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"397€"

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05.12.2017 20:38

Nach der gestrigen Zustimmung der Euro-Finanzminister zu einem neuen Kürzungsdiktat für Athen stehen der griechischen Bevölkerung weitere Schritte in die Verarmung bevor. Die Maßnahmen, auf die sich Ende vergangener Woche die griechische Regierung, die zuständigen EU-Institutionen und der IWF geeinigt haben, sehen beispielsweise die Ausweitung von Zwangsräumungen vor; Kritiker warnen vor einer Zunahme der Obdachlosigkeit. Gleichzeitig wird der Ausverkauf staatlichen Eigentums mit der Veräußerung von vier Kraftwerken fortgesetzt. Gewerkschaften kündigen Proteststreiks an, können sich aber nicht sicher sein, ob sie sie durchführen dürfen: Auf Druck Brüssels wird das Streikrecht empfindlich eingeschränkt. Dabei erweisen sich selbst angebliche erste Erfolge wie etwa ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit als Augenwischerei: Der Rückgang basiert auf einer dramatischen Zunahme besonders schlecht entlohnter Teilzeitarbeit, die die Armut nicht verringert, sondern sie langfristig sogar konsolidiert.
Der Euro und der soziale Dialog
Die Finanzminister der Eurozone haben am gestrigen Montag die jüngste Übereinkunft über die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Griechenland abgenickt. Ende vergangener Woche hatten sich die griechische Regierung, die einschlägigen EU-Institutionen – die Kommission, die EZB und der ESM – sowie der IWF auf die Bedingungen geeinigt, die Athen nun erfüllen muss, damit am 22. Januar weitere fünf Milliarden Euro aus dem Kreditprogramm freigegeben werden. Bei den Bedingungen handelt es sich um einen erneuten Verkauf staatlichen Eigentums, darüber hinaus um Maßnahmen, die die soziale Krise weiter verschärfen, sowie um empfindliche Einschnitte beim Streikrecht, die den Widerstand gegen künftige Austeritätsmaßnahmen deutlich schwächen sollen. Die griechische Regierung muss nun alles bis Anfang Januar in Gesetze fassen. Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission mit Zuständigkeit für den Euro und den sozialen Dialog, preist die Einigung als eine „gute Nachricht für Griechenland und Europa“.
"die Antifa ist nur der verlängerte Arm der geistigen Brandstifter in den Redaktionen und Parlamenten."
(rjhCD6149)


„Gut für Europa“ - Profite privatisieren

Der Verkauf staatlichen Eigentums trifft diesmal vier Braunkohlekraftwerke des Stromversorgers DEI, die nun an Privatinvestoren veräußert werden müssen. Dies wird als ein „wichtiger Schritt zur Öffnung des Energiemarktes“ eingestuft. Zuletzt waren vor allem Filetstücke der Transportinfrastruktur privatisiert worden; davon hatten insbesondere deutsche Konzerne profitiert. So hat etwa die deutsche Fraport AG den Zuschlag für den Betrieb von 14 griechischen Flughäfen erhalten, und zwar exakt von denjenigen unter den 37 Regionalflughäfen des Landes, die attraktive Gewinne erwirtschaften; die nicht profitablen Airports, darunter chronisch defizitäre, verbleiben beim griechischen Staat (german-foreign-policy.com berichtete). Ebenfalls mehrheitlich an ein deutsches Unternehmen, nämlich die Deutsche Invest Equity Partners (DIEP), veräußert wird auch der Hafen von Thessaloniki; der Vertrag für den Kauf der Betreibergesellschaft, die allein im ersten Halbjahr 2016 bei einem Umsatz von rund 21,2 Millionen Euro einen Gewinn von 5,5 Millionen Euro erwirtschaftete, soll am 15. Dezember unterzeichnet werden. Lediglich die griechische Staatsbahn Trainose ging Anfang 2017 an die italienische Staatsbahn Ferrovie Dello Stato Italiane.
Chancen für die Konkurrenz
Dabei zeichnet sich mittlerweile ab, dass der – maßgeblich von Berlin durchgesetzte – Ausverkauf griechischen Staatseigentums seinen beabsichtigten Zweck zunehmend verfehlt und nicht mehr nur westlichen Unternehmen neue Profitchancen eröffnet. Immer öfter kommen bei Privatisierungen in Griechenland chinesische Konzerne zum Zug. Bekanntestes Beispiel ist die Übernahme der Mehrheit am Hafenbetreiber in Piräus bei Athen durch COSCO (China Ocean Shipping Company). Die Investitionen des chinesischen Unternehmens haben den Hafen mittlerweile zum achtgrößten Europas und zum drittgrößten am Mittelmeer aufsteigen lassen; weil er als einer der Endpunkte der Seeroute des chinesischen Megaprojekts Neue Seidenstraße gilt, wird ihm perspektivisch sogar ein Aufstieg zur Nummer eins in Südeuropa zugetraut. Und chinesische Firmen investieren weiter. Im Juni hat die chinesische State Grid Corporation die Übernahme von 24 Prozent des griechischen Netzbetreibers ADMIE abgeschlossen, die – wie jetzt der Verkauf der vier Braunkohlekraftwerke – von der EU im Rahmen des Kreditprogramms erzwungen worden war. Zuletzt hat die staatliche Shenhua Group begonnen, mit dem Stromversorger DIE und der Copelouzos Group des Oligarchen Dimítris Copeloúzos zu kooperieren, der beim Betrieb der griechischen Regionalflughäfen mit Fraport verbündet ist. Shenhua hat zuletzt einen 75-Prozent-Anteil an vier Windparks übernommen und plant gemeinsam mit DIE und Copelouzos Investitionen im Wert von drei Milliarden Euro.

