#1 Großdeutschland und Schwarz-Rot-Gold in Weimar von Carinhall 19.04.2017 23:20

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Die Benutzung des Begriffs „Großdeutschland“ gilt heute als kennzeichnender Hinweis auf rechtsextremes oder „nazistisches“ Gedankengut.
Im Rahmen der Umerziehung wurde der Eindruck erweckt, daß das 1938 durch den Anschluß Österreichs verwirklichte Großdeutschland ein böses NS-Programm gewesen sei, von dem man sich in unserer Zeit als guter Demokrat distanzieren müsse.

Weithin ist verdrängt und vergessen, daß alle Weimarer Parteien den Anschluß Österreichs forderten und ausdrücklich für ein Großdeutschland eintraten, vor allem die tonangebenden Linksparteien.

In der ursprünglichen Weimarer Verfassung von 1919 war Österreich als ein Teil des Deutschen Reiches vorgesehen, wie auch die österreichische Nationalversammlung am 12. November 1918 bereits Deutschösterreich als einen Teil des Deutschen Reiches erklärt hatte. Wien und Berlin mußten 1919 auf Druck der Alliierten hin ihre Verfassungen ändern und den Anschluß daraus tilgen – ein eklatanter Bruch des Selbstbestimmungsrechts und Ausfluß reiner Siegerwillkür.

Deutschösterreich mußte am 21. 10.1919 seinen Namen in Österreich ändern. Besonders deutlich wird die Haltung der Weimarer Parteien zu dieser Frage in einer Reihe von Reden, die 1919 zur Frage der Nationalfarben gehalten wurden. Anstelle der Farben Schwarz-Weiß-Rot des Bismarckreiches führte die Weimarer Republik Schwarz-Rot-Gold in der Tradition von 1848 als Reichsfarben ein. Die Begründung, die die einzelnen Politiker für diesen Wechsel damals in der Weimarer Nationalversammlung gaben, ist auch für unsere Zeit interessant und beweist, wie falsch das von der Umerziehung gezeichnete Bild ist.

https://morbusignorantia.wordpress.com/2...gold-in-weimar/

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