch seine Einordnung in politisch-ökonomische Trends der letzten Jahrzehnte verständlich zu machen.
Das göttliche Kind und seine Botschaft

Die Gestalt des außerordentlichen, göttlichen Kindes kommt in vielen Mythen und Religionen vor. Es wird als Urbild göttlicher Seinssicherheit und Selbstgewissheit gedeutet. Es ist wohl die Antwort auf eine tiefe und universell-menschliche Sehnsucht nach Erlösung durch die göttliche Weisheit des unverdorbenen Kindes. Wie eine Gesellschaft mit diesem Urbild umgeht, verrät viel über ihren psychomentalen Zustand.
Nehmen wir ein Beispiel. Zur Zeit der Wintersonnenwende, in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember heutiger Zeitrechnung, versammelten sich in Alexandria Gläubige in einem unterirdischen Versammlungsraum. Um Mitternacht fanden Einweihungszeremonien statt. Bei Tagesanbruch verließen die Mysten das Allerheiligste, dabei wurde ihnen die Statue eines Knäbleins als Symbol des neugeborenen Sonnengottes vorangetragen. Sobald die Strahlen der aufgehenden Sonne auf die Gläubigen fielen, brachen sie in den Ruf aus: „Die Jungfrau hat geboren, das Licht nimmt zu“. Schriftliche Zeugnisse für diese Zeremonie lassen auf ihr hohes Alter schließen, das bis in die Jahrhunderte vor Christi Geburt zurückreicht. Mit gutem Grund hat die Kirche das Fest der Geburt des Herrn auf dieses symbolträchtige Datum gelegt.


(Bildquelle: screenshot-Geolitico)
Das Mythologem der wunderbaren Geburt des göttlichen Kindes und seiner späteren außerordentlichen Leistungen ist weltweit verbreitet. Nicht nur in Persien, Ägypten und Griechenland begegnen wir ihm, sondern auch im vorkolumbischen Mexiko. Es ist ein Symbol der Erneuerung, der Rückführung der Welt in ihre Ursprünge, aus dem heraus die Menschheit neue Kraft für Gegenwart und Zukunft schöpft. Das Kind tritt in unser Leben ein, wird alsbald auf wunderbare Weise erwachsen, vollendet mit uns seinen Lebenszyklus, bis alles wieder von vorne beginnt, wie die Jahreszeiten. In der Kultfeier wird dieser ewige Zyklus der Erneuerung, des Stirb und Werde, begangen.
Das Kind in Mythos und Ritus ist aber nur als mythische Figur ein Quell höherer Weisheit und außerordentlichen Könnens. Kein erwachsener Mensch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte in nichtwestlichen Kulturen der Gegenwart käme auf den Gedanken, in den Verlautbarungen real existierender Kinder Botschaften zu erkennen, die von besserer Weltkenntnis Zeugnis ablegen und denen wir folgen sollten. Das hat sich geändert, jedenfalls in Teilen der westlichen Welt. Begeisterte junge Leute, darunter auch Kinder, demonstrierten im vergangenen Jahr mit der Parole „We believe in science“, wir glauben an die Wissenschaft. „Hört auf die Wissenschaft“, mahnte die damals 16-jährige Greta Thunberg im September 2019 die Mitglieder des US-Kongresses, denn sie beweise, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht ist.
Über Urmenschen, Klimaleugner und wissenschaftliche Beweise
Gretas Botschaft findet nicht nur bei ihren Altersgenossen Resonanz. Frühmorgens im August 2019 hörte ich gezwungenermaßen im Radio einen Kommentar zu ihrer Reise mit dem Segelboot über den Atlantik nach New York. Gezwungenermaßen, weil ich dort, wo ich wohne, am besten BR 2, BR 5 oder den Deutschlandfunk einstelle, wenn ich mich beim Rasieren schnell über das aktuelle Weltgeschehen informieren möchte. Einer dieser drei Sender muss es also gewesen sein – leider habe ich es mir nicht notiert.
