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"Schmusebär"

"Schmusebär"

30.05.2017 20:23

Europa hat immer noch nicht realisiert, dass der Terror, der seine Metropolen trifft, ein Krieg ist, und nicht der Fehler von ein paar gestörten Menschen, die die islamische Religion missverstanden haben. Wir sind anscheinend noch nicht bereit, unsere masochistischen Einsatzregeln aufzugeben, die das Volk des Feindes höher bewerten als unser eigenes.
Es scheint, dass für Europa der islamische Terrorismus nicht real ist, sondern nur eine vorübergehende Störung des Alltags. Wir kämpfen gegen globale Erwärmung, Malaria und den Hunger in Afrika. Doch sind wir nicht bereit, um unsere Zivilisation zu kämpfen? Haben wir bereits aufgegeben? Diese lange und traurige Liste ist die menschliche Ernte des islamischen Terrorismus auf Europas Boden:
Madrid: 191. London: 58. Amsterdam: 1. Paris: 148. Brüssel: 36. Kopenhagen: 2. Nizza: 86. Stockholm: 5. Berlin: 12. Manchester 22. Und das berücksichtigt noch nicht einmal die hunderte von Europäer, die im Ausland geschlachtet werden, in Bali, in Sousse, in Dakka, in Jerusalem, in Sharm el Sheikh, in Istanbul.
Doch nach 567 Terroropfern versteht Europa immer noch nicht. Nur schon die erste Hälfte 2017 hat durchschnittlich alle neun Tage Terrorangriffsversuche in Europa gesehen. Und trotz der islamistischen Offensive wehrt sich Europa mit Teddybären, Kerzen, Blumen, Mahnwachen, Twitter Hashtags und Cartoons. Nach 9/11 und 2,996 Toten erhoben sich die USA unter George W. Bush, um zu kämpfen. Die Vereinigten Staaten und ein paar mutige europäische Alliierte wie Grossbritannien, Italien und Spanien bewiesen sich als "stärkeres Pferd". Islamische Kämpfer wurden in die Defensive zurück gedrängt; Dschihadistische Kämpfer fielen zurück und dutzende von Terrorplänen wurden aufgedeckt und verhindert. Doch diese Reaktion dauerte nicht an. Europa zog sich rasch an seine Heimatfront zurück, während die Islamisten den Krieg auf europäischen Boden trugen: Madrid, London, Theo van Gogh...
(von Giulio Meotti)
„Als Demokrat muss man also die Umsetzung des Volksentscheides befürworten, auch wenn man für Einwanderung ist“
(rjhCD6149)


Europa wehrt sich mit Kerzen und Teddybären

Seitdem ist die Situation nur noch schlimmer geworden: Eine einfache Berechnung zeigt, dass wir von einem Angriff alle zwei Jahre zu einem Angriff alle neun Tage übergegangen sind. Nehmen Sie nur die letzten sechs Monate: Berlin, London, Stockholm, Paris und jetzt Manchester.
Europa hat noch nicht erkannt, dass der Terror, der seine Metropolen trifft, ein Krieg ist und nicht der Fehler einiger gestörter Menschen, die die islamische Religion missverstanden habe. Heute gibt es mehr britische Muslime in den Reihen von ISIS als in den britischen Streitkräften. Nach Alexandre Mendel, Autor des Buches Jihadist France, gibt es mehr gewalttätige Salafisten in Frankreich als normale Soldaten in der schwedischen Armee.
Dreizehn Jahre nach dem Angriff auf die Züge von Madrid lesen die Führer Europas aus demselben Skript: die Bilder von Schmerz zu verbergen, um niemanden zu erschrecken; Verheimlichen, dass die islamistischen Angreifer "Made in Europa"-Insider sind; Wiederholen, dass Islam "eine Religion des Friedens" ist; Gefangene innerhalb unserer Freiheiten zu sein; zuzusehen, wie sie sich einzeln in Luft auflösen, während wir verkünden, dass "wir unseren Lebensstil nicht verändern werden"; Und die Grundlagen unserer Zivilisation auszulöschen - Meinungsfreiheit, Gedankenfreiheit, Freizügigkeit, Religionsfreiheit - die gesamte Grundlage des jüdisch-christlichen Westens.
Der radikale Islam ist die größte Bedrohung für Europa seit dem Nationalsozialismus und dem sowjetischen Kommunismus. Aber wir sind noch nicht geneigt, irgendwelche der politischen oder ideologischen Säulen zu hinterfragen, die zur gegenwärtigen Katastrophe geführt haben, wie Multikulturalismus und Masseneinwanderung. Harte Terrorismusbekämpfungsmaßnahmen, die einzigen, die die Pläne und die Moral der Terroristen brechen könnten, sind nicht in Angriff genommen worden. Dazu gehören das Schließen von Moscheen, die Deportation von radikalen Imamen, das Verbot der Fremdfinanzierung von Moscheen, die Schließung von toxischen Nichtregierungsorganisationen, die Trockenlegung der Wohlfahrtsfinanzierung der europäischen Dschihadisten, die Verhinderung des Flirts mit Dschihadisten und das Stoppen der Rückkehr ausländischer Kämpfer von der Schlachtfront nach Hause.
Wir behandeln Krieg und Völkermord, als wären sie einfach Fehler, die von unseren Geheimdiensten gemacht wurden.
Wir klassifizieren den radikalen Islam als die "Geisteskrankheit" einiger gestörter Menschen. Mittlerweile werden jede Woche in Frankreich zwei neue Salafisten-Moscheen eröffnet, während der radikale Islam in mehr als 2.300 französischen Moscheen gepredigt wird. Tausende von europäischen Muslimen sind gegangen, um den Dschihad in Syrien und im Irak zu führen, und Fundamentalisten übernehmen die Kontrolle über Moscheen und islamische Zentren. In Brüssel werden alle Moscheen von den Salafisten kontrolliert, die den muslimischen Massen den radikalen Islam predigen.