Ein Kontrollverlust
Die rasch wachsende Bedeutung Chinas für die darbende griechische Wirtschaft führt mittlerweile dazu, dass Athen von EU-Maßnahmen Abstand zu nehmen beginnt, die sich gegen Beijing richten. So hat die griechische Regierung sich im Juni geweigert, eine EU-Resolution mitzutragen, die die Volksrepublik bezichtigte, die Menschenrechte zu verletzen. Berlin sieht seine Kontrolle über die EU-Peripherie in Frage gestellt und reagiert empört – german-foreign-policy.com berichtete

In die Obdachlosigkeit
Zu den Maßnahmen, die Athen laut der jüngsten Übereinkunft mit den EU-Institutionen und dem IWF nun umsetzen muss, zählt neben dem Verkauf der vier Braunkohlekraftwerke auch die Zwangsversteigerung von Wohnraum. Betroffen sind Eigentümer, die verschuldet sind und infolge der Krise – etwa, weil sie arbeitslos wurden – ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Ein Gesetz, das die Zwangsversteigerung einer Wohnung verbietet, die als Erstwohnsitz genutzt wird, läuft Ende des Jahres aus und ist nicht verlängert worden; damit wird es möglich, Menschen im großen Stil in die Obdachlosigkeit zu treiben. Schon jetzt werden die Zwangsversteigerungen intensiviert; Berichten zufolge werden dabei sogar mittellose Rentner aus ihrer Wohnung geworfen. Am vergangenen Mittwoch kam es in Athen und Thessaloniki zu Protesten, die von der Polizei brutal niedergeknüppelt wurden, um die von der EU geforderten Maßnahmen durchzusetzen. In der Hauptstadt setzten die Repressionskräfte gegen Demonstranten sogar in geschlossenen Räumen Tränengas ein. Während sich die soziale Lage weiter zuspitzt, hat Athen der EU vergangene Woche zugesagt, auch das Streikrecht einzuschränken. Demnach sollen Streiks künftig nur erlaubt sein, wenn sie in einer Urabstimmung von mindestens 51 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder explizit befürwortet wurden. Bei der Maßnahme handelt es sich um den Versuch, den Widerstand gegen die von Berlin und Brüssel oktroyierten Austeritätsdiktate schon im Keim zu schwächen.