Mit Empörungsbeben in der Stimme rechnete der Kommentator mit den Greta-Kritikern ab. Wo sind diese Finsterlinge zu finden? Natürlich unter den üblichen Verdächtigen, also in den Reihen der „Rechten“ und „Populisten“. Die würden doch tatsächlich behaupten, dass hinter der ganzen Schulstreik-Kampagne und Gretas Aktivitäten handfeste wirtschaftlich-politische Interessen stünden! „Beweise?“ frug er rhetorisch, um sogleich selbst die Antwort zu geben: „Keine“. Dass aber die junge Dame ihre Reisen quer über die Meere und Kontinente und ihre längeren Aufenthalte in fremden Ländern wohl kaum von ihrem Taschengeld bestreiten kann – diesen Schluss zog der wackere Nachrichtenmann nicht.
Wer stellt sich gegen Rechte, Populisten und vor Greta und rettet uns vor dem Klimawandel? Die Wissenschaft. Mit quasireligiöser Wortwahl verkündete Stefan Raue, der Intendant des Deutschlandradios im September 2019, nicht jeder Beitrag im öffentlich-rechtlichen Rundfunk müsse hinfort noch die Position der „Klimaleugner“ wiedergeben, denn es gebe kaum noch Wissenschaftler, die den menschengemachten Klimawandel „leugnen“. In der anschließenden Nachrichtensendung tat der Sprecher mit ehrfürchtig-belegter Stimme die Worte des großen Radiovorsitzenden der Zuhörerschaft kund. – Wer solche Staatsmedien hat, braucht kein Wahrheitsministerium mehr.
Hätte es das Deutschlandradio schon im 19. Jahrhundert gegeben, dann hätte wohl Johann Carl Fuhlrott keine Chance bei dieser Anstalt gehabt. Im Jahr 1856 wurden im Neandertal bei Düsseldorf Knochenfragmente gefunden, die der Lehrer und Naturforscher Fuhlrott korrekt einem Urmenschen zuordnete.
Fast die gesamte Gelehrtenzunft seiner Zeit lehnte seinen Befund ab, darunter auch der berühmte Pathologe Professor Rudolf Virchow. Bei den Skelettresten aus dem Neandertal, meinte Virchow, handle es sich um Überreste eines kranken Mannes aus jüngerer Zeit. Die leicht gebogenen Oberschenkelknochen, die später als ein spezifisches Merkmal des Neandertalers anerkannt wurden, deutete Virchow als Folgen einer rachitischen Erkrankung. Er beharrte auch dann noch auf seiner Meinung, als sich die Überzeugung durchzusetzen begann, dass man es bei den Funden aus dem Neandertal wirklich mit den Überresten einer Urmenschenart zu tun hat, weil sich auch in anderen Teilen Europas Knochenfunde von der Art des Menschen aus dem Neandertal häuften.
Wissenschaftler sind sich selten einig, und wenn sich eine Mehrheit unter ihnen doch einmal auf eine bestimmte Position einigt, dann bedeutet dies also noch lange nicht, dass diese Mehrheit auch recht hat. Die Minderheiten-Meinung kann sich als die richtige durchsetzen und anscheinend unerschütterliche wissenschaftliche Wahrheiten können ins Wanken geraten. Die Geschichte der Wissenschaft ist eben nicht nur eine Geschichte des Erkenntnisfortschritts, sondern auch eine Geschichte der wissenschaftlichen Irrtümer.
Der Streit um den Neandertaler ist ferner ein Beispiel für die durch die Wissenschaftsgeschichte gut belegte Tatsache, dass sich neue Erkenntnisse oft durchsetzen, weil die ältere Wissenschaftler-Generation einfach ausstirbt. Anhänger einer unhaltbar gewordenen Lehrmeinung, wie Virchow, neigen dazu, sich gleichsam an ihre Theorien zu klammern und diese durch neue und immer raffiniertere Überlegungen zu immunisieren und gegen Kritik zu verteidigen. Dies gilt gerade auch dann, wenn neue Theorien und Erkenntnisse von Jüngeren oder von Außenseitern vorgebracht werden.