Die traurige Wahrheit ist, dass Europa niemals den politischen Willen gehabt hat, einen totalen Krieg gegen ISIS und die anderen Dschihadisten zu führen. Sonst wären Rakka und Mossul schon längst neutralisiert worden. Stattdessen übernahmen die Islamisten Molenbeek in Belgien, die französischen Vorstädte und große Teile Großbritanniens. Wir sollten jetzt die Befreiung von Mossul und die Rückkehr der Christen in ihre Häuser feiern; Stattdessen trauern wir um 22 Menschen, die von einem islamischen Selbstmord-Bomber in Manchester ermordet wurden, sowie 64 Verwundeten, und 29 Christen, die in dieser Woche allein in Ägypten getötet wurden.
Ernsthaftes Kämpfen würde massive Bombardierungen erfordern, um so viele Islamisten wie möglich zu beseitigen. Aber wir sind anscheinend nicht bereit, unsere masochistischen Einsatzregeln aufzugeben, die das Volk des Feindes höher privilegieren als unser eigenes. Europa hat auch nie verlangt, dass seine muslimischen Gemeinschaften dem Dschihadismus und dem islamischen Recht, der Scharia, abschwören. Dieses Schweigen hilft den Islamisten, die Stimmen der mutigen muslimischen Dissidenten zum Schweigen zu bringen. Mittlerweile werden die Armeen Europas jeden Tag kleiner, als ob wir dieses Spiel bereits als verloren betrachteten.
Nach jedem Angriff recyceln Europas Führer die gleichen leeren Slogans: "Weiter"; "Wir sind stärker"; "Business as usual". Der muslimische Bürgermeister von London, Sadiq Khan, sagt uns, dass wir uns an das tägliche Blutbad gewöhnen müssen! Er sagt, er glaube, dass die Bedrohung durch Terrorangriffe "ein Teil des Lebens in einer Großstadt" ist und dass große Städte auf der ganzen Welt "für diese Art von Sachen vorbereitet werden müssen". Deutet er ernsthaft an, dass wir uns an das Massaker unserer eigenen Kinder in der Manchester Arena gewöhnen sollen? Der islamische Terror ist mittlerweile Teil der Landschaft so vieler europäischer Großstädte: Paris, Kopenhagen, Nizza, Toulouse, Berlin...
Anstatt sich auf den Dschihad und den radikalen Islam zu konzentrieren, sprechen die europäischen Führer fortdauernd von der "russischen Bedrohung". Es wäre in der Tat ein Fehler, den russischen Expansionismus zu vernachlässigen. Aber haben Wladimir Putins Truppen Westminster angegriffen? Haben sich russische Agenten bei einem Manchester-Konzert in die Luft gesprengt und Kindern das Leben genommen? Hat ein ehemaliger sowjetischer Spion in Stockholm spazierende Schweden massakriert? Für die Führer Europas verspricht Putin eine willkommene Ablenkung von den wahren Feinden.
Der französische Schriftsteller Philippe Muray schrieb in seinem Buch Werte Dschihadisten ("Dear Jihadists"):