397 Euro im Monat
Die angeblichen ökonomischen Erfolge, von denen in jüngster Zeit zuweilen die Rede ist, um die neuen Maßnahmen zu legitimieren, erweisen sich bei näherer Betrachtung als nicht vorhanden. So ist das geringe Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent im ersten und 0,8 Prozent im zweiten Quartal 2017 schon wieder eingebrochen und lag im dritten Quartal nur noch bei 0,3 Prozent. Desaströs ist die Lage der vier großen griechischen Banken: Inzwischen ist fast die Hälfte der Darlehen, die sie vergeben haben, notleidend, meist deshalb, weil die Kreditnehmer arbeitslos geworden sind oder sich nur noch mit miserabel bezahlten Jobs über Wasser halten können.[10] Wie die Banken einen für Februar geplanten EZB-Stresstest überstehen sollen, ist völlig unklar. Als Scheinerfolg erweist sich auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 20,6 Prozent im August nach einem Höchstwert von 27,9 Prozent im September 2013; die Jugendarbeitslosigkeit ist von 45,2 Prozent im Sommer 2016 auf 40,2 Prozent im August 2017 zurückgegangen. Allerdings basiert diese Entwicklung auf einer dramatischen Zunahme vor allem von Teilzeitarbeit. So ist die Zahl derjenigen, die einen Teilzeitjob haben, von 99.000 im Jahr 2008 auf 267.000 in die Höhe geschnellt; das Teilzeit-Durchschnittseinkommen wird mit 397 Euro im Monat angegeben. Von denen, die in diesem Jahr eine neue Arbeitsstelle antraten, erhielten weniger als die Hälfte einen regulären Vollzeitjob. Damit wird die Verarmung der Bevölkerung weiter vorangetrieben, ohne als Arbeitslosigkeit kenntlich zu sein.

Quelle+Querverweise: "Griechenland"
Gedankliche Filetstücke – Der rote Faden (by Maria Lourdes)
„… Öfter leiden wir in der Einbildung als in der Wirklichkeit“ – das erkannte schon der altrömische Philosoph Seneca und nahm vorweg, was heutzutage die Psychologie lehrt: Ärger und Sorge haben ihren Ursprung im eigenen Kopf und müssen auch dort bekämpft werden.
»Ja-aber so war das nicht gedacht!« – Kommt Ihnen das bekannt vor?
Bedenken wälzen, Entscheidungen herauszögern, über die Zustände jammern. So erstickt das neue Projekt, die kreative Idee, der Lebenstraum im Sumpf der Gegenargumente und des Zauderns.

Der rote Faden – Teil 1: Vorgedanken
Wie formuliert man Gedanken, „die dem Volk aufs Maul geschrieben sind“, wenn der übliche Dialog fehlt, so dass etwas aufgenommen, mit einem „Aha!“ verstanden werden und man von beiden Seiten her konstruktiv darauf aufbauen kann? Und wo fängt man damit an?
Da fällt mir „spontan“ das Recht ein, was man in der Regel mit Gerechtigkeit verbindet. Dass die Realität jedoch anders ausschaut, kann sich mittlerweile eine wachsende Mehrheit Betroffener vor Augen führen. Und wenn die empfundene Ungerechtigkeit später noch per Urteil im „gelben Umschlag“ die Türschwelle überschreitet, scheint die Welt zunehmend komisch zu werden und alsbald ist das Maß ist voll – zumindest für den Betroffenen.
Ich habe das jetzt extra „eingedampft“, sonst kommt man „vom Stöckchen aufs Hölzchen“ – ein beliebtes Verhalten vom Ich.
Beginnt man sich mit der Wirksamkeit von Gesetzen zu beschäftigen, weil einem das Gefühl nicht mehr loslässt, dass irgendetwas nicht stimmt, erkennt man später – vereinfacht ausgedrückt – eine willkürlich-opportune Motivation dahinter.
Entweder gibt man sich geschlagen und geht mit einem Gefühl der Unterdrückung durchs Leben und mit der Erkenntnis, dass es nur die Macht ist, die zählt und die Gesetze nur Handlungsermächtigungen darstellen oder man beginnt zu „kämpfen“, was sich irgendwann in einem wirkungslosen Beschäftigen erschöpft.
Man kann das System mit seinen eigenen Mitteln aushebeln, indem man seine Paradoxien aufdeckt und diese in den öffentlichen Raum stellt. An diesen Stellen fängt darüber hinaus der Infragestellungsprozess an, der einen selbst dazu bewegt, sich zu fragen, wenn es überhaupt nicht funktioniert, wie könnte es dann funktionieren. Um hier gleich einen Dämpfer zu geben: Es nützt nichts, nur die Gesetzesgrundlagen und Regelwerke gegen andere auszutauschen. Das ist nicht weit genug gedacht. Es ist also erst einmal eine mentale Angelegenheit. Gestern bleibt gestern. Punkt. Ein unterwürfiges Verhalten gegenüber anderen Autoritäten an den Tag zu legen, ist ebenfalls überholt.