Wissen auf Widerruf

Oft – wie auch im Falle des Streits um den Klimawandel – treten Vertreter bestimmter Interessen mit der Behauptung auf, die Wissenschaft habe dies oder das „bewiesen“. Wissenschaft und Beweis – das strahlt Autorität aus. Dabei ist die unter Nicht-Wissenschaftlern weitverbreitete Meinung, die Wissenschaft liefere für ihre Theorien und Ergebnisse Beweise, ein Irrtum, dem freilich auch viele Wissenschaftler anhängen. Vereinfacht gesagt: Beweise im strengen Sinne gibt es nur in der Logik und der Mathematik.
Die Erfahrungswissenschaften, von der Physik bis zur Kunstgeschichte, verfügen dagegen über Erklärungs- und Begründungsverfahren, die sich je nach den Erfordernissen und Möglichkeiten des jeweiligen Fachs und seiner Forschungsgegenstände voneinander unterscheiden. Sie bestehen beispielsweise aus Experimenten, Spektralanalysen, der Auswertung von Urkunden im Rahmen von Archivstudien, archäologischen Ausgrabungen und Befundanalysen auch unter Heranziehung naturwissenschaftlicher Techniken, Befragungen und anderen Verfahren der Datenerhebung und Datenanalyse, die mit bereits „gesicherten“ Erkenntnissen und Erfahrungsregeln zu einem Befund führen sollen.
Wissenschaftliche Erklärungen und Begründungen in den Erfahrungswissenschaften folgen dem Modell des Konditionalsatzes: „Wenn – dann“: Wenn dies und dies und dies der Fall ist, dann folgt daraus das und das. So werden zukünftige Ereignisse vorausgesagt, wie etwa der Zeitpunkt einer Sonnenfinsternis. Historiker erklären auf diese Weise vergangene Entwicklungen wie beispielsweise die Entstehung des Nationalstaates oder Großereignisse wie den Zusammenbruch des Römischen Reichs.
Der kritische Bestandteil einer erfahrungswissenschaftlichen Erklärung und Begründung ist die Wenn-Komponente, denn hier können höchst unterschiedliche Grundannahmen in das Argument eingehen. Es kann sich um mathematische Gesetze oder Axiome handeln, die selbst oft nicht beweisbar sind, aber der Erklärung notwendig zugrunde liegen müssen, wie etwa die Axiome der euklidischen Geometrie bei Messungen.
Die Voraussetzungen, die darüber hinaus in historische, wirtschaftswissenschaftliche oder andere erfahrungswissenschaftliche Erklärungen eingehen, sind Erfahrungsregeln, psychologische Annahmen oder ökonomische Gesetze und für selbstverständlich angesehene Sachverhalte, die selbst oft nicht hinterfragt werden. Man muss bei einer Erklärung ja irgendwo beginnen. Ohne von bestimmten Voraussetzungen auszugehen, kann man keine wissenschaftlichen Erklärungen geben.
Der Knackpunkt ist: Auch bei falschen Annahmen in der Wenn-Komponente kann man in bestimmten Bereichen zu richtigen Aussagen gelangen. Das kann man mit einem einfachen fiktiven Beispiel erläutern. Nehmen wir an, ein aufmerksamer Beobachter stelle fest, dass immer dann, wenn ein Wassersprengwagen durch seine Straße gefahren ist, die Straße hinterher nass ist.
Nun komme er in einen anderen Stadtteil und sieht, dass die Straße dort nass ist. Er erklärt sich diesen Umstand mit der gut bestätigten Hypothese: „Wenn ein Sprengwagen durch die Straße fährt, dann wird die Straße nass“. Was er nicht weiß: Es hat dort zuvor geregnet. Die Wenn-Komponente enthält also eine falsche – weil nicht zutreffende – Aussage, aber unser Beobachter kann dennoch den Zustand der Straße auf eine ihn zufriedenstellende Weise erklären, obwohl seine Voraussetzung falsch ist.
Auch Tiefen-Überzeugungen religiöser oder weltanschaulicher Art, die in der Persönlichkeit eines Wissenschaftlers verankert sind oder zu den unhinterfragten Denkvoraussetzungen seines Zeita
lters gehören, gehen in die Wenn-Komponente einer wissenschaftlichen Erklärung ein, obwohl das den Forschern in der Regel nicht bewusst ist.
