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29.03.2016 15:57

Oxfam, eine Nothilfeorganisation, hat Österreich dazu aufgefordert, noch einmal so viele Kriegsflüchtlinge aus Syrien aufzunehmen wie bisher.
Oxfams Analyse zeigt, dass von den in Genf vertretenen reichen Ländern nur vier – Australien, Kanada, Deutschland und Norwegen – ihren gerechten Anteil an humanitärer Aufnahme übertroffen haben. Zusammengenommen haben die reichen Staaten bisher nur einen Bruchteil dessen angeboten, was sie als Minimum leisten sollten (die Aufnahme von 480.000 Flüchtlingen), nämlich Plätze für lediglich 132.730 Menschen.
Laut Oxfam haben Finnland, Island, Schweden und Neuseeland mehr als die Hälfte ihres gerechten Anteils syrischer Flüchtlinge aufgenommen. Dagegen hat Frankreich nur 4 Prozent seines gerechten Anteils erbracht, die Niederlande 6 Prozent, die USA 7 Prozent, Dänemark 15 Prozent und Großbritannien 22 Prozent.

"Dipolomatie ist die Kunst, mit hundert Worten zu verschweigen, was man mit einem einzigen Wort sagen könnte"
(Saint John Perse-französischer Schriftsteller und Diplomat-1887-1975)
"Sie spinnen, die Politiker“
(rjhCD6149)


Die von Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner vorgestellte Kampagne, die die Flüchtlingswelle aus Afghanistan bremsen soll, wird von den Menschen vor Ort mit Verwunderung und Schulterzucken aufgenommen.

(Flüchtlinge - Oxfam: Wien soll mehr Syrien-Flüchtlinge aufnehmen - © APA/AFP/FABIO BUCCIARELLI, "Volat")
Wer mit den Paten des Terrors kuschelt…

(Große Moschee in Brüssel im Jubelpark)
Wenn wieder einmal, wie diese Woche in Brüssel, muslimische Terroristen ein Blutbad unter den Kufar [Ungläubigen] anrichten, dann wird eine mittlerweile recht routinierte Betroffenheitsmaschine angeworfen. In die zahllosen "Je sui . . ."-Motivbildchen muss bloß noch der jeweilige Ort des Geschehens eingetragen werden, Facebook bietet die jeweiligen Nationalfarben als müheloses Bekenntnis-Tool an, und sämtliche Politiker schalten tapfer in den "Wir lassen uns unsere Werte nicht von denen nehmen"-Modus um.
Das war’s dann, bis zum nächsten Mal. Die Bekenntnisrituale westlicher Staatsspitzen gewönnen freilich deutlich an Glaubwürdigkeit, kuschelten sie nicht mit zunehmender Intensität mit genau jenen Regimes, die mehr oder weniger direkt zu den Paten jenes Terrors gezählt werden können.
So gilt etwa die große Moschee von Brüssel nicht eben als Zentrum der Deradikalisierung junger muslimischer Männer mit erhöhtem Jungfrauen-Bedarf. Ganz im Gegenteil: "Saudische Imame verbreiten von dieser Moschee aus die Lehre des Wahhabismus. Diese ultraorthodoxe Form des Islams ist ein Nährboden für Radikalisierung", meint die belgische Parlamentarierin Yamila Idrissi.
Günstiges Öl gegen radikale Islamisierung

Ist Belgien an seiner blühenden Salafisten-Szene selbst schuld? Das Land erhält bereits seit den 70er-Jahren günstiges Öl aus Saudi-Arabien. Im Gegenzug durfte Saudi-Arabien in der Hauptstadt ein westliches Mekka für radikal-islamische Prediger aufbauen, meinen Kritiker.
Für Belgiens Jugendminister Rachid Madrane ist es eine Kernverfehlung seines Landes: "Es geht um eine fatale politische Weichenstellung, fast ein halbes Jahrhundert alt, zu deren Langzeitfolgen die zunehmende Radikalisierung marokkanischer und algerischer Einwanderer in Belgien gehört."
Das, was Belgiens Jugendminister als grundlegende politische Fehlentscheidung aus den 70er-Jahren bezeichnet, begann de facto 1967 mit einem Tauschgeschäft zwischen Belgiens damaligem König Baudouin und dessen saudischem Königskollegen Faisal. Liefert uns preiswertes Öl, dann dürft ihr in Brüssel und ganz Belgien missionieren, lautete Baudoins Angebot an Riad.
Das bereits damals chronisch finanzschwache Belgien bekam das saudische Öl zum Vorzugspreis. Und im Gegenzug überließ der belgische König Baudouin den Saudis den orientalischen Pavillion in Brüssels berühmten Park Cinquentenaire (Jubelpark) – und zwar per Pachtvertrag für 99 Jahre. Aus dem Pavillon wurde das Islamische Zentrum, die größte Moschee Brüssels, mittlerweile seit Jahrzehnten ein westliches Mekka für radikal-islamische Prediger.

Finanziert wird dieser Inkubator [wahabitische Brutschrank] des Dschihadismus seit Jahrzehnten von Saudi-Arabien, ohne dass je einer der belgischen Betroffenheitspolitiker dem Spuk robust ein Ende gesetzt hätte. Der Grund ist simpel: Saudi-Arabien ist ein wichtiger Markt für westliche Produkte und ein geostrategischer Verbündeter des Westens. Da wird man doch wohl in Brüssel ein kleines Terrornest bezahlen dürfen.

Quelle+weiterlesen: "Terrorpate"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 29.03.2016 15:57:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 29.03.2016 15:57
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