Um es hier auf den Punkt zu bringen, alles was sich der Mensch unter der Knute seines konditionierten Ichs geschaffen hat, ist lediglich der traurige Versuch, sich nur von dem eigenen Erwachsenwerden schützen, bzw. dieses Erwachsenwerden unterdrücken zu wollen und wendet sich so ganz nebenbei gegen das Leben und seinem Entwicklungsprozess an sich.
„Verhaltensmuster ändern sich nie, sie sterben immer nur aus. Ich hoffe, jeder kapiert, was ich damit sagen will und welche Chance auch darin für ihn selbst enthalten ist.“
Zu den Verhaltensmustern gehört die Art wie der Mensch aufwächst, wie er konditioniert wird, wie er mit seinesgleichen umgeht, wie er sich gegenüber der Natur sieht und verhält, wie er sich selbst sieht und präsentiert, mit welchen Ordnungsprinzipien (Belohnung für das Artigsein und Bestrafung gegen das Artigsein) und Regelwerken (Konventionen, Geld- und Rechtssystem) er sich umgibt. Alles Bisherige entstammt seinen Konditionierungen und dem Versuch, das Alte (das Gewohnte) auf „Biegen und Brechen“ (mit allen Tricks und Mitteln) beibehalten zu wollen.
Also: Ohne Infragestellung der eignen Verhaltensmuster, die im „Ich“ abgelegt sind und es selbst repräsentieren, kommt somit immer nur die alte Sauce dabei raus. Aus diesem Grunde wird es dann in der Regel auch ganz still, weil es ab da ans „Eingemachte“ geht. Denn auch die Konventionen, Geld- und Rechtssystem mit seinen künstlichen Regelwerken sind davon abgeleitet.
Unter dem Aspekt künstlicher Rechtsgrundlagen, kann man – weit vorgewagt – sogar die zehn Gebote in das Regal der Geschichte stellen, wenn man erkennt, dass es nur Regeln sind, die die eigentliche Verhaltensursache des Menschen, verantwortlich für den aktuellen Systemzustand nur täuschend umhüllen – zu vertuschen und zu verschleiern versuchen. Dies nur, damit der Mensch nicht darüber nachdenken will, muss, soll oder mag.
Dabei unterliegen auch die zehn Gebote einem „Neusprech“, um die unnatürliche Ordnung der Hierarchie nur weiter aufrecht zu erhalten – auf der anderen Seite beinhalten sie auch die Steilvorlage zur Aufgabe der Infragestellung durch den Menschen selbst. Wobei wir mit den zehn Geboten nun auch bei den Anfängen gesetzlicher Grundlagen und ihrer grundsätzlichen Existenz angelangt sind:
„Der symptomhaften Regulierung (durch fortgeführte Fremdbestimmung) gesellschaftlich tolerierter Unvernunft und ihrer Beibehaltung, um die Existenz Recht sprechender und gerechter Vorgesetzer und deren autoritäre Position beibehalten zu wollen.“
Wenn man die eigentliche Funktion der Vernunft in sich selbst erkennt und entwickelt, bedarf es keiner zehn Gebote mehr. Das regelt sich dann „von selbst“.
„Es regelt sich nichts von selbst“, bekomme ich dann gewöhnlich zu hören, wobei der Satz in der Regel aus dem gewohnt konditionierten Ich kommt, was sich dagegen wehrt, dass es mehr gibt, als nur seine Vorstellung von Kontrolle.
„Ja, aber…“ „…ist damit auch die Rechtfertigung des „Ichs“, weiter in einem Umfeld gegenseitiger Befeindungen weiter bestehen zu wollen. Denn wenn alle „gleich“ sind, braucht sich niemand zu verändern. Die Nummer geht jedoch gerade zu Ende und so mancher entpuppt sich als rückfällig.
„For you partake of that last offered cup,
Or disappear into the potter’s ground.“
Johnny Cash, The Man Comes Around

Das einzige Weg weiterzukommen ist, sich auf diesen Umdenkprozess einzulassen, sich also selbst zu verändern. Da steht einem komischerweise auch niemand im Weg, außer man selbst. Denn sich mit Feindbildern zu beschäftigen lautet: Sich von eigenen Ich „bei Laune halten“ zu lassen und sich so seinen Regeln (den wirkenden Konditionierungen) zu unterwerfen.