"Werte Dschihadisten, erzittert vor dem Zorn des Mannes in Bermudas-Shorts, fürchtet Euch vor der Wut der Konsumenten, der Reisenden, der Touristen, der Urlauber, die aus ihren Wohnmobilen steigen, stellt Euch vor, wie wir uns in der Freude und dem Luxus wälzen, der uns geschwächt hat."
Es scheint, dass der islamische Terrorismus für Europa nicht real ist, sondern nur eine momentane Unterbrechung der Alltagsroutine. Wir kämpfen gegen die globale Erwärmung, gegen Malaria und Hunger in Afrika und für eine globale Welt der Gleichheit. Doch sind wir nicht bereit, für unsere Zivilisation zu kämpfen? Oder haben wir schon aufgegeben?

Quelle: "Kerzen"
Europas Grenzen – vom Hindukusch bis Sahara, Niger, Tschad (von Peter Helmes)
Hilfloses Hin und Her – Einerseits Flüchtlinge „welcome!“, andererseits: Wie kann man sie verhindern?
Wir sind von der Politik der Etablierten (Union, SPD, Grüne), aber auch der noch hilfloseren EU, zum Thema Flüchtlinge einiges gewohnt – Abstruses bis Vernünftiges. Daß das Vernünftige erkannt und beschlossen wird, ist eher die Ausnahme. Die Norm ist ein fragwürdiges Hin und Her. Türkei (Flüchtlingsabkommen), Marokko (Aufnahmevereinbarung für Abgeschobene), schnellere (und leichtere), aber generell zu wenig vollzogene Abschiebungen mögen als Stichworte hierzu genügen.
Trotzdem geht der Druck der Flüchtlingswelle weiter und ist kein Ende abzusehen. Also geht die Suche nach einer „nachhaltigen Lösung weiter. Plötzlich ruft der deutsche Innenminister de Maizière „Heureka!“ und zaubert ein Kaninchen aus dem Hut:

Flüchtlingslager
Europas Afrikagrenzen sollen jetzt unter Federführung der Italiener durch Flüchtlingslager – vorerst in Niger und Tschad geplant, in Libyen schon Wirklichkeit (aber ein Faß ohne Boden) – undurchlässiger werden, wie „german-foreign-policy“*) berichtet (*)siehe unten „eigener Bericht“).
conservo spottet: „Nun werden wir in der Weltpolitik unter der Führung der mondialen Globalisten Merkel und v.d. Leyen eine noch bedeutendere Rolle spielen – vom Hindukusch bis zur Sahara, von Asien bis Afrika: Deutschland, Deutschland, überall in der Welt… Fehlt noch – wegen der nötigen Erholung – ein „recreation center“ auf den Malidiven, strategisch günstig zwischen Afrika und Asien gelegen. Und wenn der legale und illegale Zuzug nicht endet, werden wir wohl einen Zaun bauen müssen von Namibia bis Rhodesien – quer durch Südafrika.“ (Spott aus.)
Derweil unsere Politiker unsere Truppe in alle Welt schicken, lassen sie zu, daß die Soldaten als Mörder beschimpft werden dürfen – mit höchstrichterlicher Zustimmung. So verrottet wie unsere Politik ist auch die politische Moral: Gut ist, was mir gefällt. Die anderen beißen die Hunde…
(Eigener Bericht) – Im Rahmen der EU-Flüchtlingsabwehr bereitet Italien die Einrichtung von Flüchtlingslagern in Niger und im Tschad vor.
Die Maßnahme ist Teil einer Übereinkunft, die der italienische Innenminister Marco Minniti am Sonntag gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Niger und Tschad sowie mit dem „Innenminister“ der sogenannten libyschen Einheitsregierung getroffen hat.
Minniti stimmt sich in der Flüchtlingsabwehr eng mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière ab; beide haben unlängst ausdrücklich die Entsendung einer EU-Grenzschutzmission an die südlibysche Grenze gefordert.
Hintergrund ist, dass nach dem Sturz der Regierung von Muammar al Gaddafi durch die NATO Libyen komplett zerfallen und auf absehbare Zeit nicht in der Lage ist, der deutsch-europäischen Forderung nach einer möglichst umfassenden Flüchtlingsabwehr eigenständig zu entsprechen.