So herrschte noch lange nach der europäischen Entdeckung Amerikas die biblisch begründete Meinung vor, die Welt bestehe aus drei – und nur aus drei – Kontinenten: Europa, Asien, Afrika. Für jeden Sohn Noahs und seine Nachkommen ein Teil. Der neue Kontinent wurde nicht als solcher begriffen, sondern als Bestandteil Asiens. Nur unter erheblichen „theologischen Bauchschmerzen“ konnte man aus den Beobachtungen der Navigatoren und Konquistadoren allmählich die richtigen Schlüsse ziehen, sich dem wahren Charakter des Doppelkontinents stellen und entsprechende Landkarten und Globen anfertigen.
Um zu unserem Ausgangsbeispiel zurückzukehren: Der Widerstand gegen die Thesen Fuhlrotts lässt sich aus der Überzeugung von der Unveränderlichkeit der Arten herleiten, die im 19. Jahrhundert weit verbreitet war. Man glaubte ja, diese Unveränderlichkeit sei durch die wörtlich zu verstehende biblische Lehre bestätigt. Die Überzeugung von der Unveränderlichkeit der Arten beherrschte das allgemeine Bewusstsein so sehr, dass auch Wissenschaftler, die nicht religiös gebunden waren, sie wie selbstverständlich voraussetzten. Es war ja die Zeit der Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie, die von der Veränderlichkeit der Arten ausgeht.
Ein weiteres naturwissenschaftliches Beispiel ist die Äthertheorie, die bis in das 20. Jahrhundert hinein eine wichtige Rolle beim Versuch spielte, die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen zu erklären. Das Licht und andere elektromagnetische Wellen sollen sich gemäß dieser Theorie im Äther ähnlich wie Schallwellen in der Luft ausbreiten. Aufgrund der Einstein’schen speziellen Relativitätstheorie wissen wir, dass es keinen Äther gibt. Dennoch konnten Wissenschaft und Forschung seit dem 17. Jahrhundert, als die Äthertheorie aufkam, mit zahlreichen Erkenntnissen auf den Gebieten der Optik und Elektrotechnik aufwarten, auch wenn die Grundannahme dieser Erkenntnisse, also die Existenz eines Äthers, falsch ist.
Wir tun also gut daran, Behauptungen, die Wissenschaft habe dies oder das „bewiesen“, grundsätzlich mit Vorsicht zu begegnen, gerade auch dann, wenn sie in der medial durchgesetzten Meinung eine große Rolle spielen. Die Erfahrungswissenschaften liefern keine unumstößlichen Wahrheiten, sondern Wissen auf Widerruf, das grundsätzlich von neuen Erkenntnissen abgelöst werden kann.
Wenden wir nun diese Erwägungen auf das Problem der mutmaßlich vom Menschen verursachten Erderwärmung an. Dabei maße ich mir keine fachliche Kompetenz in Sachen Erderwärmung an, da ich weder Physiker noch Meteorologe bin. Meine Überlegungen stützen sich allein auf allgemein bekannte Tatsachen, methodische Regeln und Erwägungen.
Ist der vom Menschen verursachte CO²-Ausstoß am Treibhauseffekt und der Erderwärmung schuld? Bekanntlich macht der Anteil des Kohlendioxids nur 0.03 – 0,04 Prozent des Gesamtvolumens der Erdatmosphäre aus. Ein verschwindend geringer Teil davon ist vom Menschen gemacht, aber ein großer Teil der Wissenschaftler operiert, vereinfacht gesagt, mit dem Konditionalsatz: „Wenn Menschen mit ihrer Landwirtschaft und Industrie vermehrt CO² ausstoßen, dann erwärmt sich die Erde“.
Der vom Menschen verursachte CO²-Ausstoß kann dafür verantwortlich sein, muss es aber nicht. Aus der Feststellung des Befunds folgt eben nicht, dass auch die Prämisse richtig ist. Eine Vielzahl von anderen Faktoren können für den Befund verantwortlich sein, etwa Veränderungen in der Intensität der Sonneneinstrahlung oder der Stellung der Erdachse. In diesem Sinne hat beispielsweise ein 1971 erschienenes Buch für Aufsehen erregt, in dem eine neue Eiszeit vorhergesagt wird. Wir müssen ferner auch die im Sinne der sogenannten Chaos-Theorie „chaotische“ Struktur der Erdatmosphäre und des Klimas berücksichtigen.