„Ja, aber wir müssen doch eine Grundlage haben, woran sich alle zu halten haben.“
„Ja, im Außen ist man gern bei der Sache, solange sich der Mensch selbst nicht mit seinem Wesen, seinen Konditionierungen und mit seiner beibehaltenen Unvernunft zu beschäftigen braucht und weiter an der alten Weltordnung festzuhalten gedenkt.“
Die vielbesagte Vernunft ist dabei nicht die gewohnte Interpretation, nur genug von allem sicher zu haben, sondern der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Erst in der Bedingungslosigkeit entpuppt sich auch der Ort der eigentlichen Gerechtigkeit und dem Richter in einem selbst, verantwortlich für das eigene Handeln.


Man braucht also nicht nur gewohnt „gegen das System“ zu sein, wenn man es durch den Prozess der Infragestellung unterwandern kann, indem man in sich selbst die Verhaltensmuster entwickelt, die man im Außen von anderen fordert. Zunächst beruft man sich auf Althergebrachtes, um an ein anderes „Rechtssystem“ glauben zu wollen, was dem betroffenen Individuum mehr „Gerechtigkeit“ verheißt und die Ungerechten ihrer „Bestimmung“ zuführt. Gerechtigkeit ist hierbei mit Sieg über den anderen und mit einem Gewinnen verbunden.
Rache ist dabei das älteste Verhalten, wo sich ein Mensch gegenüber den Prinzip der natürlichen Ordnung (durch Selbstregulierung) erhebt und über einen anderen Menschen richtet.
Ich gehe an dieser Stelle nicht auf die vielen Fälle näher ein, kann jedoch aus heutiger Sicht sagen, dass die Aufgabe des Menschen nicht darin besteht, ein geschaffenes Rechtssystem nur durch ein anderes ersetzen zu wollen, wenn der Grundtenor in beiden von ihm (künstlich) geschaffenen Rechtssystemen der gleiche ist und sich durch Belohnung und Bestrafung und Fremdbestimmung durch „andere, gerechte Vorgesetzte“ zum Ausdruck bringt. Somit auch die Begründung, dass es im Kern keiner Gerichte bedarf.
„Ja, aber die „anderen“ muss man doch kontrollieren.“ „Es kommt darauf an, aus welcher Sicht die anderen, die „anderen“ sind, die zu kontrollieren es notwendig scheint. Wie gesagt: das Zauberwort lautet: Vernunft. Das Gewissen ist dabei der Regelmechanismus mit entsprechender „Signalwirkung“.“
Über die Entwicklung der Vernunft transformiert sich der Mensch von der Fremd- hin zur Selbstbestimmung – stark vereinfacht ausgedrückt.
„Wenn man einen Berg besteigt, dann kann man den anderen zwar davon erzählen, wie es da oben ist. Jedoch muss sich jeder selbst aufmachen, um seine eigene Erfahrung zu machen.“
Es geht darum, dass es aus dem Innen heraus (vor)gelebt wird, und nicht irgendwo auf einem alten vergilbten Zettel steht. Dabei sollte man darauf achten, wenn man es im anderen nicht erkennt, ist es das Zeichen dafür, dass es in den Programmierungen des eigenen Ichs nicht oder nur rudimentär vorhanden ist.
Es geht also um Selbstentwicklung, -findung, -liebe, -vertrauen, -wert, -bewusstsein, -disziplin und -bestimmung. Selbst ist in einem selbst und kann nur dort entwickelt werden. Denn man kann etwas nur wahrnehmen, was man selber in sich trägt.
An dieser Stelle macht auch die „Hochzeit von Kana“ Sinn, wenn das Selbstbewusstsein das Wasser (alte Programmierungen des Ichs, Fremdbestimmung) in Wein (Selbst-) verwandelt. Man sieht erst die Erkenntnis, dann nachlesen und nicht vorher was lesen, was einem dann den Kopf vernebelt, weil man in der Regel materiell unterwegs ist und überall nur „Materie“ sieht.

Quelle: "Gedanken-Wirklichkeit"

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  • Erstellt von meineHeimat In der Kategorie Allgemein am 05.12.2017 20:38:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 05.12.2017 20:59
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