Italien, das als ehemalige Kolonialmacht eine exponierte Rolle im Rahmen der EU-Libyenpolitik spielt, hat bereits zuvor einen Deal mit südlibyschen Stämmen geschlossen, um diese in die EU-Flüchtlingsabwehr einzubinden. Die neuen Flüchtlingsabwehrpartner der EU sowohl nördlich als auch südlich der libyschen Grenze werden schwerer Menschenrechtsverletzungen beschuldigt.
Umfassend gescheitert
Hintergrund der Bemühungen, die libysche Südgrenze gegen Flüchtlinge aus Afrika südlich der Sahara abzuschotten, ist das umfassende Scheitern der bisherigen Libyenpolitik Berlins und der EU.
Seit die NATO im Jahr 2011 mit Hilfe einheimischer Milizen die missliebige Regierung von Muammar al Gaddafi gestürzt hat, ist der libysche Staat immer weiter zerfallen; eine Chance zur Konsolidierung ist zur Zeit nicht in Sicht.
Der von der Bundesregierung forcierte Versuch, mit der Einsetzung der sogenannten Einheitsregierung ein den westlichen Mächten loyales Marionettenregime in Tripolis zu installieren (german-foreign-policy.com berichtete, ist misslungen; die „Einheitsregierung“ kontrolliert bis heute nur Teile der libyschen Hauptstadt.
Zu Monatsbeginn wurde in westeuropäischen Medien noch als Hoffnungsschimmer gelobt, dass der Chef der „Einheitsregierung“, Fayez al Sarraj, Gespräche mit General Khalifa Haftar aufgenommen hatte; Haftar kommandiert die Truppen des gewählten, ins östliche Tobruk geflohenen Parlaments und operiert militärisch recht erfolgreich.
Die Verhandlungen zwischen Al Sarraj und Haftar, die als Voraussetzung für jegliche weitere Stabilisierung gelten, sind jedoch umgehend sabotiert worden:
Ende vergangener Woche überfiel eine für Al Sarrajs Einheitsregierung kämpfende Miliz Soldaten der Haftar-Truppen, die unbewaffnet von einer Militärparade heimkehrten, und brachte mehr als 140 von ihnen um. Eine Fortsetzung der Gespräche wird damit zumindest massiv erschwert.
Libyens Küstenwache

Hatten Berlin und die EU die libysche „Einheitsregierung“ vor allem installiert, um einen Partner für die Flüchtlingsabwehr zur Verfügung zu haben, so zeichnet sich jetzt immer deutlicher ab, dass daraus nichts wird.
Lediglich Training und Ausrüstung derjenigen Milizen, die als „Küstenwache“ firmieren, schreiten voran; vergangene Woche hat Italien ihnen vier Patrouillenboote übergeben, nachdem es die Ausbildungsmaßnahmen für die Besatzungen abgeschlossen hatte. Sechs weitere Boote sollen folgen, sobald auch deren Besatzungen hinlänglich trainiert worden sind.
„Konzentrationslager“
Dabei zeichnet sich allerdings inzwischen ab, daß die „Küstenwache“, gegen die schwere Vorwürfe wegen gravierender Menschenrechtsverletzungen erhoben werden, nicht die erwünschte Wirkung bei der Flüchtlingsabwehr erzielt.
Zudem ist nicht klar, wie auf Dauer mit den von ihr abgefangenen Flüchtlingen verfahren werden soll; die von libyschen Milizen unterhaltenen Flüchtlingslager, in denen furchtbare Zustände herrschen und in denen die Flüchtlinge gewöhnlich interniert werden, sind von Mitarbeitern der deutschen Botschaft in Niger als „Konzentrationslager“ eingestuft worden.
Griffe die EU zu Zwecken der Flüchtlingsabwehr umfassender auf sie zurück, wäre mit einem verheerenden Imageschaden zu rechnen. Die Bundesregierung weist das Ansinnen deshalb offiziell zurück.