Klima und Chaos
Man unterscheidet zwischen linearen und nichtlinearen Systemen. Der spätere Zustand eines linearen Systems lässt sich vorausberechnen, wenn man die Parameter der Körper bestimmen kann, die sich in ihm bewegen: Masse, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit eines Körpers im dreidimensionalen Raum. Ein Spiel mit Billardkugeln oder unser Sonnensystem sind Beispiele für lineare Systeme, Erde und Mond bilden ebenfalls ein lineares System. Der stabile Zustand solcher Systeme verändert sich in der Regel nur durch eine Einwirkung von außen. Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn ein Himmelskörper von erheblicher Größe in die Nähe der Erde gelangen oder gar auf ihr einschlagen sollte. Der stabile Rhythmus der Bewegungen von Erde und Mond um den gemeinsamen Schwerpunkt würde dann empfindlich gestört werden.
Als nichtlineare Systeme gelten dagegen so unterschiedliche Dinge wie Konjunkturzyklen, das Wetter, aufsteigender Zigarettenrauch und, ganz allgemein, historische Vorgänge. Anders als in linearen Systemen bestehen in solchen Systemen keine langfristigen Gleichgewichtszustände, sondern nur temporär stabile Zustände, zwischen denen das System pendelt.
Die hohe Zahl unbekannter Parameter, Akteure und die Vielzahl unbekannter Gesetzmäßigkeiten sorgen dafür, dass sich Veränderungen und deren Verlauf in nichtlinearen Systemen nicht präzise vorhersagen lassen. Kleinste Bewegungen können größte Wirkungen haben. Der sogenannte „Schmetterlingseffekt“, also das beinahe schon sprichwörtliche Beispiel des Flügelschlags eines Schmetterlings, der Wirbelstürme auslösen kann, die ganze Städte verwüsten, ist ein populäres, aber treffendes Beispiel. Auch das Klima ist ein Beispiel für solch ein chaotisches System.

Es kann also im Prinzip nicht ausgeschlossen werden, dass ich die Erderwärmung vorantreibe, wenn ich in mein Auto steige und den Zündschlüssel drehe. Es könnte aber auch ganz anders kommen: Ich könnte damit den Vormarsch der Gletscher auslösen. Der Meteorologe Edward Lorenz, der Entdecker des Schmetterlingseffekts, formulierte es in einem bahnbrechenden Vortrag 1972 so: „Einerseits kann ein Schmetterling durch seinen Flügelschlag einen Wirbelsturm auslösen. Umgekehrt birgt sein Flattern aber auch die Möglichkeit, daß die Entstehung eines Wirbelsturms verhindert wird und statt dessen die Sonne scheint“.
Die Vorgänge im Klima beruhen also auf höchst komplizierten, chaotischen Prozessen, die sich wissenschaftlichen Erklärungen nicht so ohne weiteres fügen. Wer daher von sich sagt, er glaube an die Wissenschaft, ist vielleicht nur falsch informiert, was die Möglichkeiten der Wissenschaft angeht, und vertraut ihren stets vorläufigen Erkenntnissen zu unkritisch.
Wer aber unter der Parole „Wir glauben an die Wissenschaft“ Kinder demonstrieren lässt, will manipulieren: „Wir glauben nur an die Aussagen von Wissenschaftlern, die unseren Vorurteilen und Interessen entgegenkommen. Und wir möchten nicht, dass die Menschen etwas anderes glauben“. Hiermit stellt sich die Frage nach den möglichen Interessen hinter den Forderungen der Klimaretter.
