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"Überwachungsstätte"

"Überwachungsstätte"

22.02.2016 20:13

"Ich bin Neuntklässler an einem württembergischen Gymnasium. Dort erlebe ich tagtäglich, wie Indoktrination von ideologisierten Lehrkräften an Schulen in großem Stile betrieben wird. Es fängt schon damit an, dass ein Chemielehrer, wenn er anstatt gelb, braun an die Tafel schreibt, sagt, er denke wohl schon wieder zu sehr an die AfD".
“Wie haben sie erkannt, dass sie Kinder von rechtsextremen Eltern in ihrer Einrichtung betreuen?
Ich habe es erst gar nicht bemerkt. Da ich noch nicht lange in der Region lebe, kenne ich oftmals die Hintergründe der Eltern nicht. Kolleginnen haben in der Dienstbesprechung erzählt, dass wir es wohl mit rechten Eltern zu tun haben. Einordnen konnte ich das aber immer noch nicht richtig. Ich habe auch meistens nur die Mutter der Kinder gesehen. Wir haben dann eine Weiterbildung gemacht über den Träger unserer Einrichtung, da ging es um Rechtsextremismus. Da war ich sehr erschrocken. Auf einmal haben wir die Mutter und Vater mit anderen Augen gesehen. Autokennzeichen und Kleidung konnte ich dann einordnen. Auf dem Auto waren Aufkleber. Auf einem stand »Todesstrafe für Kinderschänder«. Wir hatten vor den Wahlen auch NPD-Flyer in der Auslage unserer Kita zu liegen.”
EU=„Ehrliche Unberechenbarkeit“
(rjhCD6149)


Vergifter des sozialen Klimas: Würden Sie dieser Kindergärtnerin Ihr Kind überlassen?

Durch Zufall sind wir auf eine “Handreichung für Kindertagesstätten im Umgang mit Rechtsextremismus” gestoßen. Verantwortlich für die Handreichung ist die Amadeu-Antonio-Stiftung. Finanziert hat die Handreichung sowie das “langfristig angelegte Projekt AUGEN-BLICK” das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Und die Handreichung, sie hat uns geschockt: Als Wissenschaftler, da sie sich seitenweise liest, wie eine Anleitung zur Zerstörung von Kooperation in Gesellschaften, wie eine Neuauflage der Robber’s Cave Experimente, dieses Mal jedoch mit dem Ziel, dauerhafte Feindschaft zwischen Menschen herzustellen, und als Gesellschaftsbeobachter, wird doch mit dieser Handreichung deutlich, warum Deutsche nicht mehr miteinander reden, nicht mehr miteinander reden können. Stiftungen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung, sie sorgen dafür.
Die Seiten 32 bis 34 der Handreichung sind mit einem denkwürdigen Interview mit einer Erzieherin in einer Kindertagesstätte in Mecklenburg-Vorpommern angefüllt. Ein Interview, das betroffen macht, das zeigt, wie form- und manipulierbar vermeintlich erwachsene Menschen sind, wie sehr sich angeblich erwachsene Menschen, die mit der Erziehung von Kindern beauftragt sind, indoktrinieren lassen und wie erbärmlich das Bild ist, das sie als ideologisierte Zombies abgeben, die nicht mehr sehen, was sich vor ihnen befindet, sondern nur noch das, was ihnen von Ideologen in einer Weiterbildung eingetrichtert wurde.

Das Interview ist ein Musterbeispiel für Stigmatisierung und die Bildung von Vorurteilen. Es zeigt, dass es für beide Prozesse keinerlei eigene Erfahrung braucht. Die Stigmatisierten können sich verhalten oder auch nicht, was zählt sind die Phantasien, die diejenigen, die sich doch für gut halten, über sie entwickeln. Es ist ein erschreckendes Zeugnis dafür, wie Ideologien Wahrnehmung verunmöglichen, Menschlichkeit beseitigen und dazu führen, dass Interaktion zwischen Menschen unmöglich wird, unmöglich, weil die eine Hälfte zu ideologischen Gut-Zombies mutiert ist, und die andere Hälfte von den Phantasien der Gut-Zombies zu Dämonen des Bösen stilisiert wird.
Rechtsextreme Eltern, so lernen wir, unterscheiden sich in nichts von anderen Eltern. Sie und ihre Kinder fallen nicht auf. Erst wenn eine Weiterbildung dazu führt, dass ein Erzieher “Autokennzeichen und Kleidung” einordnen kann, dann fällt die Tarnung rechtsextremer Eltern und ihrer Kinder. Eltern wie Kinder sind dann zwar immer noch unauffällig, immer noch gibt es nichts, was nahelegen würde, dass sie eine Gefahr darstellen, sie handeln nicht zum Nachteil von anderen, begehen keine Übergriffe und traktieren niemanden mit ihrer Weltsicht, aber sie sind als rechtsextreme erkannt, anhand von “Autokennzeichen und Kleidung”. Sie sind im wahrsten Sinne durchschaut und ab jetzt wird alles, was sie tun, auf Grundlage dieser Einsicht in die Intentionen und Einstellungen, die rechtsextreme Eltern und ihre Kinder bestimmt haben müssen, bewertet.
Die Kriminologie und die Vielzahl der Arbeiten über deviantes Verhalten sind voller Beispiele dieser Art, in denen Stereotypisierungen von Außenstehenden gebildet und auf die so Stereotypisierten angewendet werden, mit dem Erfolg, dass die Stereotypisierten sich entweder so verhalten, wie es an sie herangetragen wird oder jede Form der Interaktion zwischen den Stereotypisierten und den Stereotypisierern verunmöglicht wird, eine Situation, die nur mit Gewalt oder dadurch gelöst werden kann, dass eine Partei das Feld räumt.
Nun, da der Kindergärtnerin die Augen geöffnet wurden und sie weiß, dass die unauffälligen Eltern eigentlich fiese Rechtsextremisten sind, die nur darauf warten kleine nicht-rechtsextreme Kinder zu kochen und zu fressen, nun ist die gesamte Wahrnehmung der Eltern und ihrer Kinder von diesem Thema beherrscht:


“Die Frau”, von der die Kindergärtnerin hier mit spitzem Mund spricht, sie ist das, was man ein Muster an elterlichem Engagement nennt. Sie kümmert sich um ihre Kinder, ist bei Elternversammlungen stets anwesend und will sich sogar am “kleinen Basar” beteiligen. Darf sie aber nicht, denn sie ist rechtsextrem. Bakte sie einen Kuchen für den Basar, es wären bestimmt kleine Hakenkreuze in Schokolade darin zu finden. Stiftete sie etwas für den Basar, dann wäre dies vermutlich “Mein Kampf” in der ersten Auflage. “Die Frau” ist durch und durch böse, deshalb muss man sie meiden, ausgrenzen und nicht etwa integrieren. Integration ist nur für Menschen, in deren Kopf richtiges “Denken” steckt. Die Gedanken sind nicht frei in Deutschland. Wo kämen wir denn hin, wenn sie es wären?

Weiterlesen: "Überwachung"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 22.02.2016 20:13:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 22.02.2016 20:13
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