In der Sahara
Ersatzweise dringen Bundesinnenminister Thomas de Maizière und sein italienischer Amtskollege Marco Minniti nun darauf, Libyens Südgrenze abzuschotten und zu diesem Zweck möglichst rasch eine EU-Grenzschutzmission dorthin zu entsenden (german-foreign-policy.com berichtete ).
Die Vorarbeiten dazu hat zuletzt Italien entschlossen vorangetrieben; die aktuelle interne Arbeitsteilung in der EU sieht vor, dass die einstige Kolonialmacht eine besonders aktive Rolle in der operativen Libyenpolitik einnimmt.
Ende März ist es der italienischen Regierung gelungen, rund 60 Stammesführer aus Südlibyen auf einem Treffen in Rom zu einer Übereinkunft zu bewegen, die eine Abschottung der Grenze als machbar erscheinen lässt.
Beteiligt sind Clans der Tuareg, die Libyens Südwestgrenze de facto kontrollieren, Clans der Tubu, die die Südostgrenze beherrschen, sowie Clans der Awlad Suleiman, die in der südlibyschen Stadt Sabha eine starke Stellung innehaben.
Die Übereinkunft sieht vor, dass die jeweiligen Clans in Zukunft nicht mehr von Schmugglern jeglicher Art, sondern von der EU finanziert werden und dass sie dafür, anstatt gegen Bezahlung die Weiterreise von Flüchtlingen zu organisieren, Flüchtlinge vielmehr aufgreifen sowie sie festsetzen.
Zu den Versprechungen der EU gehört es, jungen Menschen in der Region, deren bislang fast einzige Perspektive die Abwicklung legalen und illegalen Handels war, Ausbildungsgelegenheiten und eine berufliche Zukunft zu verschaffen. Die Realisierbarkeit dieses Versprechens ist ungewiss.
Ein Schwarzes Loch

Unklar ist aber vor allem, wie die EU einen Mißbrauch von Flüchtlingen unter dem Schirm ihres Abkommens mit den südlibyschen Clans verhindern will. Bereits jetzt warnen Beobachter, die Flüchtlinge seien im Süden des Landes Gewalt jeglicher Art ausgesetzt.
Dabei seien „wenige Orte schlimmer als Sabha“, die Großstadt mit rund 200.000 Einwohnern, die durchqueren müsse, wer aus Niger über Libyen ans Mittelmeer reisen wolle, heißt es in einem aktuellen Bericht.
Dort tobten immer wieder mörderische Kämpfe zwischen unterschiedlichen Clans und bewaffneten Banden; zudem gebe es keinerlei funktionierende Polizei. Bewaffnete Banden operierten faktisch ungehindert – und begingen zahlreiche Verbrechen an Migranten. Diese würden entführt, um ihren Verwandten Geld abzupressen, sie würden misshandelt, müssten Zwangsarbeit leisten oder würden an andere Banden weiterverkauft.
„Die Flüchtlinge verlassen Niger in ein Schwarzes Loch“, urteilt Giuseppe Loprete, Missionschef der International Organization for Migration (IOM) in Niger, über das von den künftigen Flüchtlingsabwehrpartnern der EU kontrollierte Gebiet.
Lager

Am Sonntag hat nun der italienische Innenminister, die besondere Rolle Italiens im Rahmen der EU-Aktivitäten in Libyen wahrnehmend, eine weitere Übereinkunft mit seinen Amtskollegen aus Niger und Tschad sowie mit dem „Innenminister“ der sogenannten Einheitsregierung getroffen.
Demnach werden die vier Länder nicht nur ihre Zusammenarbeit in der Terrorbekämpfung und im Vorgehen gegen illegale Grenzübertritte intensivieren und dazu unter anderem neue Kontaktnetze zwischen den jeweiligen Grenzschutzeinheiten aufbauen. Sie erklären darüber hinaus, für die Bevölkerung in den Grenzregionen attraktive Erwerbsalternativen zum Schmuggel zu entwickeln.
Zuletzt kündigen sie an, Lager für in der Wüste aufgegriffene Flüchtlinge zu errichten. Dies soll in Niger und Tschad geschehen. Eine Stellungnahme der Bundesregierung dazu liegt noch nicht vor; doch hat Berlin bislang lediglich den Bau von Flüchtlingslagern in Libyen ausgeschlossen.
In Niger sind hingegen auch deutsche Stellen schon jetzt damit befasst, Flüchtlinge von der Reise in Richtung Mittelmeer abzuhalten.[9] Sowohl die nigrischen wie auch die tschadischen Repressionsapparate sind nicht nur allgemein für schwere Menschenrechtsverletzungen, sondern insbesondere auch für ihr brutales Vorgehen gegen Flüchtlinge berüchtigt. Sie werden nun – ebenso wie die südlibyschen Clans – zu offiziellen Flüchtlingsabwehrpartnern der deutsch dominierten EU.

Quelle: "Europa-Grenzen"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 30.05.2017 20:23:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 30.05.2017 21:20
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