Ökoreligion und Interessen
Es wäre das Thema einer eigenen umfangreichen Abhandlung, den vielfältigen wirtschaftlichen und politischen Interessen hinter der neuen Ökoreligion nachzugehen. Das kann an dieser Stelle nicht geschehen, aber man kann Mosaiksteinchen zusammensetzen und versuchen, sich daraus ein Bild zu machen. Was oben dargelegt wurde, gilt natürlich auch für die folgenden Erwägungen: Sie zeichnen ein vorläufiges Bild, es kann auch alles ganz anders sein. Aber es entspricht meinem gegenwärtigen Kenntnisstand und ist nach meinem Dafürhalten plausibel.
Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass seit den 1950er Jahren die überaus einflussreiche, von Ökonomen der University of Chicago verbreitete neokonservative Wirtschaftsphilosophie die radikale Deregulierung der Märkte als Allheilmittel propagiert – jene eingangs erwähnte Ideologie der totalbefreiten Märkte. Ihre praktischen Empfehlungen wurden 1989 im sogenannten „Washington Consensus“ gebündelt. Darunter versteht man ein wirtschaftspolitisches Programm zur Förderung von wirtschaftlicher Stabilität und Wachstum. Es wurde von in Washington ansässigen Institutionen wie dem US-Finanzministerium, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank unterstützt.

Mit diesem Wirtschaftsprogramm sind jene immer wieder in die Kritik geratenen Maßnahmen zur „Strukturanpassung“ verbunden, die die in Verschuldung geratenen Staaten immer weiter in die Krise führen, statt ihnen zu helfen: die Gewährung von Krediten und im Gegenzug die Kürzung der Staatsausgaben, der Abbau von Handelsbeschränkungen, die Deregulierung von Märkten und Preisen bis hin zur Abschaffung von Preissubventionen für Nahrungsmittel und andere Grundbedarfsartikel, die Privatisierung öffentlicher Einrichtungen und der Infrastruktur.
Der radikale Umbau der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen Europas, die Schleifung alter Industrien und der Aufbau völlig neuer Produktionssysteme versprechen immense Gewinne für die beteiligten transnationalen Banken, Konzerne und Dienstleister. Die „Schock-Therapie“ des „Washington Consensus“ kann in Europa aber wegen der eingespielten, populären sozialstaatlichen Regulierungs- und Sicherungssysteme nicht so einfach durchgedrückt werden, wie in der Dritten Welt oder in den Ländern des postsowjetischen Raums. Die Verwüstungen im Vereinigten Königreich Margaret Thatchers mit seinen Industriebrachen, der privatisierten Infrastruktur und den gebrochenen Gewerkschaften luden nicht zur Nachahmung ein. In Griechenland hatte man im Namen der Bankenrettung („Euro-Rettung“) mehr Erfolg.
Um die Bereitschaft zu einer durchgreifenden tabula rasa-Umwandlung bestehender Verhältnisse zu wecken, bietet sich die Methode an, eine Krisenstimmung zu erzeugen. Ein Beispiel ist die gut dokumentierte, künstlich erzeugte „Defizit-Hysterie“ in Kanada im Jahr 1993. Nur durch die Bereitschaft der Kanadier, wohlfahrtstaatliche Errungenschaften abzubauen, hieß es, könne der bevorstehende Finanzkollaps verhindert werden.
Setzen wir dieses Beispiel zur aktuellen Debatte um die Klimarettung in Beziehung. Das Klima wandelt sich ständig. Das Vorrücken des Eises in Grönland war eine Umweltkatastrophe aus der Sicht der Wikinger; es brachte im 16. Jahrhundert das Aus für Landwirtschaft und Viehzucht und damit das Ende der 500 Jahre alten Siedlerkultur. Heute geht das Eis wieder zurück. Ist es nicht denkbar, dass wir es hier mit einem klimageschichtlich normalen Pendeln zu tun haben, auf das der Mensch keinen Einfluss hat? Und dass die gegenwärtige Erwärmung benutzt wird, um eine Krisenstimmung zu erzeugen, die nach drastischen „Schutzmaßnahmen“ ruft, wie etwa die Schleifung der Flugzeugindustrie oder der deutschen Automobilindustrie im Interesse der sogenannten Elektromobilität?
Da kommt es freilich ungelegen, wenn beispielsweise der renommierte amerikanische Umweltschützer Michael Shellenberger, der immerhin 2008 vom „Time Magazine“ zum „Hero of the Environment“ ernannt wurde, sich öffentlich für die Klimahysterie der vergangenen 30 Jahre entschuldigt, für die er sich mit in der Verantwortung sieht. Shellenbergers Widerruf trug ihm erwartungsgemäß zahlreiche Anfeindungen ein. In den deutschen Medien wurde er so gut wie totgeschwiegen.
Die Verunglimpfung der Skeptiker als „Klimaleugner“ zeigt, dass wir es nicht mehr nur mit einem wissenschaftlichen Problem zu tun haben, sondern auch mit einem pseudoreligiösen. Karl Marx bezeichnete bekanntlich den Kapitalismus als Religion der bürgerlichen Gesellschaft, Walter Benjamin sprach vom „Kapitalismus als Religion“. Die „Spiritualität der Märkte“ kann die menschliche Sehnsucht nach Seinsgewissheit jedoch stets nur vorläufig durch das Immer-Mehr des Konsums befriedigen.
Die „Kirche des ökologischen Glaubens“, mit der Klimarettung als heiliger Handlung, ist der Versuch, die spirituell heimatlos gewordenen Westler einzufangen und für den großen Umbau zu aktivieren. Die Interessenten einer großen Transformation Europas hin zu einer „postindustriellen Gesellschaft“ könnten sich der „Kirche des ökologischen Glaubens“ mit dem Greta-Kult als neuester Ausprägung bedienen, um die soziale Akzeptanz für ihre Ziele zu schaffen.
Das Handeln des Westens präsentiert sich jedoch als Doppelstrategie der ökologischen Apartheid: Der Norden soll durch neue Industrien und Technologien reicher und sauberer werden und den transnationalen Banken und Konzernen immense Gewinne bescheren, für den Süden sind höhere Armut, höhere Verschuldung und mehr Umweltverschmutzung vorgesehen. Der Export unseres Schrotts zum Abwracken sorge in den Ländern der Dritten Welt ja schon heute für Arbeitsplätze und Einkommen, wie manch zynischer „Experte“ meint!
Greta ist für den Norden gedacht, nicht den Süden, die „weniger entwickelten Länder“ („less developed countries“, LDGs). Die Begeisterung für Europas neue Klimarettungsreligion hält sich daher dort spürbar in Grenzen: Man weiß genau, wo die Ressourcen (Lithium!) für die Herstellung der „klimafreundlichen“ Produkte der neuen Industrien herkommen und wo diese landen, wenn sie einmal ausgedient haben.
Mehr noch: Das medial gehypte Auftreten von Kindern und Jugendlichen als Klimaweise in Davos, vor den Vereinten Nationen usw., gibt den Westen in den Augen der nichtwestlichen Welt der Lächerlichkeit preis. Man sieht darin ein Zeichen zunehmender Infantilität der westlichen Gesellschaften: „Das Phänomen Greta steht für die Verblödung unserer Zivilisation“, meint Henryk F. Broder, und diesem Urteil dürften sich die Menschen in den „weniger entwickelten Ländern“ der Welt anschließen.

In Zeiten kollektiver Krisen drückt man gerne Kindern und Jugendlichen das Banner der totalen Erneuerung in die Hand. Afrikas Kindersoldaten, Maos Rote Garden und Pol Pots Schulkinder, die ihre Lehrer aufhängten: Von den göttlichen Kindern in Mythos und Religion zu den Kindersoldaten säkularistischer Ideologien.
Bei uns denkt man vorerst nur daran, den Rentnern Führerschein und Wahlrecht zu nehmen, damit sie den Jüngeren nicht länger im Wege stehen. Gretas „Follower“ sollten aber bedenken, dass auch sie einmal älter werden und eine andere Generation nachwächst. Und was dann? Auch Zauberlehrlinge können nicht vorhersagen, wohin die Reise geht, die anzutreten sie uns zwingen wollen und in der Regel werden sie die Geister, die sie riefen, nicht so einfach wieder los.

Quelle: "KLIMA_CHAOS"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 24.10.2020 19:38:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 24.10.2020 19:38
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